Landesliga: SV Geinsheim – BSC Oppau

Landesliga: SV Geinsheim – BSC Oppau 2:3 (0:2)

Zuschauer: 150

In einer intensiven Freitag-Abend-Partie setzte sich der abstiegsbedrohte BSC Oppau knapp, aber verdient durch und macht mit diesen 3 Punkten einen kleinen, aber feinen Sprung in der Tabelle auf einen möglichen Nichtabstiegsplatz. Gespannt wird man in Oppau auf das samstägliche Spiel der SpVgg Ingelheim in Herxheim schielen. Gewänne Ingelheim gegen arg ersatzgeschwächte Herxheimer würde der BSC wieder auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschen. Gegen 19:00 Uhr weiß man mehr…

Die Gäste begannen aggressiv offensiv und erarbeiteten sich in der ersten Viertelstunde gute Torchancen, die von Sebastian Schindler ebenso gut entschärft wurden. Geinsheim schlug zurück und hatte seinerseits Gelegenheiten in Führung zu gehen (17. und 20. Minute). Christoph Appel scheiterte ebenfalls am Torwart, nämlich auf der Gegenseite Kevin Rebholz.

Foto: Ohne von der Geinsheimer Defensive gestört zu werden, konnte Francisco Cetin hier das 0:1 durch Max Schneider vorbereiten

Über einen schön inszenierten Angriff inkl. Abschluss per Hacke ging der BSC in der 25. Minute 1:0 in Führung. Francisco Cetin bereitete links außen vor, Max Schneider beförderte am kurzen Pfosten die ankommende Kugel mit dem Absatz ins Netz. Wahrlich nicht übel der Treffer.
Das 2:0 folgte nach einem Freistoß von rechts außen in der 34. Minute. Christian Schmalenberger brachte den Ball nach innen, eine Geinsheimer und ein Oppauer, nämlich Alexander Lindenau, stiegen hoch und das Spielgerät landete im Netz. Wer da noch, evtl. entscheidend mit dem Kopf dran war, konnte durch Befragung von Zuschauern nicht eindeutig geklärt werden, Es soll dem Schiedsrichter, Sebastian Epp, gefolgt werden, der das Tor Lindenau zusprach. Mit der verdienten Führung für die Oppauer ging es in die Pause.

Foto: Fabijan Theobald verwandelt den Elfer zum 1:2

Mit neuer Motivation kam Geinsheim aus den Kabinen zurück auf den Platz und „erarbeitete“ sich einen Foulelfmeter. Fabijan Theobald vollstreckte zum 1:2 Anschlusstreffer. Rebholz war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Das war in der 53. Minute – eine Minute später, quasi im Gegenzug stellte Sebastian Weber den Zweitoreabstand wieder her. Nach einem Eckball wurde er am langen Pfosten stehend nicht ernsthaft gestört und konnte zum 1:3 eindrücken.
Das 2:3 in der 67. durch Christoph Appel machte die Endphase des Spiels nochmal spannend. Geinsheim drückte, aber die Oppauer Abwehr hielt der einheimischen Schlussoffensive stand.

2. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim

2. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim 0:5 (0:3)

Zur 1. Halbzeit

Für die Rülzheimer war natürlich die 3:0 Führung zur Halbzeit und später der Endstand das Highlight, für mich und vielleicht einige andere auch, war es die Inbetriebnahme der elektronischen Anzeigetafel. Es war mir eine große Ehre bei der Einweihung das Schaltpult bedienen und nach den Toren die Anzeigeinformationen aktualisieren zu dürfen. Allerdings scheint es mindestens fraglich, ob man mich angesichts des Spielverlaufs zum Nachteil der Viktoria nochmal an die Tasten lässt – ein glückbringender Drücker sieht anders aus… Aber im Ernst, das Ganze ist eine tolle Sache!

