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…und auch mal was nicht ganz so ernstes

Volle Pulle Kreisliga – der ganz normale Wahnsinn: Amateurfußball, wie er leibt und lebt. Ein Erfahrungsbericht …
von Thomas Bentler


Auf den Kreisliga-Plätzen gibt es sie wie Sand am Meer: das Talent, das eigentlich hätte höher spielen müssen, den Knipser, der die eigene Hälfte nur aus Erzählungen kennt, den Schönspieler, der regelmäßig die neuesten Playstation-Tricks ausprobiert, und den Umfunktionierten, der sich selbst als Dreh- und Angelpunkt sieht, vom Trainer aber in die Verteidigung gesteckt wurde und seitdem oft traurig ist.

Am Spielfeldrand ist es genauso spannend: Trainer auf 180, die mit Kippe auf dem Zahn ihre Jungs zusammenfalten, schwerfällige Betreuer, die mit Eisspray bewaffnet Schürfwunden bis in die untersten Hautschichten befeuern, weißhaarige Schiedsrichter, deren Bewegungsradius sich höchstens auf den Mittelkreis beschränkt, und rüstige Rentner, nach deren Aussagen früher alles besser war.

Sie und viele andere gehören zum wunderbaren Kosmos des Amateurfußballs und machen ihn so verdammt besonders, schließlich jagen nicht ohne Grund an jedem verdammten Wochenende hunderttausende Fußballvirtuosen auf Asche, Kunstrasen, Rasen oder Wiese dem Ball hinterher. Und damit nicht genug, parallel dazu ziehen sich genauso viele Leute die teils atemberaubenden, teils aber auch äußerst überschaubaren Darbietungen von Bahnschranke, Staubsauger, Chancentod & Co. als Zuschauer am Spielfeldrand rein oder sorgen im Hintergrund dafür, dass der Laden läuft.

„Volle Pulle Kreisliga“ widmet sich schonungslos ehrlich und gnadenlos direkt der kunterbunten Welt des Amateurfußballs. Es durchleuchtet nicht nur all seine Protagonisten, sondern wirft auch einen Blick auf verschiedenste Szenerien wie zum Beispiel das Training, den Spieltag oder die Saisonvorbereitung. Dabei jederzeit mit im Gepäck: eine große Portion Humor.

Volle Pulle Kreisliga – der ganz normale Wahnsinn: Amateurfußball, wie er leibt und lebt. Ein Erfahrungsbericht …
von Thomas Bentler

Verbandsliga: FSV Offenbach – Ludwigshafener SC

FSV Offenbach – Ludwigshafener SC 2:1 (0:0)

Zuschauer: 120
Bericht: T.W.

PfalzfussballEs ist vollbracht, am 9. Spieltag der Verbandsliga Südwest konnten der FSV Offenbach einen Sieg und die ersten 3 Punkte einfahren. Vor 120 Zuschauern entwickelte in der Anfangsphase sich das erwartete nervöse Spiel. Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe die Gastgeber durch zwei Ecken und die jeweiligen Kopfbälle von Daniel Evrard und Alexander Hayes gefährlich wurden. Beide Kopfbälle gingen aber über das Gehäuse.

In Minute 41 tauchte Erik Rehhäußer plötzlich frei vor Marco Hust auf. Der Keeper rettete mit einer tollen Parade zur Ecke. Diese hereingebrachte Ecke wurde von Steffen Burkhard wuchtig auf das Offenbacher Tor geköpft, aber Hust parierte erneut. Somit wurden die Seiten mit dem 0:0 gewechselt.

Nach der Pause begannen die Gastgeber gut und Tim Hörner scheiterte mit einer Direktabnahme an LSC-Torwart Niklas Wiegand. Aus dem Nichts erzielte der eingewechselte Jens Rehhäußer in der 61. Minute das 0:1. Nun musste man befürchten, dass die angeschlagenen Gastgeber wieder mit leeren Händen den Platz verlassen würden. Aber Hust rettete gegen Burkhard in Minute 72 bravourös, und dies war der Startschuss für die Schlussoffensive der Gastgeber. Die wurde schon in Minute 76 durch Alexander Mellein belohnt. Mircea-Olivin Vacaru setzte sich auf links gut durch und servierte den Ball mustergültig auf den Kopf von Mellein. Der nickte aus 5 Metern ein, 1:1.

Die Gastgeber drängten weiter auf den ersten Dreier und wurden in der 86. Minute belohnt. Nach einer schönen Kombination über Timo Steigner und Gustavo Felix Rudy, legte letzterer den Ball quer auf Vacaru. Dieser schob ein und die 2:1 Führung war perfekt.

