BILDERGALERIE >>> Bezirksliga: FSV Freimersheim – TuS Knittelsheim

Bezirksliga: FSV Freimersheim – TuS Knittelsheim 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Sven Matic (66.), 1:1 Denis Thomas (80.)
Bes. Vork.: 1x Rot und 2x Gelb-Rot für Knittelsheim, 1x Gelb-Rot für Freimersheim

Knittelsheim war im ersten Spielabschnitt die recht eindeutig Spiel bestimmende Mannschaft. Man versäumte es jedoch aus den zahlreichen guten Offensivaktionen in Form von Toren Kapital zu schlagen. So geriet der Höhepunkt der 1. Halbzeit zum Rückschlag für die Gäste.

In der 28. Minute war Joshua Moos (© www.pfalzfussball.de) durchgebrochen und wurde von TuS-Keeper Lasse Wittke, der einen Ticken zu spät dran war, noch vorm Strafraum von den Beinen geholt. Ob letzter Mann oder die Vereitelung einer klaren Torchance, egal, die Rote Karte war unumgänglich. Für Wittke stand ab sofort Jonas Kaika zwischen den Pfosten und dieser bestand umgehend seine erste Bewährungsprobe. Den fälligen, nicht ungefährlichen Freistoß von Denis Thomas lenkte er über die Querlatte.

Im Zuge der Diskussionen um den Platzverweis sah Florian Schmidt (© www.pfalzfussball.de) die Gelbe Karte. Das sollte sich später, in der 51. Minute negativ bemerkbar machen, als er für ein Foul an der Außenlinie erneut Gelb und somit Gelb-Rot quittierte. Hatte Knittelsheim die einfache Unterzahl gut überstanden, dies sogar weiterhin mit spielerischen Vorteilen, sollte es in doppelter Unterzahl doch eigentlich schwer bis unmöglich sein, etwas Zählbares einzuheimsen!?

Durch den Lattentreffer von Moos in der 58. wurde diese Theorie zusätzlich gestützt. Allerdings machte die Gelb-Rote Karte für Eugen Galkin (© www.pfalzfussball.de) in der 61. Minute die Lage für Knittelsheim personell wieder etwas erträglicher. Das 0:1 in der 66. stellte die Theorie bezüglich Über-/Unterlegenheit aufgrund Über-/Unterzahl dann sowieso in Frage.

Einen kleinen, unnötigen Tritt am Rande des Freimersheimers 16ers konnte Schiri Manuel Frech (© www.pfalzfussball.de) nicht anders ahnden als mit Elfmeter. Aufgrund der bisherigen Spielverteilung war die Führung, erzielt von Sven Matic, durchaus verdient, zu dem Zeitpunkt natürlich etwas überraschend. Freimersheim war nach den Platzverweisen drauf und dran die Regie auf dem Rasen an sich zu reißen, das 0:1 musste jetzt erstmal verdaut werden.

Der „Verdauungsvorgang“ wurde beschleunigt durch die Gelb-Rote Karte für Matic in der 74. Minute. Und diesmal konnte der freie Platz genutzt werden. In der 80. Minute war die TuS-Abwehr weit aufgerückt, ein langer Ball fand Denis Thomas, der von der Mittellinie aus alleine auf Jonas Kaika (© www.pfalzfussball.de) zulief und diesem mit einem Schlenzer flach ins Eck keine Chance ließ, Ausgleich zum 1:1.

Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnte sich Knittelsheim, wohlgemerkt mit 2 Mann weniger auf dem Platz, den Angriffen der Pita-Truppe erfolgreich erwehren. Erst in der 7-minütigen Nachspielzeit kamen die Stürmer des FSV zu 3-4 hochkarätigen Abschlüssen, die aber überhastet und zu ungenau abgeschlossen wurden oder beim guten Kaika landeten.

Es mag komisch klingen, aber trotz der 4 Platzverweise war es ein insgesamt faires Spiel. Das „Problem“ war halt, dass sich die kartenwürdigen Fouls (und teilweise Meckerei) auf 3-4 Akteure beschränkten, die dann halt auch die Konsequenzen zu tragen hatte. Da hat der geneigte Fußballfan schon cleverere Verteilungen von Fouls gesehen…

Wie dem auch sei, der Schiedsrichter hat in der Hinsicht alles richtig beurteilt. Innerhalb der Rudelbildung und des kleinen Platzsturms kurz nach Beginn der 2. Halbzeit wären bei (über-)penibler Regelauslegung durchaus weitere Strafen möglich gewesen. Da aber behielt Frech die Ruhe und vermied es überzureagieren.

Sportlich betrachtet war und ist das Remis ein gerechtes Ergebnis, mit dem jeder der beiden Kontrahenten leben können sollte. Alles in Allem war es vor über 200 Zuschauern (© www.pfalzfussball.de) und bei eisigen Temperaturen ein heißes und unterhaltsames Bezirksligaderby. Statt der 4 Platzverweise hätte man sich 4 weitere Tore gewünscht, dann wäre mit absoluter Sicherheit von einem überragenden Duell gesprochen worden – aber ein Fußballspiel ist nun mal kein Wunschkonzert 🙂

Foto: Auch wenn sie von den jeweiligen Vereinszugehörigen lautstark kritisiert wurden, alle Entscheidungen inkl. aller Platzverweise waren korrekt und der Spielintensität angemessen


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