Foto: „Dreikampf“ im Mittelfeld

Foto: Nach dem Abpfiff versuchte Stadionsprecher Heinz Weis mit der Manipulation der Anzeigetafel das Ergebnis etwas freundlicher für die Viktoria zu gestalten. Genützt hat es letztendlich nichts, es blieb offiziell beim 0:5

Toll war das Spiel für Herxheim auch weiterhin nicht. Man war noch nicht wieder richtig aus den Kabinen raus, da stand es 0:4. In der 47. hatte Moritz Stock die Kugel von rechts außen nach innen gezogen und traf an Freund und Feind vorbei ins Netz. Vielleicht das einzig positive auf Herxheimer Seite, die Tatsache, dass man sich nicht hängen ließ und womöglich komplett aufgab. Das Aufbäumen blieb allerdings meist in den Anfängen stecken. Eine echte Torchance sprang in der 2. Spielhälfte nicht heraus. Ein Torschuss, der zweite der Partie von Julian Hahn in der 88. Minute, war doch etwas arg wenig – insgesamt enttäuschend; auch die 45-minütige Unterzahl relativiert da nichts.
In der 78. machte Rexhep Mustafa nach einem Eckball mit dem 5:0 Endstand den Sack endgültig zu und die Demontage der Gastgeber perfekt.

1. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim

1. Halbzeit >> Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Rülzheim 0:5 (0:3)

Zur 2. Halbzeit

Vor der tollen Kulisse von über 800 Augenzeugen bezog die Viktoria eine regelrechte Tracht Prügel. Im Nachbarschaftsderby fiel Rülzheim gegen einen in jeder Hinsicht unterlegenen Kontrahenten das siegen dabei gar nicht mal so schwer und war auch in der Höhe verdient.

Foto: Stock`sche Co-Produktion beim 1:0

Foto: Vorarbeit von Moritz Stock zum 2:0 durch Rainer Vollmar (links), der das Zuspiel fordert (Bilder des Abschlusses in der Galerie)

Moritz Stock hatte in der 9. Minute nach feiner Vorarbeit seines Bruders Paul für die 1:0 Führung gesorgt. In der 20. kam Rainer Vollmar im 16er zum Abschluss und überwand Konstantin Stengel zum 2:0. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) fällte Christian Pabst im Strafraum den davon eilenden Michael Bittner von hinten. Klare Sache, Elfmeter und rote Karte für Pabst. Rexhep Mustafa verwandelte zum 3:0.

Foto: Das Foul von Christian Pabst war zu deutlich die Verhinderung einer Torchance, als dass die „Doppelbestrafung“ hätte entfallen können – Paul Stock sieht das auch so…

Es gab Stimmen, die besagten, dass wenn der Kopfball von Mike Tiator in der 45. nicht nur an den Querbalken sondern ins Netz geflogen wäre, vielleicht alles anders gelaufen wäre. Das ist deutlich anzuzweifeln, weil die Performance der Viktoria grundlegend schlecht war. Die Aussicht, dass sich daran etwas ändert, war angesichts des 0:2 bzw. dann 0:3 und der Unterzahl gleich Null.

Landesliga: SV Rülzheim – FSV Schifferstadt

Landesliga: SV Rülzheim – FSV Schifferstadt 1:1 (0:1)

Wenn es nicht schon nach den vorigen Spielen klar war, dann halt jetzt: der SV Rülzheim hat sich endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Davon dass gleich alle 4 vor Rülzheim stehenden Mannschaften dermaßen patzen, dass der SVR sich noch auf den Relegationsplatz vorarbeiten könnte, ist nicht auszugehen – wenn auch (theoretisch) nicht unmöglich.

Foto: Der gefährliche Freistoß von Dominik Werling zischt nur knapp am Pfosten vorbei ins Aus.

