BILDERGALERIE + BERICHT >>> FC Speyer – Hassisa Bingen

BILDERGALERIE + BERICHT >>> FC Speyer – Hassisa Bingen 3:4 (0:2)

Foto: Wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, hätte Eric Häussler hier in der 9. Minute seine Farben in Führung gebracht…

Speyer hätte in Führung gehen können, eigentlich müssen. In der 9. Minute tauchte Eric Häussler allein vor Gäste-Keeper Kay Schotte auf und schoss diesem genau in die Arme. In der 29. ließ Schotte einen Querschuss von Marc-David Thau durch die Arme rutschen und hatte Glück, dass die Kugel am Pfosten landete und von einem Abwehrspieler weg geschlagen werden konnte.
Dann nahm das Unheil seinen Lauf. Im Gegenzug (30.) erzielte Serdar Mukkereu das überraschende und zu diesem Zeitpunkt unverdiente 0:1.

5 Minuten später kam es noch dicker. Zunächst blieb ein Binger Handspiel (36.) ungeahndet, dann wurde ein heftiger, aber korrekter Pressschlag mit Freistoß für die Gäste „belohnt“. Aus diesem Ballbesitz resultierte wiederum ein Freistoß rechts außen in der der Speyerer Hälfte, etwa auf Höhe der 16er Linie. Philipp Schrimb trat an und versenkte unter gütiger Mithilfe von Yannik Sahin direkt zum 0:2. Hassia-Stürmer Axel Neumann hätte es in der 43. sogar noch deutlicher gestalten können, zum Glück für den FCS verzog er komplett frei stehend. Den ernüchterten Gastgebern gelang in der Schlussphase der 1. Halbzeit (41.) lediglich noch ein Torschuss durch Abwehrchef Andreas Backmann.

Die frühe Führung für die Gastgeber war möglich gewesen, aber nun rannte man einem Rückstand hinterher – zumindest war für Spannung im zweiten Spielabschnitt gesorgt. Die steigerte sich als Backmann in der 52. den 1:2 Anschlusstreffer köpfte. Ein Foulelfmeter in der 68. dämpfte die Speyerer Hoffnungen wieder. Enes Sovtic verwandelte sicher zum 1:3. Nur 2 Minuten danach war wieder Speyer dran, Nico Steigleider war erfolgreich, erneuter Anschluss, 2:3.

Das nun offensiv ausgerichtete Speyer offenbarte hinten große Lücken, die Bingen in Person von Fabian Liesenfeld leicht zum 2:4 nutzte. In der inzwischen einigermaßen zerfahrenen Partie war klar, dass der FC nicht mehr die spielerischen Mitteln haben würde, die Gäste entscheidend auszuhebeln. Die Zuschauer waren sich einig, dass es nur noch über Einzelaktionen und Standards funktionieren könne, wenigstens einen Punkt da zu behalten. Ein Standard, ein Freistoß von Marvin Sprengling war es, der wieder den Anschluss bedeutete, 3:4 in der 79. Minute.

Die Gelb-Rote Karte (90.) für Bingens Christian Klöckner und damit eine Speyerer Überzahl hatte keine spielentschiedende Auswirkung mehr. Die Hassia versuchte den knappen Vorsprung über die Runden zu bringen, stand weitestgehend nur noch hinten drin und erwehrte sich in den letzten 10 +4 Minuten erfolgreich u.a. einem Freistoß vom eingewechselten Milot Berisha – Schotte parierte per Flugeinlage – und mehreren Eckbällen in Folge.
Speyer hatte in den Schlussminuten nicht mehr die Power und auch nicht das Quäntchen Glück die vielbeinige Gästeabwehr zu überwinden und quittierte gegen eine abgezockte Gästetruppe eine, im Kampf um die Tabellenspitze ernüchternde Heimniederlage.

Foto: Kay Schotte fliegt und lenkt den gut getretenen Freistoß von Milot Berisha (Nr. 10) zur Ecke

BILDERGALERIE >>> C-Klasse: FC Lustadt II – FSV Schifferstadt III

C-Klasse: FC Lustadt II – FSV Schifferstadt III 4:1 (2:0)

Sebastian Stein (© www.pfalzfussball.de) brachte die überlegenen Hausherren in der 3. Minute 1:0 in Führung. Noch vor der Pause, in der 40. Minute erhöhte Maximilian Hirl auf 2:0. Christian Schauer markierte per Elfmeter das 3:0 in der 63. Und der eingewechselte Daniell Rocker (© www.pfalzfussball.de) machte mit dem 4:0 für Lustadt in der 67. alles klar. Nach einem schönen Angriff über außen und der genauen Hereingabe gelang Marco Fiederer (© www.pfalzfussball.de) in der 82. Minute der verdiente Ehrentreffer für Schifferstadt.