Beide Tore wurden somit von Einwechselspielern erzielt. Dazu kann man David Weiß für sein Händchen nur gratulieren. Einmal musste noch gezittert werden, als Ali Aydin in der 3. Minute der Nachspielzeit per Freistoß die Latte traf. Dann war Schluss und die Erleichterung im weiten Rund war förmlich zu spüren.

Stimmen zum Spiel
Michael Drese (Trainer LSC): „Das war das schlechteste Spiel meiner Mannschaft. Wir waren unterirdisch unterwegs heute. Der Gegner hat uns durch Wille und Einstellung verdient bezwungen. Wiederholt verpassten wir es nach der Führung weiterzuspielen und haben den Gegner wieder aufgebaut.“

David Weiß (1. Vorsitzender und Interimstrainer FSV Offenbach): „Endlich sind wir mal nach einem Rückstand aufgestanden und haben das richtige Auftreten gezeigt. Sicherlich war es heute auch ein glückliches Händchen mit den Einwechslungen, aber wir dürfen auch mal Glück haben. Die Mannschaft hat taktisch sehr diszipliniert gespielt und sich diesen Sieg verdient. Toll für die junge Truppe, dass sie endlich mal für ihren Aufwand belohnt wurde. Trotz des Rückstands haben sie Moral gezeigt und sich dagegen gestemmt. Darauf kann man aufbauen“.

Landesliga: FSV Schifferstadt – SV Rülzheim

Landesliga: FSV Schifferstadt – SV Rülzheim 1:0 (0:0)

Zuschauer: 150

Trotz drückender Überlegenheit in der 1. Halbzeit und zumindest ausgeglichenem Spiel in der zweiten, verliert Rülzheim durch einen Treffer von Jan Licht aus der 85. Minute mit 0:1. Die größte von mehreren Chancen, vor allem in den ersten 45 Spielminuten, vergab Robin Dränkow aus kurzer Distanz in der 33. Minute.
Trotz der Einwechslung der beiden Stock-Brüder nach der Pause, war Rülzheim dann offensiv eher ungefährlich. Schifferstadt kämpfte sich gegen nachlassende Rülzheimer in die Partie zurück und die Befürchtungen der Rülzheimer Anhänger wurden tatsächlich wahr – wer seine Überlegenheit und seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft…

Foto: Die Großchance für Robin Dränkow; der Ball geht links am Pfosten vorbei ins Aus

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Foto: Jubelrudel aller Feldspieler nach dem Siegtreffer

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Kreispokal: FV Berghausen – ASV Harthausen

Kreispokal: FV Berghausen – ASV Harthausen 5:4 (1:0)

Verbandsliga: ASV Fußgönheim – Alemannia Waldalgesheim

ASV Fußgönheim – Alemannia Waldalgesheim 0:2 (0:1)

Zuschauer: 120

Bericht: T.W.

Der Tabellenführer der Verbandsliga Südwest empfing die ambitionierten Gäste aus Waldalgesheim. Die Gäste traten taktisch hervorragend diszipliniert auf und ließen im gesamten Spiel die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. So dauerte es bis zur 20. Minute, ehe Steffen Euler aus 22 Metern Gefahr für das von Pasquale Patria gehütete Gästetor sorgte. Sein Freistoß aber klatschte an den Pfosten.

Nur eine Minute später hatte Nikolaos Matios die Führung für Fußgönheim auf dem Fuß, aber Patria klärte seinen Flachschuss aus 3 Metern mit einer tollen Fußparade. Auch Marco Sorg hätte in Minute 25 den Tabellenführer in Front bringen können, aber er drosch den Ball aus 11 Metern über das Gästetor.

Besser machte es Michael Schmuck, der einen von Patrick Walther getretenen Eckball sauber per Kopf in die Maschen setzte. Dies war in Minute 33 passiert und sollte bis zur Nachspielzeit (90+1) auch das einzige Tor bleiben. Dies lag an dem großzügigen Auslassen der guten Konterchancen von Waldalgesheim. Konstantin Sawin und Arlind Mulaj hätten nach dem Pausentee durchaus die Partie früher entscheiden können. In eben jener Nachspielzeit war es dann Sawin, der einen tollen Konter mit Mulaj zelebrierte und diesen auch zum 2:0 und dem verdienten Gästesieg abschloss.

