Landesliga: SV Rülzheim – VfR Grünstadt

Landesliga: SV Rülzheim – VfR Grünstadt 6:0 (4:0)

Tja, Freunde der Sonne, die anwesenden ca. 350 Zuschauer hatten einen guten Platz, und der keineswegs schlechte, aber hoffnungslos überforderte Gast aus Grünstadt einen noch besseren, um den kommenden Landesligameister zu bewundern. Wären da nicht die verletzt ausfallenden, z.B. Istanbullu und Moritz Stock, sowie die angeschlagenen Patrick Brechtel (Knieprobleme kurz vor Anpfiff) und Rainer Vollmar (Cut am Auge während des Spiels; musste zum Nähen ins Krankenhaus) und eine kurze Passivphase nach der Halbzeitpause, könnte man von einem optimalen Tag und einem Spiel nahe an der Perfektion sprechen.

Foto: Paul Stock ist schneller am Ball als der Gegner und erzielt das 2:0

Die 1. Halbzeit war eine Demonstration der mannschaftlichen Stärke und Geschlossenheit Rülzheims. Grünstadt war ohne jede Chance sich dem Angriffswirbel zu erwehren. Dosenöffner zu dem höchst verdienten Kantersieg war das 1:0 durch Paul Stock, der in der 6. Minute unbedrängt aus 16m abzog und VfR-Keeper Mischa Mayer sozusagen auf dem falschen Fuß erwischte. Dass Mayer den Ball hätte halten müssen, war den Rülzheimern egal, die Dämme waren durchbrochen, die lilane Offensivflut ergoss sich über die Grünen. Rülzheim spielte und kombinierte, dass es eine wahre Freude war und schoss bis zum Pausenpfiff des guten Schiedsrichters Daniel Luca Greef 3 weitere Tore zur 4:0 (Vor-)Entscheidung).

In der 24. legte Paul Stock auf Vorlage vom auf der Außenbahn überragenden Eric Kiefer das 2:0 nach. 4 Minuten später (28.) legte Stock Carsten Lutz auf, der überlegt aus 16m zum 3:0 einnetzte. Und mit dem Pausenpfiff krönte Kiefer seine Leistung mit dem 4:0. Weitere gute Torchancen wurden nicht genutzt.

Foto: Neuzugang Carsten Lutz (ganz links) überwindet Mischa Mayer aus 16m

Nach der Pause hielt sich Rülzheim im Gefühl des sicheren Sieges merklich zurück. Grünstadt hatte jetzt deutlich mehr Ballbesitz und kam auch in die „gefährliche Zone“ des Gegners, aber ernsthaft in Gefahr einen Gegentreffer hinnehmen zu müssen geriet die Elf von Marco Weißgerber nicht. Gut 10 Minuten vor Spielende wurde es dem weißen Ballett doch zu bunt und man ergriff wieder die Initiative. Das, das Umschalten von passiv in aktiv, gelang mit einer Selbstverständlichkeit, die bemerkenswert ist. Und die fast schon logische Folge waren die Tore 5 und 6. Zunächst vollendete der eingewechselte Mustafa Rexhep ein Rülzheimer Kombinationsspiel mit dem 5:0 (79.), ehe der ebenfalls eingewechselte Andelo Srzentic mit dem 6:0 der Sache das Sahnehäubchen aufsetzte.

Landesliga: FSV Schifferstadt – VfR Grünstadt

Landesliga: FSV Schifferstadt – VfR Grünstadt 0:2 (0:1)

Schade, aber insgesamt reichte die Kraft nicht mehr, um sich gegen Grünstadt durchzusetzen.
In der 25. Minute verwertete Ronald Kesselring eine Hereingabe von Nico Müller mit der Hacke zum 0:1. Und in der Nachspielzeit war es wieder Müller, der nach einem Konter die Vorlage zum 0:2 lieferte – Christopher Lampert musste nur noch einschieben.
Der Sieg für Grünstadt geht in Ordnung. Schifferstadt machte anfänglich zu viele Fehler in der Abwehr, was nach Umstellungen besser wurde, hatte aber vorne auch nicht die gewohnte Durchschlagskraft. Dennoch ergab sich die ein oder andere Möglichkeit, die aber alle recht deutlich und teilweise arg unkonzentriert vergeben wurden.