Mit einem Sieg gegen Schifferstadt und einem, wenn auch sehr schweren Nachholspiel gegen Herxheim im Rücken, wäre die Ausgangslage um einiges besser gewesen. Die Chancen dazu hatten die Lilanen zu Hauf. Nach dem 0:1 durch Goalgetter Christian Wolff in der 8. Minute, hatte Gökhan Istanbullu eine Großchance. Seinen Knaller in der 23. von halblinks entschärfte Mario Fohs mit einer fantastischen Parade. In der 26. rauschte ein Freistoß von Dominik Werling nicht so arg weit am Pfosten vorbei ins Aus. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Marco Krucker die Kugel von halblinks nur an den Pfosten. Der Ausgleich sowieso, aber auch eine Führung für die Einheimischen wäre verdient gewesen. Viel mehr als den einen Angriff, der zum 0:1 führte hatte Schifferstadt offensiv nämlich nicht zu bieten gehabt in der 1. Halbzeit.

Foto: Möglicherweise ein Knackpunkt, der Platzverweis (gelb-rot) für Rülzheims Antreiber und Spielmacher Patrick Brechtel

Die Großchancen konnte Rülzheim nicht nutzen, zum 1:1 musste das Glück oder besser gesagt, das Pech des gegnerischen Torwarts herhalten. In der 63. Minute ließ der bis dahin glänzend haltende und nach dem Faux Pas fahrig-frustriert wirkende Mario Fohs eine ungefährliche Freistoßflanke von Michael Bittner durch die Hände rutschen, 1:1. Nach der gelb-roten Karte für Patrick Brechtel in der 65. Minute hätte es für Rülzheim nochmal brenzlig werden können, aber die Mannschaft zeigte nun ihr Können und blieb am Drücker.
Müßig zu überlegen, ob mit Brechtel vielleicht der Sieg gelungen wäre – dann müsste man auch bedenken, was gewesen wäre, wenn er für sein Foul von hinten in der 1. Halbzeit die berechtigt rote Karte gesehen hätte – aber wie gesagt, müßig.

In der 73. parierte FSV-Keeper Fohs einen Kracher aus der Distanz vom Dominik Werling und machte damit seinen vorhergehenden Fehler wieder gut. Schifferstadt schaffte es in der Schlussphase nicht mehr, die Angriffe optimal zu Ende zu spielen. Es blieb somit bei der Punkteteilung.

Fazit: Klar, der Sieg für Rülzheim wäre möglich und verdient gewesen. Ein Punkt ist im Kampf um den Relegationsplatz zu wenig – das Thema dürfte für die Lilanen beendet sein. Wahnsinn, was Schifferstadt als Aufsteiger leistet. Da funktioniert fast alles. Am beeindruckendsten ist die Einstellung und die Disziplin der Mannschaft. Zum Beispiel ist es ganz toll, wie ein nach seinem Fehler niedergeschlagener Torwart von seinen Kollegen aufgebaut wird und dadurch nur wenige Minuten später wieder eine super Parade hinlegen kann.

Landesliga: Viktoria Herxheim – SVW Mainz

Landesliga: Viktoria Herxheim – SVW Mainz 1:0 (0:0)

Vor 180 Zuschauer auf dem nigelnagelneuen Kunstrasen reichte ein Geniestreich vom eingewechselten Dennis Bodenseh, um drei wichtige Punkte einzutüten.

In einer Partie auf insgesamt überschaubarem Niveau war die 1. Halbzeit ausgeglichen, allerdings mit Chancenvorteilen für die Mainzer Gäste. Die super Gelegenheit zur Führung hatte Dennis de Sousa Oelsner kurz vor der Pause, als er allein vor Konstantin Stengel abschließen konnte, sich aber für die falschen 5% der Toröffnung entschied. Mit dem aufgrund dieser Aktion für Herxheim etwas glücklichen torlosen Unentschieden ging es in die Kabinen.

