Doublesieger FV Dudenhofen

Endspiel Kreispokal Rhein-Mittelhaardt: FC Lustadt – FV Dudenhofen 1:3 (1:1)

Nach der Meisterschaft in der Landesliga holte sich die Mannschaft von Trainer Branko Ivanovic auch den Pokalsieg.
In einer spannenden Hitzeschlacht wurde der auf Augenhöhe spielende FC Lustadt bezwungen.

Der Kreisvorsitzende Klaus Karl: “Das war ein gutes und lange Zeit sehr spannendes Endspiel mit dem FV als verdienten Sieger. Respekt vor beiden Teams, die bei den tropischen Temperaturen 90 Minuten ein hohes Tempo gingen.”

Die Kreisfrauenwartin Dana Burkhardt überreichte den Pokal an die Schwarz-Gelben, betonte aber, dass es bei dieser Partie keinen Verlierer gäbe, sondern einen ersten und einen zweiten Sieger. In der Tat konnte auch der “Vize-Pokalsieger” mit seinen Trainern Maximilian Roida und Jonathan Braun zufrieden und stolz sein. Hatte man doch dem hohen Favoriten Paroli geboten und war dem Meister ein ebenbürtiger Gegner.

In der 3. Minute schon nutzte Annika Antonaci den ihr gewährten Freiraum zum 0:1. Aus 18m traf sie in den Winkel. Lustadt ließ sich vom Rückstand nicht beirren und hatte in der 32. die große Chance zum Ausgleich, aber Caroline Sands Abnahme aus 14m klatschte nur auf die Latte. Vielleicht so etwas wie eine frühe Vorentscheidung verpasste Tabea Dietrich in der 40. Minute, als sie aus kurzer Distanz unbedrängt die Hereingabe über den Querbalken köpfte; das hätte das 0:2 sein können, wenn nicht müssen. Dennoch war der Ausgleich in der 45. Minute für Lustadt aufgrund des couragierten Auftretens hochverdient. Nach einem Eckball war Caroline Sand zur Stelle und netzte vor dem direkt danach anstehenden Kabinengang, dem berühmten psychologisch wichtigen Zeitpunkt, zum 1:1 ein.

Auch in der 2. Halbzeit war es ein offenes Spiel mit guten Aktionen und Torraumszenen auf beiden Seiten. Die erneute Führung für die “Gäste” besorgte Selina Liotta in der 63. Minute. Aus 20m zog sie flach ab und traf platziert und somit unhaltbar neben den Pfosten zum 1:2. Ein wenig bitter für den FC, dass die Entscheidung in der Partie durch ein Eigentor zustande kam. Nach einem Dudenhofener Eckball stieg Unglücksräbin Sand hoch und überköpfte ihre eigene Torhüterin zum 1:3 in der 78. Minute.

Diesem scheinbar uneinholbaren Zweitore-Rückstand rannte Lustadt in der Schlussphase hinterher. Wäre bei den beiden guten Chancen in der 80. und 81. ein Treffer gelungen, wer weiß…
Aber so wurde die Zeit für die Blauen immer knapper und trotz 4 Minuten Nachspielzeit brachte der FVD den Sieg letztendlich sicher über die Runden.

Glückwunsch an den Pokalsieger aus Dudenhofen.
Aber dieser Glückwunsch geht auch an den FC Lustadt für die gezeigte Leistung.

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FSV Offenbach

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FSV Offenbach 5:0 (1:0)

Zuschauer: 115

Foto: Dennis Mandery kann hier gegen Christopher Koch abwehren; an den nicht konsequent geklärten Ball kommt Tolga Barin dran und erzielt das frühe 1:0

Der Tabellenführer war zu stark für die Gäste. Nach einem “respektablen” Rückstand zur Pause mit nur einem Tor von Tolga Barin, kam es in der 2. Halbzeit mit weiteren 4 Treffern knüppeldick.

Tore: 1:0 Tolga Barin (15.), 2:0 Julian Scharfenberger (51.), 3:0 Mathias Falk (57.), 4:0 Kevin Hoffmann (62., FE), 5:0 Christopher Koch (72.)