Foto: Kein Tor von Goalgetter Christian Wolff. Hier vor Grünstadts Kapitän Uwe Rebholz am Ball

Aus dem Rennen um den Relegationsplatz ist der FSV jetzt draußen – und kann das doch noch entscheidend mit beeinflussen.
Holt Schifferstadt in Worms einen Punkt und gewinnen Rülzheim (in Altleiningen) und Grünstadt (gegen Schlusslicht Hechtsheim) ihre Spiele, hätten alle drei Teams 58 Punkte, Dann gäbe es eine Dreierrelegation um den Relegationsplatz. Das wäre wohl das attraktivste Szenario.
Das Wahrscheinlichste ist, dass die Wormser gewinnen. Die wären dann alleinig auf Platz 2.
Siegt Schifferstadt in Worms haben Rülzheim und Grünstadt die Chance auf Platz 2 – Niederlage oder Unentschieden würde den jeweiligen aus dem Rennen werfen.

Fotos: Ronald Kesselring per Hackenkick zum 0:1

Fotos: Konter über Müller, Hereingabe auf Lampert, Tor, 0:2

Landesliga: SV Rülzheim – SV Geinsheim

Landesliga: SV Rülzheim – SV Geinsheim 3:0 (2:0)

Einen hoch verdienten und um mindestens 1-2 Tore zu niedrigen Sieg feierte der SVR und eroberte damit den Relegationsplatz – zumindest bis Sonntag. Sollte Worms nicht gegen Horchheim gewinnen, hat es Rülzheim dann in der eigenen Hand, den 2. Platz bis zum Ende zu behaupten. Ein Highlight wäre natürlich ein Entscheidungsspiel… aber soweit ist es noch lange nicht.

Foto: Moritz Stock – vom linken 5er Eck erzielt er das 2:0

Rülzhein wurde seiner Favoritenrolle schnell gerecht. In der 5. Minute köpfte Paul Stock einen Eckball zum 1:0 ins Netz. In der 9. verhinderte Sebastian Schindler noch den frühen zweiten Gegentreffer als er einen platzierten Freistoß von Patrick Brechtel an den Pfosten lenkte. Dafür war 1. Minute später Moritz Stock qualifiziert genug, den Ball aus spitzem Winkel im Tor unterzubringen. 2:0 nach 10 Minuten, das war mindestens schon eine Vorentscheidung. Rülzheim hatte weitere Gelegenheiten zu erhöhen, z.B. durch einen Kopfball von Raphael Gehrlein, den Schindler parierte, aber es ging „nur“ mit der 2:0 Führung in die Pause.

Foto: Gökhan Istanbullus Elfer zum 3:0 Endstand

Auch in der 2. Halbzeit lief das Spiel weitestgehend Richtung Gästetor. Wenn meinerseits nicht fahrlässigerweise etwas übersehen wurde, hatte Geinsheim in den gesamten 90 Minuten keine einzige echte Torchance. Den Schlusspunkt setzte in der 71. Minute Gökhan Istanbullu mit dem Strafstoß zum 3:0. Daniel Geiger war in der Box gefoult worden.

Landesliga: Viktoria Herxheim – BSC Oppau

Landesliga: Viktoria Herxheim – BSC Oppau 0:2 (0:1)

Zuschauer: 150

Bemerkenswert, Schiedsrichter Hüseyin-Yusuf Dogan kam ohne jegliche Karte aus. In der insgesamt recht fairen Partie gab es 2-3 Szenen, in denen gelb gerechtfertigt gewesen wäre. Dogan regelte das ohne den Karton zu zücken und machte seine Sache ziemlich gut – Respekt.

Fotos: Alexander Lindenaus (Nr. 18) Kopfball landet am Pfosten – den Nachschuss von Francisco Cetin (Nr. 94) klärt Marco Wünstel auf der Linie

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Schon in der 1. Minute nach einer Ecke für Oppau köpfte Alexander Lindenau den Ball an den Pfosten. Der Nachschuss von Francisco Cetin geriet zu schwach und konnte von Marco Wünstel auf der Linie geklärt werden. So früh schon erkannte man wie der Hase läuft. Wie in Geinsheim beim 3:2 Sieg war auch hier und heute klar zu erkennen, dass sich der BSC mit Vehemenz und spielerischen Potenzial gegen die Abstiegsgefahr stemmen will und wird.

