Favorite Update 27.05.2016 – 08:12 Uhr: Spiele nach der Saison

Pfalzfussball

Aufstiegsrelegation von der Regionalliga in die 3. Liga
Die Hinspiele am Mittwoch, 25. Mai 2016, beginnen alle um 19:00 Uhr. Per Livestream übertragen werden dabei die Partien Sportfreunde Lotte (Meister Regionalliga West) gegen SV Waldhof Mannheim – auf wdr.de und swr.de – und SV 07 Elversberg gegen FSV Zwickau – auf mdr.de und sr.de.

Dritte Begegnung ist das Duell zwischen dem VfL Wolfsburg II als Meister der Regionalliga Nord und dem bayerischen Regionalliga-Meister SSV Jahn Regensburg.
Das Rückspiel in Regensburg am Sonntag, 29. Mai, wird vom Bayerischen Rundfunk live im TV gezeigt, und zwar ab 13:30 Uhr.

Die zweite Begegnung zwischen Mannheim und Lotte sowie das Rückspiel zwischen Nordost-Meister Zwickau und Südwest-Vizemeister Elversberg werden um 15:05 Uhr angepfiffen. Auch diese beiden Partien sind live im Fernsehen zu sehen. Aus Mannheim übertragen der WDR und SWR, aus Zwickau der MDR und SR.

Mi., 25.05.2016, 19:00 Uhr: VfL Wolfsburg II – Jahn Regensburg 1:0
So., 29.05.2016, 13:30 Uhr: Jahn Regensburg – VfL Wolfsburg II

Mi., 25.05.2016, 19:00 Uhr: Sportfreunde Lotte – SV Waldhof Mannheim 0:0
So., 29.05.2016, 15:00 Uhr: SV Waldhof Mannheim – Sportfreunde Lotte

Mi., 25.05.2016, 19:00 Uhr: SV Elversberg – FSV Zwickau 1:1
So., 29.05.2016, 15:00 Uhr: FSV Zwickau – SV Elversberg

Am Dienstag, Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der B-Klasse Südpfalz Ost
24. Mai 2016, um 18:30 Uhr in Büchelberg: SV Minfeld – SV Hatzenbühl 1:2

Relegation um den Aufstieg in die A-Klasse Südpfalz
Eine interessante Relegation gibt es in der B-Klasse Südpfalz. Nachdem Minfeld das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in der Ost-Staffel gegen Hatzenbühl verloren hat, hat der SVM noch eine Aufstiegschance über die Relegation. Dort ist der Gegner ein spezieller, nämlich der SV Göcklingen. Nach aktuellen Informationen wird der SV Göcklingen zur neuen Saison mit dem SV Klingenmünster fusionieren; den SVG wird es dann, nach dem derzeitigen Wissenstand, in der bisherigen Form nicht mehr geben.
Nichtsdestotrotz bestreitet Göcklingen die anstehende Relegation, wird im Erfolgsfall jedoch nicht aufsteigen können – der SV Minfeld dann allerdings auch nicht!

So., 29. Mai 2016, 15:00 Uhr: SV RW Göcklingen – SV Minfeld
Do., 02. Juni 2016, 19:00 Uhr: SV Minfeld – SV RW Göcklingen
Bei Gleichstand nach zwei Partien, müsste es eigentlich ein Entscheidungsspiel geben – Infos folgen.

Relegation der Oberliga um den Aufstieg in die Regionalliga
26. Mai 2016, Donnerstag (Fronleichnam), 14:00 Uhr: FC Nöttingen – RW Frankfurt 3:2
Mittwoch, 1. Juni 2016, 19:00 Uhr: RW Frankfurt – SC Hauenstein
Samstag, 4. Juni 2016, 14:00 Uhr: SC Hauenstein – FC Nöttingen