Wie außerhalb der Bande zu vernehmen war, soll die zumindest in diesem Spiel quasi nicht existente Offenbacher Sturmabteilung kommende Saison mit Christian Stamer, derzeit noch Spielertrainer beim VfB Hochstadt, verstärkt werden.

Trainerstimmen und -analysen nach dem Spiel

Weitere Statements der Trainer
(Anmerkung: Mombach verlor sein Spiel und punktete nicht)

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FC Speyer

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FC Speyer 1:1 (0:0)

Ein kurioses Tor und ein schönes, sowie die imposante Kulisse von 1058 Zuschauern.
War da sonst noch was? Ja, ein bisschen was. Gleich in der Anfangsphase hatte Marvin Sprengling einen Abschluss, der von Marcel Johann pariert wurde. In der 10. Minute landete ein verunglückter Speyerer Befreiungsschlag vor den Füßen von Rami Zein, der abzog und aus der Distanz nicht so arg weit verzog. Nicht sehr ereignisreich und torlos endete die 1. Halbzeit.

Foto: Marcel Johann muss nicht zurück schauen, um bescheid zu wissen – der Ball ist im Netz

In der 63. Minute schlug Sanel Catovic die Kugel aus 30m einfach mal hoch in den Dudenhofener 16er. Marcel Johann verschätzte sich und ermöglichte so zur Überraschung aller den Einschlag zum 0:1. In der 80. traf der eingewechselte Mathias Falk mit einem schönen Drehschuss in den Winkel zum hochverdienten 1:1 Ausgleich.

Fazit: Die Punkteteilung geht in Ordnung. Den Sieg hatte, angesichts der biederen Gesamtperformance ohne viele Torchancen, keiner der Kontrahenten verdient. Speyer hatte die etwas bessere Spielanlage, Dudenhofen die etwas bessere Präsenz. Es war sicherlich kein schlechtes Derby – zeitweise war es sogar ein wenig spannend -, aber zu Begeisterungsstürmen hingerissen sahen sich die gut 1000 Zuschauer auch nicht.

Verbandsliga: FSV Offenbach – FV Dudenhofen

Verbandsliga: FSV Offenbach – FV Dudenhofen 0:2 (0:0)

Eine Überraschung (Remis) war drin – die Sensation (Sieg) nur theoretischer Natur. Am Ende war es die erwartete Niederlage des Tabellenletzten gegen den höchst favorisierten Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter, den FV Dudenhofen.

Ein Punktgewinn, das wäre die angesprochene Überraschung gewesen, war im Bereich des möglichen. 70 Minuten hielt das Abwehrbollwerk gegen die zumeist untauglichen Angriffe der Gäste. Bis dahin wurde von den FSV`lern fehlerfrei verteidigt. Nach Meinung des Schiedsrichters mit einer Ausnahme; in der 29. fiel Julian Scharfenberger im Zweikampf mit Daniel Evrard geschickt im Strafraum, was den Unparteiischen veranlasste auf den berühmten Punkt zu zeigen.
Scharfenberger trat an und scheiterte mit einem schwachen Schuss an Dennis Mandery, der abwehren konnte und auch den Nachschuss vom Schützen parierte.

Foto: Dennis Mandery wehrte den Strafstoß ab und auch den (gefährlicheren) Nachschuss

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Der fast schon obligatorische Offenbacher Defensivfehler ermöglichte Dudenhofen die Führung zu einem Zeitpunkt als es ganz sachte Richtung Punkteteilung zu gehen schien. Franz Inser rutschte beim Abwehrversuch die Kugel über die Stiefelspitze und Tolga Barin war zur Stelle und drosch das Ding unhaltbar ins Netz. Realistisch betrachtet war mit dem 0:1 das Spiel schon entschieden. Die Offenbacher bemühte sich zwar in der Folge um Offensivaktionen; wirklich gefährlich war das alles nicht.
Im ganzen Spiel eine, mit gutem Willen zwei Torchancen, das ist einfach zu wenig – so kann man keinen Gegner ernsthaft unter Druck setzen, eine Spitzenmannschaft wie Dudenhofen schon gar nicht.