Oppau war besser und dominierte die Partie in Herxheim. Aus dem Nichts heraus wäre fast die Viktoria in Führung gegangen. Julian Hahn zimmerte in der 23. Minute die Kugel aus 30m aber nur an den Pfosten. Ein derber Fehlpass in der Herxheimer Hälfte leitete das 0:1 in der 35. Minute ein. Ein Oppauer nahm den Ball auf und passte geistesgegenwärtig steil auf Kai Müller, der dadurch frei vor Lukas Dudenhöffer auftauchte und diesem keine Abwehrchance ließ.

Drei Minuten später lag der Ausgleich in der Luft. André Heesakkers Schuss aus vorzüglicher zentraler Position wurde abgefälscht und nach der folgenden Ecke zirkelte Ismael Imre das Leder an die Querlatte. Auch wenn die Führung zur Halbzeit aufgrund der klar besseren und strukturierten Spielweise verdient war für Oppau, war sie auch ein wenig glücklich, Herxheim hatte die besseren Torchancen gehabt.

Foto: Das 0:1 durch Max Schneider

Ein weiterer Pfostentreffer folgte in der 54. Minute, diesmal allerdings für die Gäste, Francisco Cetin hatte abgezogen. Im Nachsetzen kam Max Schneider an die Kugel und nutzte die Gunst des Moments bzw. die Unordnung in der Herxheimer Abwehr zum 2:0. In der restlichen Spielzeit war der BSC Oppau einem dritten oder vierten Tor weit näher als eine chaotisch agierende Viktoria dem Anschlusstreffer. Lukas Dudenhöffer hatte mehrfach die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Gegen Ende des Spiels verwalteten die Gäste geschickt mit weiten Befreiungsschlägen und ein wenig Zeitspiel bei Freistößen u.ä.

Fotos: Das 0:2 durch Kai Müller (Nr. 15)

Herxheim verpasste es, sich mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran zu robben. Allerdings mutet es wie ein Witz an, dass man mit einer teilweise weniger begeisternden Spielweise, speziell in den letzten Partien, diese Möglichkeit überhaupt geboten bekommt. Nun, es stellt u.a. der Liga kein besonders gutes Zeugnis aus.
Oppau hat sich mit 2 Siegen in Folge in eine relativ gute Position im Abstiegskampf gebracht. Muss aber jetzt gegen wiedererstarkte, scheinbar übermächtige Rülzheimer ran. Aber auch die direkten Konkurrenten haben schwere Brocken vor der Brust. Unten wie oben bleibt es spannend – nach dem nächsten Spieltag weiß man evtl. mehr.

Landesliga: SV Geinsheim – BSC Oppau

Landesliga: SV Geinsheim – BSC Oppau 2:3 (0:2)

Zuschauer: 150

In einer intensiven Freitag-Abend-Partie setzte sich der abstiegsbedrohte BSC Oppau knapp, aber verdient durch und macht mit diesen 3 Punkten einen kleinen, aber feinen Sprung in der Tabelle auf einen möglichen Nichtabstiegsplatz. Gespannt wird man in Oppau auf das samstägliche Spiel der SpVgg Ingelheim in Herxheim schielen. Gewänne Ingelheim gegen arg ersatzgeschwächte Herxheimer würde der BSC wieder auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschen. Gegen 19:00 Uhr weiß man mehr…

Die Gäste begannen aggressiv offensiv und erarbeiteten sich in der ersten Viertelstunde gute Torchancen, die von Sebastian Schindler ebenso gut entschärft wurden. Geinsheim schlug zurück und hatte seinerseits Gelegenheiten in Führung zu gehen (17. und 20. Minute). Christoph Appel scheiterte ebenfalls am Torwart, nämlich auf der Gegenseite Kevin Rebholz.

Foto: Ohne von der Geinsheimer Defensive gestört zu werden, konnte Francisco Cetin hier das 0:1 durch Max Schneider vorbereiten

Über einen schön inszenierten Angriff inkl. Abschluss per Hacke ging der BSC in der 25. Minute 1:0 in Führung. Francisco Cetin bereitete links außen vor, Max Schneider beförderte am kurzen Pfosten die ankommende Kugel mit dem Absatz ins Netz. Wahrlich nicht übel der Treffer.
Das 2:0 folgte nach einem Freistoß von rechts außen in der 34. Minute. Christian Schmalenberger brachte den Ball nach innen, eine Geinsheimer und ein Oppauer, nämlich Alexander Lindenau, stiegen hoch und das Spielgerät landete im Netz. Wer da noch, evtl. entscheidend mit dem Kopf dran war, konnte durch Befragung von Zuschauern nicht eindeutig geklärt werden, Es soll dem Schiedsrichter, Sebastian Epp, gefolgt werden, der das Tor Lindenau zusprach. Mit der verdienten Führung für die Oppauer ging es in die Pause.