Relegation der Verbandsliga um den Aufstieg in die Oberliga

1. Spieltag:
So., 29.5.2016, 16:00 Uhr: SV Morlautern – TuS Koblenz II
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Verlauf bei Sieg Morlautern oder Unentschieden:
2. Spieltag:
Mi., 1.6.2016, 19:00 Uhr: TuS Koblenz II – SV Mettlach in Koblenz
3. Spieltag:
So., 5.6.2016, 15:00 Uhr: SV Mettlach – SV Morlautern in Mettlach
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Verlauf bei Niederlage von Morlautern:
2. Spieltag:
Mi., 1.6.2016, 19:00 Uhr: SV Mettlach – SV Morlautern in Mettlach
3. Spieltag:
So., 5.6.2016, 15:00 Uhr: TuS Koblenz II – SV Mettlach in Koblenz
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Relegation der Landesliga um den Aufstieg in die Verbandsliga
25. Mai 2016, Mittwoch, 19:00 Uhr: Wormatia Worms II – Eintracht Bad Kreuznach 2:0
31. Mai 2016, Dienstag, 19:15 Uhr: Eintracht Bad Kreuznach – Wormatia Worms II

Relegation der Bezirksliga um den Aufstieg in die Landesliga
25. Mai 2016, Mittwoch, 19:30 Uhr: TSV Schott Mainz II – ASV Maxdorf 0:2
31. Mai 2016, Dienstag, 19:30 Uhr: ASV Maxdorf – TSV Schott Mainz II

Relegation der A-Klassen-Vizemeister
26. Mai 2016, Donnerstag, 17:30 Uhr in Eppstein: TSG Deidesheim – ESV Ludwigshafen 3:1
Mo., 30. Mai 2016, 19:00 Uhr, in Gommersheim: FSV Freimersheim – ESV Ludwigshafen
Fr., 3. Juni 2016, 19:00 Uhr, in Bellheim: FSV Freimersheim – TSG Deidesheim

Entscheidungsspiele um den Aufstieg in die A-Klasse Rhein-Mittelhaardt
Freitag, 27. Mai 2016, 19:00 Uhr: SV Geinsheim II – ASV Schwegenheim
Dienstag, 31. Mai 2016, 19:00 Uhr: ASV Schwegenheim – SV Geinsheim II
Ein evtl. Entscheidungsspiel am 4. Juni 2016, 16:00 Uhr in Hanhofen

Spiel um den 15. Platz in der B-Klasse Südpfalz Ost
26. Mai 2016, Donnerstag, 15:00 Uhr in Hayna: BW Minderslachen – FC Berg 4:1 (2:0)
Bericht und Bilder folgen

Spiele der D-Klasse Südpfalz Vizemeister um den Aufstieg in die C-Klasse
25. Mai 2016, Mittwoch, 19:00 Uhr: RW Göcklingen II – TSV Landau 2:3
27. Mai 2016, Freitag, 19:00 Uhr: TSV Landau – RW Göcklingen II

TBC

Alle Angaben ohne Gewähr

Landesliga: SV Rülzheim – Wormatia Worms II

SV Rülzheim – Wormatia Worms II 2:3 (1:1)

Ein Punkt hätte Rülzheim gereicht, aber – DRAMA – durch ein Gegentor in der 96. Minute verpasst der SVR die Relegation.
Dabei hatten die Lilanen schon erst sehr spät das 2:2 erzielt nach dem 1:2 Rückstand; da schien es als wäre der zweite Platz gebongt, aber nichts da.

Begonnen hatte diese entscheidende Partie mit dem 0:1 durch Marc Bullinger in der 12. Minute. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, Jesko Pfister veredelte in der 15. eine Passstafette mit dem 1:1 Ausgleich, was eine halbe Stunde später auch der Halbzeitstand war.

Foto: Da schien alles klar für Rülzheim; Nicolai Esswein erzielt den 2:2 Ausgleich

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Nach dem Kabinengang folgte die Problemphase der Rülzheimer. Man tat viel zu wenig nach vorne, sorgte fast überhaupt nicht für Entlastung, überließ Worms weitgehend die Spielführung. Es zeichnete sich immer stärker ab und Mitte der 2. Halbzeit kam es wie es kommen musste, Worms ging mit 2:1 in Führung. Langsam und im Prinzip erst nach einem Platzverweis (gelb-rot für Henrik Nagel) und der Einwechslung von Max Brechtel kam wieder mehr Schwung in die Offensive der Gastgeber. Und tatsächlich, nach einem fulminanten, kaum zu verteidigenden überfallartigen Angriff staubte Nicolai Esswein zum 2:2 ab. Ein weiterer Treffer vom eingewechselten Robin Dränkow wurde wegen Abseits nicht gegeben. Müßig darüber zu diskutieren, ob man dann nicht hinten besser hätte dicht machen müssen. Die Qualität von Worms reichte jedenfalls, um auch nach 96 Minuten konzentriert zu stürmen und den Siegtreffer zu erzielen.