Vermeidbar und haltbar schien das 0:2 in der 88. Minute. Einen Eckball köpfte Kevin Schall als Bogenlampe mittig unter die Latte. Egal, verloren war das Spiel so oder so.

Foto: Christopher Koch blieb zwar eigenen ohne Treffer, war aber stets in Bewegung und beschäftigte zumeist zwei oder sogar drei gegnerische Verteidiger – ein gutes Spiel von ihm

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Der FSV Offenbach hatte die richtige Taktik gewählt; körperlich möglichst intensiv dagegen halten und spielerisch den überlegenen Gegner beschäftigen. Das klappte gut, aber leider scheint es nicht möglich, dass die junge Truppe das 90 Minuten durchhält.
Man darf gespannt sein, was dem neuen Trainer, Thomas Wünstel, dazu einfällt, denn verloren ist für den FSV in der Liga noch gar nichts. Der Tabellenkeller ist noch sehr eng zusammen, mit 2 Siegen ist man im Idealfall schon wieder nahe am rettenden Ufer.

Dudenhofen hat gegen einen unangenehmen Gegner gezeigt, dass man gewillt ist, weiter auf der Erfolgswelle zu reiten. Mit unglaublicher Moral und unfassbarer Geduld und einem Willen, der meisterschaftswürdig ist, erarbeitete und erkämpfte man sich den erwarteten Auswärtsdreier. In dieser Verfassung kann in der Tat nur die Meisterschaft und der Aufstieg in die Oberliga das Ziel sein – alles andere wäre wohl die größte Enttäuschung in der Vereinsgeschichte.

Am Spielfeldrand wurde bekannt, dass sich Andreas “Andi” Lange im Training schwer verletzt hat und, nachdem er grade wieder fit geworden war, länger ausfällt.
Andi, gute Besserung! Hoffentlich sieht man dich bald wieder auf dem Platz!

Verbandsliga: FV Dudenhofen – ASV Fußgönheim

Verbandsliga: FV Dudenhofen – ASV Fußgönheim 1:0 (0:0)

Zuschauer: 280

Bericht und Videos: T.W.

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Zum Spitzenspiel der Verbandsliga Südwest waren die Fußgönheimer (22 Punkte/Platz 2) in Dudenhofen (21/3) zu Gast. Die Hausherren dominierten von Beginn an die Begegnung und hatten in Minute 13 die erste große Gelegenheit zur Führung. Soleiman Rostamzada steckte den Ball schön zu Julian Scharfenberger durch. Dieser setzte sich zielstrebig im 1gegen1 durch und passte quer auf Mario Schädler. Schädler leitete den Ball per Picke weiter, aber Christopher Koch kam nicht mehr kontrolliert an die Kugel und verzog um 5 Meter.

Fußgönheim konnte erst in der 20. Minute seine erste Torchance kreieren. Steffen Euler schickte Alexander Werner auf die Reise. Werner sah den besser postierten Talha Demirhan und legte quer, doch Demirhan traf aus 10 Metern das Tor nicht.

Nun begann die beste Phase der Gastgeber. In Minute 25 führte Daniel Eppel einen Freistoß blitzschnell aus und erwischte Fußgönheim im Tiefschlaf. Einzig Mathias Falk war in Bewegung und nahm den klugen Pass auf. Er lief alleine auf Kevin Knödler zu und schob den Ball schön an diesem vorbei. Die Kugel traf jedoch nur den Pfosten und es blieb beim 0:0.

4 Minuten später setzte Koch den mitgelaufenen Eppel ein, doch sein Schuss wurde von Knödler gehalten. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Fußgönheims Marco Sorg die Gästeführung auf dem Fuß. Er lief alleine auf Marcel Johann zu und zog den Ball auf das lange Eck, verfehlte jedoch das Gehäuse knapp. Torlos ging es in die Pause.

Im 2. Durchgang das gleiche Bild. Dudenhofen überlegen und durchaus mit guten Einschussgelegenheiten. Nach einem Freistoßtrick war Scharfenberger im 16er frei, sein Schuss aber zu harmlos. Auch Koch hätte nach einem guten Diagonalball von Rostamzada treffen können. Aber es dauerte bis zur 70. Minute, ehe Eppel seine Farben erlöste. Scharfenberger legte quer, Eppel nahm die Kugel an und drosch sie in die Maschen, 1:0.