Fußgönheim war in diesem Spiel einfach zu harmlos und spielte nie zielstrebig nach vorne, was sicher auch an den diszipliniert agierenden Gästen lag. Einwandfrei die Leistung von Schiedsrichter Marcel Mai und seinen Assistenten.

Oberliga: TuS Mechtersheim – FC Karbach

Oberliga: TuS Mechtersheim – FC Karbach 1:3 (1:0)

Bis zur 80. Minute sahen die 272 Zuschauer ein offensiv geführtes, gutes, attraktives und spannendes Spitzenspiel – was ja in der Oberliga selten genug vorkommt.
Mechtersheim hatte durch einen Foulelfmeter in der 7. Minute, verwandelt von Eric Veth, vorgelegt. Ermöglicht hatte das 1:0 ein Foul an Lukas Metz an der Strafraumkante. Die Chance zum Ausgleich noch in der 1. Halbzeit hatte Thomas Klasen in der 36. Minute. Aus 18m landete sein Flachschuss aber nur am Pfosten.

Nach 55 Minuten hätte Mechtersheim das wichtige 2:0 erzielen können. Nach einem Angriff über rechts und der anschließenden Hereingabe, flog der Ball quer durch den 5er, kein TuS`ler kam dran. Der Druck, den die Gäste inzwischen ausübten zeitigte Erfolg in der 67. Minute. Eine Flanke von links köpfte Sören Klappert zum 1:1 Ausgleich ins Netz.
Im Getümmel vor der Torlinie war in der 77. Minute der kurz zuvor eingewechselte Gästestürmer Selim Dengüzli gedankenschneller als alle anderen und staubte zur 2:1 Führung für seinen FC ab. Ein unnötiges und vermeidbares Tor aus Mechtersheimer Sicht, aber inzwischen eine verdiente Führung für den Tabellenführer.

Foto: Eric Veth versenkt den Foulelfmeter zum 1:0

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Tja, dann halt die 80. Minute, ein übles Foul und die absurden Folgen. Direkt an der Außenlinie exakt auf Höhe der Mittellinie wurde Kevin Selzer ballführend von zwei Karbachern bedrängt, ein dritter kam angerauscht und fegte Selzer mit Schmackes zu Boden. Aus meiner Sicht (direkt drüber auf dem Mechtersheimer Presseturm) eine Aktion, die absolut die (dunkel-)rote Karte verdient gehabt hätte. Soweit ich das mitbekommen habe, gab`s (nur) gelb dafür. Dass Selzer nicht schwer, konkret gesagt gar nicht verletzt worden war, war pures Glück.
Wie ich sahen das scheinbar auch die Spieler in blau und die auf der Mechtersheimer Bank. Plötzlich entstand ein Tumult, der total unübersichtlich war und zu kontrollieren sowieso nicht. Die Quintessenz der mehrminütigen Unterbrechung war, dass Dominik Bach von einem Karbacher Betreuer einen Faustschlag ins Gesicht versetzt bekommen hatte und nicht weiter spielen konnte (für ihn kam Georg Ester). Aufgrund dieser Tatsache war nach Spielschluss die Rede davon, dass Mechtersheim Protest gegen die Wertung des Spiels einlegen wolle.

Foto: Vollversammlung vor der Gästebank
Um weiteren Fragen vorzubeugen; NEIN, es sind keine Fotos vorhanden, die beweisenden Charakter haben!

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Nach einigen Minuten hatten sich alle einigermaßen abgeregt, es konnte weiter gespielt werden. Allerdings nur um wenige Minuten später wieder fast zu eskalieren. In einem Kopfballduell setzte nach Ansicht des Schiedsrichters, der gut stand und eine ebensolche Sicht hatte, Eric Veth seinen Ellenbogen ein und quittierte dafür die Rote Karte. Wahrscheinlich berechtigt, dennoch zu dem Zeitpunkt und angesichts der Vorkommnisse eine harte Entscheidung, die nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter beitrug.
Das 3:1 in der 91. Minute durch Enrico Köppen erfreute zwar die Karbacher und deren Fans, tat aber nichts wesentliches mehr zur Sache. Nicht viel später pfiff Thorsten Braun ab. Immerhin, nach Spielende gab es zwischen den Kontrahenten keine Probleme mehr – der Rede-, Diskussions- und Klärungsbedarf war jedoch nachvollziehbarerweise sehr groß.

