Bezirksliga: SV Altdorf-Böbingen – VfB Iggelheim

SV Altdorf-Böbingen – VfB Iggelheim 4:2 (2:0)

Ich hab ja ne Weile überlegt, immerhin sollten da „nur“ der Dreizehnte und der Sechzehnte aufeinander treffen – und bin echt froh, dass ich da hin bin zu dem frühsaisonalen Abstiegsduell nach Altdorf 🙂
Das war ein schnelles, spannendes und abwechslungsreiches Spiel, das so ziemlich alles hatte, was das Herz des Fußballfans an einem Donnerstagabend erfreut.

Die personellen Voraussetzungen der Heimmannschaft waren eher nicht optimal. Mario Schmitt fällt wegen eines Wadenbeinbruchs aus, Christoph Ullmer laboriert an einem Kreuzbandanriss. Beide fallen lange aus, ob sie überhaupt nochmal einsteigen, ist fraglich.
Dazu kam in der 15. Minute die Verletzung von Michael Malmer, der raus musste. Für ihn kam Salvatore Pomponio. Und der besorgte mit seiner ersten Ballberührung die Führung. Einen hohen, weiten Pass in die Spitze verlängerte er per Kopf zum 1:0.

Das war quasi der Startschuss zu einer aufregenden Flutlichtpartie. Nach dem Rückstand kam Iggelheim immer besser ins Spiel. Viele gute Angriffe liefen über die Außenbahnen. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit. Aber auch beste Aktionen konnten nicht verwertet werden. So kam es, dass Altdorf-Böbingen in der 43. einen Angriff über rechts vortrug und Yannic Jene die scharfe Hereingabe zum 2:0 in die Maschen beförderte. Der VfB Iggelheim war ganz nahe am Ausgleich und wurde für sein Chancen auslassen derbe bestraft. Mit der Zweitoreführung für die Heimmannschaft ging es in die Pause.

Foto: Salvatore Pomponio erzielte mit seiner ersten Ballberührung das 1:0 – hier aber scheitert er in aussichtsreicher Position an Rouven Hengen

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In der 47. schienen die Gäste die Gelegenheit zum Anschluss geschenkt bekommen zu haben. Der Schiri zeigte nach einem Zweikampf im Altdorf-Böbinger Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Wie die meisten Zuschauer sah es auch der Linienrichter, der sich mit seinem „Chef“ besprach – das (scheinbare) Foul des Torwarts war keins. Der Elfer wurde zurück genommen. Korrektes Vorgehen von allen, außer halt von Marco Guth, der für seine Schwalbe gelb quittierte.

Was den Gästen nicht gelang, machte ein Einheimischer „besser“. In der 50. Minute köpfte Thorsten Traut nach einem Eckball die Kugel ins eigene Netz, nur noch 2:1.
Der Gegenschlag folgte vom Anstoß weg, Simon Hartmann erzielte das 3:1 (51.).

Weiter ging es vor 120 Zuschauern in der 65.; jetzt mit einem berechtigten Elfmeter, den Marco Guth sicher zum 3:2 verwandelte.
Die erneute Zweitoreführung war in der 71. Minute drin, aber ein SV-Stürmer schaffte es die gute Flanke von Pomponio aus kürzester Distanz über den Querbalken zu köpfen. Nur eine Minute später war wieder Pomponio einer der Hauptdarsteller. Mit dem Ball am Fuß lief er Richtung VfB-Keeper Rouven Hengen und konnte nur unfair gebremst werden. Dennis Heinisch (Iggelheim) war dabei letzter Mann, sah es ein und marschierte schon los, noch bevor der Schiri die rote Karte in der Hand hatte. Ein klar berechtigter Platzverweis, aber kein Strafstoß, denn das Foul geschah vorm 16er. Der anschließende Freistoß brachte nichts ein.

Der positive Höhepunkt des Spiels folgte in der 79. Minute. André Lehnert war ca. 30 Meter vorm Tor am Ball, zog aus der Drehung ab und traf unhaltbar in den Winkel – ein Traumtor zum 4:2. Das hätte nicht der Endstand sein müssen, denn Altdorf-Böbingen vergab noch zwei Mal freistehend. Und auf der Gegenseite fischte SV-Torwart Marc Mattern in der 92. einen Freistoß von Florian Gauer aus dem Winkel.

Auch dem Schiedsrichter Fabian Jutzi schien die Sache gut zu gefallen, er ließ in der insgesamt fairen Partie fast 5 Minuten nachspielen; das war angesichts von lediglich ein oder zwei kurzen Verletzungsunterbrechungen recht viel, tut aber nicht wirklich was zur Sache und sei nur nebenbei erwähnt.

Jedenfalls pfiff er nach 94 Minuten und 38 Sekunden ein klasse Spiel ab, das auch 5:3 oder 6:4 hätte enden können. Gratulation an die Altdorf-Böbinger zu drei Punkten, die sie ins Tabellenmittelfeld befördern. Aber auch Kompliment an den VfB Iggelheim, der viele tolle Flankenläufe zeigte und auch in Unterzahl bis zum Schluss kämpfte.


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