Als wäre das nicht schon bitter genug gewesen für den SV Rülzheim, folgte der Skandal nach dem Schlusspfiff. Als der Schiedsrichter grade vom Platz runter war, wurde ihm von einem Zuschauer, der in der 2. Halbzeit schon den gegnerischen Torwart fast durchgehend beleidigt hatte, ins Gesicht gespuckt.

Bilder vom Spiel folgen

A-Klasse: Phönix Bellheim – TuS Knittelsheim

Phönix Bellheim – TuS Knittelsheim 5:4 (4:1)

Foto: Die intensiven taktischen Anweisungen von der Seitenlinie fruchteten, Knittelsheim holte (fast) einen „uneinholbaren“ 0:4 Rückstand auf

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Foto: So wie der Knittelsheimer Anhänger rechts, musste man sich durchaus etwas ratlos am Kopf kratzen, angesichts der Vorgänge nach Spielende.

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Landesliga: Viktoria Herxheim – FC Speyer

Viktoria Herxheim – FC Speyer 09 2:1 (2:1)

Bericht: Heinz Weis (Herxheim)

Überragender Andreas Klein im Viktoria-Gehäuse der Matchwinner

Im letzten Spiel der Saison 2015/16 traf die Viktoria „Am Krönungsbusch“ auf den Meister der Landesliga, den FC Speyer 09. Die Zuschauer sahen ein Spiel mit zwei total verschiedenen Halbzeiten. Während die Viktoria im ersten Durchgang das Geschehen bestimmte, waren die Gäste in der 2. Halbzeit das Spiel bestimmende Team.

Foto: Viktoria Torwart Andreas Klein

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Nun zum Spielgeschehen:
Die Viktoria zeigte von Beginn an wenig Respekt vor dem Meister und übernahm das Kommando. In der 23. Minute spielte Alexander Schneider einen klugen Pass auf Dennis Bodenseh, der alleine auf das Gästetor zustürmte und vom Torwart, außerhalb des Strafraums gefoult wurde. Den fälligen Freistoß versenkte Christoph Bauer unhaltbar zum 1:0. Nur zwei Minuten später köpfte Dennis Bodenseh einen Eckball von Patrick Stieber zum 2:0 in die Maschen. In der Folgezeit hatte die Viktoria mehrere gute Chancen den Spielstand zu erhöhen. Eine Minute vor dem Pausenpfiff konnte Speyer durch Marvin Sprengling auf 2:1 verkürzen.

In der 2. Halbzeit spielte dann fast nur noch der FC Speyer. Die Viktoria wurde in die eigene Hälfte zurückgedrängt und hatte eine ganze Anzahl brenzliger Situationen zu überstehen. Dabei zeichnete sich besonders Viktoria-Keeper Andreas Klein aus, der mit sagenhaften Paraden den Ausgleich verhinderte. Als der Abpfiff ertönte war das „Wunder von Herxheim“ perfekt: Nach der Winterpause hatte die Viktoria kein Spiel mehr verloren und sich vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam gemausert. Wenn man nur die Spiele nach der Winterpause berücksichtigt, steht die Viktoria auf dem 2. Tabellenplatz.

Letzter Spieltag – Teil 1 Samstag

Zwei Spiele am Samstag, bei denen es im Prinzip um nichts mehr ging und in denen trotzdem einiges drin war.

Zunächst die Partie der in diesem Jahr ungeschlagenen Herxheimer gegen den Landesligameister und Aufsteiger in die Verbandsliga FC Speyer.

