A-Klasse: ASV Harthausen – TSG Deidesheim

A-Klasse: ASV Harthausen – TSG Deidesheim 1:2 (0:1)

Foto: Christian Schubing spitzelt den Ball an Bernd Streibert vorbei – 0:1 in der 19. Minute

Trotz eines kleinen Chancenübergewichts des ASV Harthausen, führte der favorisierte Tabellenführer aus Deidesheim(© www.pfalzfussball.de) zur Halbzeit mit 1:0. Christian Schubing hatte in der 19. Minute das erste Tor erzielt. Während Harthausen keine seiner 3-4 guten Gelegenheiten nutzen konnte, schlug der Gast eiskalt und effektiv zu – und hätte sogar 2:0 in Front liegen können, aber der wendige Mario Seckinger traf in der 43. nur den Innenpfosten, von wo der Ball in die Arme von Bernd Streibert flog.

Das Spielprinzip setzte sich auch in der 2. Halbzeit fort. Harthausen(© www.pfalzfussball.de) war nach den ersten 10 Minuten ein ebenbürtiger Gegner und hätte in der 57. den verdienten Ausgleich erzielen müssen. Dustin Bitsch konnte aus kurzer Entfernung die gute Hereingabe nicht verwerten und zog den Ball weit drüber. Und was im Fußball fast schon ein ungeschriebenes Gesetz ist: wenn du selbst die Dinger nicht rein machst, rächt sich das ganz bitter.
Quasi im Gegenzug gelang Deidesheim in der 59. das 2:0. Einen Freistoß von Patrick Pehlke konnte Streibert nicht fest halten, Schubing reagierte am schnellsten und schob den Abpraller ins Netz.

Der eingewechselte Marvin Mandery(© www.pfalzfussball.de) verkürzte in der 85. Minute aus 20m per Flachschuss ins Eck zum 1:2. Nervös konnte das die TSG in den letzten Minuten der Partie aber nicht mehr machen und so entführte der designierte Meister alle drei Punkte aus dem Tabakdorf. Für Harthausen war ein Punktgewinn durchaus möglich, aber nicht mit der heutigen Chancenverwertung. Im Rangeln um den Relegationsplatz ist der ASV dennoch weiter vertreten.

Foto: Der Abstauber von Schubing zum 0:2

A-Klasse: TuS Mechtersheim II – TSG Deidesheim

A-Klasse: TuS Mechtersheim II – TSG Deidesheim 2:4 (2:1)

In einer temporeichen und mit teilweise deftigen Fouls gespickten Partie erzielte Ali Dib das 1:0 schon in der 4. Minute. Einen Freistoß von rechts außen verlängerte er per Kopf ins Netz. In der lange Zeit offenen Partie gelang Nicolai Enzenauer in der 19. mit einem gefühlvollen Heber der 1:1 Ausgleich. Die Halbzeitführung erzielte der für Alexander Mandic (verletzt) eingewechselte Andreas Wihler. Nach einer abgewehrten Ecke zog er aus 28m ab und überlistete TSG-Keeper Michael Lützel, der sich bei dem vor ihm aufspringenden Ball unangenehm verschätzte. 2:1 nach von beiden Teams guten und abwechslungsreichen 45 Minuten – ging in Ordnung.

Foto: Nicolas Mellein fliegt vergebens; er kann das Eigentor zum 2:3 nicht verhindern

Man kann nicht sagen, dass Mechtersheim in der 2. Halbzeit komplett von der Rolle war, aber einiges Wahres ist da schon dran. Den inzwischen spielerisch besseren und teilweise dominanten Gästen um den Ex-Mechtersheimer Danko Boskovic gelang in der 58. Minute durch Dominik Lisson der 2:2 Ausgleich. Ein für den bedauernswerten Nicolas Mellein unhaltbares Eigentor in der 72. zum 2:3 läutete die Niederlage der in schwarz gekleideten Blauen ein. Christian Schubing erhöhte in der 76. auf 2:4 und sicherte damit den Auswärtsdreier für seine Farben.

Foto: „Ich entscheide!“ Chantal Kann

Einige krachende Fouls beeinträchtigten den Spielfluss zeitweise gravierend und forderten Schiedsrichterin Chantal Kann heraus. Mario Seckinger z.B. musste in Folge solch eines Fouls verletzt ausgetauscht werden. Mit etwas Mühe konnten in den jeweiligen Szenen die Akteure und Zuschauer beruhigt werden. Kann beließ es bei gelben Karten, was grade noch so vertretbar war – mit viel gutem Willen.

