Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Geinsheim

Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Geinsheim 3:0 (0:0)

Hochverdient, auch in der Höhe, gewann Herxheim vor 175 Zuschauern das Flutlicht-Derby gegen Geinsheim mit 3:0 – und jedes Tor schöner als das andere.

Shot with FIMO EK 80.

Nach der torlosen 1. Halbzeit ballerte Nicolas Fink das Spielgerät in der 58. Minute aus 15m Torentfernung aus der Drehung in den Winkel, 1:0.
In der 62. bereitete der eingewechselte Julian Hahn famos das 2:0 vor. Auf der rechten Außenbahn ging er fast bis zur Grundlinie, hatte dann die Übersicht auf den innen mitlaufenden Fink zurück zu legen, der aus 13m flach einschieben konnte.
In der 73. war es der 5 Minuten zuvor eingewechselte Max Liebel, der von halblinks mit seinem Schlenzer ins lange Eck zum 3:0 Endstand Geinsheims Torsteher Daniel Vogelsang keine Abwehrchance ließ.

Schon in der 1. Halbzeit war Herxheim klar überlegen und hätte aufgrund der vorhandenen Torchancen mindestens 1:0, eher 2:0 führen müssen. Geinsheim hielt da noch einigermaßen mit, konnte aber lediglich ein paar wenige, bestenfalls semigefährliche Gegenstöße ansetzen.
Die Überlegenheit der Viktoria wurde im zweiten Spielabschnitt noch viel gravierender und dann auch mit den Toren belohnt, bzw. die Mannschaft belohnte sich selbst für eine extrem aufwändige, selbstbewusste und später sehr effektive Spielweise.
Nach dem 1:0 und erst recht nach dem 2:0 war die Gastmannschaft nur noch ein besserer Trainingspartner für die Stengel-Elf. Die Unterzahl ab der 75. Minute für den SVG – Gelb-Rot für Hamir Demir wegen wiederholten Foulspiels – wirkte sich nicht mehr auf den Spielverlauf und das Ergebnis aus, verdeutlichte lediglich die Chancenlosigkeit der Geinsheimer auf irgendwas Zählbares.

Foto: Julian Hahn bereitet rechts außen vor und legt zurück…

Foto: …auf Nicolas Fink, der mit seinem Flachschuss das 2:0 erzielt

Foto: Max Liebels Schlenzer zum 3:0

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Landesliga: FSV Offenbach – Viktoria Herxheim

Landesliga: FSV Offenbach – Viktoria Herxheim 1:2 (1:0)

Das Imperium schlägt zurück…

400 Zuschauer im Queichtalstadion sahen ein spannendes Derby, in dem das zunächst dominante Offenbach in Führung ging und letztendlich in Unterzahl gegen kampfstarke Herxheimer die Heimniederlage quittieren musste.

Durch ein toll heraus gespieltes Tor lag der FSV in der 36. Minute mit 1:0 vorne. Noch aus der eigenen Hälfte heraus schickte André Nenning mit einem Zuckerpass Daniel Szadorf auf die Reise. Szadorf setzte sich rechts in Szene, zog unwiderstehlich nach innen und überwand abschließend Dennis Karn mit dem genauen Abschluss ins linke untere Eck. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient und hielt auch bis zur Pause.
Wobei kurz vor dem Pausenpfiff des souveränen Schiedsrichters, Adrian Muntean, Felix Luca Felix vom Feld geschickt wurde. Für sein zweites Foul bekam er Gelb-Rot. Damit erwies er seiner Mannschaft einen Bärendienst, denn nach der Halbzeitpause kam Offenbach in Unterzahl nicht mehr richtig in den Tritt. Das war der eine Knackpunkt des Spiels, der andere war die Einwechslung von Mihai Petrescu. Viele hatten sich gewundert, dass das Herxheimer Trainertrio, Konstantin Stengel, Christoph Bauer und Pascal Weis, in der Startaufstellung auf ihn verzichtet hatte.