Viktoria Herxheim – FC Speyer 2:1 (2:1)

Vor dem Anpfiff erfolgte die ausgiebige Zeremonie der Verabschiedung von insgesamt 7 Spielern. Christoph Bauer, Frederik Bayer und Patrick Hof schließen sich dem FC Insheim an. Christian Liginger geht zum Neu-Bezirksligisten SV Büchelberg. Alexander Schneider steigt auf in die Oberliga zum TuS Mechtersheim. Keeper Andreas Klein geht zurück zu seinem Heimatverein und Nikolai Müller verlässt die Viktoria Studiumsbedingt.

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Mit diesem Sieg beendet Herxheim die Saison mindestens auf Platz 6; sollte Bretzenheim sein Spiel gegen Hechtsheim nicht gewinnen, sogar auf Platz 5. Das hätte bis zur Winterpause und auch noch lange danach niemand für möglich gehalten und darf nach der schwierigen Startphase als großer Erfolg verbucht werden.
Möglich gemacht haben den Dreier Christoph Bauer mit seinem Freistoß in der 23. Minute zum 1:0 und Dennis Bodenseh per Kopfball nach Ecke zum 2:0. Den Anschlusstreffer noch vor der Pause besorgte Marvin Sprengling mit seinem Drehschuss zum 1:2.
Dass in der 2. Halbzeit nicht mehr heraus sprang für den Meister, der offensiv wechselte und massiv auf den Ausgleich drängte, lag vor allen am scheidenden Torwart Andreas Klein, der mit seinen Wahsninns-Paraden und Reflexen, die Speyerer Stürmer regelrecht zur Verzweiflung trieb. Die anschließende Wahl zum Spieler des Tages war wohl so ziemlich die verdienteste der ganzen Saison.

Auf dem Rückweg von Herxheim nach Hause lag die Station Bellheim. Der „Abstecher“ hat sich gelohnt, würde ich mal sagen…

Phönix Bellheim – TuS Knittelsheim 5:4 (4:1)

Mit so vielen Toren konnte man sicherlich nicht rechnen, und erst recht nicht mit dieser Torfolge. Nach einer knappen halben Stunde führte Bellheim scheinbar uneinholbar mit sage und schreibe 4:0.
12. Minute: 1:0 Felix Drozynski
17.: 2:0 Simon Keakavocy
19.: 3:0 Felix Drozynski
29.: 4:0 Peter Kellerhals

Klar, Knittelsheim gab sich zu dem Zeitpunkt noch nicht geschlagen, aber große Hoffnungen weckte der Anschlusstreffer, der eher ein Ehrentreffer zu sein schien, nicht. Lukas Bosch erzielte in der 34. Minute das 1:4.

Foto: Peter Kellerhals schiebt auf Zuspiel von Felix Drozynski ein zum 4:0

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Verwundert rieb man sich nach der Pause die Augen. Der TuS verkürzte in der 48. durch Florian Schmidt auf 2:4 und in der 52. durch Lukas Bosch auf 3:4. Die Partie war wieder komplett offen.
Nun war aber die weitere Torfolge abweichend von den Einträgen in fussball.de. Es fiel nicht, wie dort angegeben das 4:4, sondern das 5:3 von Peter Kellerhals. Und erst danach der erneute Anschluss zum 4:5 per Foulelfmeter, verwandelt von Sven Matic. Hadern konnten die Schwarz-Gelben mit der Tatsache, dass der Schiedsrichter zuvor den Gästen einen klaren Strafstoß verweigerte – möglicherweise war ihm die Sicht versperrt.
Mit dem früheren Elfer und/oder einer entsprechenden Nachspielzeit, die laut Knittelsheimer Info nicht gewährt wurde, wäre vielleicht ein 5:5 Unentschieden möglich gewesen. Und vielleicht hätte dies dann auch die Tumulte nach Spielende vermieden, die ein zuvor geiles Derby in den Dreck zogen.
Es sei gesagt, dass bis auf einen (mehr oder weniger die Sache auslösenden) Faustschlag und die ein oder andere Rangelei nichts weiter passiert ist – die Stimmung war natürlich dennoch komplett im Arsch.