Foto: Tor offen – Abschluss schwach – Stengel pariert

In der 2. Hälfte kam für den keineswegs enttäuschenden, aber in seinen Aktionen ein wenig glücklos gebliebenen Ardijan Dullaj Dennis Bodenseh auf den Platz. Das erste Ausrufezeichen setzte allerdings der wie immer extrem aktive Julian Hahn. In der 52. traf er nach einem gut inszenierten Angriff nur den Außenpfosten. In der 65. folgte der Auftritt des Dennis Bodenseh. Aus etwa 30m Torentfernung erkannte er, dass SVW-Keeper Axel Schulze relativ weit vor seinem Kasten stand und überlistete diesen mit einer passgenauen Bogenlampe zum 1:0. Dass sowas bei Bodenseh kein Zufall ist, zeigte sich später, als er in einer ähnlichen Situation fast nochmal getroffen hätte.
Dieser Siegtreffer zeigte auch mal wieder – ein Bodenseh in guter, geschweige denn in Bestform ist in dieser Mannschaft unverzichtbar!

Für eine Schrecksekunde sorgte in der 82. Gästespieler Adem Kaya, als er aus kurzer Distanz (und natürlich unabsichtlich) Marco Wünstel abschoss. Nach kurzer Behandlungspause konnte Wünstel weiter machen. In der 90. wurde ein gefährlicher Abschluss von Ismael Imre grade noch zur Ecke abgefälscht, und auf der Gegenseite bereinigte Stengel die letzte Offensivaktion des Spiels gegen Adem Kaya im Stile eines erfahrenen Spitzentorwarts; da brannte nichts mehr an. Kurz danach beendete der gute und souveräne Schiedsrichter Patrick Kessel, unterstützt von seinen sicheren und fehlerfreien Kollegen an den Außenlinien, die Partie.

Foto: „Kampf bis zum nimmi geht“ – Philipp Keller beackerte die gesamte Spielfläche, war hinten und vorne zu finden. Kurz gesagt, er machte ein ganz starkes Spiel

Mit weiteren zwei Nachholspielen in der Hinterhand rückt Herxheim theoretisch, sprich bei optimaler Punkteausbeute, den Spitzenteams arg auf die Pelle. Das werden spannende Wochen – mal sehen wie die Mannschaft mit diesem enormem Druck umgeht…
Das vor dem Spiel sehr optimistische SVW Mainz bleibt durch diese Niederlage im Tabellenkeller hängen, befindet sich weiterhin in höchster Abstiegsgefahr und könnte bei ungünstigen Ergebnissen der direkten Konkurrenten gar auf Abstiegsplatz abrutschen

A-Junioren Landesliga: JFV Vorderpfalz – DJK-SV Phönix Schifferstadt II

A-Junioren Landesliga: JFV Vorderpfalz – DJK-SV Phönix Schifferstadt II 3:1 (0:1)

Logischerweise war der Spitzenreiter aus Schifferstadt favorisiert in der Partie gegen den Tabellenachten. Einen großen Unterschied konnte man nicht erkennen, aber die Gäste gingen dennoch in der 21. Minute durch Adrian Vogel mit 1:0 in Führung. Die hielt bis zur Halbzeitpause und noch darüber hinaus an. Dann kam die Zeit des Dominik Renneis, der den Phönix mit einem Hattrick innerhalb von 12 Minuten quasi im Alleingang erledigte.
Der 1:1 Ausgleich gelang in der 67. nach einem schnellen Konter. Das 2:1 in der 70., war über die rechte Außenbahn von Moritz Becker gut vorbereitet worden. Der Schlusspunkt zum 3:1 folgte in der 79. Minute.
Letztendlich ein verdienter Sieg, der sogar noch 1-2 Tore höher hätte ausfallen können. Die Chancen dazu, u.a. ein Freistoß genau ans Lattenkreuz, waren da. Trotzdem bleibt Schifferstadt Erster, die JFV Vorderpfalz verbessert sich um 2 Ränge auf Platz 6.

Fotos: Der schön gezirkelte Freistoß von Semih Yöndem landet nur am und nicht im Knick – Phönix Torwart Jan Eric Vellbinger kann nur zuschauen

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Landesliga: SV Rülzheim – SG RWO Alzey

Landesliga: SV Rülzheim – SG RWO Alzey 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Gökhan Istanbullu (25.), 1:1 Vllaznim Dautaj (38.), 2:1 Patrick Brechtel (48.), 3:1 Paul Stock (80.)