Foto: Fabijan Theobald verwandelt den Elfer zum 1:2

Mit neuer Motivation kam Geinsheim aus den Kabinen zurück auf den Platz und „erarbeitete“ sich einen Foulelfmeter. Fabijan Theobald vollstreckte zum 1:2 Anschlusstreffer. Rebholz war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Das war in der 53. Minute – eine Minute später, quasi im Gegenzug stellte Sebastian Weber den Zweitoreabstand wieder her. Nach einem Eckball wurde er am langen Pfosten stehend nicht ernsthaft gestört und konnte zum 1:3 eindrücken.
Das 2:3 in der 67. durch Christoph Appel machte die Endphase des Spiels nochmal spannend. Geinsheim drückte, aber die Oppauer Abwehr hielt der einheimischen Schlussoffensive stand.

2. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim

2. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim 0:5 (0:3)

Zur 1. Halbzeit

Für die Rülzheimer war natürlich die 3:0 Führung zur Halbzeit und später der Endstand das Highlight, für mich und vielleicht einige andere auch, war es die Inbetriebnahme der elektronischen Anzeigetafel. Es war mir eine große Ehre bei der Einweihung das Schaltpult bedienen und nach den Toren die Anzeigeinformationen aktualisieren zu dürfen. Allerdings scheint es mindestens fraglich, ob man mich angesichts des Spielverlaufs zum Nachteil der Viktoria nochmal an die Tasten lässt – ein glückbringender Drücker sieht anders aus… Aber im Ernst, das Ganze ist eine tolle Sache!

Foto: „Dreikampf“ im Mittelfeld

Foto: Nach dem Abpfiff versuchte Stadionsprecher Heinz Weis mit der Manipulation der Anzeigetafel das Ergebnis etwas freundlicher für die Viktoria zu gestalten. Genützt hat es letztendlich nichts, es blieb offiziell beim 0:5

Toll war das Spiel für Herxheim auch weiterhin nicht. Man war noch nicht wieder richtig aus den Kabinen raus, da stand es 0:4. In der 47. hatte Moritz Stock die Kugel von rechts außen nach innen gezogen und traf an Freund und Feind vorbei ins Netz. Vielleicht das einzig positive auf Herxheimer Seite, die Tatsache, dass man sich nicht hängen ließ und womöglich komplett aufgab. Das Aufbäumen blieb allerdings meist in den Anfängen stecken. Eine echte Torchance sprang in der 2. Spielhälfte nicht heraus. Ein Torschuss, der zweite der Partie von Julian Hahn in der 88. Minute, war doch etwas arg wenig – insgesamt enttäuschend; auch die 45-minütige Unterzahl relativiert da nichts.
In der 78. machte Rexhep Mustafa nach einem Eckball mit dem 5:0 Endstand den Sack endgültig zu und die Demontage der Gastgeber perfekt.

1. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim

1. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim 0:5 (0:3)

Zur 2. Halbzeit

Vor der tollen Kulisse von über 800 Augenzeugen bezog die Viktoria eine regelrechte Tracht Prügel. Im Nachbarschaftsderby fiel Rülzheim gegen einen in jeder Hinsicht unterlegenen Kontrahenten das siegen dabei gar nicht mal so schwer und war auch in der Höhe verdient.

Foto: Stock`sche Co-Produktion beim 1:0

Foto: Vorarbeit von Moritz Stock zum 2:0 durch Rainer Vollmar (links), der das Zuspiel fordert (Bilder des Abschlusses in der Galerie)

Moritz Stock hatte in der 9. Minute nach feiner Vorarbeit seines Bruders Paul für die 1:0 Führung gesorgt. In der 20. kam Rainer Vollmar im 16er zum Abschluss und überwand Konstantin Stengel zum 2:0. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) fällte Christian Pabst im Strafraum den davon eilenden Michael Bittner von hinten. Klare Sache, Elfmeter und rote Karte für Pabst. Rexhep Mustafa verwandelte zum 3:0.