Nur 4 Minuten nach seiner Einwechslung bewies Petrescu seine (Joker-)Qualitäten. Nach einem Eckball in der 66. Minute war er im Getümmel vor der Torlinie zur Stelle und beförderte die Kugel zum 1:1 Ausgleich ins Netz. Das war aber noch nicht alles, in der 86. lieferte Petrescu die weite Flanke, die auf der anderen Seite Mario Schädler in die Lage versetzte, aus dem Hinterhalt beherzt und mit vollem Risiko abzuziehen – und zu treffen. 1:2 kurz vor Schluss der regulären Spielzeit. In der und in den knapp 4 Minuten Nachspielzeit hatte Offenbach nicht mehr die Körner die Niederlage abzuwenden.
Nach 94 Minuten stand der von Herxheim bejubelte Derbysieg und somit der Sprung vom Letzten auf den 12. Tabellenplatz – fast schon ein Mittelfeldplatz – fest.

Nächsten Samstag ist die Viktoria in der Pflicht, diese vor allem kämpferisch gute Leistung zu bestätigen. Dann kommt Wormatia Worms II ins Stadion „Am Krönungsbusch“. Anstoß ist um 16:00 Uhr.
Gegen diese starken Wormser hat Offenbach zuletzt ein eher glückliches 0:0 erreicht. Der FSV (18 Punkte) selbst hat mit der Derbyniederlage den Sprung auf Platz 3 verpasst und muss nächsten Sonntag beim unberechenbaren Phönix Schifferstadt (19 Punkte) zum quasi 6-Punkte-Spiel antreten.

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Landesliga: FSV Offenbach – SV Geinsheim

Landesliga: FSV Offenbach – SV Geinsheim 5:2 (2:1)

Dürftige 150 Zuschauer sahen ein Derby, dessen Ergebnis mindestens um ein Tor, eher um 2 Tore zu hoch ausfiel. Ein 3:3 Unentschieden wäre wohl das gerechteste Ergebnis gewesen. Beim Stand von 3:2 für Offenbach wurde Geinsheim ein klarer Elfmeter verweigert. Danach erhöhte der „unterbewertete“ Jan Löffelmann auf 4:2 und der geniale Alexander Hayes zimmerte in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 5:2 Endstand in die Maschen.

Nach der starken Geinsheimer Anfangsphase war Offenbach durch André Nenning mit 1:0 in Führung gegangen. Die schwache Offenbacher Abwehrleistung nutzte Steffen Wiegerling und düpierte die Roten mit seinem Heber zum 1:1 in der 19. Minute.
Hüben wie drüben wurden richtig gute Torchancen kreiert, aber Offenbach ging mit dem Treffer von Agmir Bajraktari zum 2:1 mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause.

In der 54. Minute konnte Kilian Sturm mit einem schönen Treffer noch zum 2:2 ausgleichen. Dann war es, rein ergebnistechnisch aber vorbei mit der Geinsheimer Herrlichkeit. Alexander Hayes verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum 3:2. Pech für Geinsheim, der Strafstoß zum möglichen 3:3 wurde nicht gegeben. Das Ende… siehe oben

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Landesliga: FSV Offenbach – Wormatia Worms II

Landesliga: FSV Offenbach – Wormatia Worms II 0:0

Nachdem André Nenning in der 4. Minute den Wormser Torwart zu einer Parade zwang und nach der folgenden Ecke das Alu testete, verflachte die Partie. Kurz nach der Trinkpause hatte Worms einen Pfostentreffer aus der Distanz zu verbuchen. Nach einem Wormser Konter in der 27. Minute, rauschte der Abschluss von rechts am langen Pfosten vorbei ins Aus – war nicht ungefährlich.
Den ersten wirklich guten Angriff hatten die Gäste in der 40. Minute. Erst wurde von Offenbach auf der Linie geklärt, dann warf sich Mika Stabel hinein und schnappte sich den Ball. Da war man am nähesten an einem Torerfolg dran, dennoch geht aufgrund der Gesamtleistungen beider Teams das torlose Unentschieden zur Pause in Ordnung.

