Das ist das Ende

Das letzte Spiel der Saison 2018/2019 ist gespielt und fand seinen verdienten Sieger im FSV Schifferstadt II, der nun in die A-Klasse aufsteigt.



VfL Hainfeld – FSV Schifferstadt II 1:4 (1:1)

Hainfeld ging in der 2. Minute durch die Kopfballverlängerung eines Einwurfs früh mit 1:0 in Führung. In der 18. schlug der FSV zurück und Canbert Yildiz erzielte den 1:1 Ausgleich. 20 Minuten war es eine flotte Partie, dann verflachte es zusehends, bis der souveräne Schiedsrichter Fabian Vollmar endlich den Kabinengang einläutete.

Nach der Pause war nochmal Tempo drin, aber so recht wollte beiden Teams nichts Entscheidendes gelingen. Bis eben zur 77. Minute, als quasi aus dem Nichts Jan Licht zum 2:1 für den FSV einnetzte. Das war verdient, weil zu dem Zeitpunkt schon absehbar war, dass Schifferstadt mehr Qualität und vor allem mehr Willen auf den Rasen bringen kann.

Und so nahm in der letzten Viertelstunde das Debakel für die geschockten und inzwischen extrem indisponierten Hainfelder gegen aufgestachelte, Schifferstädter, weil den Aufstieg vor Augen, seinen Lauf. In der 84. ballerte Christopher Reichling die Kugel aus 20m in den Winkel, unhaltbar für den bedauernswerten Alexander Engel im Kasten des VfL, der in der 89. Minute nochmal überwunden wurde, als Felipe Ferreira einen Freistoß von weit außen direkt ins lange Tor-Eck setzte.

Herzlichen Glückwunsch an die 13er



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Relegation: VTG Queichhambach – VfR Friesenheim

Relegation: VTG Queichhambach – VfR Friesenheim 3:2 (1:0)

Es ist angerichtet. Durch den Sieg der VTG Queichhambach ist die Partie am Samstag gegen TuS Mechtersheim II quasi ein Endspiel. Allerdings mit der Einschränkung, dass wenn es nach 90 Minuten Unentschieden stünde, ein Entscheidungsspiel zu absolvieren wäre.

Nach der Niederlage gegen Mechtersheim war Freinsheim in Weingarten wohl sehr nervös. Anders ist die fast einstündige nahezu unterirdische Leistung nicht zu erklären. Außerhalb des Gevierts fragte man sich, wie diese Mannschaft Zweiter in der A-Klasse werden konnte.
Die Unzulänglichkeiten in der VfR-Abwehr nutzte die VTG in der 6. Minute zum 1:0. Einen weiten Einwurf verlängerte Manuel Albrecht mit dem Kopf ins lange Toreck.
Queichheim setzte nach und hätte zur Halbzeit mindestens 3:0 führen müssen. Ein schöner Flugkopfball von Christian Kuhl flog ebenso über den Kasten von Aykut Karakaya wie etwas später eine Direktabnahme aus 14m Torentfernung. Fahrlässig, dass die Bauer-Truppe ihre Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen konnte.

Vor 450 Zuschauern sollte sich das in der 61. Minute rächen. Friesenheim kam deutlich verbessert und kämpferischer aus der Kabine und erzielte, ebenfalls mit einer Kopfballverlängerung den 1:1 Ausgleich. „Vollstrecker“ war Dominik Strohmeier.
Für die Favoriten aus Queichhambach kam es 18 Minuten später (79.) noch dicker. Erst setzte man einen Kopfball nur an die Latte und im schnellen Gegenzug fing man sich den 1:2 Rückstand ein. Den Konter schloss der nun zweifache Torschütze Dominik Strohmeier erfolgreich ab.

Ein glückliches Händchen bewies VTG-Trainer Marco Bauer in der 82. Minute mit der Einwechslung von Edonis Mustafa. Kaum auf dem Platz zog er rechts davon und donnerte die Kugel aus spitzem Winkel unhaltbar unter den Querbalken ins Netz, 2:2.

Ein wenig Glück für Queichhambach bzw. das Pech des VfR-Keepers Karakaya beendete in der 87. Minute jedwede Unklarheiten. Im Bemühen vor seinem 16er die Situation zu bereinigen, vertändelte er den Ball, den Philip Nickel anschließend problemlos zum 3:2 Siegtreffer einschieben konnte.
Bis zum Ende der von der sehr gut leitenden Schiedsrichterin Fabienne Michel, die mit der außerordentlich fairen Partie keine Mühe hatte, gewährten 4-minütigen Extrazeit war die VTG deutlich näher dem 4:2 als der VfR dem Ausgleich.

Ein anfänglich sehr einseitiges Match in der Weingarten-Arena steigerte sich in der 2. Halbzeit zu einem echten und mitreißenden Relegationskampf und mündete letztendlich in dem knappen und genauso verdienten Sieg für die VTG Queichhambach.

Die 3. und vielleicht entscheidende Relegationspartie wird am Samstag in Hochstadt um 18:00 Uhr angepfiffen.
Mit der nun späteren Anstoßzeit geht man freundlicherweise der Oberligarelegation in Dudenhofen (gegen Köllerbach) aus dem Weg. Eine sehr gute Entscheidung!