Foto: Das Foul von Christian Pabst war zu deutlich die Verhinderung einer Torchance, als dass die „Doppelbestrafung“ hätte entfallen können – Paul Stock sieht das auch so…

Es gab Stimmen, die besagten, dass wenn der Kopfball von Mike Tiator in der 45. nicht nur an den Querbalken sondern ins Netz geflogen wäre, vielleicht alles anders gelaufen wäre. Das ist deutlich anzuzweifeln, weil die Performance der Viktoria grundlegend schlecht war. Die Aussicht, dass sich daran etwas ändert, war angesichts des 0:2 bzw. dann 0:3 und der Unterzahl gleich Null.

Landesliga: SV Rülzheim – FSV Schifferstadt

Landesliga: SV Rülzheim – FSV Schifferstadt 1:1 (0:1)

Wenn es nicht schon nach den vorigen Spielen klar war, dann halt jetzt: der SV Rülzheim hat sich endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Davon dass gleich alle 4 vor Rülzheim stehenden Mannschaften dermaßen patzen, dass der SVR sich noch auf den Relegationsplatz vorarbeiten könnte, ist nicht auszugehen – wenn auch (theoretisch) nicht unmöglich.

Foto: Der gefährliche Freistoß von Dominik Werling zischt nur knapp am Pfosten vorbei ins Aus.

Mit einem Sieg gegen Schifferstadt und einem, wenn auch sehr schweren Nachholspiel gegen Herxheim im Rücken, wäre die Ausgangslage um einiges besser gewesen. Die Chancen dazu hatten die Lilanen zu Hauf. Nach dem 0:1 durch Goalgetter Christian Wolff in der 8. Minute, hatte Gökhan Istanbullu eine Großchance. Seinen Knaller in der 23. von halblinks entschärfte Mario Fohs mit einer fantastischen Parade. In der 26. rauschte ein Freistoß von Dominik Werling nicht so arg weit am Pfosten vorbei ins Aus. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Marco Krucker die Kugel von halblinks nur an den Pfosten. Der Ausgleich sowieso, aber auch eine Führung für die Einheimischen wäre verdient gewesen. Viel mehr als den einen Angriff, der zum 0:1 führte hatte Schifferstadt offensiv nämlich nicht zu bieten gehabt in der 1. Halbzeit.

Foto: Möglicherweise ein Knackpunkt, der Platzverweis (gelb-rot) für Rülzheims Antreiber und Spielmacher Patrick Brechtel

Die Großchancen konnte Rülzheim nicht nutzen, zum 1:1 musste das Glück oder besser gesagt, das Pech des gegnerischen Torwarts herhalten. In der 63. Minute ließ der bis dahin glänzend haltende und nach dem Faux Pas fahrig-frustriert wirkende Mario Fohs eine ungefährliche Freistoßflanke von Michael Bittner durch die Hände rutschen, 1:1. Nach der gelb-roten Karte für Patrick Brechtel in der 65. Minute hätte es für Rülzheim nochmal brenzlig werden können, aber die Mannschaft zeigte nun ihr Können und blieb am Drücker.
Müßig zu überlegen, ob mit Brechtel vielleicht der Sieg gelungen wäre – dann müsste man auch bedenken, was gewesen wäre, wenn er für sein Foul von hinten in der 1. Halbzeit die berechtigt rote Karte gesehen hätte – aber wie gesagt, müßig.

In der 73. parierte FSV-Keeper Fohs einen Kracher aus der Distanz vom Dominik Werling und machte damit seinen vorhergehenden Fehler wieder gut. Schifferstadt schaffte es in der Schlussphase nicht mehr, die Angriffe optimal zu Ende zu spielen. Es blieb somit bei der Punkteteilung.

Fazit: Klar, der Sieg für Rülzheim wäre möglich und verdient gewesen. Ein Punkt ist im Kampf um den Relegationsplatz zu wenig – das Thema dürfte für die Lilanen beendet sein. Wahnsinn, was Schifferstadt als Aufsteiger leistet. Da funktioniert fast alles. Am beeindruckendsten ist die Einstellung und die Disziplin der Mannschaft. Zum Beispiel ist es ganz toll, wie ein nach seinem Fehler niedergeschlagener Torwart von seinen Kollegen aufgebaut wird und dadurch nur wenige Minuten später wieder eine super Parade hinlegen kann.