Am Ende eines zu Beginn guten und zum Schluss härter werdenden A-Klasse-Spiels stand ein gerechtes Ergebnis zu Buche.
Mechtersheim muss, trotz unstreitig vorhandenen Potenzials, aufpassen in den nächsten Wochen nicht weiter abzurutschen und in Abstiegsgefahr zu geraten. Wenn bei Deidesheim weiterhin das kämpferische Element mit dem spielerischen harmoniert, kann man sich dezent Richtung vorderes Tabellendrittel orientieren.

Die Pfalzfussball-Spiele am Sonntag

„Vorschau“ auf die gestrigen Spiele in Speyer, Weingarten und Mechtersheim
Berichte und Bilder der Spiele folgen im Laufe des Tages

Wer am Wochenende nicht genug bekommen hat, kann sich heute Verbandsliga reinziehen:

Die Spiele am 22.10.2017

11:00 Uhr
B-Juniorinnen Bundesliga: FC Speyer – MSV Duisburg 6:0 (3:0)
Endlich der erste Sieg

Foto: Lisa-Marie Rebholz eröffnet hier mit dem 1:0 in der 18. Minute den Torreigen

15:00 Uhr
B-Klasse: SV Weingarten – SpVgg Edenkoben 1:1 (0:1)
Der SVW im Glück

Foto: Saban Sabanis (weißes Trikot) Treffer zum 1:0 aus der 17. Minute hatte bis eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit Bestand

18:00 Uhr
A-Klasse: TuS Mechtersheim II – TSG Deidesheim 2:4 (2:1)Sieg nach Rückstand

Foto: Schiedsrichterin Chantal Kann hatte in der teilweise recht hart geführten Partie alle Hände voll zu tun

A-Klasse: SV Altdorf-Böbingen – TSG Deidesheim

A-Klasse: SV Altdorf-Böbingen – TSG Deidesheim 2:2 (2:1)

Gerechtes Unentschieden in einem abwechslungsreichen Spiel, durch das SV Altdorf-Böbingen auch nach diesem Spieltag auf jeden Fall den Platz an der Sonne inne hat. Die spielstarke TSG Deidesheim robbt sich langsam aber sicher Richtung Tabellenspitze.
Deidesheims Dominic Bach fällt wegen eines im vorigen Spiel erlittenen Meniskusrisses voraussichtlich für den Rest des Jahres aus.

Altdorf-Böbingen ging durch die beiden Turbo-Tore von Nils Brendel mit 2:0 in Führung. Rouven Kolbenschlag gelang mit einem wunderbaren 30m Flachschuss der 1:2 Anschluss. In Halbzeit 2 drückte Deidesheim massiv auf den Ausgleich und erzielte diesen in der 82. Schütze war der agile, aber lange Zeit recht glücklose Mario Seckinger. Beide Teams hatten zuvor Gelegenheiten weitere Treffer zu erzielen.
Die 1. Halbzeit gehörte weitgehend den Gastgebern, die zweite eher den Gästen – von daher kann man von einer gerechten Punkteteilung sprechen.
Der aus dem Badischen angereiste Schiedsrichter, Philip Dickemann, war der Partie ein sehr guter Leiter.

Fotos: Der Freistoßhammer von Christian Henel in der 36. Minute ließ die Querlatte erzittern

A-Klasse: VfL Hainfeld – TSG Deidesheim

A-Klasse: VfL Hainfeld – TSG Deidesheim 4:3 (2:2)

Tore: 1:0 Frederik Zwick (21.), 1:1 Patrick Pehlke (24.), 2:1 Adam Marciniak (31.). 2:2 Dominic Bach (32.), 3:2 Ben Reinhardt (58.), 3:3 Mario Seckinger (70.), 4:3 Norbert Kot (71.)

