Verbandsliga: FSV Offenbach – FV Dudenhofen

Verbandsliga: FSV Offenbach – FV Dudenhofen 0:2 (0:0)

Eine Überraschung (Remis) war drin – die Sensation (Sieg) nur theoretischer Natur. Am Ende war es die erwartete Niederlage des Tabellenletzten gegen den höchst favorisierten Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter, den FV Dudenhofen.

Ein Punktgewinn, das wäre die angesprochene Überraschung gewesen, war im Bereich des möglichen. 70 Minuten hielt das Abwehrbollwerk gegen die zumeist untauglichen Angriffe der Gäste. Bis dahin wurde von den FSV`lern fehlerfrei verteidigt. Nach Meinung des Schiedsrichters mit einer Ausnahme; in der 29. fiel Julian Scharfenberger im Zweikampf mit Daniel Evrard geschickt im Strafraum, was den Unparteiischen veranlasste auf den berühmten Punkt zu zeigen.
Scharfenberger trat an und scheiterte mit einem schwachen Schuss an Dennis Mandery, der abwehren konnte und auch den Nachschuss vom Schützen parierte.

Foto: Dennis Mandery wehrte den Strafstoß ab und auch den (gefährlicheren) Nachschuss

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Der fast schon obligatorische Offenbacher Defensivfehler ermöglichte Dudenhofen die Führung zu einem Zeitpunkt als es ganz sachte Richtung Punkteteilung zu gehen schien. Franz Inser rutschte beim Abwehrversuch die Kugel über die Stiefelspitze und Tolga Barin war zur Stelle und drosch das Ding unhaltbar ins Netz. Realistisch betrachtet war mit dem 0:1 das Spiel schon entschieden. Die Offenbacher bemühte sich zwar in der Folge um Offensivaktionen; wirklich gefährlich war das alles nicht.
Im ganzen Spiel eine, mit gutem Willen zwei Torchancen, das ist einfach zu wenig – so kann man keinen Gegner ernsthaft unter Druck setzen, eine Spitzenmannschaft wie Dudenhofen schon gar nicht.

Vermeidbar und haltbar schien das 0:2 in der 88. Minute. Einen Eckball köpfte Kevin Schall als Bogenlampe mittig unter die Latte. Egal, verloren war das Spiel so oder so.

Foto: Christopher Koch blieb zwar eigenen ohne Treffer, war aber stets in Bewegung und beschäftigte zumeist zwei oder sogar drei gegnerische Verteidiger – ein gutes Spiel von ihm

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Der FSV Offenbach hatte die richtige Taktik gewählt; körperlich möglichst intensiv dagegen halten und spielerisch den überlegenen Gegner beschäftigen. Das klappte gut, aber leider scheint es nicht möglich, dass die junge Truppe das 90 Minuten durchhält.
Man darf gespannt sein, was dem neuen Trainer, Thomas Wünstel, dazu einfällt, denn verloren ist für den FSV in der Liga noch gar nichts. Der Tabellenkeller ist noch sehr eng zusammen, mit 2 Siegen ist man im Idealfall schon wieder nahe am rettenden Ufer.

Dudenhofen hat gegen einen unangenehmen Gegner gezeigt, dass man gewillt ist, weiter auf der Erfolgswelle zu reiten. Mit unglaublicher Moral und unfassbarer Geduld und einem Willen, der meisterschaftswürdig ist, erarbeitete und erkämpfte man sich den erwarteten Auswärtsdreier. In dieser Verfassung kann in der Tat nur die Meisterschaft und der Aufstieg in die Oberliga das Ziel sein – alles andere wäre wohl die größte Enttäuschung in der Vereinsgeschichte.

Am Spielfeldrand wurde bekannt, dass sich Andreas „Andi“ Lange im Training schwer verletzt hat und, nachdem er grade wieder fit geworden war, länger ausfällt.
Andi, gute Besserung! Hoffentlich sieht man dich bald wieder auf dem Platz!


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