Landesliga: Viktoria Herxheim – SVW Mainz

Landesliga: Viktoria Herxheim – SVW Mainz 1:0 (0:0)

Vor 180 Zuschauer auf dem nigelnagelneuen Kunstrasen reichte ein Geniestreich vom eingewechselten Dennis Bodenseh, um drei wichtige Punkte einzutüten.

In einer Partie auf insgesamt überschaubarem Niveau war die 1. Halbzeit ausgeglichen, allerdings mit Chancenvorteilen für die Mainzer Gäste. Die super Gelegenheit zur Führung hatte Dennis de Sousa Oelsner kurz vor der Pause, als er allein vor Konstantin Stengel abschließen konnte, sich aber für die falschen 5% der Toröffnung entschied. Mit dem aufgrund dieser Aktion für Herxheim etwas glücklichen torlosen Unentschieden ging es in die Kabinen.

Foto: Tor offen – Abschluss schwach – Stengel pariert

In der 2. Hälfte kam für den keineswegs enttäuschenden, aber in seinen Aktionen ein wenig glücklos gebliebenen Ardijan Dullaj Dennis Bodenseh auf den Platz. Das erste Ausrufezeichen setzte allerdings der wie immer extrem aktive Julian Hahn. In der 52. traf er nach einem gut inszenierten Angriff nur den Außenpfosten. In der 65. folgte der Auftritt des Dennis Bodenseh. Aus etwa 30m Torentfernung erkannte er, dass SVW-Keeper Axel Schulze relativ weit vor seinem Kasten stand und überlistete diesen mit einer passgenauen Bogenlampe zum 1:0. Dass sowas bei Bodenseh kein Zufall ist, zeigte sich später, als er in einer ähnlichen Situation fast nochmal getroffen hätte.
Dieser Siegtreffer zeigte auch mal wieder – ein Bodenseh in guter, geschweige denn in Bestform ist in dieser Mannschaft unverzichtbar!

Für eine Schrecksekunde sorgte in der 82. Gästespieler Adem Kaya, als er aus kurzer Distanz (und natürlich unabsichtlich) Marco Wünstel abschoss. Nach kurzer Behandlungspause konnte Wünstel weiter machen. In der 90. wurde ein gefährlicher Abschluss von Ismael Imre grade noch zur Ecke abgefälscht, und auf der Gegenseite bereinigte Stengel die letzte Offensivaktion des Spiels gegen Adem Kaya im Stile eines erfahrenen Spitzentorwarts; da brannte nichts mehr an. Kurz danach beendete der gute und souveräne Schiedsrichter Patrick Kessel, unterstützt von seinen sicheren und fehlerfreien Kollegen an den Außenlinien, die Partie.

Foto: „Kampf bis zum nimmi geht“ – Philipp Keller beackerte die gesamte Spielfläche, war hinten und vorne zu finden. Kurz gesagt, er machte ein ganz starkes Spiel

Mit weiteren zwei Nachholspielen in der Hinterhand rückt Herxheim theoretisch, sprich bei optimaler Punkteausbeute, den Spitzenteams arg auf die Pelle. Das werden spannende Wochen – mal sehen wie die Mannschaft mit diesem enormem Druck umgeht…
Das vor dem Spiel sehr optimistische SVW Mainz bleibt durch diese Niederlage im Tabellenkeller hängen, befindet sich weiterhin in höchster Abstiegsgefahr und könnte bei ungünstigen Ergebnissen der direkten Konkurrenten gar auf Abstiegsplatz abrutschen

A-Junioren Landesliga: JFV Vorderpfalz – DJK-SV Phönix Schifferstadt II

A-Junioren Landesliga: JFV Vorderpfalz – DJK-SV Phönix Schifferstadt II 3:1 (0:1)