Rülzheim bezwingt in einem guten Landesligaspiel den Spitzenreiter aus Alzey und nähert sich selbst langsam, aber sicher der Tabellenspitze.

Der Distanzschuss von Gökhan Istanbullu wurde in der 25. Minute dermaßen „genial“ abgefälscht, dass er als extreme Bogenlampe über den verdutzten Jens Maaß im Gästetor hinweg flog und unter der Querlatte im Netz landete. Glücklich der Treffer und zu dem Zeitpunkt etwas überraschend, weil die Gäste bis dahin deutlich mehr in der Offensive zu finden waren als die Rülzheimer.
Für den Ausgleich in der 38. Minute brauchte aber auch Alzey Glück, oder, besser gesagt, das Pech des einheimischen Keepers Marcel Züchel. Die Hereingabe von rechts Richtung Vllaznim Dautaj hatte er eigentlich schon abgefangen, rutschte aber aus und ließ die Kugel vor die Füße von Dautaj fallen, der sich die unerwartete Gelegenheit natürlich nicht entgehen ließ und nach einem kurzem Haken zum 1:1 einschob.
Mit diesem insgesamt gerechten Unentschieden ging es in die Kabinen zum Pausentee.

Foto: Vllaznim Dautaj schiebt ein zum 1:1

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Zwei Minuten nach Wiederanpfiff (47.) hätte Manuel Helmlinger das 1:2 machen müssen, aber vollkommen frei und unbedrängt beförderte er die gute Hereingabe unkonzentriert deutlich übers Tor. Besser machte es Patrick Brechtel auf der Gegenseite. Die weite Flanke von rechts nahm er halblinks postiert auf und netzte gegen den Lauf von Maaß ins lange Eck ein. Statt einem möglichen Rückstand hinterher laufen zu müssen, stand es nun 2:1 für die Weißgerber-Elf.
Das war der Grundstein zum Sieg, denn Alzey musste aufmachen und sich noch offensiver ausrichten, als sie es eh schon taten.
Die RWO´ler waren denn auch sehr aktiv und sicherlich nicht ungefährlich, aber halt auch nicht so zwingend, dass die ca. 250 Zuschauer Bedenken haben musste, der Ausgleich würde nun bald fallen. Im Gegenteil, in der 80. nutzte Rülzheim den vorhandenen Raum zum Konter, den Paul Stock mit dem 3:1 vergoldete.

Foto: Patrick Brechtel überwindet Jens Maaß zum 2:1 in der 48. Minute

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Foto: Paul Stock versetzt Maaß und macht mit dem 3:1 den Sack zu

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Vielleicht war das Ergebnis letztendlich ein Tor zu hoch, in einem engen und intensiven Spitzenspiel. Aber so knapp es war, so verdient war der Sieg auch für Rülzheim, das mannschaftlich geschlossener auftrat als der Gegner, der vor allem von seinen schnellen Stürmern lebt und profitiert. Die kann man wohl nie ganz ausschalten, sie wurden aber von der SVR-Abwehr relativ gut in Schach gehalten.

Landesliga: SV Geinsheim – Viktoria Herxheim

Landesliga: SV Geinsheim – Viktoria Herxheim 0:1 (0:0)

Tolle Spielzüge, rassige Zweikämpfe, spannende Torraumszenen, schöne Tore – all das bekamen die Zuschauer in diesem Derby, das fast schon ein Klassiker ist, nicht zu sehen.
Die Aktionen in der ersten Halbzeit blieben alle schon im Ansatz hängen. Anzahl der Torchancen gleich Null; bei den halben oder viertel Torchancen kann man mit viel gutem Willen jeder Mannschaft 1-2 zusprechen.