Foto: Rote Karte für Veth

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Die aufgrund der Handgreiflichkeiten herbei gerufene Polizei befragte beteiligte Personen. Dabei war zu vernehmen, dass der Karbacher Betreuer zugab, jemanden im Gesicht getroffen zu haben, allerdings sei auch er selbst im Gesicht getroffen worden.
Mal schauen, wie das weiter geht. Vielleicht dürfen wir diese Partie ja nochmal genießen…

Bilder vom Spiel

A-Klasse: SV Altdorf-Böbingen – FV Berghausen

A-Klasse: SV Altdorf-Böbingen – FV Berghausen 2:2 (2:0)

Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. Dieses hier nicht. Dem Schiedsrichter gefiel die Partie so gut, dass im Endeffekt 102 Minuten Spielzeit verbucht werden konnten. Obwohl es keine gravierenden Unterbrechungen gab, wurde die 1. Halbzeit um fast 5 Minuten überzogen, die zweite um fast 8 Minuten.
Bemerkenswert auch die Tatsache, dass der FV Berghausen 3-4 gute Torchancen hatte, aber mit einem 0:2 Rückstand den Gang in die Kabine antrat. Eigentlich hatten die Gäste die bessere Spielanlage, wenn auch meistens doch etwas zu kompliziert agiert wurde, konnten allerdings aus ihren Möglichkeiten kein Kapital schlagen. Das Zielwasser fehlte oder es stand der gute Marc Mattern, Torhüter der Gastgeber, im Weg. Da auch hinten nicht alles optimal lief, waren die (vermeidbaren) Gegentore eine logische Folge.
In der 20. Minute durfte Nils Brendel im 16er des FVB ungestört annehmen, sich drehen und einnetzen, 1:0. Auch beim 2:0 in der 26. durch Simon Hartmann – Abschluss von rechts ins lange Eck – hielt sich die gegnerische Abwehr vornehm zurück.

In den ersten 10 Minuten nach Wiederanpfiff versäumte es der SV bei 2-3 guten bis sehr guten Aktionen das dritte oder gar vierte Tor nachzulegen – die schnelle Entscheidung war möglich. Im Anschluss an diese Drangphase der Gastgeber war plötzlich der FVB offensiv wieder stark präsent. Innerhalb von 11 Minute scheiterte man 3-mal am Alu.
56. Dario Tolone aus 18m an den Pfosten
63. Christoph Magin aus 20m an die Querlatte
67. Matteo Feuerstein Abschluss an die Querlatte

Zwei Kopfbälle führten zum Punktgewinn der Gäste

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Dazwischen (58. Minute) stand auch wieder Mattern einem Torerfolg der Gäste im Weg. Da allerdings auch Bastian Schneider seine zwei Großchancen (72., 75.) nicht verwerten konnte, blieb es (noch) beim 2:0.
Als bei Altdorf-Böbingen ein wenig die Kräfte schwanden und Berghausen offensiv nochmal eine Schippe drauf legte, war es in der 76. Minute soweit. Nils Jäger gelang per Kopfball nach einer Ecke der 1:2 Anschlusstreffer. 5 Minuten später war es erneut ein Kopfball, diesmal nach einer weiten Flanke, der zum 2:2 Ausgleich einschlug. Wie Jäger zuvor war hier auch Matteo Feuerstein ziemlich ungestört an den Ball gekommen. Wie erwähnt, die Kraft schwand und somit auch die Konzentration.
Und dennoch wäre dem SV Altdorf-Böbingen fast noch der Siegtreffer gelungen. In der 98.(!) flog ein Abschluss an die Latte, der abprallende Ball dem eingewechselten Sascha Kadel vor die Füße und der wiederum scheiterte am super reagierenden Tobias Thomas, dem Torhüter der Gäste.
Da Schiedsrichter Mandred Barudio ja nicht unbegrenzt weiter spielen lassen konnte, war dann auch gleich Schluss. Von den auf beiden Seiten vorhandenen Torchancen her, wäre jedes denkbare Ergebnis in fast beliebiger Höhe möglich gewesen, aber 4 Tore sind in Ordnung und die Punkteteilung ist insgesamt gerecht.

Kreispokal: SG Albersweiler/​Eußerthal – FSV Freimersheim

Kreispokal: SG Albersweiler/​Eußerthal – FSV Freimersheim 2:7 (0:5)

Auf der Anlage des TuS Albersweiler hat man eine schöne Aussicht auf den direkt angrenzenden Haardtrand. Dem konträr gegenüber standen die sportlichen Aussichten der SG Albersweiler/​Eußerthal gegen den Tabellenführer der A-Klasse Südpfalz. Nicht nur, dass man in seiner B-Klasse im Tabellenkeller steckt, man musste auch stark ersatzgeschwächt antreten.