Logischerweise war der Spitzenreiter aus Schifferstadt favorisiert in der Partie gegen den Tabellenachten. Einen großen Unterschied konnte man nicht erkennen, aber die Gäste gingen dennoch in der 21. Minute durch Adrian Vogel mit 1:0 in Führung. Die hielt bis zur Halbzeitpause und noch darüber hinaus an. Dann kam die Zeit des Dominik Renneis, der den Phönix mit einem Hattrick innerhalb von 12 Minuten quasi im Alleingang erledigte.
Der 1:1 Ausgleich gelang in der 67. nach einem schnellen Konter. Das 2:1 in der 70., war über die rechte Außenbahn von Moritz Becker gut vorbereitet worden. Der Schlusspunkt zum 3:1 folgte in der 79. Minute.
Letztendlich ein verdienter Sieg, der sogar noch 1-2 Tore höher hätte ausfallen können. Die Chancen dazu, u.a. ein Freistoß genau ans Lattenkreuz, waren da. Trotzdem bleibt Schifferstadt Erster, die JFV Vorderpfalz verbessert sich um 2 Ränge auf Platz 6.

Fotos: Der schön gezirkelte Freistoß von Semih Yöndem landet nur am und nicht im Knick – Phönix Torwart Jan Eric Vellbinger kann nur zuschauen

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Landesliga: SV Rülzheim – SG RWO Alzey

Landesliga: SV Rülzheim – SG RWO Alzey 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Gökhan Istanbullu (25.), 1:1 Vllaznim Dautaj (38.), 2:1 Patrick Brechtel (48.), 3:1 Paul Stock (80.)

Rülzheim bezwingt in einem guten Landesligaspiel den Spitzenreiter aus Alzey und nähert sich selbst langsam, aber sicher der Tabellenspitze.

Der Distanzschuss von Gökhan Istanbullu wurde in der 25. Minute dermaßen „genial“ abgefälscht, dass er als extreme Bogenlampe über den verdutzten Jens Maaß im Gästetor hinweg flog und unter der Querlatte im Netz landete. Glücklich der Treffer und zu dem Zeitpunkt etwas überraschend, weil die Gäste bis dahin deutlich mehr in der Offensive zu finden waren als die Rülzheimer.
Für den Ausgleich in der 38. Minute brauchte aber auch Alzey Glück, oder, besser gesagt, das Pech des einheimischen Keepers Marcel Züchel. Die Hereingabe von rechts Richtung Vllaznim Dautaj hatte er eigentlich schon abgefangen, rutschte aber aus und ließ die Kugel vor die Füße von Dautaj fallen, der sich die unerwartete Gelegenheit natürlich nicht entgehen ließ und nach einem kurzem Haken zum 1:1 einschob.
Mit diesem insgesamt gerechten Unentschieden ging es in die Kabinen zum Pausentee.

Foto: Vllaznim Dautaj schiebt ein zum 1:1

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Zwei Minuten nach Wiederanpfiff (47.) hätte Manuel Helmlinger das 1:2 machen müssen, aber vollkommen frei und unbedrängt beförderte er die gute Hereingabe unkonzentriert deutlich übers Tor. Besser machte es Patrick Brechtel auf der Gegenseite. Die weite Flanke von rechts nahm er halblinks postiert auf und netzte gegen den Lauf von Maaß ins lange Eck ein. Statt einem möglichen Rückstand hinterher laufen zu müssen, stand es nun 2:1 für die Weißgerber-Elf.
Das war der Grundstein zum Sieg, denn Alzey musste aufmachen und sich noch offensiver ausrichten, als sie es eh schon taten.
Die RWO´ler waren denn auch sehr aktiv und sicherlich nicht ungefährlich, aber halt auch nicht so zwingend, dass die ca. 250 Zuschauer Bedenken haben musste, der Ausgleich würde nun bald fallen. Im Gegenteil, in der 80. nutzte Rülzheim den vorhandenen Raum zum Konter, den Paul Stock mit dem 3:1 vergoldete.

Foto: Patrick Brechtel überwindet Jens Maaß zum 2:1 in der 48. Minute

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Foto: Paul Stock versetzt Maaß und macht mit dem 3:1 den Sack zu

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Vielleicht war das Ergebnis letztendlich ein Tor zu hoch, in einem engen und intensiven Spitzenspiel. Aber so knapp es war, so verdient war der Sieg auch für Rülzheim, das mannschaftlich geschlossener auftrat als der Gegner, der vor allem von seinen schnellen Stürmern lebt und profitiert. Die kann man wohl nie ganz ausschalten, sie wurden aber von der SVR-Abwehr relativ gut in Schach gehalten.