Fotos: Kopfball Philipp Keller zum 1:0 Siegtreffer – SVG-Torwart Sebastian Schindler kann dem Ball nur hinterher schauen

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Die Flaute wurde in der 54. Minute mit Hilfe eines Standards beendet. Nach Freistoß von Christian Slatnek stieg Philipp Keller am höchsten und köpfte ein zum 1:0. Man kann von „verdient“ sprechen, weil Herxheim bis dahin die aktivere Elf gewesen war. Das Tor tat dem Spiel gut – naja, bedingt. Die Mittel, die beide Teams zur Verfügung hatten waren begrenzt und blieben es auch nach dem Treffer. Klar, Geinsheim musste etwas mehr wagen nach Vorne, was Herxheim eigentlich Kontermöglichkeiten hätte eröffnen sollen; so läuft das dann ja meistens.
Die Realität war allerdings die, dass Geinsheim nicht die Qualität hatte, die Viktoria-Abwehr ernsthaft unter Druck zu setzen und in Verlegenheit zu bringen, und Herxheim schaffte es nicht, die vorhandenen Räume zu schnellen Gegenstößen zu nutzen.
Halt stopp, da war doch noch was! In der 82. Minute, nach einem Eckball köpfte Pascal Nebel nur knapp neben das von Konstantin Stengel gehütete Gehäuse. Das hätte der Ausgleich sein können, ja eigentlich müssen, denn wirklich verdient hatte den Sieg keiner. Der Viktoria wird das jedoch herzlich egal sein – drei Punkte sind drei Punkte, ohne Wenn und Aber. Nichtsdestotrotz fragt man sich, wann denn endlich der zum Rundenauftakt (vorm Heimspiel gegen Geinsheim) versprochene „begeisternde Fußball“ geboten wird, der „den Fan mitreißt“!? Bisher war davon wenig bis nichts zu sehen. Ergebnisfußball gab es in Herxheim vergangene Saison schon zu sehen, und da war es teilweise tatsächlich mitreißend und dramatisch. Nunja, es braucht halt alles seine Zeit – Geduld, liebe Viktoria-Fans. Siebter in der Tabelle und nächste Woche das Heim-Derby gegen Rülzheim ist auch nicht soo übel 🙂

Landesliga: Viktoria Herxheim – ASV Maxdorf

Landesliga: Viktoria Herxheim – ASV Maxdorf 2:1 (0:0)

Dem bevorstehenden Anlass entsprechend, nämlich Halloween, lieferten beide Teams den 150 Zuschauern eine gruselige 1. Halbzeit, sprich ein unansehnliches Kampfspiel zwischen den Strafräumen. Einziges Highlight war der erste und einzige Torschuss in der 32. Minute. Julian Hahn zog aus 20m flach ab und prüfte damit Gästekeeper Taner Özdemir, der sich strecken musste, diese Aufgabe aber ohne größere Probleme bewältigte.

Ein wenig entschädigte die 2. Halbzeit für das vorher Dargebotene. Spielerisch war es immer noch weit weg von „gut“, aber es war nun wenigstens Tempo drin. Das resultierte vor allem in dem schnellen Tor für Herxheim, einem danach offenen Spiel, einigen Torraumszenen und zwei weiteren Treffern.
Aber der Reihe nach. Nach Wiederanpfiff und einem personellen Wechsel hatte sich die Maxdorfer Abwehr noch nicht recht sortiert, da lief der schnelle Patrick Stieber auf der rechten Seite allen davon, drang in den 16er ein und vollendete diesen Konter mit dem feinen Abschluss aus spitzem Winkel zum 1:0 (47.).

Foto: Patrick Stieber macht sein 1:0

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Das Tor tat dem Spiel gut; Maxdorf musste kommen, Herxheim dagegen halten – beide konnten und wollten sich keine Punktverluste leisten.
In der 51. Minute parierte Konstantin Stengel mit einem Faust-Reflex einen gefährlichen Maxdorfer Freistoß, den Nachschuss aus kurzer Distanz bekam er ins Gesicht. Treffer verhindert, aber teuer bezahlt, denn Stengel musste 12 Minuten später raus; scheinbar hatte er die Kugel aufs Auge bekommen. Kurz zuvor hatte Herxheim die Gelegenheit zu erhöhen; Dennis Bodenseh war ob der unerwarteten Chance überrascht, bekam aus 5m nur wenig Druck hinter den Ball, so dass das Ding auf der Linie geklärt werden konnte.

