Landesliga: Phönix Schifferstadt – FSV Offenbach

Landesliga: Phönix Schifferstadt – FSV Offenbach 1:1 (0:0)

Mit dem Unentschieden werden beide wohl nicht so ganz zufrieden sein – allerdings aus unterschiedlichen Gründen, die nicht so gelagert sind, wie man anhand der Tabellensituation und der damit einhergehenden Verteilung der Favoritenrolle meinen könnte.

Um die obige Aussage gleich zu belegen, sei gesagt, dass der FSV Offenbach von zwei guten Mannschaften bis auf ein paar Minuten in der Schlussphase die bessere war! Dass es torlos in die Halbzeitpause ging, lag an der eher suboptimalen Chancenverwertung des FSV. Ein 0:1 hätte es sein müssen, ein 0:2 oder 1:3 war leicht möglich. Das war schon stark wie die Gäste den haushohen Favoriten nicht zur Entfaltung kommen ließen und selbst Möglichkeiten fanden gefährlich vors Hirschmann`sche Tor zu kommen. Ungeachtet der Tabellensituation, Zweiter gegen Zwölfter – war es ein Duell auf Augenhöhe mit den klar besseren Gelegenheiten für den FSV Offenbach.

Foto: Intensive, aber jederzeit faire Zweikämpfe waren in der gutklassigen Partie an der Tagesordnung – hier Franz Inser gegen Christian Heil

Wenn man Phönix-Trainer Ediz Sari kennt, weiß man, dass er mit dem Gezeigten nicht zufrieden war und sicherlich eine entsprechende Halbzeitansprache gehalten wurde. Die Frage nach Wiederanpfiff war nun, ob der Phönix seinem Anspruch gerecht werden würde und die Partie ab sofort dominieren könnte. Ähm, nein, das war nicht der Fall. Offenbach machte dem „weißen Ballett“ die Räume eng und das Spielen so gut wie unmöglich oder mindestens sehr, sehr schwer. Der vorläufige Höhepunkt für die Roten war der Angriff in der 62. Minute über die rechte Außenbahn. Die gute Hereingabe von Gustavo Rudy konnte Jonas Mittenbühler zum hoch verdienten 0:1 veredeln.

Hätte Daniel Henninger wenig später mit seinem gefühlvollen Heber über Hirschmann hinweg nicht nur den Innenpfosten getroffen, sondern ins Tor, die Partie wäre wohl entschieden gewesen. Vom Pfosten flog die Kugel genau in die Arme des Torwarts. Aber klar war, dass das 1:0 ein dünnes Pflaster ist. Phönix startete gute 20 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit eine Schlussoffensive mit vielen wütenden Angriffen. Aus dem Spiel heraus gelang zunächst nichts, da musste ein Standard her. Yasin Koc brachte in der 75. einen Freistoß nach innen, etwa auf die Höhe des Elfmeterpunktes, wo der mit nach vorne gegangene Christian Heil am höchsten stieg und zum 1:1 einköpfte. Kurz vor Ende hatte Heil sogar den Siegtreffer auf dem Fuß; seinen Abstauber aus kürzester Distanz klärte Dennis Mandery mit super Reaktion und machte damit seinen Fehler beim Gegentreffer, nämlich raus zu gehen ohne an den Ball zu kommen, wieder gut.
Trotz der zu langen 5-minütigen Nachspielzeit, des ansonsten prima leitenden Schiedsrichters Oliver Götte, und weiteren Angriffen der Gastgeber blieb es bei der Punkteteilung.

Foto: Die Phönix-Fans fieberten 95 Minuten mit ihrem Team

Bezugnehmend auf den obigen Einführungssatz sei gesagt, dass Offenbach vor dem Spiel ein Unentschieden sicherlich unterschrieben hätte. Nach den 95 Minuten muss man konstatieren, dass ein Auswärtssieg nicht nur möglich war sondern verdient gewesen wäre. Schifferstadt kann nach dem zweiten Heim-Remis in Folge auf keinen Fall zufrieden sein. Spitzenreiter Marienborn hat jetzt die Möglichkeit die Verfolger auf 5 bzw. 6 Punkte Abstand zu distanzieren. Wenn es schlecht läuft, könnte Phönix Schifferstadt sogar auf den 5. Platz abrutschen – Siege von Herxheim, Rülzheim und Geinsheim vorausgesetzt.