Foto: 4. Minute, André Nenning schießt, der Wormser Torhüter Hüter lenkt zur Ecke

Foto: Nach der Ecke köpft Nenning aus spitzem Winkel hier nur an den Pfosten

Die Wormatia kam besser in die 2. Halbzeit als die Gastgeber, dennoch tat sich bis zur 62. Minute nichts Gravierendes auf dem Platz. Felix Luca Felix äußerte sich wohl ein wenig abfällig über die Freistoßentscheidung von Schiri Blendion Gavazi, quittierte seine zweite Gelbe Karte und durfte duschen gehen. Fast eine halbe Stunde in Unterzahl, das veranlasste den FSV dazu die Offensivaktionen weitgehend einzustellen, um mit verstärkter Defensive möglichst den Punkt abzusichern.
Dass dies schlussendlich gelang, lag eher am Gegner, als an der heimischen Elf, denn Worms war zwar sehr stark feldüberlegen, war jedoch in der „gefährlichen Zone“ überaus ineffektiv. Fast wäre in der einminütigen Nachspielzeit doch noch der Auswärtssieg gelungen, aber die letzte Hereingabe verpasste ein Gästestürmer um Zentimeter.

Wahrscheinlich wäre Wormatia Worms vor dem Spiel mit einem Punkt zufrieden gewesen, danach sicherlich nicht mehr. Genau umgekehrt dürfte es sich für den FSV Offenbach darstellen. Goutieren konnten díeses Ergebnis die knapp 100 Zuschauer nicht. In einem Spiel mit Tendenz zum Sommerkick hätte das ein oder andere Tor gut getan.

Die nächste Chance Worms zu düpieren, hat Offenbach am Mittwoch, um 19:30 Uhr. Im Verbandspokal geht es dann gegen die Oberligamannschaft von Wormatia Worms. Eine schwere Aufgabe. Aber das Gute daran, TORLOS wird diese Partie definitiv nicht enden!

Shot with FIMO Aesthetic 400.

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Landesliga: SV Geinsheim – SV Büchelberg

Landesliga: SV Geinsheim – SV Büchelberg 1:3 (1:0)

Nach dem Spiel in Rülzheim (gegen Maximiliansau und dem Kurzbesuch in Zeiskam kam ich noch vor dem Pausenpfiff zum Derby in Geinsheim gegen die favoriserten Büchelberger. Zu dem Zeitpunkt lag Geinsheim in Front. Wie mir freundliche Zuschauer vermittelten, sei dies verdient gewesen, weil Geinsheim die etwas aktivere Mannschaft war.

Aktiv war der SVG auch in der 2. Halbzeit, hatte aber u.a. Pech bei einem Pfostentreffer. Das war nach dem Ausgleich zum 1:1 (51.) durch Hasan Coskun und hätte die erneute Führung für Geinsheim sein können. Der frisch vermählte Christian Liginger prüfte in der 71. Minute mit einem schönen Distanzschuss SV-Keeper Konrad Siegler, der die Kugel toll aus dem WInkel fischte.
Büchelberg agierte nun recht routiniert und dies führte in der 81. Minute zum 1:2 durch Tristan Wiese. Geinsheim hatte dann nichts mehr entscheidendes zuzusetzen, das 1:3 per Konter angeschlossen von Gianluca Calabrese in der Nachspielzeit war lediglich für die Statistik relevant.

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Landesliga: SV Geinsheim – FC Bienwald Kandel

Landesliga: SV Geinsheim – FC Bienwald Kandel 3:5 (1:2)

Eine bittere Heimpleite musste der SV Geinsheim vor 250 Zuschauern gegen Kandel quittieren. Durch den zeitgleichen Sieg des FSV Schifferstadt rutschte die Brendel-Truppe auf den vorletzten, einen recht wahrscheinlich sicheren Abstiegsplatz ab.