7 Minuten später schwächten sich die Gäste selbst. Euler bekam nach einem dummen Foul die Gelb-Rote Karte. Somit musste die Aufholjagd in Unterzahl geschehen und das war gegen die Dudenhofener sehr schwer. Lediglich in der 82. Minute bei einem direkten Freistoß durch Nikolas Matios musste Johann eingreifen; dies tat er bravourös.

In der 3. Minute der Nachspielzeit fiel Kelly Botha im 16er der Dudenhofener der Ball vor die Füße, sein Abschlussversuch wurde geblockt. Damit war der Heimsieg und die daraus resultierende Tabellenführung für Dudenhofen perfekt.

Daniel Eppel (FV Dudenhofen)


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Pressekonferenz

Verbandspokal: SV Rülzheim – FV Dudenhofen

Verbandspokal: SV Rülzheim – FV Dudenhofen 0:3 (0:0)

Vereinfacht auf den Punkt gebracht: Rülzheim macht das Spiel, Dudenhofen die Tore

Tore: 0:1 Marius Wittemann (66.), 0:2 Christopher Koch (71.), 0:3 Christopher Koch (82.)

Der SVR hatte die Feldhoheit, tat sich aber schwer mit dem kreieren von Torchancen. Ein großes Manko war das Fehlen eines echten Mittelstürmers. Paul Stock war verletzt und gar nicht einsatzfähig, sein Bruder Moritz, ebenfalls angeschlagen und nicht voll einsatzfähig, kam in der 57. Minute für Gökhan Istanbullu ins Spiel und konnte dann aber keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Am ehesten gefährlich waren die Gastgeber noch mit Standards in Form von Freistößen und bei Eckbällen. Oder bei ganz wenigen Distanzschüssen, wie dem von Neuzugang Dominik Werling in der 60. Minute, als der Ball aus 24m abgefeuert mit hoher Geschwindigkeit nur knapp über den Balken rauschte.

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Dudenhofen verlegte sich aufs Abwarten und gelegentliches Kontern. In der 66. nutzte Marius Wittemann die Tatsache, dass er nach einer Ecke am langen Pfosten alleine gelassen wurde und nickte unbedrängt zum 0:1 ein. Nun musste Rülzheim noch etwas mehr aufmachen und eröffnete den Gästen Kontermöglichkeiten, die zu den beiden weiteren Toren führten.
Zunächst, in der 71. Minute, sprintete Julian Scharfenberger rechts Richtung gegnerischen Strafraum und fand im richtigen Moment innen Christopher Koch, der zum 0:2 vollstreckte.
Etwas mehr als 10 Minuten später (82.) wagte Koch einen kompletten Alleingang, setzte sich klasse durch, machte einen Schlenker und schlenzte ein zum 0:3. Damit war der Einzug in die 4. Runde natürlich geritzt.
Eine leicht überzogene gelb-rote Karte quittierte Max Brechtel in der 89. Minute. Exakt nach 90. Minute beendete Schiri Adrian Kokott die faire Pokalpartie.

In der Halbzeitpause wurden die Paarungen der 4. Runde ausgelost

SG Alszental – FK Pirmasens
RWO Alzey – SC Hauenstein
TuS Rüssingen – VfB Bodenheim
Phönix Schifferstadt – SG Rieschweiler
VfR Kirn – FV Dudenhofen
Karadeniz Bad Kreuznach – SV Gonsenheim
Hassia Bingen – TSG Pfeddersheim
Viktoria Herxheim – SV Herschberg
SV Mackenbach – Alemannia Waldalgesheim
TSG Jockgrim – VfR Kandel
SV Rodenbach – Eintracht Bad Kreuznach
VfR Grünstadt – SV Morlautern
SC Idar-Oberstein – Wormatia Worms
FC Speyer – TuS Mechtersheim
SV Nanz-Dietschweiler – TSV Schott Mainz
ASV Fußgönheim – Arminia Ludwigshafen

Nachbetrachtender Kommentar: FC Speyer – FV Dudenhofen

Das Derby FC Speyer vs FV Dudenhofen in der Nachbetrachtung der etwas anderen Art
von Thomas Wünstel

Die Fakten wurden alle schon erläutert, Großchancen genannt und das 1:2 und somit der Derbysieg der Gäste bleibt für immer in den “Geschichtsbüchern” verewigt. Aber ich will mit diesem Bericht mal meine ganz subjektiven Eindrücke dieses Derbys hier wiedergeben.

