A-Klasse: FC Phönix Bellheim – SV Hatzenbühl

FC Phönix Bellheim – SV Hatzenbühl 6:3 (2:1)

Bericht: phönixblauer – Phönix Bellheim

+++ Sixpack zum Auftakt der englischen Woche +++

Die knapp 200 Zuschauer sahen eine furiose Partie, in der die Phönixelf gegen niemals aufsteckende Gäste als verdienter Sieger vom Feld ging.

Nach dem Blitzstart durch Peter Kellerhals, der ein Zuspiel von Sören Glesius trotz Abseitsposition zum 1:0 nutzte (4.) und der ersten und für lange Zeit letzten Großchance für die Gäste, bei der der Ball nach einer Ecke knapp am Phönixtor vorbei strich, verpasste man es jedoch, die zahlreichen Torgelegenheiten in Zählbares umzumünzen.

Hussein El Dor scheiterte mit einem Seitfallzieher nach Kellerhalsecke an Jens Beideck, der per Kopf für den geschlagenen Marco Beideck klärte (17.). Der Torhüter blieb in Minute 22 gegen Moritz Reiching Sieger, der nach einem Konter aus dem Rückraum abgeschlossen hatte. Kurz darauf rollte der nächste Phönixkonter. Louis Kuntz zog gegen Beideck den Kürzeren, Adnan El Dor und Kellerhals trafen mit ihren Nachschüssen lediglich die Hatzenbühler Verteidigung (24.).

In der 37. Minute war die Abwehr durch einen bundesligatauglichen Pass von Reichling dann ausgehebelt und Kellerhals konnte aus spitzem Winkel hochverdient auf 2:0 für seine Farben stellen. Zuvor hatte Valentin Schwab auf der Gegenseite die Null für seine Mannschaft gehalten, als er eine 1-gegen-1-Situation für sich entschied.

Mit Erzielen des zweiten Treffers nahm man den Fuß etwas vom bis dahin über weite Strecken durchgetretenen Gaspedal, was die Gäste recht schnell zu bestrafen wussten. Ein Einwurf fand seinen Weg bis in den Strafraum und konnte nicht geklärt werden, Adrian Cebulla staubte zum Anschlusstreffer ab (42.). Die Ruhepause des Phönix überdauerte die Halbzeit und Jonas Petry erzielte 5 Minuten nach dem Seitenwechsel ohne große Gegenwehr den Ausgleich (50.).

Der Phönix, jetzt wieder wach, antwortete schnell. Kurz nachdem Referee Blendion Gavazi Nils Risser einen glasklaren Strafstoß verweigert hatte (52.), schloss Peter Kellerhals den nächsten Konter erfolgreich ab und brachte den Phönix wieder in Front (54.).

Im höheren Gang war die rote Offensive kaum zu bremsen und Louis Kuntz brachte nach der nächsten erstaunlichen Vorarbeit von Moritz Reichling, der seinen Kollegen per Hackentrick in die Gasse schickte, mit 4:2 auf die Siegerstraße (61.). Spätestens mit dem 5:2 in Minute 65. schien die Partie endgültig gelaufen. Der gerade eingewechselte Enrico Niederer eroberte einen Ball im Mittelfeld und setzte blitzschnell Adnan in Szene. Den uneigennützigen Querpass veredelte der ebenfalls eingewechselte Florian Wernecke.

Mit dem ohne große Gegenwehr erzielten 5:3 von Andreas Werling (72.) und den Erfahrungen aus der Phase nach dem eigenen zweiten Treffer bis zum Ausgleich kam nochmals etwas Unruhe ins Spiel des Phönix, die von den Gästen gewitterte Morgenluft erwies sich am Ende jedoch als zu dünn. Moritz Reichling mit seiner dritten Torvorlage und Flo Wernecke, der den Jokerdoppelpack schnürte, koproduzierten in Minute 90 den Schlussakkord einer unterhaltsamen Partie.