Die ersten beiden Tore für Kandel erzielt von Sven Kollenda, musste ich mir schildern lassen. Da wurde von Abwehrfehlern gesprochen, die zum 0:2 führten. Immerhin konnte Pascal Nebel per Foulelfmeter kurz vor der Pause auf 1:2 verkürzen. Hoffnung für die 2. Halbzeit keimte auf.

Die nächste kalte Dusche für die Einheimischen folgte in der 51. Minute. Pascal Hüll volltreckte den wegen Foul an Noah Beierle verhängten Freistoß direkt zum 1:3. Auf der Gegenseite köpfte Julian Herrmann nach einem Freistoß die Kugel zum erneuten Anschluss in die Maschen, 2:3.

Als Geinsheim drauf und dran war den Ausgleich zu erzielen und eine Großchance versemmelte, erhöhte Kollenda im Gegenzug auf 4:2 für die Bienwäldler. Geinsheim kämpfte und rannte weiter an, aber einen weiteren Foulelfmeter in der 70. Minute nutzte Beierle zum 5:2. Zwei Minuten danach (72.) war nochmal Herrman dran und verkürzte auf 3:5.

Wäre Geinsheim der von den Chancen her durchaus mögliche vierte Treffer gelungen – auch in der Schlussphase wurde wieder eine 100%ige vergeben – hätte die Partie vielleicht noch mit einem Unentschieden enden können. Angemerkt muss werden, dass Kandel den ein oder anderen Konter nicht zu Ende führen konnte und somit eine klarere Entscheidung „verhinderte“.
Aber trotz 4 Minuten Nachspielzeit brachte der SVG den Ball nicht mehr an Patrick Aust vorbei, womit der Abstieg in die Bezirksliga einen großen Schritt näher gekommen ist.

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Landesliga: Phönix Schifferstadt – Viktoria Herxheim

Landesliga: Phönix Schifferstadt – Viktoria Herxheim 3:2 (2:0)

Verdienter Sieg für Phönix Schifferstadt

Herxheim erzielte die schöneren Treffer, die zwei reichten aber nicht. Phönix Schifferstadt gewann, wahrscheinlich mit der bis dahin besten Saisonleistung, die Partie verdient mit 3:2.

Schifferstadt war fast immer einen Ticken schneller und aggressiver als die Gäste. Man kann sagen, der Wille zu siegen war erkennbar und setzte sich insgesamt dann auch durch. Das soll nicht heißen, dass Herxheim kein ebenbürtiger Gegner war, aber diesmal war der Fußballgott auf Seiten der Truppe von Ediz Sari.

So z.B. in der 12. Minute, als ein Tor der Gastgeber wegen Abseits nicht anerkannt wurde, der Schiri aber zuvor ein Foul gesehen hatte, den (aufgrund der Abseitsstellung nicht genutzten) Vorteil laufen ließ und dann doch Freistoß pfiff. Geri Hasa verwandelte aus der Distanz ins linke untere Eck zum für Phönix befreienden 1:0.

Ein weiterer Standard führte in der 38. Minute zum 2:0. Nach einem Eckball sprang Lucas Federer höher als seine Gegenspieler und köpfte aus kurzer Distanz unhaltbar für Lukas Dudenhöffer ein.

Stichwort Herxheimer Torhüter; Dudenhöffer stand im Kasten, weil Dennis Karn krank gewesen war und in der Woche nicht trainieren konnte. Bei einer Abwehraktion hatte sich Dudenhöffer jedoch verletzt, war gehandicapt und musste noch vor der Pause für Karn Platz machen.
Dieser ungeplante Wechsel machte sich später bemerkbar, als Herxheim noch zweimal getauscht hatte und Julian Hahn sich eine Viertelstunde vor Schluss verletzte und raus musste – Unterzahl für die Viktoria.

Aber der Reihe nach; zunächst startete Herxheim nach Wiederanpfiff eine Aufholjagd. In der 52. klatschte ein Kopfball der Gäste nur an den Pfosten, in der 59. folgte der Anschlusstreffer. Einen hohen Querpass vor dem Phönix-Strafraum nahm Julian Hahn volley und ballerte die Kugel in den Winkel – nur noch 2:1.