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Wenn auch im Pokal vieles möglich ist, hier blieb die Überraschung aus. Freimersheim war von Anfang an klar überlegen und lag bis zum Kabinengang deutlich mit 5:0 vorne.

Tore der 1. Halbzeit
5. 0:1 Denis Tomas (Assist Joshua Moos)
20. 0:2 Josgua Moos
21. 0:3 Safak Metin
28. 0:4 Safak Metin
34. 0:5 Nicolas Freymeyer (Kopfball nach Eckball)

Grundlegend konnte sich an dem Ergebnis nichts mehr ändern, also machte ich mich in der Halbzeitpause auf den Heimweg.
Damit verpasste ich 2 Tore der Gastgeber (1:5 Mirco Seiter; 2:7 Niklas Imhof), die sich für ihre Verhältnisse und angesichts der personellen Umstände gut schlugen, aber insgesamt natürlich absolut chancenlos waren. Auch Freimersheim gelangen noch zwei Treffer (1:6 Denis Thomas; 1:7 Dennis Hartweck) zum auch in der Höhe verdienten Pokalerfolg.

Der Zuschauerzuspruch war mit knapp über 50 sehr dürftig. Rolf Göttel aus Wernersberg sprang kurzfristig ein für den angesetzten Schiedsrichter, der auf dem Weg nach Albersweiler einen Unfall (nur Blechschaden) hatte.

Landesliga: SV Geinsheim – FSV Schifferstadt

Landesliga: SV Geinsheim – FSV Schifferstadt 1:4 (1:2)

Zuschauer: 200

Bilder des Spiels im Foto-Shop

Verdienter Sieg für den spielerisch klar besseren Aufsteiger aus Schifferstadt

Der positive Aspekt für Geinsheim fand schon in der 2. Minute statt. Christoph Appel wurde im 16er gefoult und Pascal Nebel verwandelte den Strafstoß zum frühen 1:0. Den nächsten 11er hätte es in der 8. Minute geben können. Christian Wolff wurde von SVG-Torwart Sebastian Schindler unsanft gestoppt, der Ball war schon vorbei. Schiedsrichter Tobias Groh hatte das irgendwie anders gesehen.
Schifferstadt ließ sich weder von dem einen noch von was anderem beeiflussen und spulte unbeeindruckt sein Programm ab. Wolff besorgte in der 14. Minute den Ausgleich – siehe Foto.

Foto: Christian Wolff erzielt das 1:1 in der 14. Minute

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In der 36. wurde Wolff im Geinsheimer 16er gefoult; der Gefoulte trat selbst an, scheiterte an Schindler und hatte Glück, dass Felix Klein im Nachschuss erfolgreich war. Ähnliches Spiel nur 3 Minuten später (39.), wieder scheiterte Wolff mit dem Foulelfmeter an Schindler, der mit dem Schienbein parierte. Nur diesmal sprang der Ball nicht vor die Füße eines Schifferstädters. Somit blieb es bei der knappen Führung für die Gäste zur Halbzeitpause.

5 Minuten nach Wiederanpfiff (50.) machte André Heims mit seinem Treffer aus 18m zum 1:3 im Prinzip alles klar. Sicher waren da noch 40 Minuten zu spielen, aber Geinsheim schien nicht in der Lage, die abgeklärt agierenden Gäste nochmal ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Gut, man bemühte sich um eine früh beginnende Schlussoffensive und gab Gas. Aber mitten hinein in die sich anbahnende Druckphase beendete ein Torwartfehler die Hoffnung auf die Aufholjagd. Christoph Mehrl staubte nach einem Eckball zum 4:1 für den FSV ab.

Beeindruckend mit welcher Ruhe und sachlichen Abgeklärtheit der FSV Schifferstadt solche Partien absolviert und selbst bei recht offensichtlichen oder vermeintlichen Fehlentscheidungen nicht über den Schiri herfällt.

Verbandsliga: FV Dudenhofen – Hassia Bingen

Verbandsliga: FV Dudenhofen – Hassia Bingen 2:1 (0:0)

Zuschauer: ca. 150


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Bericht: T.W.

Im Spiel der Verbandsliga Südwest, trat Bingen als Tabellenfünfter in Dudenhofen auf dem Kunstrasen beim Tabellenvierten an.