Foto: Fast der späte Siegtreffer durch Christian Heil – Dennis Mandery pariert

Landesliga: Phönix Schifferstadt – SV Rülzheim

Landesliga: Phönix Schifferstadt – SV Rülzheim 3:3 (3:0)

Sorry, aber besser spät als nie 🙂

Nach einer 3:0 Führung für Phönix Schifferstadt nach 45 Minuten, erkämpfte sich der SV Rülzheim noch ein Unentschieden. Der am Ende verdiente Ausgleich zum 3:3 fiel in der 3. der 5-minütigen Nachspielzeit.

Tore: 1:0 Tim Demele (13.), 2:0 Kazuaki Nishinaka (23., offiziell ET), 3:0 Manuel Maier (37.), 3:1 Gökhan Istanbullu (51.), 2:2 Patrick Brechtel (64.), 3:3 Moritz Stock (90.+3)
Bes. Vork.: gelb-rot für Sempert in der 80. Minute
Kader quittiert nach Spielende die Rote Karte; vermutlich wegen Schiedsrichterbeleidigung
Zuschauer: 400

In der 13. Minute netzte Tim Demele aus 20m flach ein. Diese Führung wie auch die mit 3:0 zur Pause war verdient. Schifferstadt nutzte die eigene Überlegenheit und die Abwehrschwächen des SVR weidlich aus. So auch in der 23. als Kazuaki Nishinaka von weit draußen einen Freistoß herein brachte und ein Rülzheimer dem Ball mit dem Kopf die entscheidende Richtung ins Tor gab, 2:0. Dem mit Nishinaka überragenden Manuel Maier war der Treffer zum 3:0 Halbzeitstand vorbehalten.

Zur Pause musste SVR-Keeper Sascha Pfirrmann mit Knieproblemen raus, für ihn stand dann Christoph Gadinger zwischen den Pfosten. Spaßeshalber tat Pfirrmann kund, dass seine Auswechslung nicht verletzungsbedingt sondern taktisch sei, und seinem Team die Möglichkeit eröffnen soll, noch ein 3:3 zu erreichen. Daran, dass er mit seiner Ergebnisprognose tatsächlich recht behalten sollte, glaubte zu dem Zeitpunkt weder er noch sonst jemand. Es sei aber erwähnt, dass Pfirrmann an den Toren keine Schuld trifft. Er wie auch in der 2. Halbzeit Gadinger hatten ihre Sache gut gemacht.

Foto: Viele rassige Duelle lieferten sich Raphael Gehrlein und Dana Kader

Rülzheim kam wie verwandelt aus der Kabine und dominierte die Partie. Die echte Wende im Spiel war dann allerdings der Anschlusstreffer – der Dosenöffner sozusagen zu der weiteren Aufholjagd. Der wie immer zuverlässige Gökhan Istanbullu fackelte in der 51. Minute nicht lange, zog flach ab und überwand den, nicht wie sonst immer super sicheren, Michael Hirschmann zum 1:3.

Die Lilanen wussten jetzt, dass da noch was geht und legten nach. Nach einer klasse Einzelaktion verkürzte Spielertrainer Patrick Brechtel auf 2:3. Und der eminent engagierte, aber bis dahin eher glücklose Moritz Stock beendete die Partie im Nachsetzen mit dem 3:3 in der Nachspielzeit – dran bleiben bis zur letzten Sekunde lohnt sich.

Fazit: Schifferstadt hatte in der 1. Halbzeit ein extremes Tempo vorgelegt und in überragender Manier die Schwächen der gegnerischen Abwehr genutzt. In der 2. Halbzeit zeigte Rülzheim sein „wahres“ Gesicht, kämpfte sich in die Partie rein und holte gegen am Ende platte Schifferstädter verdientermaßen einen Punkt.
Knapp 400 Zuschauer sahen ein hochklassiges Spitzenspiel mit verteilten Halbzeiten.

Landesliga: FSV Offenbach – TSV Gau-Odernheim

Landesliga: FSV Offenbach – TSV Gau-Odernheim 3:0 (1:0)

Chance genutzt – gegen eine angeblich personell geschwächte Gästemannschaft gelang Offenbach ein wichtiger Sieg. Mit diesem Dreier hat man den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt, auch wenn der Abstand zu den Abstiegsplätzen dennoch recht klein ist.