Ich finde dieses Spiel war ein Spiegelbild des modernen Fußballs, in all seinen Facetten. Während danach viele von “defensiv ausgerichteten Teams”, “wenig klaren Torchancen” und auch einige von einem eher “mittelmäßigen Spiel” sprachen, bin ich da ganz anderer Meinung.

Ich habe ein absolut leidenschaftlich geführtes Spiel gesehen, bei dem um jeden Zentimeter des Platzes gekämpft wurde. Von Minute 1 (Weitschuss von Koch knapp daneben) bis zum Abpfiff warfen beide Teams alles in die Waagschale und ackerten bis zur totalen Erschöpfung. Wirklich alle Zweikämpfe wurden mit Hingabe und absolutem Willen geführt.

Erstaunlich auch, wie die beiden Teams die taktischen Vorgaben ihrer Trainer bedingungslos umsetzten und nach Ballverlusten immer wieder in ihr taktisches Konzept zurückeilten. Selten habe ich zwei Mannschaften gesehen, die so bedingungslos versuchten ihre Vorgaben umzusetzen.

Bezeichnend nach dem Schlusspfiff, die pure und ehrliche Freude und das Strahlen in den Augen der Sieger auf der einen Seite und aber auch die totale Enttäuschung, die Traurigkeit und auch der Schmerz auf der Verliererseite. Und spätestens da muss es jedem anwesenden eigentlich klar geworden sein: DAS WAR FÜR BEIDE TEAMS KEIN GEWÖHNLICHES FUSSBALLSPIEL.

Und ich möchte mich auch explizit bei BEIDEN Teams für dieses intensive Spiel bedanken. Gerade unter den Rahmenbedingungen ist es nicht einfach, so zu funktionieren. Sei es die große Kulisse (1010 Zuschauer hat man nicht alle Tage), die etwas beschwerlichen Lichtverhältnisse (das Flutlicht dürfte den Platz aus meiner Sicht ruhig etwas heller ausleuchten). Solche Faktoren haben schon viele Spieler gehemmt, bzw. ein Team gelähmt. Dies war in diesem Derby nicht der Fall. Auch Sprüche wie “das darf doch in der Verbandsliga nicht passieren” (nach dem 1:1 Ausgleich und der vorherigen Patzer der Gäste) finde ich nicht richtig. Ganz im Gegenteil, genau solche Fehler führen halt zum Salz in der Suppe, und die Tore sind doch nun mal die Würze dieses Sports.

Keine Maschinen rattern hier ein Spiel ab, sondern Menschen. Und egal in welcher Klasse, egal welche Qualität ein Spieler hat, Fehler passieren und das ist gut so. Paradoxerweise werden genau die Spiele, in denen eben jene Fehler nicht passieren, als “langweilig” bezeichnet. Siehe viele Spitzenspiele, in denen beide Teams defensiv funktionieren und die torlos enden.

Aber genau deshalb fand ich auch dieses Derby so unterhaltsam. Beide Mannschaften hatten den absoluten Willen und die richtige Einstellung zu diesem Spiel gefunden. Und am Ende des Tages entscheiden dann lediglich Feinheiten über den Ausgang. Und diese Feinheiten sprachen diesmal für die Gäste. Ein Fehler mehr auf Speyerer Seite – Torhüter außerhalb des Strafraums und Foulelfmeter verursacht und gegenüber einmal Blackout vor dem Ausgleich. Dazu kommt noch die schwache Standardausführung der Gastgeber an diesem Abend (wohl das einzige, was man ihnen wirklich negativ ankreiden kann) und fertig ist der Auswärtssieg.