Video: Das Video zum Spiel von Sportler86


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Bericht und Bildergalerie Relegation: Palatia Böhl – FG Dannstadt

Bericht und Bildergalerie Relegation: Palatia Böhl – FG Dannstadt 2:2 (2:0)

Der mit Abstand beste Mann auf dem Platz, Böhls Spielertrainer Kaan Alkaya, brachte in der 1. Halbzeit sein Team mit 2:0 in Front. In der 3. Minute verwandelte er einen Handelfmeter zum 1:0. Und in der 21. erkannte er die Lücke und zog aus 16m flach ab, 2:0.

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten hatte Palatia genug Möglichkeiten, um die Partie frühzeitig zu entscheiden – da wurde einiges recht fahrlässig nicht genutzt. Die beste Gelegenheit, das wichtige 3:0 zu erzielen hatte Bastian Wobst, der nach der feinen Vorlage von Alkaya in der 49. Minute vollkommen frei stand, viel Zeit hatte sich eine Ecke heraus zu suchen, aber doch an Torwart Stefan Biebinger scheiterte. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Quasi im Gegenzug (51.) gab es Foulelfmeter für Dannstadt. Norman Jotter versenkte das Ding zum 1:2 Anschluss. Die bis dahin nicht gerade von übermäßiger Angriffslust strotzenden Dannstadter witterten Morgenluft und glichen nach einem Eckball doch tatsächlich aus zum 2:2. Am kurzen Pfosten war es Sven Fuldner, der den Kopf erfolgreich in die Flugbahn des Balls brachte.

Der Distanzknaller von Dannstadts Manuel Apfelbacher in der 61. Minute, also nur kurz nach dem Ausgleich, wäre locker sogar für den Treffer zum 2:3 gut gewesen, strich aber um Millimeter am Winkel vorbei ins Aus. Danach war aber wieder Böhl am Zug und vergab bis zum Schlusspfiff wieder mehrere gute bis sehr gute Chancen. Aber allein die Tatsache, dass man bei Temperaturen deutlich über 30 Grad bis zum Ende Tempo machte, musste jedem der etwas mehr als 300 Zuschauern Respekt abnötigen.

Gut, ein Tor fiel nicht mehr, aber 2 Aktionen müssen noch Erwähnung finden. In der 78. Minute wurde Alkaya beim Sturmlauf per eingesprungenem Kung-Fu-Tritt unsanft gebremst. Zum Glück kam die Aktion eher von hinten als von der Seite und traf das Alkaya`sche Bein nicht voll. Der Schiedsrichter ahndete es mit gelb; für mich – sorry Dannstadt – war es klar rot.
Den Platzverweis gab es dann schon noch, aber für den Böhler Stefan Cronauer; wohl für Meckern in der Nachspielzeit und hatte natürlich keine Auswirkungen mehr auf das Spiel, denn kurz danach war Schluss.

Nun gut, der Sieger des Rückspiels steigt auf, bei einem weiteren Unentschieden gibt es ein drittes und entscheidendes Spiel, dann bis zum „bitteren Ende“.
Zunächst geht es am Mittwoch, um 19:00 Uhr in Dannstadt spannend weiter.

Relegation: TuS Knittelsheim – FC Speyer II

Relegation: TuS Knittelsheim – FC Speyer II 5:0 (0:0)

Nur ein paar Minuten zu Beginn der Partie sah es nach einem „normalen“, ausgeglichenen Spiel aus, dann übernahm der vermeintliche Favorit aus Speyer die Regie auf dem Platz. Der FC hatte klare Feldvorteile und deutlich mehr Ballbesitz als die Schwarz-Gelben. Einzig, Torchancen sprangen bei all dem Aufwand nicht heraus. Da sich Knittelsheim bis auf die kurze Anfangsphase mit schwungvollen Angriffsaktionen eher in vornehmer Zurückhaltung übte, endete die 1. Halbzeit vor der imposanten Kulisse von über 1100 Zuschauern torlos.

Foto: 3 der 5 Tore erzielten: Patrick Richter und Lukas Bosch

Der erste echte Torschuss der Partie konnte in der 48. Minute registriert werden. Patrick Richter prüfte aus 15m FC-Keeper David Handermann – der bestand.
Die Wende zu Gunsten des TuS leitete das 1:0 ein. Oussama Ferraouni machte in der 51. ein paar Meter parallel zur Speyerer 16er Linie, war dann in Schussposition, zog ab und traf. Unhaltbar schien das nicht zu sein, möglicherweise war Handermann etwas die Sicht verdeckt.
Dieses Tor war der Türöffner, plötzlich schienen die „Gastgeber“ wie von der Leine gelassen, legten jede Hemmung ab und spielten sich in einen regelrechten Rausch. 5 Minuten nach der Führung erhöhte Lukas Bosch mit einem Treffer aus der Drehung auf 2:0.

Foto: Speyers Ankurbler aus der Abwehr heraus, Andreas Backmann. Dahinter der spätere Doppeltorschütze, Lukas Bosch

Speyer machte auf, wollte nachziehen und fing sich in der 64. und 67. zwei derbe Konter ein. Beim ersten legte Richter Bosch vor, der zum 3:0 einnetzte. Danach vollendete Richter den nächsten Konter zum 4:0 selbst. Das war dann selbstverständlich die Entscheidung. Auch wenn der FC nicht aufgab, zu mehr als einem Pfostentreffer (80.) reichte es nicht mehr. Im Gegenteil, per verwandeltem Foulelfmeter musste die Stumpf-Truppe in der 75. gar noch das 0:5 hinnehmen; Schütze war Sven Matic.

Foto: Sven Matic setzt mit dem Strafstoß zum 5:0 den Schlusspunkt

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