INFO bzgl. englischer Woche

Mittwoch, 18.10.2017, 19:30 Uhr, 5. Runde Kreispokal
FC Phönix Bellheim – SG Steinfeld/​Schweighofen/​Kapsweyer

Sonntag, 22.10.2017, 15:00 Uhr, A-Klasse Südpfalz
FC Bavaria Wörth – FC Phönix Bellheim

A-Klasse: FSV Freimersheim – SV Hatzenbühl

A-Klasse: FSV Freimersheim – SV Hatzenbühl 4:3 (1:0)

Bei Torwart Marco Beideck kann sich der SVH bedanken, dass die Partie nicht schon nach 45 Minuten mehr als deutlich entschieden war. Acht (!) gute bis hochkarätige Torchancen der Freimersheimer machte er zunichte. Gegen den satten Abschluss von Maximilian Becker in der 34. Minute zum 1:0 nach einer feinen Ballstafette quer über den Platz, war er allerdings machtlos. Mit der für die Spannung in der 2. Halbzeit günstigen knappen, aber angesichts der Einschussgelegenheiten viel zu niedrigen Führung für den FSV ging es in die Kabinen.

Foto: Maximilian Becker, nominell rechter Verteidiger, gelang das einzige Tor des ersten Durchgangs

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Danach begann das Match richtig und wurde dem Anspruch Spitzenspiel – Zweiter gegen Erster – gerecht. Hatzenbühl, das nur in den Anfangsminuten einen Torschuss zu verbuchen hatte, hatte gemerkt, dass man gegen Freimersheim dagegen halten muss und kann. Dennoch hätte es schnell, in der 48. Minute schon, Richtung Entscheidung gehen können, wenn Patrick Lindner den an Dennis Hartweck verursachten Foulelfmeter nicht an den Pfosten gesetzt hätte; ein 2:0 wäre sowas wie eine Vorentscheidung gewesen. Die gelang nicht, dafür fiel das Tor auf der anderen Seite. Manuel Weigel wusste den ihm gebotenen Freiraum zu nutzen und netzte aus 18m flach zum 1:1 Ausgleich ein.

Foto: 2:1 durch Denis Thomas nach Vorarbeit und Vorlage von Dennis Hartweck

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Foto: Abschluss von Denis Thomas zum 4:2

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Lange währte die Freude der Gäste nicht, 3 Minuten später (57.) legte Hartweck vor und Denis Thomas vollendete zum 2:1. Das wiederum hatte nur 2 Minuten Bestand; in der 59. gelang David Cebulla mit einem wunderschönen Schlenzer von links in den rechten Winkel der erneute Ausgleich, 2:2. Aber auch das war nach 2 weiteren Minuten schon wieder Geschichte. Denis Thomas ballerte einen Freistoß an der Mauer vorbei direkt ins Netz, 3:2 in der 61. Minute.
Obwohl die Kugel im Torwarteck landete, kann man SVH-Torwart Beideck keinen Vorwurf machen; er wusste um die Schussqualitäten von Thomas und versuchte auch einen Teil seines Gehäuses hinter der Fünfmannmauer mit abzudecken. Das war halt, ähnlich wie bei einem Elfer, eine fifty-fifty Entscheidung, und ging diesmal schief. Im Anschluss vereitelte er wieder zwei fast sichere Einschläge…

Foto: Ergebniskosmetik per Strafstoß in der 96. Minute

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In der 90. Minute, Hatzenbühl hatte verständlicherweise aufgemacht, führte ein Konter Freimersheims, zelebriert vom nun dreifachen Torschützen Denis Thomas, zum 4:2. DAS war die Entscheidung. Der 4:3 Anschlusstreffer per Foulelfmeter kam zu spät, nämlich in der 96. Minute – kurz danach pfiff Rolf Göttel ab.

Durch dieses und die anderen Ergebnisse rückt die Spitzengruppe noch enger zusammen. Sechs Vereine sind nur durch 2 Punkte getrennt – mit dem neuen Spitzenreiter FSV Freimersheim.