Also, in der 63. Minute Stengel raus – für ihn stellte sich Lukas Dudenhöffer zwischen die Pfosten – und auf der Gegnerseite Stürmer Christian Jesberger rein. Das zahlte sich für die Gäste in der 68. aus. Jesberger traf zwar nicht selbst, aber Herxheim musste auf ihn Acht geben, dadurch kamen andere zum Zug. Einen Freistoß von rechts außen köpfte Thomas Gomola an den Querbalken, den Abpraller versenkte Felix Sembritzki zum 1:1 Ausgleich.
Das war keineswegs unverdient und mit etwas Glück wäre für die Gäste sogar noch mehr drin gewesen. In der 74. landete ein 24m-Distanzschuss von Alexander Völkl am Pfosten. Dudenhöffer flog zwar, hätte den Einschlag aber wohl nicht verhindern können. Pech für Maxdorf, Glück für Herxheim.

Foto: Der Maxdorfer Distanzschuss landet nur am Pfosten

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Glück für die Viktoria auch in der 90. Minute. Ein Freistoß vom eingewechselten Christian Slatnek von ganz links außen, flog quer durch den Maxdorfer Strafraum und durch Freund und Feind hindurch direkt ins lange Eck zum glücklichen 2:1.
Die bis dahin 12-minütige Unterzahl der Gastgeber – gelb-rot für Stieber wegen Weiterspielen nach Abseits – brachte für den ASV keinerlei Vorteile. Auch in den fast 7 Minuten Nachspielzeit war davon nichts zu spüren, so dass Herxheim den Vorsprung letztendlich ungefährdet über die Ziellinie brachte.

Landesliga: Viktoria Herxheim – FSV Schifferstadt

Landesliga: Viktoria Herxheim – FSV Schifferstadt 1:1 (0:0)

Zuschauer: 180
Tore: 0:1 ET (71.), 1:1 Julian Hahn (90.)

Es hätte so schön werden können, wenn, ja wenn der Tabellenführer FSV Schifferstadt komplett hätte antreten und auch so hätte durchspielen können. Sowas liegt Herxheim daheim „Am Krönungsbusch“, eine bessere Motivation hätte es für die Viktorianer nicht geben können. Auf diese Konstellation hatte ich bei der Auswahl des Spiels gesetzt.
Aber von vornherein fiel der Schifferstädter Wundersturm, Wolff (verletzt) und Heims (privat verhindert), aus; dazu gesellte sich aus dem Mittelfeld Fabian Klein. Nach für die Zuschauer vielversprechendem Beginn mit zwei halben Chancen für die Gäste und einem 20m-Flachschuss von Ismael Imre, musste in der 15. Minute Matthias Herrmann verletzt runter und in der 25. auch Christoph Mehrl.

Selbstverständlich war diese Schwächung ein Vorteil für Herxheim und man setzte das gegnerische Tor durch einen Distanzschuss von Marco Moch (28.) und einen von Leutrim Osaj an den Pfosten genagelten Distanzhammer (35.) unter Druck, aber die spielerische Qualität sank auf unteren Landesligadurchschnitt. Beide Seiten bemühten sich um Linie, heraus kam jedoch hauptsächlich Kampf um den Ball. Torlos ging es in die Halbzeitpause.