Foto: Auf vielfachen Wunsch, das Oberschenkel-Löwen-Tattoo (so gut es ging) aus der Nähe

Allein schon die Torfolge, oder besser gesagt, die zeitliche Abfolge der Tore war interessant. Auch die taktische Verteilung und die Entwicklung derselben im Verlauf der Partie war durchaus bemerkenswert.
Deidesheim mit drei Ex-Mechtersheimer Oberligaakteuren aufgelaufen, war trotz des strömenden Regens in der 1. Halbzeit klarer Favorit. Die normalerweise ebenfalls über das spielerische Element ins Spiel gehenden Hainfeldern mussten heute mit Kampf dagegen halten. Auf beiden Seiten gingen 45 Minuten die Rechnungen auf und resultierten in dem 2:2 Unentschieden zur Pause.
In der 21. gelang Frederik Zwick mit einem 30m Hinterhaltsschuss das 1:0. Die TSG antwortete 3 Minuten (24.) danach mit dem Treffer zum 1:1. Der Freistoß von Patrick Pehlke von rechts außen flog durch Freund und Feind hindurch ins lange Toreck.

In der 31. war Adam Marciniak von Zwick steil geschickt worden und konnte die Aktion zum 2:1 nutzen. Diesmal ließ die Antwort sogar nur eine Minute auf sich warten. Eine tolle Flanke von Spielertrainer Danko Boskovic erreichte innen Neuzugang Dominic Bach, der nicht zögerte und direkt und satt zum 2:2 Ausgleich einnetzte. Sekundengenau pfiff Schiri Ralf Jäger eine abwechslungsreiche erste Halbzeit ab und bat zum Kabinengang.

Foto: Der Siegtreffer für Hainfeld durch Norbert Kot

Die erneute Führung für die Hausherren gelang in der 58. Ben Reinhardt. Seinen Sturmlauf schloss er mit einem unglaublichen Heber aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 3:2 ab. Das schockte die Gäste doch sichtlich, aber sie erholten sich zügig und glichen in der 70. Minute per Sonntagsschuss von Mario Seckinger zum 3:3 aus.
Jetzt war es an dem VfL zurück zu schlagen – auch hier nur eine Minute später, in der 71. Zunächst scheiterte Max Müller am gut reagierenden Robin Henz. Der konnte die Kugel aber nicht festhalten und Norbert Kot staubte im Nachschuss das 4:3 ab.

Der Deidesheimer Schlussoffensive stemmte sich der grün-weiße Abwehrverbund vehement entgegen. Man ließ nur noch einen gefährlichen Abschluss von Boskovic zu, der vom guten Alexander Engel klasse entschärft wurde. Selber schaffte es die Stulin-Truppe nicht, den ein oder anderen Konter vernünftig zu Ende zu spielen. So blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg. In der 5. Minute der Nachspielzeit quittierte Max Müller die Ampelkarte. Das wirkte sich nicht mehr aus, denn kurz danach pfiff Jäger ab.

Foto: Die Gedenkminute vor dem Anpfiff galt dem Anfang August in den USA tödlich verunglückten Spieler des VfL Hainfeld, David Becker.

Foto: Trotz des ungemütlichen Wetters vor und während der 1. Halbzeit waren doch zahlreiche Zuschauer gekommen. Und sie mussten ihr Kommen nicht bereuen, sie sahen ein spannendes Spiel und in der 2. Halbzeit blieb es trocken.

Foto: Übrigens lief Hainfeld erstmals mit der Brust-Werbung des neuen Trikotsponsors auf – die Raterunde, um wen es sich handelt, ist eröffnet…
(Tipp: Deichmann ist es nicht)

Relegation: TSG Deidesheim – FSV Freimersheim

TSG Deidesheim – FSV Freimersheim 5:3 (2:2)

In einer dramatischen Partie vor über 900 Zuschauern und nach einem 0:2 Rückstand bezwang die TSG Deidesheim den FSV Freimersheim und steigt in die Bezirksliga auf.
Dazu herzlichen Glückwunsch.

Tore: 0:1 Denis Thomas (22.), 0:2 Denis Thomas (30.), 1:2 Rudolf Benkler (35.), 2:2 Rudolf Benkler (43.), 3:2 Marvin Ehrenpreis (51.), 4:2 Marvin Ehrenpreis (58.), 4:3 Dominik Stubenrauch (87.), 5:3 Marvin Ehrenpreis (90.)

Foto: Marvin Ehrenpreis erzielt das 4:2

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A-Klasse: TSV Lingenfeld – TSG Deidesheim

TSV Lingenfeld – TSG Deidesheim 1:1 (0:1)

Zuschauer: 200

Bericht: T.W.

Zum Meisterschaftsspiel der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt kam der Tabellenzweite aus Deidesheim mit drei Punkten Vorsprung auf die Gastgeber im Gepäck angereist. Die Vorzeichen waren klar. Die Gastgeber mussten unbedingt gewinnen, um es selbst in der Hand zu haben, den angestrebten Relegationsplatz zu erreichen.