Gut, ganz so spielerisch stark wie z.B. in Rülzheim trat Gau-Odernheim tatsächlich nicht auf, aber die Mannschaft von Trainer Christoph Hartmüller war dennoch ein guter, nicht zu unterschätzender Gegner. Umso bemerkenswerter, dass es Offenbach gelang, diesen mit engagierter Spielweise weitgehend in Schach zu halten. Garant für ein verdientes „zu Null“ war Daniel Evrard, der ins Abwehrzentrum gerückt war, alles abräumte und speziell bei hohen Bällen immer Sieger blieb. Die eine echte Gau-Odernheimer Chance, die die FSV-Abwehr zuließ, bereinigte Dennis Mandery mit einer tollen Reaktion. Immerhin hätte das in der 89. Minute der 1:1 Ausgleich sein können. Der gelang nicht und Offenbach konterte die Gäste in der Nachspielzeit zweimal aus und erhöhte letztlich auf 3:0.

Extrem wichtig war es für Offenbach, nicht in Rückstand zu geraten sondern selbst in Führung zu gehen, was in der 12. Minute gelang. Ausgehend von Evrard, der links außen Sven Glaser fand, der wiederum im Zusammenspiel mit Tim Lechnauer den Angriff auf der Außenbahn inszenierte, konnte Tim Hörner die abschließende Hereingabe leicht verwerten.
Anm.: Der Schiedsrichter hatte als Schützen Jakob Born ausgemacht – wird noch geklärt.

Vor und nach der Führung hatte Christian Stamer zwei Chancen, die er nicht nutzen konnte. Leider hatte er keine weitere Gelegenheit sich auszuzeichnen, da er mit muskulären Problemen früh raus musste. Für ihn kam Luca Felix, der später noch eine Rolle spielen sollte.

Foto: Man of the Match, Daniel Evrard nach dem abschließenden 3:0

In der weiteren Spielzeit und vor allem in der 2. Hälfte mühte sich Gau-Odernheim um den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der gut stehenden und fehlerfrei agierenden Offenbacher Abwehrformation. Mit der Einwechslung von Alexander Mellein nach einer guten Stunde kam auch wieder Schwung in die Offensivbemühungen Offenbachs. So traf eben dieser Mellein in der 68. nach einem Konter nur das Lattenkreuz.

Die ganz späte Schlussphase hatte es dann nochmal in sich. Zunächst quittierte Raul-Pavel Marincau in der 87. eine rote Karte; vermutlich wegen Schiedsrichterbeleidigung. Dann wäre dem TSV, wie oben schon geschildert, fast der Ausgleich gelungen. Um den zu erreichen hatten die Gäste komplett aufgemacht und wurden eiskalt ausgekontert. Das vermeintliche 2:0 in der 90. nahm Schiri Marc Menches nach heftigen Protesten der Gästespieler zurück.
Was war passiert? Bei dem Offenbacher Konter kam Gau-Odernheims Torwart nicht schnell genug zurück, so dass zwei Offenbacher sich lediglich einem Verteidiger gegenüber sahen. Den hinter diesem Gegenspieler nach vorne gespielten Pass nahm Mellein auf und netzte ein. Nach einem kurzen Klärungsgespräch musste auf Abseits entschieden werden.

War nicht schlimm, denn nur eine Minute später hatte ein fast identischer Konter Erfolg, diesmal ohne Abseitsstellung. Luca Felix war der glückliche Abschließende, 2:0. In der 93. krönte Evrard vor 120 Zuschauern seine Leistung mit dem 3:0.

Landesliga: FSV Offenbach – Viktoria Herxheim

Landesliga: FSV Offenbach – Viktoria Herxheim 0:3 (0:3)

Hurrikan Viktoria brauchte 3 Minuten um Offenbach zu vernichten und ebbte dann ab. Die Ausläufer richteten bis zum Schlusspfiff keinen weiteren Schaden mehr an.

Der FSV wehrte sich nach dem ernüchternden turboschnellen Rückstand nach Kräften, konnte jedoch keine der 3-4 guten Chancen nutzen, gab somit die Punkte ab und hängt weiter in der engeren Abstiegszone fest.

Von der 10. bis zur 13. Minute ging alles wahnsinnig schnell, viel zu schnell für die Offenbacher Abwehrformation, die eher einem offenen Scheunentor glich – und Herxheim nutzte das weidlich aus.
In der 10. erzielte Nicolas Fink nach einer guten Rechtsflanke das 0:1. Eine Hereingabe von Patrick Stieber verwertete Cristian Cenusa – mit 40 schneller als seine teilweise halb so alten Gegenspieler – zum 0:2 in der 11.
Den Sack zu machte wiederum Fink, der einen Konter mit dem 0:3 abschloss.