Fußball-Winter-Wonderland in Lustadt

BILDERGALERIE + Bericht >>> Bezirksliga: FC Lustadt – TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim

Bezirksliga: FC Lustadt – TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim 0:1 (0:0)

Zuschauer: 120
Bes. Vork.: Keine

Foto: TOR!!! Marcel Thiede (Nr. 17) erzielt den Siegtreffer per Strafstoß

Beide Mannschaften bemühten sich redlich geordnete Spielzüge auf den Platz… äh, in den Schnee (© www.pfalzfussball.de) zu zaubern. Das geriet auf dem rutschigen Untergrund zum Lotteriespiel. Torchancen entstanden mehr oder weniger mit Hilfe des Zufalls und waren eher halbe als wirklich gefährliche.

Im Ganzen gesehen war es eigentlich typisches oder besser gesagt, bezogen auf die Platzverhältnisse, ein untypisches 0zu0-Spiel. In der 1. Halbzeit verbuchte Lustadt (© www.pfalzfussball.de) ein leichtes Chancenplus, in der 2. Hälfte hatte der Gast diesbezüglich gewisse Vorteile. Ein Handelfmeter machte die gerechte Punkteteilung zunichte. Marcel Thiede versenkte sicher zum 0:1.

In der Schlussoffensive versuchte Lustadt auf den Ausgleich (© www.pfalzfussball.de) zu drängen, allerdings fehlte auch da die nötige Durchschlagskraft, somit hatte die TSV-Abwehr keine größeren Probleme mehr zu bewältigen.

BILDERGALERIE >>> Bezirksliga: FSV Freimersheim – TuS Knittelsheim

Bezirksliga: FSV Freimersheim – TuS Knittelsheim 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Sven Matic (66.), 1:1 Denis Thomas (80.)
Bes. Vork.: 1x Rot und 2x Gelb-Rot für Knittelsheim, 1x Gelb-Rot für Freimersheim

Knittelsheim war im ersten Spielabschnitt die recht eindeutig Spiel bestimmende Mannschaft. Man versäumte es jedoch aus den zahlreichen guten Offensivaktionen in Form von Toren Kapital zu schlagen. So geriet der Höhepunkt der 1. Halbzeit zum Rückschlag für die Gäste.

In der 28. Minute war Joshua Moos (© www.pfalzfussball.de) durchgebrochen und wurde von TuS-Keeper Lasse Wittke, der einen Ticken zu spät dran war, noch vorm Strafraum von den Beinen geholt. Ob letzter Mann oder die Vereitelung einer klaren Torchance, egal, die Rote Karte war unumgänglich. Für Wittke stand ab sofort Jonas Kaika zwischen den Pfosten und dieser bestand umgehend seine erste Bewährungsprobe. Den fälligen, nicht ungefährlichen Freistoß von Denis Thomas lenkte er über die Querlatte.

Im Zuge der Diskussionen um den Platzverweis sah Florian Schmidt (© www.pfalzfussball.de) die Gelbe Karte. Das sollte sich später, in der 51. Minute negativ bemerkbar machen, als er für ein Foul an der Außenlinie erneut Gelb und somit Gelb-Rot quittierte. Hatte Knittelsheim die einfache Unterzahl gut überstanden, dies sogar weiterhin mit spielerischen Vorteilen, sollte es in doppelter Unterzahl doch eigentlich schwer bis unmöglich sein, etwas Zählbares einzuheimsen!?

Durch den Lattentreffer von Moos in der 58. wurde diese Theorie zusätzlich gestützt. Allerdings machte die Gelb-Rote Karte für Eugen Galkin (© www.pfalzfussball.de) in der 61. Minute die Lage für Knittelsheim personell wieder etwas erträglicher. Das 0:1 in der 66. stellte die Theorie bezüglich Über-/Unterlegenheit aufgrund Über-/Unterzahl dann sowieso in Frage.

Einen kleinen, unnötigen Tritt am Rande des Freimersheimers 16ers konnte Schiri Manuel Frech (© www.pfalzfussball.de) nicht anders ahnden als mit Elfmeter. Aufgrund der bisherigen Spielverteilung war die Führung, erzielt von Sven Matic, durchaus verdient, zu dem Zeitpunkt natürlich etwas überraschend. Freimersheim war nach den Platzverweisen drauf und dran die Regie auf dem Rasen an sich zu reißen, das 0:1 musste jetzt erstmal verdaut werden.

Der „Verdauungsvorgang“ wurde beschleunigt durch die Gelb-Rote Karte für Matic in der 74. Minute. Und diesmal konnte der freie Platz genutzt werden. In der 80. Minute war die TuS-Abwehr weit aufgerückt, ein langer Ball fand Denis Thomas, der von der Mittellinie aus alleine auf Jonas Kaika (© www.pfalzfussball.de) zulief und diesem mit einem Schlenzer flach ins Eck keine Chance ließ, Ausgleich zum 1:1.

Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnte sich Knittelsheim, wohlgemerkt mit 2 Mann weniger auf dem Platz, den Angriffen der Pita-Truppe erfolgreich erwehren. Erst in der 7-minütigen Nachspielzeit kamen die Stürmer des FSV zu 3-4 hochkarätigen Abschlüssen, die aber überhastet und zu ungenau abgeschlossen wurden oder beim guten Kaika landeten.