Tabelle

Kreispokal: SV Hatzenbühl – VfR Sondernheim

Kreispokal: SV Hatzenbühl – VfR Sondernheim 3:4 (1:2)

Die Sensation ist perfekt…

In einer dramatischen Pokalschlacht setzte sich der B-Klasse-Tabellenführer VfR Sondernheim gegen den favorisierten A-Klasse-Vertreter SV Hatzenbühl durch, der als Aufsteiger einen tollen Rundenstart hinlegte und auf einem vorzüglichen zweiten Platz in der aktuellen Tabelle steht – noch vor dem Ligafavoriten FSV Freimersheim!
Und mit dem Willen zuhause zu siegen und in die nächste Runde einzuziehen, legte der SVH entsprechend los und hatte in der 6. Minute einen gefährlichen 16m-Flachschuss zu verbuchen, den VfR-Keeper Jens Kuhn mit etwas Mühe um den Pfosten zur Ecke klären konnte. Der Pfosten stand auch in der nächsten Szene im Mittelpunkt, aber auf der anderen Seite. In der 11. Minute setzte Sergej Lutz einen Freistoß aus 22m an den Innenpfosten und von dort sprang die Kugel zur 1:0 Führung für die Gäste ins Netz. Keine Chance zur Reaktion für Torwart Marco Beideck.

Foto: Freistoß Sergej Lutz – Innenpfosten – Tor – 0:1

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Mit dem 2:0 von Denis Bengs aus der 18. Minute konnte man schon erahnen, dass heute eine Überraschung möglich sein könnte. Hatzenbühl leistete sich in der eigenen Hälfte einen Ballverlust, Sergej Lutz legte Bengs vor und der hatte keine Mühe das Tor zu treffen.
Einen „Hoffnungsschimmer“ gab es in der 25. Minute, als Adrian Cebulla einen Eckball von Manuel Weigel zum 1:2 Anschlusstreffer einköpfen konnte. Zuvor schon hatten sich die Stürmer von Spielertrainer Matthias Orso 2-3 sehr gute Torchancen erarbeitet, scheiterten aber hauptsächlich an der vielbeinigen und konzentrierten VfR-Defensivabteilung.
Vor 120 Zuschauern ging es mit dem Rückstand für den Favoriten in die Pause.

Foto: Adrian Cebulla steigt hoch zum Kopfball – nur noch 1:2

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Nach Wiederanpfiff schien sich das Blatt schnell zu wenden. In der 49. konnte Felix Müller eine gute Flanke von Mirco Jungherr per Kopf zum 2:2 Ausgleich nutzen. „Korrigiert“ wurde das in der 53. als Denis Bengs nach einem Freistoß von außen ebenfalls per Kopf zur Stelle war und zur erneuten Führung einnetzte, 2:3. Mit dem 2:4 in der 66. schien der Käse gegessen, zumal das Tor ein recht deprimierendes und unnötiges war. SV-Torwart Beideck hatte den Ball eigentlich schon in Händen, ließ ihn an der 16er Kante fallen und Alexander Linder reagierte schnell, nahm die Kugel auf und schob locker ein.
Toll, dass sich Hatzenbühl dennoch nicht aufgab und nochmal alles in die Waagschale warf, um ein Ausscheiden zu vermeiden. Belohnt wurden die Gastgeber in der 80. mit dem 3:4 Anschluss, Ricardo Fonseca-Santos war aus 10m erfolgreich. Ein paar Minuten vorher hatte Adrian Cebulla weniger Glück, als er aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf.

Foto: Denis Bengs köpft Sondernheim wieder in Front, 3:2 in der 53. Minute

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Die restlichen 10 Minuten überstand Sondernheim mit Glück und Geschick, auch weil die Defensive durch entsprechende Wechsel und Umstellungen gestärkt wurde. Hatzenbühl fehlte dann zum Ende hin etwas die Kraft und Konzentration entscheidend nachzulegen. Kurios die gefühlt ewig lange Ansprache von Schiedsrichter Bernd Forstner an Denis Bengs (siehe vorletztes Foto der Galerie), fast direkt im Anschluss an diese pfiff er die Partie ab.
Eine intensive, abwechslungsreiche und extrem unterhaltsame Pokalschlacht ging mit dem nicht unverdienten Sieg des „Underdogs“ zu Ende.