Ein Konter in der 68. Minute brachte Manuel Maier in die Position allein vor Karn an den Ball zu kommen, diesen zu versetzen und zum 3:1 einzunetzen. Gefühlt war das schon die Entscheidung, weil Schifferstadt eine richtig gute und stabile Mannschaftsleistung auf den Platz „zauberte“. Spannend blieb es dennoch, weil sich Herxheim nicht geschlagen geben wollte – auch nicht als dann Julian Hahn runter musste, sprich, eine viertelstündige Unterzahl zu bewältigen war.

Ein wenig Hoffnung auf wenigstens einen Punkt keimte bei der Stengel-Elf auf, als Kadir Seker in der 85. aus 18m einfach drauf hielt und, wie Hahn zuvor, das Spielgerät in den Winkel platzierte. Wirklich zwei tolle Tore, aber nach einem intensiven, kräftezehrenden Spiel und nun in Unterzahl fehlten den Herxheimern die nötigen Körner, um in den letzten 10 Minuten (davon 5 Nachspielzeit) noch entscheidende Akzente zu setzen. Zumal Schifferstadt nach wie vor auf hohem Level agierte und nichts mehr anbrennen ließ.

Foto: Sieg für Phönix – Manuel Maier nach dem entscheidenden 3:1 in der 68. Minute

Foto: Julian Hahn gelang hier der spektakulärste Treffer des Tages mit der Volleyabnahme aus 20m in den Winkel – bei seinem Anschluss zum 1:2 keimte Hoffnung auf bei der Viktoria

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Landesliga: SV Geinsheim – SV Rülzheim

SV Geinsheim – SV Rülzheim 0:0

Geinsheim verdiente sich den Punkt durch den gezeigten mannschaftlich geschlossenen Einsatz und konnte sich dabei auf seinen Torhüter, Daniel Sauter verlassen. Sauter strahlte durchweg große Sicherheit aus, vereitelte bei drei, vier Rülzheimer Hochkarätern den Einschlag und avancierte dadurch zum Man Of The Match.

Gut möglich, dass Rülzheim der holprige Untergrund und die von den Lilanen angeprangerte teilweise harte Gangart zu schaffen machte – die individuelle Klasse konnte jedenfalls nicht in spielerische Überlegenheit umgesetzt werden.
Wobei angemerkt werden muss, dass Geinsheim zu Beginn der zweiten Halbzeit selbst das Heft in die Hand nahm, den Favoriten arg unter Druck setzte und bei zwei, drei Kontern oder auch dem ein oder anderen Freistoß Torgefahr herauf beschwören konnte.

Letztlich blieb es nach einer von Anfang bis zum Schluss intensiven und hochspannenden Partie torlos und man teilte sich die Punkte. Für Rülzheim (48 Punkte) sind das im Rennen um die Meisterschaft ganz klar zwei verlorene Zähler. Gut, Basara Mainz (46), bisher der härteste Verfolger, konnte beim 3:3 beim FSV Schifferstadt auch nicht gewinnen, aber Herxheim (45) könnte nach dem Nachholspiel beim LSC punktgleich mit Rülzheim sein.

Was der Punkt für Geinsheim wert ist, wird man erst am Ende der Saison sehen – mit derzeit 16 Punkten steckt man relativ unbeweglich auf dem drittletzten Platz (bei vier möglichen Absteigern) fest und ist in Sachen Abstieg wohl von der Konstellation in den höheren Ligen abhängig.

Foto: Bärenstarke Leistung vom Man Of The Match, SVG-Keeper Daniel Sauter

Foto: Andelo Srzentic zielt hier am Abwehrbein von Max Gleich vorbei, verfehlt aber auch knapp das Tor

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Viktoria Herxheim – FSV Offenbach

Viktoria Herxheim – FSV Offenbach 2:1 (0:1)

Man Of The Match Kadir Seker versemmelte erst zwei 100%ige, um dann nach dem 0:1 Rückstand durch Denis Thomas zweimal gnadenlos zuzuschlagen.