Grundlegend änderte sich an der Spielweise zunächst auch in der 2. Halbzeit nichts. Einen gefährlichen Freistoß Herxheims parierte FSV-Keeper Mario Fohs in der 48. und auch später nochmal bravourös. Ganz allmählich übernahm die Viktoria die Feldhoheit und dominierte die Partie zusehends. Einer der wenigen Gegenangriffe schien alles zunichte zu machen. Eine Flanke von rechts erwischte Philipp Keller nur mit der Fußspitze und beförderte den Ball unhaltbar neben den Pfosten ins eigene Netz. Batsch, das zu diesem Zeitpunkt sehr, sehr unverdiente 0:1.

Wie man es von Herxheim kennt, lässt sich die Mannschaft von sowas überhaupt nicht beeindrucken. Der Offensivdruck wurde noch erhöht – manifestiert an der Einwechslung zweier weiterer Stürmer, Dennis Bodenseh und André Heesakker. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit.
Und Gott, nein, Thorsten Reiter ist mein Zeuge, vor dem Marsch vom Essensstand hinters Schifferstädter Tor habe ich prophezeit, dass Viktoria Herxheim noch das 1:1 macht 🙂

Okay, man machte es spannend, aber in der 90. war es soweit. Eine Flanke von Ardijan Dullaj wuchtete Julian Hahn mit vollstem Körpereinsatz in die Maschen. Es war vollbracht und natürlich absolut verdient. Vom Einsatz und den vorhandenen Chancen her, wäre auch ein Sieg in Ordnung gegangen. Spielerisch war es von beiden Seiten bestenfalls Mittelmaß, insofern müssen und können beide mit der Punkteteilung leben.

Foto: Nach dem Eigentor von Philipp K. gelang Julian Hahn per Kopf der hoch verdiente 1:1 Ausgleich

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Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Horchheim

Landesliga: Viktoria Herxheim – SV Horchheim 0:1 (0:0)

Foto: Einer von 80

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Herxheim hatte leichte Feldvorteile, Horchheim leichte spielerische Vorteile. Herxheim hatte ein deutliches Übergewicht an klaren Torchancen, die bei nur 50%iger Verwertung locker für einen Dreier gereicht hätten, aber Horchheim machte aus fast nichts das Tor, das Siegtor.

In der 75. Minute konnte Konstantin Stengel einen platzierten Distanzschuss ins rechte untere Eck nur nach vorne abwehren, wo Benjamin Baumann stand und zum 0:1 abstaubte.

Gegen harmlose Gäste, die mit viel Respekt auftraten und diesen erst langsam ablegten, fand die Viktoria in keiner Phase ein echtes Rezept. Dass trotzdem mehrere gute Torchancen heraus sprangen, entsprang seltener gutem Kombinationsspiel, öfter jedoch individueller Leistung und teilweise dürftiger Abwehrarbeit Horchheims.

Dass nicht mal eine der Gelegenheiten genutzt wurde, was wenigstens zum Punktgewinn gereicht hätte, zeugt nicht von dem nötigen Selbstvertrauen – dass Leute wie Bodenseh, Imre, Stieber grundsätzlich die Qualität haben einzunetzen, weiß man. Pech hatte Christian Pabst mit seinem gut angesetzten Seitfallzieher, der knapp neben dem Pfosten im Aus landete.

Negativer Knackpunkt in Herxheims Spiel war das Mittelfeld. Obwohl prominent besetzt mit Leutrim Osaj, Julian Hahn und Ismael Imre, kamen da kaum mal echte Impulse ins Spiel, geschweige denn überraschende Aktionen.
Schon eher sehenswert die teilweise minutenlangen Fehlpassorgien beider Kontrahenten im Verlauf der 2. Halbzeit, die mehr an Ping-Pong erinnerten, denn an Fußball.

Die erste Heimniederlage der Saison muss schnell abgehakt werden. Nächsten Samstag beim Tabellenletzten in Ingelheim sind drei Punkte Pflicht, bevor dann am Freitag, dem 14.10.2016, 19:30 Uhr, die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison, Aufsteiger FSV Schifferstadt zu Gast „Am Krönungsbusch“ ist.

Trost für Herxheim, auch nach diesem Spieltag bleibt man in der Tabelle VOR dem SV Rülzheim.