Foto: 3 Tore in 3 Minute, da staunte der Fachmann und der Laie wunderte sich…

Vor immerhin über 500 Zuschauern offenbarte der FSV Offenbach die schon von der vergangenen Saison bekannten Schwächen; Fehler in der Abwehr, die der Gegner zu Treffern nutzt, und eine eklatante Abschlussschwäche. Ob sich bei einem Anschlusstor irgendwas am Endergebnis geändert hätte, ist reine Spekulation und eher unwahrscheinlich, aber in den restlichen 77 Minuten nach den 3 Einschlägen wäre die Partie wenigstens ein wenig spannender gewesen.
Gegen Ende tat sich in der Hinsicht immer weniger und aufgrund des einsetzenden Regens hatte Schiedsrichter Manuel Brell ein Einsehen und pfiff fast 2 Minute früher ab.

Foto: „Rudelbildung“ von Schützen und Vorbereitern

Landesliga: SV Rülzheim – TSV Gau-Odernheim

Landesliga: SV Rülzheim – TSV Gau-Odernheim 1:0 (0:0)

Durch ein Tor von Paul Stock aus der 52. Minute bezwingt Rülzheim den bärenstarken Gast aus Gau-Odernheim.
Damit sind die Rülzheimer, nach zuletzt drei Niederlagen in Folge, mit ihrem neunen Trainergespann, Patrick Brechtel und Co Marc Socher, wieder in der Erfolgsspur!? Der knappe, aber verdiente Sieg muss nun bestätigt werden. Dazu hat man am Sonntag, dem 24.09.2017 die Gelegenheit schlechthin, wenn mit dem TuS Marienborn, der momentane Tabellendritte im Peter-Becht-Stadion gastiert.

Zeitgleich empfängt Herxheim den aktuellen Spitzenreiter, Phönix Schifferstadt – natürlich auch ein absolutes Spitzenspiel. „Glückwunsch“ (an wen auch immer) zu dieser Terminplanung!

Foto: Siegtorschütze Paul Stock

Landesliga: SV Rülzheim – SV Geinsheim

Landesliga: SV Rülzheim – SV Geinsheim 0:4 (0:1)

Bamm, die nächste Klatsche für den Titelfavoriten.
Nach dem 0:4 in Herxheim und der 1:2 Pokalniederlage in Altleiningen, war dies die dritte Niederlage in Folge innerhalb einer Woche!

Zur Halbzeit stand es „nur“ 1:0 für die Gäste aus Geinsheim. Wäre es ein 3:0 oder 4:1 gewesen, kein Problem, die Möglichkeiten dazu, u.a. ein Pfostentreffer, waren da. So aber konnte Pascal Nebel lediglich einen krassen Ballverlust am eigenen 16er von Martin Kramer in der 26. Minute zu der da schon verdienten Führung nutzen.

0:1 und noch 45 Minuten zu spielen, sowas ist machbar, sprich daraus kann man mit entsprechendem Einsatz, Kampf und Willen noch einen Sieg machen. Es kam gaaaanz anders; über den SV Rülzheim fegte die Geinsheimer „Holzhackertruppe“ hinweg wie Hurrikan Irma über die Karibik. Pascal Nebel (48.), Christoph Appel (66.) und Julian Pfeifer (89.) machten mit ihren Toren das Debakel für die Lilanen perfekt.

Landesliga: Viktoria Herxheim – TSV Gau-Odernheim

Landesliga: Viktoria Herxheim – TSV Gau-Odernheim 1:1 (0:0)

Nach einem intensiven Kampfspiel geriet Herxheim in der 90. Minute 0:1 in Rückstand, als Eric Wischang gleich mehrere Abwehrspieler wie Slalomstangen stehen ließ und unhaltbar für Konstantin Stengel in den Winkel einnetzte. Ein in der 92. Minute nach innen gebrachter Freistoß landete beim kurz zuvor eingewechselten Marcel Hadrosek, der zum 1:1 einköpfte.

Der späte Rückstand war unglücklich, der noch spätere Ausgleich verdient.

Foto: 1:1 durch den Kopfball von Hadrosek

Bilder vom Spiel folgen

Landesliga: SV Geinsheim – VfR Grünstadt

Landesliga: SV Geinsheim – VfR Grünstadt 3:2 (0:1)

Zu diesem Spiel beschränke ich mich auf die Schilderung der Topchancen und der Tore – und dem „Ereignis“ zum 3:1, so gut wie möglich jedenfalls.

