Kreispokal: SV Hatzenbühl – VfR Sondernheim

Kreispokal: SV Hatzenbühl – VfR Sondernheim 3:4 (1:2)

Die Sensation ist perfekt…

In einer dramatischen Pokalschlacht setzte sich der B-Klasse-Tabellenführer VfR Sondernheim gegen den favorisierten A-Klasse-Vertreter SV Hatzenbühl durch, der als Aufsteiger einen tollen Rundenstart hinlegte und auf einem vorzüglichen zweiten Platz in der aktuellen Tabelle steht – noch vor dem Ligafavoriten FSV Freimersheim!
Und mit dem Willen zuhause zu siegen und in die nächste Runde einzuziehen, legte der SVH entsprechend los und hatte in der 6. Minute einen gefährlichen 16m-Flachschuss zu verbuchen, den VfR-Keeper Jens Kuhn mit etwas Mühe um den Pfosten zur Ecke klären konnte. Der Pfosten stand auch in der nächsten Szene im Mittelpunkt, aber auf der anderen Seite. In der 11. Minute setzte Sergej Lutz einen Freistoß aus 22m an den Innenpfosten und von dort sprang die Kugel zur 1:0 Führung für die Gäste ins Netz. Keine Chance zur Reaktion für Torwart Marco Beideck.

Foto: Freistoß Sergej Lutz – Innenpfosten – Tor – 0:1

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Mit dem 2:0 von Denis Bengs aus der 18. Minute konnte man schon erahnen, dass heute eine Überraschung möglich sein könnte. Hatzenbühl leistete sich in der eigenen Hälfte einen Ballverlust, Sergej Lutz legte Bengs vor und der hatte keine Mühe das Tor zu treffen.
Einen „Hoffnungsschimmer“ gab es in der 25. Minute, als Adrian Cebulla einen Eckball von Manuel Weigel zum 1:2 Anschlusstreffer einköpfen konnte. Zuvor schon hatten sich die Stürmer von Spielertrainer Matthias Orso 2-3 sehr gute Torchancen erarbeitet, scheiterten aber hauptsächlich an der vielbeinigen und konzentrierten VfR-Defensivabteilung.
Vor 120 Zuschauern ging es mit dem Rückstand für den Favoriten in die Pause.

Foto: Adrian Cebulla steigt hoch zum Kopfball – nur noch 1:2

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Nach Wiederanpfiff schien sich das Blatt schnell zu wenden. In der 49. konnte Felix Müller eine gute Flanke von Mirco Jungherr per Kopf zum 2:2 Ausgleich nutzen. „Korrigiert“ wurde das in der 53. als Denis Bengs nach einem Freistoß von außen ebenfalls per Kopf zur Stelle war und zur erneuten Führung einnetzte, 2:3. Mit dem 2:4 in der 66. schien der Käse gegessen, zumal das Tor ein recht deprimierendes und unnötiges war. SV-Torwart Beideck hatte den Ball eigentlich schon in Händen, ließ ihn an der 16er Kante fallen und Alexander Linder reagierte schnell, nahm die Kugel auf und schob locker ein.
Toll, dass sich Hatzenbühl dennoch nicht aufgab und nochmal alles in die Waagschale warf, um ein Ausscheiden zu vermeiden. Belohnt wurden die Gastgeber in der 80. mit dem 3:4 Anschluss, Ricardo Fonseca-Santos war aus 10m erfolgreich. Ein paar Minuten vorher hatte Adrian Cebulla weniger Glück, als er aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf.

Foto: Denis Bengs köpft Sondernheim wieder in Front, 3:2 in der 53. Minute

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Die restlichen 10 Minuten überstand Sondernheim mit Glück und Geschick, auch weil die Defensive durch entsprechende Wechsel und Umstellungen gestärkt wurde. Hatzenbühl fehlte dann zum Ende hin etwas die Kraft und Konzentration entscheidend nachzulegen. Kurios die gefühlt ewig lange Ansprache von Schiedsrichter Bernd Forstner an Denis Bengs (siehe vorletztes Foto der Galerie), fast direkt im Anschluss an diese pfiff er die Partie ab.
Eine intensive, abwechslungsreiche und extrem unterhaltsame Pokalschlacht ging mit dem nicht unverdienten Sieg des „Underdogs“ zu Ende.


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