Die Brisanz dieser Begegnung wurde bereits in der vierten Minute deutlich, als Grill ein böses taktisches Foul an Seckinger beging. Diese Grätsche von hinten wurde nur mit Gelb vom insgesamt gut leitenden Patrick Kunsmann bestraft. Hier wäre Rot durchaus angebracht gewesen. Lingenfeld wirkte nervös in der Anfangsphase und so übertrug sich diese Nervosität auf Torhüter Falk, der einen bösen Patzer beim Abwurf machte und so Lisson zu einer Doppelchance kam, jedoch beide Male an Falk scheiterte. In der 8. Minute beging Grill wieder ein unnötiges Foul und hatte sehr viel Glück auf dem Platz bleiben zu dürfen. In der 11. Minute legte sich der Lingenfelder Innenverteidiger Duttenhöfer den Ball zu weit vor und ging dann mit beiden gestreckten Füßen in den Gegner. Wieder traf es Seckinger und wieder gab es nur Gelb. Scheinbar erzielte die harte Gangart der Gastgeber jedoch Wirkung, denn nun übernahmen die Lingenfelder das Kommando. In der 13. Spielminute unterlief Lützel im Tor der Gäste ein Patzer, den aber Deimel mit seiner Rettungstat kurz vor der Torlinie ausbügeln konnte. In der 16. Minute war es Lützel, der eine Direktabnahme von Grill gerade noch zur Ecke abwehrte. Nur eine Minute später musste Lützel nochmals sein ganzes Können aufbieten, als ein abgefälschter Schuss von Misirli auf seinen Kasten kam. Nun konnte Deidesheim wieder mehr Spielanteile für sich gewinnen und hatte durch Speiger und Wageck zwei Torchancen in der 19. und 23. Minute. In der 25. Spielminute hätte Friedrichsen, nach der gefühlvollen Direktannahme der Gaschott-Flanke, den Gastgeber in Führung bringen können – der Abschluss ging knapp vorbei.

Dann die Gästeführung durch Ehrenpreis, der eine schöne Kombination über Seckinger und Schubing durch einen tollen Drehschuss mit links erfolgreich abschloss. Die TSG war nun in einer komfortablen Ausgangssituation. Der Schock war den Gastgebern definitiv anzumerken und die Gäste hätten zur Pause, nach prima Chancen von Ehrenpreis und Speiger durchaus höher führen können. Aber es ging mit der knappen Gästeführung zum Pausentee, und für die 2. Hälfte war Spannung garantiert.

Der erwartete Ansturm der Gastgeber blieb nach dem Anpfiff der 2. Halbzeit jedoch aus. Das lag aber sicherlich auch daran, dass Duttenhöfer in der 48. Minute die gelb-rote Karte sah. Wiederum war Seckinger das Opfer. Nun in Unterzahl das Spiel noch zu drehen war natürlich eine schwere Aufgabe. Erst in der 55. Spielminute gab es die Riesenchance für Patzelt, der aber am gut reagierenden Lützel scheiterte. Das war der Startschuss für die Gastgeber, die in Unterzahl plötzlich immer mehr Chancen kreierten und deutlich auf den Ausgleich drängten. Lechnauer verzog knapp über das Tor und Gaschott scheiterte einmal an Lützel und einmal an sich selbst, als er den Ball aus spitzem Winkel am Tor vorbeischoss. Hier wäre ein Querpass auf den am langen Pfosten völlig frei stehenden Lechnauer besser gewesen.

Erst in der 72. Minute konnten die Gäste mal wieder gefährlich kontern. Der eingewechselte Benkler setzte Ehrenpreis super in Szene. Dieser um kurvte Falk, schoss dann aber am leeren Tor vorbei. Aber kein Vorwurf an den 19-jährigen, der immer agil und lauffreudig war. Nun kam die letzte Szene für Seckinger, denn er wurde wieder von hinten „gefällt“ von Gaschott – was unverständlicherweise wieder nur die gelbe Karte nach sich zog. Danach musste Seckinger verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Eben jener Gaschott hatte dann in Minute 79 die Riesenchance zum Ausgleich, er drosch aber den Ball völlig frei vor Lützel übers Tor. Nur 2 Minuten später erzielte Lechnauer jedoch den Ausgleich. Aber es sei vorweg genommen, außer einer Chance für den eingewechselten Stefan Bonifart, die von der Innenverteidigung der Gäste gut entschärft wurde, kam von Lingenfeld nichts Gefährliches mehr. Im Gegenteil, Ehrenpreis und Benkler hätten auf der anderen Seite das 1:2 erzielen müssen. Beide hatten in der Schlussphase gute Konterchancen, scheiterten aber an Falk. So blieb es bei der nicht unverdienten Punkteteilung und die Entscheidung um Platz 2 wurde vertagt.