Foto: Kadir Seker in DEM brisanten Zweikampf mit Daniel Evrard, dem Rudelbildung folgte

Das war vor über 600 Zuschauern ein echtes, weil intensives und umkämpftes Südpfalz-Derby, das mit Herxheim den letztlich verdienten Sieger fand.

Zunächst konnte Seker in der 10. und 27. Minute den Ball nicht im Netz unterbringen, obwohl er frei vor Dennis Mandery zum Abschluss kam. Als dann in der 30. Minute Jonas Mittenbühler auf der Gegenseite an Dennis Karn scheiterte unkten einige Zuschauer schon, dass sich das Auslassen der ersten beiden Torchancen noch rächen würde.
Und tatsächlich geriet Herxheim nur eine Minute danach in Rückstand. Im Getümmel im 5-Raum der Viktoria war FSV-Torjäger Denis Thomas zur Stelle und nickte aus kürzester Distanz zum 0:1 ein.
Wirklich beeindruckt war die Stengel-Elf davon nicht, aber bis zur Pause kam man nicht mehr zu gefährlichen Aktionen. Das Tor hatte dem Gast Sicherheit verschafft und der ging mit der knappen Führung in die Kabine.

Das erste „Highlight“ der 2. Halbzeit war ein Foul vom wie immer sehr engagiert zu Werke gehenden Daniel Evrard an Kadir Seker. An der Außenlinie hebelte er ihn aus und beförderte seinen Kontrahenten unsanft vom Platz – Seker rutschte bis auf den gepflasterten Bereich. Die Folge: Rudelbildung. Fast wäre die Situation eskaliert, aber der nicht immer ganz souverän wirkende Schiedsrichter behielt die Ruhe, verwarnte (zurecht) beide Akteure und da sich niemand verletzt hatte, lief die Partie nach kurzen, wenn auch intensiven Diskussionen weiter.

Die einzig richtige Antwort Sekers folgte in der 56. Minute. Ein wunderbarer Pass von Julian Hahn versetzte Seker in die Lage Mandery „endlich“ zu überwinden, 1:1. Nun war das Spiel auch numerisch wieder offen und nahm Fahrt auf. Auf der Gegenseite, in der 59., scheiterte Jonas Mittenbühler am gut reagierenden Karn.

Wie der Ausgleich blieb auch der Siegtreffer, vor den Augen seines Zeiskamer Ex-Trainers, Sahin Pita – der übrigens nicht oft und im Prinzip nie unbegründet Spiele anderer Teams beobachtet, und am Ende der Saison Jahn Zeiskam verlassen wird… – Seker vorbehalten. Eine Flanke von Mihai Petrescu köpfte der Man Of The Match zum 2:1 in die Maschen.

Die Schlussoffensive der Offenbacher beschwor nochmal einige Gefahr und brenzlige Szenen vor dem Viktoria-Tor herauf. Aber mit viel Übersicht und entsprechendem Einsatz bereinigte die blaue Abwehr die Situationen. Als dann auch der letzte Distanzschuss von Felix Luca Felix weit über die Querlatte in den Himmel über dem benachbarten Edeka flog war der Dreier für die Heimmannschaft und mindestens bis Sonntag Tabellenplatz Zwei fix.

