Landesliga: FSV Offenbach – TSV Gau-Odernheim

Landesliga: FSV Offenbach – TSV Gau-Odernheim 3:0 (1:0)

Chance genutzt – gegen eine angeblich personell geschwächte Gästemannschaft gelang Offenbach ein wichtiger Sieg. Mit diesem Dreier hat man den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt, auch wenn der Abstand zu den Abstiegsplätzen dennoch recht klein ist.

Gut, ganz so spielerisch stark wie z.B. in Rülzheim trat Gau-Odernheim tatsächlich nicht auf, aber die Mannschaft von Trainer Christoph Hartmüller war dennoch ein guter, nicht zu unterschätzender Gegner. Umso bemerkenswerter, dass es Offenbach gelang, diesen mit engagierter Spielweise weitgehend in Schach zu halten. Garant für ein verdientes „zu Null“ war Daniel Evrard, der ins Abwehrzentrum gerückt war, alles abräumte und speziell bei hohen Bällen immer Sieger blieb. Die eine echte Gau-Odernheimer Chance, die die FSV-Abwehr zuließ, bereinigte Dennis Mandery mit einer tollen Reaktion. Immerhin hätte das in der 89. Minute der 1:1 Ausgleich sein können. Der gelang nicht und Offenbach konterte die Gäste in der Nachspielzeit zweimal aus und erhöhte letztlich auf 3:0.

Extrem wichtig war es für Offenbach, nicht in Rückstand zu geraten sondern selbst in Führung zu gehen, was in der 12. Minute gelang. Ausgehend von Evrard, der links außen Sven Glaser fand, der wiederum im Zusammenspiel mit Tim Lechnauer den Angriff auf der Außenbahn inszenierte, konnte Tim Hörner die abschließende Hereingabe leicht verwerten.
Anm.: Der Schiedsrichter hatte als Schützen Jakob Born ausgemacht – wird noch geklärt.

Vor und nach der Führung hatte Christian Stamer zwei Chancen, die er nicht nutzen konnte. Leider hatte er keine weitere Gelegenheit sich auszuzeichnen, da er mit muskulären Problemen früh raus musste. Für ihn kam Luca Felix, der später noch eine Rolle spielen sollte.

Foto: Man of the Match, Daniel Evrard nach dem abschließenden 3:0

In der weiteren Spielzeit und vor allem in der 2. Hälfte mühte sich Gau-Odernheim um den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der gut stehenden und fehlerfrei agierenden Offenbacher Abwehrformation. Mit der Einwechslung von Alexander Mellein nach einer guten Stunde kam auch wieder Schwung in die Offensivbemühungen Offenbachs. So traf eben dieser Mellein in der 68. nach einem Konter nur das Lattenkreuz.

Die ganz späte Schlussphase hatte es dann nochmal in sich. Zunächst quittierte Raul-Pavel Marincau in der 87. eine rote Karte; vermutlich wegen Schiedsrichterbeleidigung. Dann wäre dem TSV, wie oben schon geschildert, fast der Ausgleich gelungen. Um den zu erreichen hatten die Gäste komplett aufgemacht und wurden eiskalt ausgekontert. Das vermeintliche 2:0 in der 90. nahm Schiri Marc Menches nach heftigen Protesten der Gästespieler zurück.
Was war passiert? Bei dem Offenbacher Konter kam Gau-Odernheims Torwart nicht schnell genug zurück, so dass zwei Offenbacher sich lediglich einem Verteidiger gegenüber sahen. Den hinter diesem Gegenspieler nach vorne gespielten Pass nahm Mellein auf und netzte ein. Nach einem kurzen Klärungsgespräch musste auf Abseits entschieden werden.

War nicht schlimm, denn nur eine Minute später hatte ein fast identischer Konter Erfolg, diesmal ohne Abseitsstellung. Luca Felix war der glückliche Abschließende, 2:0. In der 93. krönte Evrard vor 120 Zuschauern seine Leistung mit dem 3:0.


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