Verbandspokal: Viktoria Herxheim – FSV Offenbach

Verbandspokal: Viktoria Herxheim – FSV Offenbach 2:1 (0:1)

Vor 410 Zuschauern war Offenbach in der 1. Halbzeit spielerisch mindestens eine Klasse besser als die hoch gehandelte Viktoria und lag nach 45 Minuten folgerichtig und verdient mit 1:0 in Führung. Die erste echte Torchance der Partie hatte allerdings Herxheim. In der 17. Minute musste sich Dennis Mandery arg strecken, um den Schuss von rechts ins Aus zu lenken. Aber nach genau einer halben Stunde (30.) war es auf der anderen Seite soweit; Edonis Mustafa hatte aus der Distanz den Pfosten getroffen, Jannik Jorissen stand in der Nähe desselben und konnte abstauben. In der 34. scheiterte Rico Gaab aus spitzem Winkel am gut stehenden Konstantin Stengel.
Halbzeitfazit: Herxheim ohne Konzept und extrem harmlos; Stengel hält den Gastgeber im Spiel. Offenbach klar besser, verpasst es jedoch den 2. Treffer nachzulegen – das sollte sich in der 2. Halbzeit rächen.

Foto: Der zweifache Torschütze Ismael Imre (blaues Trikot)

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Fast hätte in der 54. Minute Offenbach selbst für den Ausgleich gesorgt. Tim Hörner ballerte, im Versuch zu klären, die Kugel an die eigene Querlatte. Das hätte das 1:1 sein können, ja müssen…
Mit den „Merkwürdigkeiten“ ging es weiter in der 57. Minute. Da nämlich scheiterte Alexander Mellein am Fuß von Stengel und am Pfosten. Das hätte das 2:0 sein können. Im direkten Gegenzug folgte der Konter über rechts, Ismael Imre sprintete unaufhaltbar davon, drang von rechts in den Strafraum ein und netzte aus spitzem Winkel ins lange Eck ein – das war das 1:1 in der 58. Minute.
Nicht mal 60 Sekunden später scheiterte Imre mit einem tollen Abschluss aus der Distanz an Mandery, der das Geschoß zur Ecke lenken konnte.
Danach war erstmal 20 Minuten Ebbe, um nicht zu sagen Langeweile, angesagt; beide Teams neutralisierten sich weitgehend zwischen den Strafräumen. Allerdings war in dieser Phase, wie schon seit dem Wiederanpfiff nach der Pause, Herxheim das aktivere Team. Offenbach war überraschend passiv geblieben. Sowas ist selten gut und heute gegen Herxheim schon mal gar nicht – so macht man den Gegner zusätzlich stark.

Ein Aufbäumen des FSV folgte in der 80. Minute. Daniel Evrard prüfte aus 22m Konstantin Stengel, und der bestand. 5 Minuten später (85.) stand es 2:1 für Herxheim. Die Vorarbeit und Hereingabe von Malik Krubally, der nach 30 Minuten schon für Dennis Bodenseh gekommen war, veredelte der jetzt zweifache Torschütze Imre zum Siegtreffer. In der 88. prüfte Patrick Stieber nochmal das Alu, kurz danach war Schluss und die Herxheimer Mannschaft feierte zusammen mit Manager Mario Krüger ausgiebig und überschwänglich den Derbysieg.

Fazit: Offenbach versäumte es, durch einen durchaus möglichen Sieg sich psychisch etwas aufzubauen, nach null Punkten aus fünf Ligaspielen und vor der schweren Partie in Herschberg. Bei Herxheim war wenig von der angekündigten Spielfreude zu sehen. Bezeichnend, dass die individuelle Stärke des letztjährigen Oberliga-Stammspielers und Leistungsträgers beim TuS Mechtersheim den Ausschlag zum Einzug in die 4. Pokalrunde gab – letztendlich verdient aufgrund der 2. Halbzeit.


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