Es mag komisch klingen, aber trotz der 4 Platzverweise war es ein insgesamt faires Spiel. Das „Problem“ war halt, dass sich die kartenwürdigen Fouls (und teilweise Meckerei) auf 3-4 Akteure beschränkten, die dann halt auch die Konsequenzen zu tragen hatte. Da hat der geneigte Fußballfan schon cleverere Verteilungen von Fouls gesehen…

Wie dem auch sei, der Schiedsrichter hat in der Hinsicht alles richtig beurteilt. Innerhalb der Rudelbildung und des kleinen Platzsturms kurz nach Beginn der 2. Halbzeit wären bei (über-)penibler Regelauslegung durchaus weitere Strafen möglich gewesen. Da aber behielt Frech die Ruhe und vermied es überzureagieren.

Sportlich betrachtet war und ist das Remis ein gerechtes Ergebnis, mit dem jeder der beiden Kontrahenten leben können sollte. Alles in Allem war es vor über 200 Zuschauern (© www.pfalzfussball.de) und bei eisigen Temperaturen ein heißes und unterhaltsames Bezirksligaderby. Statt der 4 Platzverweise hätte man sich 4 weitere Tore gewünscht, dann wäre mit absoluter Sicherheit von einem überragenden Duell gesprochen worden – aber ein Fußballspiel ist nun mal kein Wunschkonzert 🙂

Foto: Auch wenn sie von den jeweiligen Vereinszugehörigen lautstark kritisiert wurden, alle Entscheidungen inkl. aller Platzverweise waren korrekt und der Spielintensität angemessen

BILDERGALERIE >>> Oberliga: TuS Mechtersheim – FV Dudenhofen

Oberliga: TuS Mechtersheim – FV Dudenhofen 1:1 (0:1)

Bevor Kevin Schall vor über 800 Zuschauern die Dudenhofener Führung köpfte, hätte Mechtersheim gut und gerne 3:0 vorne liegen können. In der 17. Minute hatte Joeri Stiens seine 1. Großchance, er verzog knapp. Nur 4 Minuten später (21.) scheiterte er mit seinem Flachschuss aus 20m am Pfosten. Und wieder 4 Minuten später fischte Marcel Johann einen wahrlich nicht schlecht angesetzten Kopfball von Thorsten Ullemeyer aus dem Winkel.
Auf der Gegenseite brachte Tim Bauer in der 29. einen Freistoß nach innen, wo Kevin Schall hoch stieg und die Kugel mit dem Kopf ins Netz wuchtete. Der Schock saß, den mussten die Blauen in der Kabine aufarbeiten, bis dahin gelang nicht mehr viel. Mit der überraschenden Führung für den arg abstiegsbedrohten Gast aus dem Nachbardorf ging es in die Pause.

Foto: Klasse Parade von Marcel Johann gegen den Kopfball von Thorsten Ullemeyer

Nach dem Wiederanpfiff auf dem eh schon rutschigen und nun auch noch mit Rauhreif überzogenen und Platz, hatte Mechtersheim die erste Großchance der 2. Halbzeit. Ullemeyer köpfte in der 50. Minute allerdings nur an die Latte und der Nachschuss wurde von irgendjemand aus der vielbeinigen Abwehr auf der Linie geklärt. Quasi im Gegenzug (52.) war Jarwad Zein plötzlich durch, lief auf Peter Klug zu und brachte das Spielgerät nicht an diesem vorbei.
Dann die für Dudenhofen bittere 63. Minute – Erinnerungen an die Partie gegen Trier wurden wach. Nach einem blöden Ballverlust in der eigenen Hälfte kam Eric Veth dran, setzte sich durch und ließ auch Marcel Johann keine Abwehrchance. Das war der absolut verdiente, aber aufgrund der Entstehung glückliche Ausgleich zum 1:1.

Foto: Peter Klug bleibt ruhig und pariert den Abschluss von Jarwad Zein

In der 73. war mal wieder Stiens dran… nämlich wie gehabt damit, kein Tor zu erzielen. Sein Kopfball strich nur knapp am Dudenhofener Kasten vorbei ins Aus. Im direkten Gegenzug parierte Klug einen gefährlichen Abschluss von Julian Scharfenberger.
Für die Zuschauer war es natürlich schön, dass sich beide Teams nicht mit dem Remis zufrieden gaben und auf den Sieg drängten. Der wäre kurz vor dem Ende fast noch Dudenhofen gelungen, aber in der 83. Minute rutschte Marius Schafhaupt am langen Pfosten knapp an der prima Hereingabe des kurz zuvor eingewechselten Maurice Hafner vorbei.
Es blieb bis zum Schlusspfiff des guten Schiedsrichtergespanns um Joel Maurice Jung beim insgesamt gerechten Unentschieden.

Foto: Emotionen gehören zum Derby. Eine kurzzeitige Rudelbildung wurde vom Schiri entwirrt und mit je einmal Gelb „belohnt“.