Sehr sympathisch auch die Gewinner, die nach dem Spiel alle natürlich überglücklich sind, aber alle in ihrem Fazit dem Gegner Respekt zollen und diesen Sieg richtig einschätzen. Und nun noch ein Wort zu den beiden Trainern. Beide sind in dieser Region natürlich schon Größen im Trainergeschäft. Ja, Ralf Gimmy wohl schon eine Legende. Und beide haben gestern absolute Größe gezeigt. Sachlich und fachlich das Spiel analysiert, nicht die einzelnen Situationen “hochsterilisiert” – da hätten andere, als Verlierer schnell den Schiedsrichter als Schuldigen ausgemacht – sondern jeweils auch die Leistung des Gegners anerkannt.
So muss es sein und nur so kann man eine Gemeinschaft junger Menschen führen und Werte vermitteln.

Gerne dürft ihr mir eure Meinung zu diesem Bericht zukommen lassen.
Euer Thomas Wünstel

Verbandsliga: FV Dudenhofen – LSC

Verbandsliga: FV Dudenhofen – LSC 4:1 (4:1)

Zuschauer: 96

“Sagenhafte” 96 Zaungäste bekamen in der 1. Halbzeit die Rosinen, in Form von 5 Toren serviert, in der zweiten war Junker Schmalhans der Küchenmeister.

Guter Beginn, in der 7. Minute köpfte Kevin Hoffmann einen von Christopher Koch herein gebrachten Freistoß vehement in die Maschen, 1:0. Spannung schien aufzukommen als der LSC in der 13. Minute zurück schlug und zum 1:1 ausglich. Nach einem Eckball war am kurzen Pfosten Erik Rehhäußer mit dem Kopf zur Stelle und netzte ein.
Die schöne, erneute Führung gelang Julian Scharfenberger in der 23. als er von rechts abzog und die Kugel unhaltbar ins kurz Eck ballerte. In der 34. prüfte Dudenhofen mit Schuss und Nachschuss gleich zweimal denselben Pfosten und musste dann bis zur 40. Minute warten, ehe die Spannung, wer hier und heute als Sieger vom Platz gehen würde, entschwunden war. Von Mathias Falk per Steilpass auf die Reise geschickt, eilte Scharfenberger Richtung LSC-Gehäuse und ließ Tobias Grätz keine Chance. Das 3:1 war mindestens die Vorentscheidung. Die “echte” Entscheidung war auch noch vor der Pause angesagt, als Marius Schafhaupt quasi mit dem Halbzeitpfiff auf 4:1 erhöhte.

Foto: Möglichkeit für Christopher Koch etwa Mitte der 2. Halbzeit; er blieb an Keeper Tobias Grätz hängen

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Tja, so schlecht spielten die Gäste eigentlich gar nicht, aber hinten waren sie offen wie ein Scheunentor – das war ihr Verhängnis. Da sie das in der 2. Halbzeit besser machten und Dudenhofen sowieso nicht mehr volle Pulle agierte und zudem zwei dennoch vorhandene gute Torchancen vergab, blieben die zweiten 45 Minuten torlos.

Verbandsliga: FSV Offenbach – FV Dudenhofen

FSV Offenbach – FV Dudenhofen 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Dominic Himmighöfer (48.), 0:2 Marius Schafhaupt (58.), 0:3 Dominic Himmighöfer (67.)
Zuschauer: 320

Das war heute keine gute Leistung von Offenbach. Die Darbietung des FV Dudenhofen war auch nicht berauschend, reichte aber für einen klaren und verdienten 3:0 Sieg. Damit ist der FSV Offenbach auf dem drittletzten Tabellenplatz festgenagelt. Man kann nicht mehr aufschließen zu Kandel und Zeiskam, könnte, allerdings nur theoretisch, jedoch noch vom LSC ein- bzw. überholt werden. Zwei Punkte werden noch benötigt (oder halt entsprechende Punktverluste des LSC), damit die Hoffnung, dass es nur zwei Absteiger gibt, Sinn macht.

Foto: Daniel Evrard, Marius Schafhaupt, der Schütze des 0:2, und Dominic Bach im Sprintduell

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