In der 13. Minute hatte Pascal Nebel die große Chance zur Geinsheimer Führung. Frei vor Mischa Meyer scheiterte er an diesem. Nach 32 Minuten führte ein schneller Gegenangriff über die linke Seite zum 0:1 durch Tobias Fath. Zu diesem Zeitpunkt und auch zur Halbzeit war die Führung für die Gäste verdient.

Eine sehr gute Geinsheimer Phase wurde durch den Pfostentreffer in der 59. Minute eingeläutet. In der 62. Minute kam Steffen Wiegerling nach einem eigentlich schon abgewehrten Eckball zum Kopfball und setzte diesen zum 1:1 in die Maschen. Eine Minute danach (63.) traf Christoph Appel nur den Pfosten. Aber wieder nur eine Minute später, in der 64. also, erkannte Patrick Linzenmeier, dass VfR-Keeper Mischa Meyer relativ weit vor seinem Kasten stand und netzte aus 28m mit seinem einen schönen Bogen beschreibenden Schuss zum 2:1 ein.

Foto: Großchance für Pascal Nebel in der 13. – Mischa Meyer pariert.

Innerhalb von 2 Minuten das Spiel gedreht. Aber erst mit dem 3:1 in der 74. Minute und vielen anschließenden Diskussionen war die Entscheidung zu Gunsten Geinsheims gefallen.

Der Ablauf (so wie er sich für mich darstellte): Aus dem Mittelfeld wurde ein langer Ball nach rechts außen steil geschlagen. Ein Grünstadter Verteidiger und Fabijan Theobald sprinteten Richtung Ball. Weil Theobald im Moment des Abspiels im Abseits stand, winkte der Assistent dementsprechend. Sekundenbruchteile später verlängerte der VfR`ler den Ball mit dem Kopf. Damit schuf er, wie mir mein Schiedsrichter-Entscheidung-Erklärer Manuel Frech erklärte, eine neue Spielsituation und somit war keine Abseitsposition des Geinsheimer Spielers mehr gegeben. Dies war dann wohl der Grund, weshalb Schiedsrichter Fabian Jutzi NICHT seinem Assistenten folgte, sondern weiter spielen ließ. An die Kopfballverlängerung kam Theobald dran und setzte die Kugel von halbrechts ins Tor zum 3:1 für Geinsheim.

Foto: Fabijan Theobald, der Schütze des umstrittenen, aber regeltechnisch korrekten 3:1

Die vehementen Hinweise der Gäste auf die gehobene Fahne des Assistenten nützten nichts, sie hatten lediglich einige Karten zur Folge – in der Schlussviertelstunde, hüben und drüben zusammen genommen, 5 gelbe und eine gelb-rote. Dazu, nach Spielende, ein kurzzeitiger Tumult außerhalb des Platzes. Der letztendlich nutzlose Anschlusstreffer zum 3:2 in der 84. gelang Alexander Simon.

Landesliga: Viktoria Herxheim – VfB Bodenheim

Landesliga: Viktoria Herxheim – VfB Bodenheim 2:0 (0:0)

Trotz der ein oder anderen Chance endete die 1. Halbzeit torlos.
Nur eine Minute nach Wiederanpfiff ging Herxheim durch Marcel Hadrosek mit 1:0 in Führung. Nach der roten Karte für Marco Wünstel (53.) hatte Bodenheim in Überzahl die Möglichkeit auszugleichen. Den nicht mit dem Platzverweis zusammen hängenden Foulelfmeter (64.) schob der Gefoulte, Adem Kaya, am Pfosten vorbei ins Aus. In der Nachspielzeit versenkte Mihai Petrescu den verhängten Strafstoß zum 2:0 Endstand.
Zwischendurch hätte Konstantin Stengel mit einem Abschlag fast ein Tor erzielt, die Bodenheimer inkl. Torwart waren weit aufgerückt, der Ball ging aber (nur) einen Meter am Gästekasten vorbei.

Ein hoch verdienter Sieg für Herxheim, den man mit dem Platzverweis und dem unnötigen Elfmeter gegen einen knapp über Abstiegsniveau agierenden Gegner fast noch in Gefahr gebracht hätte.
Dass die Gästemannschaft „von vielen Trainerkollegen als Favorit um den Aufstieg gehandelt wird“ konnte sie in Herxheim jedenfalls nicht nachweisen.

Foto: Großchance für Aziz Kamara