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Landesliga: SV Rülzheim – LSC

Landesliga: SV Rülzheim – LSC 3:1 (1:0)

Erster gegen Letzter – Eher Arbeitssieg, denn Gala
Der Unterschied von 15 Plätzen war nicht zu erkennen, der LSC spielte gut und überhaupt nicht wie ein designierter Absteiger. Nicht wenige Zuschauer fragten sich, wie eine Mannschaft, die so Fußball spielt abgeschlagen Schlusslicht sein könne. Aber natürlich war Rülzheim das insgesamt bessere, abgezocktere und individuell deutlich besser besetzte Team. Dennoch tat man sich lange schwer, den Gegner standesgemäß unter Druck zu setzen.
Mit dem 1:0 in der 20. Minute durch den Abschluss von Max Krämer knabberte man dem Gästen ein paar Motivationskörner ab, während die Brechtel-Elf leicht zulegen konnte. Im Anschluss hatten die Lilanen ein paar Halbchancen und in der 32. Pech beim Abseitstor von Krämer. So blieb es beim knappen Stand von nur 1:0 bis zur Pause.

Halbzeitanalysen besagten, dass dies ein gefährlicher Zwischenstand sei. Da könne immer mal einer durchrutschen zum Ausgleich, dann stünden der SVR erstmal blöd da. Aber insgesamt war man der Meinung, dass die Gäste auf Dauer dem Druck nicht stand halten könnten und Rülzheim am Ende deutlich mit 3 oder 4:0 gewinnen würde. Und im Prinzip traf das auch genau so ein.

Schon 2 Minuten nach Wiederanpfiff vollzog Rülzheim über die linke Seite einen schnellen Angriff, beendet mit der guten Hereingabe von Jesko Pfister auf den direkt in den Winkel abschließenden Rexhep Mustafa. 2:0, ein früher Schock für den Gegner, der nur 5 Minuten später die Entscheidung hinnehmen musste. Nach einem Eckball von Patrick Brechtel stand André Nenning am langen Pfosten sträflich frei und ließ sich die Chance nicht entgegen, 3:0.

Damit war die Partie entschieden. Rülzheim hatte weitere gute Gelegenheiten zu erhöhen, dies gelang nicht. Ludwigshafen spielte weiter engagiert mit und wurde in der 86. mit dem verdienten Ehrentreffer belohnt. Wirbelwind Rosario Vinciguerra netzte vor 200 Zuschauern zum 3:1 Endstand ein.

Foto: Max Krämers Abschluss zum „Dosenöffner“-1:0

Landesliga: SV Geinsheim – FSV Offenbach

Landesliga: SV Geinsheim – FSV Offenbach 0:2 (0:1)

Einen glanzlosen Arbeitssieg vor 150 Zuschauern fuhr der Offenbach bei bemühten, aber insgesamt chancenlosen Geinsheimern ein.
5 Minuten nach Anpfiff prallte SVG-Torwart Konrad Siegler mit einem Gegner zusammen und musste mit einer Knieverletzung raus – der erste Rückschlag. Der nächste Rückschlag resultierte aus einem zügig durchgezogenen Angriff über drei Stationen, der zum 0:1 in der 27. Minute führte. Sven Glaser arbeitete sich von hinten zügig ins Mittelfeld vor und passte zu Christian Stamer, der wiederum legte steil auf Denis Thomas, der aus der Drehung die Kugel über Ersatztorwart Daniel Sauter hinweg unter die Latte ins Netz bugsierte.
Ein schönes Tor, dem Geinsheim nun mit eher stumpfen Waffen hinterher lief. In der 2. Halbzeit auch noch mit nur 10 Mann, da Christoph Appel kurz vor der Pause, die m.E. etwas überhastet gezückte Gelb-Rote quittieren musste.

Knapp 10 Minuten nach Wiederbeginn vollendete der eingewechselte Jan Löffelmann einen Konter zum 0:2. Lobenswerterweise gab sich Geinsheim nicht geschlagen, probierte und kämpfte, war aber nach wie vor offensiv erschreckend harmlos. Beim verdienten 2:0 Sieg für die Gäste blieb es bis zum Schlusspfiff des zeigefreudigen (9x gelb, 1x gelb-rot) Schiedsrichters Sebastian Hilsberg.

