Verbandspokal: TuS Mechtersheim – Jahn Zeiskam

TuS Mechtersheim – Jahn Zeiskam 3:1 (2:1)

Bericht und Fotos: T.W.

In einem sehr flotten Spiel setze sich der Gastgeber letztendlich verdient durch.

150902_213406_img_9736_mechtersheim_zeiskam_twSchon in der 2. Spielminute setzte sich Krämer Maximilian gekonnt auf links durch, legte den Ball überlegt auf Eric Veth quer, welcher mit einem unhaltbaren Flachschuss aus ca. 13 Metern ins lange rechte untere Eck traf. In der 13. Spielminute war es wieder Veth, der nach einer flachen Ecke auf den kurzen Pfosten sich gekonnt um seinen Gegenspieler herumdrehte und Steffen Hess aus kurzer Distanz keine Chance lies. Nur eine Minute später bereitete Veth durch einen tollen Pass in die Schnittstelle der Gästeabwehr auf Krämer die nächste 100%ige Torchance vor. Krämer überlief Hess und setzte den Ball aber zum Glück für Zeiskam nur an den Pfosten.

Foto rechts: Florian Simon (TuS Mechtersheim)

Bis zur 35. Spielminute hatte man ncht das Gefühl, dass die, gegenüber dem Punktspielsieg am Sonntag in Mechtersheim, auf vier Positionen veränderten Gäste heute etwas reißen könnten. Zu ängstlich war der Spielaufbau und zu leicht wurden die Bälle verloren. Aber man muss auch ganz klar feststellen, dass dies die Gastgeber mit ihrem konsequenten Pressing so erzwangen. Gerade ihr Kapitän Andreas Brill kommunizierte sehr viel und lautstark und ordnete damit sein Team von hinten raus. Beeindruckend war es mit anzusehen, wie die Mannschaft als kompletter Verbund sehr gut funktionierte und nicht einen Torschuss des Gegners zuließ.
Aber so ab der 35. Spielminute konnten die Gäste langsam das Geschehen offener gestalten und in der 39. Spielminute setzte sich Eric Kiefer toll auf der linken Außenbahn durch und flankte Punktgenau auf Leonhard, der mit einer Direktabnahme erfolgreich war. Andre Lacroix hatte keine Abwehrmöglichkeit und musste somit mit dem ersten Torschuss das 1:2 hinnehmen.

Dies war der Startschuss zu einer tollen Schlussphase der 1. Halbzeit. Nur zwei Minuten später setzte sich Ietro auf dem rechten Flügel gekonnt durch und flankte genau auf den Kopf von Ester. Dessen wuchtiger Kopfball aus 6 Metern wurde jedoch von Hess hervorragend pariert. Allerdings gab es einige Stimmen, die den Ball hinter der Linie gesehen haben wollen, was selbstverständlich nichts an der Schiedsrichterentscheidung änderte. Im Gegenzug setzte sich Kiefer wieder gekonnt auf links durch und diesmal schloss er selbst ab. Lacroix aber war zur Stelle und drehte den platzierten Flachschuss um den Pfosten. Der folgende Eckball brachte nichts mehr ein und somit wurde von dem leider nicht immer sicheren Schiri Kokott zur Pause gepfiffen.

In der Pause musste Jerome Mitchell, der einige Probleme mit Krämer hatte, verletzungsbedingt durch Tolga Tuna ersetzt werden. Auch Eric Kiefer wurde lange behandelt, er biss sich aber durch. Die ersten Minuten nach der Pause gehörten wieder den Gästen und in der 55. Spielminute lupfte der agile Kiefer einen Traumpass auf Leonhard, der von Lacroix nur durch ein vermeintliches Foulspiel gebremst werden konnte. Es gab Elfmeter und berechtigter Weise nur Gelb!

Elfmeter, da war doch was…!? Ja, am vergangenen Sonntag gab es auch einen für die Gäste und den verwandelte Eric Kiefer souverän. Überraschenderweise ging er diesmal nicht zum Punkt, sondern lief zur Außenlinie, um mit dem mitgereisten Anhang zu diskutieren, warum man bis dahin schon zwei „unnötige“ Tore bekommen hatte. Besser wäre es gewesen, er hätte seinen Job gemacht und den Elfer getreten. Dies machte aber Serkan Toker… und er machte es schlecht. Er verlud zwar Lacroix, schob jedoch den Ball rechts am Tor vorbei.

Und dies war wohl der Knackpunkt der Begegnung, denn nur zwei Minuten später schlug Ietro einen tollen Ball quer über den Platz auf Krämer. Dieser setzte sich wieder gekonnt in Szene und bewies erneut Übersicht, indem er dem mitgelaufenen Florian Simon die Kugel mustergültig quer legte. Simon netzte dann überlegt aus ca. 14 Metern ein, unhaltbar für Hess.

Nur einmal noch konnten sich die Gäste richtig gefährlich vor dem Mechtersheimer Kasten präsentieren. Der in der 61. Spielminute für Maurice Hafner eingewechselte Pascal Thiede lief alleine auf Lacroix zu. Doch anstatt den frei mitlaufenden und ebenfalls eingewechselten (61. Minute für Toker) Christopher Koch zu bedienen versuchte er es selbst und schoss am Tor vorbei. Hier wäre unter Umständen nochmals ein Elfer möglich gewesen, denn er wurde vor dem Torabschluss von hinten gestoßen.

Dies alles spielte sich in Minute 76 ab und war der letzte offensive Höhepunkt der Gäste. Die Gastgeber hatten durch Ietro noch einen vielversprechenden Abschluss, jedoch war hier Hess zur Stelle. So wurden die letzten 11 Minuten ziemlich unaufgeregt und souverän nach Hause geschaukelt, und das Weiterkommen war Fakt. 250 Zuschauer hatten ihr Kommen nicht bereut und verabschiedeten beide Mannschaften mit Applaus. Ein flottes und umkämpftes Spiel fand den letztlich verdienten Sieger.

Interviews nach dem Spiel:

Sahin Pita (Gästetrainer): „Die ersten 30 Minuten meiner Mannschaft waren einfach zu schwach. Danach haben wir besser ins Spiel gefunden und nach dem 1:2 auch besser gespielt. Knackpunkt war sicherlich der vergebene Elfmeter. Jedoch habe ich heute den absoluten Siegeswillen des Teams vermisst. Ein extra Lob muss ich dem A-Jugendlichen Jan Stubenrauch machen, der innerhalb weniger Tage hier solche zwei Spiele abgeliefert hat. Großen Respekt davor.“

Manfred Schmitt (Trainer der Gastgeber): „Meine Mannschaft hat nach dem verlorenen Spiel am Sonntag heute die richtige Antwort gegeben. Wir waren der hochverdiente Sieger und ich hätte schon vor dem Spiel alles auf meine Truppe gewettet. Die Stimmung war schon am Montag im Training hervorragend und man merkte einfach, dass alle diese Niederlage sofort wieder vergessen machen wollen. Alleine die Chancenverwertung muss noch besser werden. Es freut mich natürlich gerade für Florian Simon, dass er heute das 3:1 machen durfte und somit die Enttäuschung vom Sonntag vergessen ist.“

Florian Simon (Torschütze zum 3:1 Endstand): „Natürlich freue ich mich über mein Tor und unser Weiterkommen. Den alten Kollegen aus Zeiskam wünsche ich alles Gute für die Runde. Unsere Mannschaft muss ich heute loben – das war ein Sieg des Kollektivs.“


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