Stimmen

Benkler: „Es war das erwartete schwere Spiel. Meine Mannschaft hat sich gut gegen die Gastgeber gewehrt und Moral und Charakter gezeigt. Insgesamt waren wir von der Spielanlage her reifer und hätten das 0:2, bzw. 1:2 zum Schluss einfach machen müssen. Das haben wir versäumt und deshalb müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Unser Ziel war natürlich ein Sieg, aber das Minimalziel den Abstand zu Lingenfeld zu halten haben wir erreicht. Schade nur, dass die teilweise zu harte Gangart der Gastgeber nicht konsequenter geahndet wurde.
Egal wie die nächsten Spiele jetzt ausgehen, es waren definitiv drei tolle Jahre in Deidesheim. Wir klopfen an der Tür zur Bezirksliga an. Ich kann nur sagen, dass ich sehr stolz auf die Jungs bin und sie einen tollen Charakter haben. Diese Truppe hätte den Aufstieg verdient, denn was hier mit geringen Mitteln aufgestellt wurde ist aller Ehren wert. Aber es ist heute an der Zeit dem FC Lustadt zur Meisterschaft zu gratulieren. Wer am Ende einer solchen Saison vorne steht, hat es verdient, und sie waren aus meiner Sicht auch die beste Mannschaft. Somit herzlichen Glückwunsch nach Lustadt von meiner/unserer Seite aus.“

Helm: „Leider haben wir die 1. Halbzeit verpennt und sind zu spät, kurioserweise in Unterzahl, aufgewacht. Es war eine gerechte Punkteteilung. Trotz Unterzahl haben wir Moral bewiesen und mit etwas Glück hätten wir auch gewinnen können. Aber wir haben es nicht heute verspielt, wenn es nicht mehr zum 2. Platz reicht. Glückwunsch nach Lustadt, sie waren am konstantesten und sind deshalb verdient Meister geworden.“

Bildergalerie: ASV Harthausen – TSG Deidesheim

ASV Harthausen – TSG Deidesheim 1:2 (1:0)

Details vom bespielten Hartplatz waren durchaus sehenswert – bitte nicht zu ernst nehmen 🙂

Foto: Im Bereich der (noch nicht vorhandenen) Eckfahnen hatte man sich redlich Mühe gegeben, die Pfütze(n) zu beseitigen…

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Foto: Die frisch gebastelten Eckfahnen funktionierten einwandfrei

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Foto: Ein interessantes Projekt so ein Asche/Rasen-Hybridplatz…

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A-Klasse: FC Lustadt – TSG Deidesheim

FC Lustadt – TSG Deidesheim 2:3 (1:1)

Bericht und Fotos: T.W.

Heute zog es mich mal nach Lustadt und ich bereute es nicht. Das Spiel war nicht gerade auf höchstem A-Klasse Niveau, aber es war viel los.

Bereits in der 2. Spielminute hatte Radu nach guter Vorarbeit von Schneider die erste Einschussgelegenheit. In den ersten 30 Minuten fand der Gast gar nicht statt und Lustadt war klar überlegen. Folgerichtig erzielte Radu nach 21 Minuten per platziertem Flachschuss aus 18 Metern das 1:0. Keinen Vorwurf an den sehr guten Gästekeeper Gogel, er war schon einen Schritt nach rechts gegangen, da eigentlich alle mit einem Zuspiel von Radu auf den toll einlaufenden Wall rechneten.

Eben jener Wall bereitete in der 26., 28. und 31. Minute drei Mal hervorragend vor, aber die ersten beiden Assists vergab Hellmann und den dritten Schneider. Zwei Mal hatte Gogel super pariert. Auch in der 39. Minute parierte er einen Wall Freistoß sehr gut. Und wie es halt im Fußball manchmal so läuft, aus dem Nichts heraus gab es plötzlich einen Handelfmeter für Deidesheim. Dieser war durchaus umstritten und nicht die einzige Entscheidung von Schiedsrichter Freitag, die die Zuschauer anders sahen. Aber Schubing vergab den Elfer, da er nur den Pfosten traf. Dies war jedoch der Weckruf für die Gäste und nur 2 Minuten später erzielte Lisson nach einem tollen Konter den 1:1 Ausgleich.



