A-Klasse: TSV Lingenfeld – SpVgg Rödersheim

TSV Lingenfeld – SpVgg Rödersheim 4:1 (3:0)

Zuschauer: ca. 120

Bericht: T.W.

151018_bonifartDer Tabellenführer aus Lingenfeld begann wie die Feuerwehr und hatte nach 3 Minuten schon die erste große Torchance, doch Michael Grills Schuss wurde von Torhüter Rene Brem zur Ecke geklärt. Dieser Eckball landete bei Stefan Bonifart und sein Kopfball konnte nur mit Mühe von einem Feldspieler auf der Linie geklärt werden. In der 6. Minute klingelte es das erste Mal im Gehäuse der Rödersheimer. Marco Lechnauer schickte Tim Lechnauer auf der linken Außenbahn auf die Reise. Der zog schön nach innen und versenkte das Leder im linken unteren Eck. Grundsätzlich sah man schnell, dass Tim Lechnauer seinem Gegenspieler Kai Bortt haushoch überlegen war. Immer wieder trieb er das Spiel der Gastgeber an und ließ Bortt ein ums andere Mal stehen.

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In der 21. Spielminute das erste Offensivzeichen der Gäste. Maik Rademacher setzte sich auf der rechten Außenbahn gut durch und flankte scharf und platziert in die Mitte. Seine Flanke verpassten aber alle und so verpuffte diese Gelegenheit. Nur 4 Minuten später hatte Rademacher per Kopf die Gelegenheit den Ausgleich zu erzielen. Doch er zielte knapp über das Tor. Nun waren die Hausherren wohl genug gewarnt, denn sie zogen das Tempo wieder merklich an. Und es fiel folgerichtig in der 32. Minute das 2:0 durch Grill nach feiner Vorarbeit von Ahmet Misirli. Hier sah der Gästekeeper nicht glücklich aus. Nennenswert der Jubel des Lingenfelders, der auf seinem T-Shirt unter dem Trikot einen Gruß an den unter der Woche entlassenen Trainer Glump hatte. Nur 2 Minuten später allerdings gewann Brem das Duell gegen Grill, der hervorragend von Jakob Duttenhöfer eingesetzt worden war, und hielt seine Farben so noch im Spiel. Auch gegen Marco Lechnauer und Duttenhöfer hielt Brem bravourös. In Minute 39 hatte Bonifart die Riesenchance nach Hereingabe von Grill, aber er schoss übers Tor. Fast hätte sich das gerächt, denn Rademacher ließ einen tollen Schuss ab, Florian Falk hielt prächtig.
In Minute 42 köpfte Bonifart noch übers Tor. Doch nur 60 Sekunden später traf er, nach Flanke Tim Lechnauer, per Kopf gegen die Laufrichtung von Brem. Mit diesem 3:0 wurden die Seiten getauscht.

Die 2. Halbzeit war bis zur 70. Minute Einbahnstraßenfußball mit Chancen fast im Fünfminutentakt. Doch Grill, Bonifart, Tim Lechnauer, der zwei Mal nach herrlichen Diagonalbällen von Uwe Gross, scheiterten an Brem oder vergaben kläglich. In der 72. Minute traf der eingewechselte, sehr agile Gökhan Özdal zum überraschenden 3:1. Nun schwammen die Lingenfelder kurz, Rademacher und Jason Koch hatte zwei weitere gute Gelegenheiten für Rödersheim. Aber Falk und das Unvermögen der Gästestürmer ließen den Zweitoreabstand Bestand haben. Und nun waren die Gastgeber wieder gefordert und sie lieferten. Stefan Bonifart schnürte den Doppelpack und erlöste die Fans mit seinem Kopfball in der 84. Minute zum 4:1 Endstand.

Fazit: Bärenstarke Lingenfelder lassen sehr fairen Rödersheimern keine Chance.

Stimmen zum Spiel

Michael Kaspar (Trainer Rödersheim): „Mit dem Fehlen von sechs Stammspielern hatten wir heute keine Chance. Meine komplette Bank war mit Zweitmannschaftsspielern bestückt, die zuvor schon 90 Minuten im Einsatz waren. Glückwunsch an Lingenfeld zu der tollen Leistung.“

Christopher Hock (Trainer Lingenfeld): Ich bin heute bis auf die mangelnde Chancenauswertung sehr zufrieden. Wir haben schnell und präzise gespielt und dem Gegner keine Chance gelassen. In der 1. Halbzeit waren wir auch effizient, aber an der Effizienz der 2. Halbzeit müssen wir arbeiten. Das geht gegen Spitzenmannschaften mal ins Auge. Wir wollen weiter Platz 1 verteidigen und alles dafür tun. Kompliment an die Gäste, dass sie so fair aufgetreten sind und immer versucht haben mitzuspielen“.

Martin Steinmetz (Vorstand des TSV Lingenfeld) zur Trennung von Benjamin Glump: „Der Grund war die unterschiedliche Zielsetzung der beiden Parteien auf die nächsten Jahre hin gesehen. Mehr kann ich zu diesem Thema nicht sagen. Mit Christopher wird aus dem Duo nun einfach ein Ein-Mann-Trainer und da er die Mannschaft kennt, haben wir hier auch keinen Reibungsverlust“.

Anmerkung: Es war deutlich zu spüren, dass mindestens ein Großteil der Mannschaft dies anders sieht und gerne mit Benjamin Glump weitergearbeitet hätte. Zwei Torschützen konnten sich in dem Zusammenhang den Gruß an den Ex-Trainer nicht verkneifen…


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