Offenbach steht nun auf dem 4. Tabellenplatz und ist mehr oder weniger auf Schlagdistanz zum Relegationsplatz, den momentan Basara Mainz inne hat. Geinsheim steckt jetzt recht tief im Abstiegsstrudel und wird mit 7 Punkten Rückstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz auch mindestens noch 2 Spieltage dort verweilen müssen.
Eine Niederlage im nächsten Spiel gegen Phönix Schifferstadt käme fast einer Katastrophe gleich – denn dann betrüge der Abstand schon 10 Punkte!

Landesliga-Spitzenspiel: SV Rülzheim – FC Basara Mainz

Landesliga-Spitzenspiel: SV Rülzheim – FC Basara Mainz 3:0 (3:0)

Zuschauer: 600
Tore: 1:0 Jesper Brechtel (10.), 2:0 Jesper Brechtel (40.), 3: Rexhep Mustafa (43.)

Bild: Links, Jesper Brechtels Schuss landet im Netz zum 1:0 – Mitte, Jesper Brechtel Abschluss landet im Netz zum 2:0 – Rechts, Rexhep Mustafa köpft ein zum 3:0

Die Idee von SVR-Trainer Patrick Brechtel, Toptorjäger André Nenning für die 5er Kette zu opfern, mutete zunächst befremdlich an, war aber genau die richtige Taktik gegen die quirligen Basara-Stürmer. Denen wurde nämlich in ihrem Offensivdrang kein Platz gegeben und kein Entfaltungsraum gewährt. Die zu Anfang sehr spielfreudigen Mainzer kamen trotz ihres guten Aufbaus zu keiner echten Torchance.

Eine echte Torchance hatte der SVR auch nicht, lag aber trotzdem nach 10 Minuten mit 1:0 in Führung. Jesper Brechtel hatte aus dem Hinterhalt abgezogen und traf durch alle Beine hindurch ins linke untere Toreck. Basara-Keeper Felix Pohlenz muss die Sicht versperrt gewesen sein, denn der Abschluss war zwar platziert, aber nicht sonderlich hart geschossen und dadurch von einigen Zuschauern als haltbar angesehen worden.

Rülzheim lag etwas überraschend vorn, der Gast war geschockt und fand ab sofort nicht mehr zu dem ansehnlichen Spiel der ersten 10 Minuten. Das machte es der eh schon prima arbeitenden Defensivabteilung um Sandro Rösner herum noch ein wenig leichter, die gegnerischen Angriffe zu unterbinden.

Nach 40 Minuten eine ähnliche Situation wie schon beim 1:0. Jesper Brechtel kam nach einer nicht konsequent geklärten Ecke an den Ball, zog ab und traf erneut – der Schuss wurde von einem im 5er stehenden Spieler noch leicht abgefälscht, keine Abwehrchance für Pohlenz.

Noch vor der Pause sorgte Rexhep Mustafa für den 3:0 Endstand. Einen Freistoß vom überragenden Patrick Brechtel köpfte er mit Wucht in die Maschen des Basara-Tores.

Für die 600 Zuschauer etwas enttäuschend verlief die 2. Halbzeit. Rülzheim musste und wollte zunächst nicht mehr so recht; Ergebnisverwaltung war angesagt. Die Gäste rannte an bzw. versuchten es, aber deren Mittel waren von bescheidener Natur und es sprangen lediglich 2-3 Halbchancen heraus, die von der Rülzheimer Abwehr und letzten Endes von Kadir Yalcin relativ problemlos bereinigt und geklärt werden konnten.

Gegen Ende der Partie raffte sich Rülzheim nochmal auf, hatte durchaus Gelegenheiten zu erhöhen, aber da kurz vor Schluss auch Andelo Srzentic aus kürzester Distanz das Spielgerät über den Querbalken drosch, blieb es beim verdienten 3:0 Sieg.

Dass in der Mainzer Mannschaft Potenzial steckt, das sah man, kam aber durch die taktische Finte mit der 5er Kette nicht voll zum tragen. Rülzheim hat sich im Kampf um den direkten Aufstieg in die Verbandsliga mit Abwehrchef Sandro Rösner möglicherweise entscheidend verstärkt.