In der letzten regulären Minute der 1. Halbzeit kam Dausch 5 Meter vorm Gästegehäuse frei zum Kopfball, zog die Kugel aber vorbei. Vier Minuten ließ Freitag nachspielen; das hätte er besser nicht getan, denn in der letzten Minute der Nachspielzeit ging er nach einem satten Schuss an den Kopf KO.

Nun war Halbzeit und der verletzte Michael Dambach analysierte den Spielverlauf richtig: „Die Chancenauswertung ist halt furchtbar. Wir müssten schon 3-4 zu Null führen und nun steht es 1:1.“

Die Geschichte der 2. Halbzeit ist schnell erzählt. Der Gästetrainer Rudolf Benkler wechselte sich selbst ein und plötzlich war Struktur im Spiel der Deisdeheimer. Schon in der 53. Minute fruchtete die Einwechslung. Benkler spielte einen tollen Ball auf Seckinger, der tankte sich schön auf rechts durch und seine Flanke fand 3 Meter vorm Tor wiederum Lisson, der zum 1:2 einnickte – an einem guten Tag hätte Theobald im Gehäuse der Lustadter vielleicht noch die Fingerspitzen an den Flankenball bekommen.

Sechs Minuten später marschierte Tobias Gleich nach wiederholtem Foulspiel mit gelb-rot vom Platz. Diese Überzahl nutzten die Gäste und nahmen nun das Heft des Handelns endgültig in die Hand. Geschickt wurden die Räume eng gemacht und schnell gekontert. So tauchte Marvin Ehrenpreis alleine vor Theobald auf, dieser parierte sehr gut mit dem Fuß.

Die Überzahl wurde in der 67. Minute wieder her geschenkt, denn Benaouda leistete sich eine total unnötige Grätsche und musste deshalb ebenfalls mit gelb-rot vom Platz. Wer nun dachte, die Gastgeber legen noch mal los, wurde bitter enttäuscht. In der 78. Spielminute entschied Benkler mit einem durchaus haltbaren Freistoß ins Torwarteck die Partie. Bis zur 90. Spielminute hatte Lustadt nicht eine einzige Torchance in Halbzeit 2.

Aber dann ging es noch mal rund. Nach guter Vorarbeit von Hellmann tauchte Markus Hajok alleine vorm Gästegehäuse auf und setzte aber völlig unbedrängt den Ball neben das Tor. Hajok war es vorbehalten in der 3. Minute der Nachspielzeit doch noch den 2:3 Anschlusstreffer zu erzielen. Kurz danach pfiff Schiri Freitag das Spiel ab und Deidesheim ging aufgrund der 2. Hälfte keinesfalls unverdient als Sieger vom Platz.

Interview mit dem Trainer der TSG Deidesheim, Rudolf Benkler.

Ihr Fazit zum Spiel?
Rudolf Benkler: „Ich bin heute sehr zufrieden. Mit unseren geringen Mitteln hier nach Lustadt zu fahren und bei einer durchaus ambitionierten Mannschaft zu gewinnen ist einfach toll. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen.“

Mal ehrlich, beim 1:3 haben Sie gesehen, dass der Torwart nicht optimal stand?
Benkler: „Ja, das habe ich gesehen. Und er sah den Ball auch zu spät denke ich, denn ich sah den Torwart auch nicht und dachte nur, die Ecke muss frei sein“.

Herr Benkler sie sind erst zur Halbzeit gekommen, haben dann aber gleich Struktur in ihr Spiel gebracht. Warum nicht von Beginn an?
Benkler: „Ich bin doch schon etwas älter jetzt und plage mich mit einer Entzündung im Fuß rum. Da ging nicht mehr. Aber ich bin froh, wenn ich der Mannschaft immer noch helfen kann.“

Fazit: Natürlich hätte Lustadt in der 1. Halbzeit das Spiel entscheiden können, aber wer so abbaut und in der 2. Spielhälfte gar nicht mehr gefährlich vors gegnerische Tor kommt, muss mit der Niederlage leben können. Was ein Spieler mit der Erfahrung eines Benkler noch reißen kann, war heute auch zu sehen. Ich wünsche beiden Mannschaften viel Erfolg und eine verletzungsfreie Runde.