Bilder von den Spielen folgen

Bezirksliga: Südwest Ludwigshafen – SV Ruchheim

Südwest Ludwigshafen – SV Ruchheim 1:2 (1:0)

Vor seinem letzten Spiel als Südwest-Coach wurde Ediz Sari von Gerda Reiff und Michael Wasner verabschiedet. Davon, dass seine Mannschaft dies mit einer Niederlage tat, war er nicht sehr begeistert und ging wortlos ab.

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Arber Zogaj hatte Südwest in der 9. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. Das konnte bis zur Halbzeitpause gehalten werden. Aber schon 3 Minuten nach Wiederanpfiff (48.) egalisierten die Gäste in Person von Tobias Rech zum 1:1 – ein schöner Schlenzer ins lange Eck. Gute 10 Minuten später (59.) nutzte Kai Gutermann einen Abspielfehler der Ludwigshafener im eigenen (!) 16er zum 2:1 Siegtreffer. Alles Anrennen in der letzten halben Stunde nützte nichts, es blieb bei der Niederlage, respektive bei dem für spielerisch bessere Gäste insgesamt verdienten Sieg.

A-Klasse: TSV Lingenfeld – TSG Deidesheim

TSV Lingenfeld – TSG Deidesheim 1:1 (0:1)

Zuschauer: 200

Bericht: T.W.

Zum Meisterschaftsspiel der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt kam der Tabellenzweite aus Deidesheim mit drei Punkten Vorsprung auf die Gastgeber im Gepäck angereist. Die Vorzeichen waren klar. Die Gastgeber mussten unbedingt gewinnen, um es selbst in der Hand zu haben, den angestrebten Relegationsplatz zu erreichen.

Die Brisanz dieser Begegnung wurde bereits in der vierten Minute deutlich, als Grill ein böses taktisches Foul an Seckinger beging. Diese Grätsche von hinten wurde nur mit Gelb vom insgesamt gut leitenden Patrick Kunsmann bestraft. Hier wäre Rot durchaus angebracht gewesen. Lingenfeld wirkte nervös in der Anfangsphase und so übertrug sich diese Nervosität auf Torhüter Falk, der einen bösen Patzer beim Abwurf machte und so Lisson zu einer Doppelchance kam, jedoch beide Male an Falk scheiterte. In der 8. Minute beging Grill wieder ein unnötiges Foul und hatte sehr viel Glück auf dem Platz bleiben zu dürfen. In der 11. Minute legte sich der Lingenfelder Innenverteidiger Duttenhöfer den Ball zu weit vor und ging dann mit beiden gestreckten Füßen in den Gegner. Wieder traf es Seckinger und wieder gab es nur Gelb. Scheinbar erzielte die harte Gangart der Gastgeber jedoch Wirkung, denn nun übernahmen die Lingenfelder das Kommando. In der 13. Spielminute unterlief Lützel im Tor der Gäste ein Patzer, den aber Deimel mit seiner Rettungstat kurz vor der Torlinie ausbügeln konnte. In der 16. Minute war es Lützel, der eine Direktabnahme von Grill gerade noch zur Ecke abwehrte. Nur eine Minute später musste Lützel nochmals sein ganzes Können aufbieten, als ein abgefälschter Schuss von Misirli auf seinen Kasten kam. Nun konnte Deidesheim wieder mehr Spielanteile für sich gewinnen und hatte durch Speiger und Wageck zwei Torchancen in der 19. und 23. Minute. In der 25. Spielminute hätte Friedrichsen, nach der gefühlvollen Direktannahme der Gaschott-Flanke, den Gastgeber in Führung bringen können – der Abschluss ging knapp vorbei.

Dann die Gästeführung durch Ehrenpreis, der eine schöne Kombination über Seckinger und Schubing durch einen tollen Drehschuss mit links erfolgreich abschloss. Die TSG war nun in einer komfortablen Ausgangssituation. Der Schock war den Gastgebern definitiv anzumerken und die Gäste hätten zur Pause, nach prima Chancen von Ehrenpreis und Speiger durchaus höher führen können. Aber es ging mit der knappen Gästeführung zum Pausentee, und für die 2. Hälfte war Spannung garantiert.