Es entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein durchaus hochklassiges, jedoch chancenarmes Spiel. Zu gut waren beide Defensiven geordnet und konnten vor ihrem Gehäuse die wichtigen Zweikämpfe gewinnen. So dauerte es bis zur 16.Minute ehe Beytullah Kurtoglu über links sich klasse durchsetzte und mustergültig auf Mukerreu Serdar flankte. Serdar wuchtete den Ball per Kopf gegen die Laufrichtung von Torhüter Marcel Johann, aber dieser reagierte überragend und lenkte die Kugel neben das Gehäuse. Kurz vorher hatte Johann einen Weitschuss glänzend gehalten. In Minute 25 war es der sehr agile Philipp Schrimb, der Alexandru Baltateanu geschickt einsetzte. Baltateanu vergab aber aus abseitsverdächtiger Position diese Großchance – er setzte den Ball neben das Tor.

Es dauerte bis zur Minute 43, ehe die Gastgeber einmal gefährlich wurden. Julian Scharfenberger steckte den Ball auf der linken Seite gefühlvoll für Christopher Koch durch. Koch lief bis zur Grundlinie und legte überlegt auf Daniel Eppel ab. Eppel war bedrängt und legte nochmal mit Übersicht quer auf Soleiman Rostamzada. Dessen Schuss aus 17 Metern ging jedoch über das Gästetor. So blieb es verdientermaßen beim 0:0 zur Pause.

Die zweite Hälfte begann furios. In Minute 48 war es Schrimb, der in den Strafraum der Gastgeber eindrang, einen Gegenspieler gekonnt austanzte und dann den Ball super querspielte. Baltateanu ließ sich diese Chance nicht nehmen und netzte flach ins lange Eck ein, 0:1.

Ärgerlich für Dudenhofen, dass eine Minute vorher Koch alleine auf das Gästegehäuse zugelaufen wäre, der Schiedsrichterassistent jedoch fälschlicher Weise auf Abseits entschied. Dudenhofen war aber keineswegs geschockt durch die Gästeführung, und in Minute 54 prüfte Koch mit tollem Freistoß Gästetorhüter Nico Adami. Adami bestand die Prüfung bravourös – tauchte ins rechte untere Eck und parierte den tüclisch aufsetzenden Flachschuss.

Nur drei Minuten später tankte sich Koch links außen durch und spielte auf Scharfenberger quer. Dieser hatte Zeit den Ball anzunehmen und trocken, flach aus 12 Metern aufs Gehäuse zu bringen. Adami klärte den Schuss in Weltklassemanier per Fuß. In Minute 65 reagierte Trainer Christian Schultz und brachte mit Andreas Lange, Marius Schafhaupt und Tolga Barin frische Kräfte. Und alle drei konnten für Belebung sorgen. Leider versuchten es die Gastgeber zu oft mit hohen Bällen in die Spitze, da allerdings waren die Bingener bärenstark heute.

Aber in Minute 79 wurde mal schnell und flach auf Lange gespielt und dieser lief gemeinsam mit Koch in Überzahl gegen einen Abwehrspieler der Bingener aus 25 Metern halblinks auf das Tor zu. Jedoch verhielten sich die beiden Angreifer nicht clever und so wurde diese Großchance kläglich vergeben. Aber Dudenhofen gab nicht auf und so kam die 90. Minute. Lange setzte Tolga Barin schön ein und dieser ließ mit einem tollen Flachschuss Adami keine Chance. Überschwänglicher Jubel bei den Hausherren brach verständlicher Weise aus. Gerade hatte der gute Schiedsrichter Ingo Hess die 3 Minuten Nachspielzeit angezeigt. Und nun ging es richtig ab. Barin hatte nur 2 Minuten später die Riesenchance zum 2:1, er drosch den Ball aber aus 7 Metern über das Gästegehäuse.


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Nun dachten wohl alle, das wäre es gewesen. Aber Dudenhofen holte noch einmal einen Freistoß aus 20 Metern fast auf der linken Außenlinie heraus. Koch trat diesen mit rechts gefühlvoll in den Strafraum und Kevin Hoffmann war mit dem Kopf zur Stelle. Unglaublich, aber in den letzten 3 Minuten drehte Dudenhofen das Spiel und Bingen stand mit leeren Händen da. Das Spiel wurde gar nicht mehr angepfiffen, der Heimsieg war perfekt.

Fazit: Dudenhofen zeigte tolle Moral und wurde belohnt. Bingen mit einer guten Vorstellung, allerdings in den Schlussminuten zu unkonzentriert.