Der erwartete Ansturm der Gastgeber blieb nach dem Anpfiff der 2. Halbzeit jedoch aus. Das lag aber sicherlich auch daran, dass Duttenhöfer in der 48. Minute die gelb-rote Karte sah. Wiederum war Seckinger das Opfer. Nun in Unterzahl das Spiel noch zu drehen war natürlich eine schwere Aufgabe. Erst in der 55. Spielminute gab es die Riesenchance für Patzelt, der aber am gut reagierenden Lützel scheiterte. Das war der Startschuss für die Gastgeber, die in Unterzahl plötzlich immer mehr Chancen kreierten und deutlich auf den Ausgleich drängten. Lechnauer verzog knapp über das Tor und Gaschott scheiterte einmal an Lützel und einmal an sich selbst, als er den Ball aus spitzem Winkel am Tor vorbeischoss. Hier wäre ein Querpass auf den am langen Pfosten völlig frei stehenden Lechnauer besser gewesen.

Erst in der 72. Minute konnten die Gäste mal wieder gefährlich kontern. Der eingewechselte Benkler setzte Ehrenpreis super in Szene. Dieser um kurvte Falk, schoss dann aber am leeren Tor vorbei. Aber kein Vorwurf an den 19-jährigen, der immer agil und lauffreudig war. Nun kam die letzte Szene für Seckinger, denn er wurde wieder von hinten „gefällt“ von Gaschott – was unverständlicherweise wieder nur die gelbe Karte nach sich zog. Danach musste Seckinger verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Eben jener Gaschott hatte dann in Minute 79 die Riesenchance zum Ausgleich, er drosch aber den Ball völlig frei vor Lützel übers Tor. Nur 2 Minuten später erzielte Lechnauer jedoch den Ausgleich. Aber es sei vorweg genommen, außer einer Chance für den eingewechselten Stefan Bonifart, die von der Innenverteidigung der Gäste gut entschärft wurde, kam von Lingenfeld nichts Gefährliches mehr. Im Gegenteil, Ehrenpreis und Benkler hätten auf der anderen Seite das 1:2 erzielen müssen. Beide hatten in der Schlussphase gute Konterchancen, scheiterten aber an Falk. So blieb es bei der nicht unverdienten Punkteteilung und die Entscheidung um Platz 2 wurde vertagt.

Stimmen

Benkler: „Es war das erwartete schwere Spiel. Meine Mannschaft hat sich gut gegen die Gastgeber gewehrt und Moral und Charakter gezeigt. Insgesamt waren wir von der Spielanlage her reifer und hätten das 0:2, bzw. 1:2 zum Schluss einfach machen müssen. Das haben wir versäumt und deshalb müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Unser Ziel war natürlich ein Sieg, aber das Minimalziel den Abstand zu Lingenfeld zu halten haben wir erreicht. Schade nur, dass die teilweise zu harte Gangart der Gastgeber nicht konsequenter geahndet wurde.
Egal wie die nächsten Spiele jetzt ausgehen, es waren definitiv drei tolle Jahre in Deidesheim. Wir klopfen an der Tür zur Bezirksliga an. Ich kann nur sagen, dass ich sehr stolz auf die Jungs bin und sie einen tollen Charakter haben. Diese Truppe hätte den Aufstieg verdient, denn was hier mit geringen Mitteln aufgestellt wurde ist aller Ehren wert. Aber es ist heute an der Zeit dem FC Lustadt zur Meisterschaft zu gratulieren. Wer am Ende einer solchen Saison vorne steht, hat es verdient, und sie waren aus meiner Sicht auch die beste Mannschaft. Somit herzlichen Glückwunsch nach Lustadt von meiner/unserer Seite aus.“

Helm: „Leider haben wir die 1. Halbzeit verpennt und sind zu spät, kurioserweise in Unterzahl, aufgewacht. Es war eine gerechte Punkteteilung. Trotz Unterzahl haben wir Moral bewiesen und mit etwas Glück hätten wir auch gewinnen können. Aber wir haben es nicht heute verspielt, wenn es nicht mehr zum 2. Platz reicht. Glückwunsch nach Lustadt, sie waren am konstantesten und sind deshalb verdient Meister geworden.“