Verbandspokal: SV Geinsheim – TuS Mechtersheim

SV Geinsheim – TuS Mechtersheim 2:1 (1:1)

Durch einen Treffer von Pascal Nebel in der letzten Minute der Nachspielzeit bezwingt Geinsheim den favorisierten Verbandsligisten Mechtersheim und zieht in das Viertelfinale ein. Nebel hatte auch schon das 1:0 erzielt; Florian Simon war per Freistoß der Ausgleich gelungen.
Der Sieg sei laut SVG-Trainer Rudi Brendel aufgrund der Situation, die zu dem Tor führte und des Zeitpunktes etwas glücklich, aber insgesamt nicht unverdient, da man in den 92 Spielminuten bessere Torchancen hatte als der TuS Mechtersheim.

Zuschauer: 330

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Bericht: T.W.

Das Pokalachtelfinale begann rasant und schon in der 3. Spielminute Christoph Appel hatte eine durchaus nennenswerte Torchance für die Geinsheimer. Er schoss allerdings über das Tor. Danach nahmen die Mechtersheimer erstmal das Heft in die Hand und in der 8. Spielminute gab es die erste 100%ige Torchance. Thorsten Ullemeyer schaffte es jedoch nicht, einen Meter vor der Torlinie stehend den Ball ins Geinsheimer Gehäuse zu befördern, stattdessen geriet sein Kopfball zur Kerze. Im zweiten Versuch war Torwart Sven Herzog zur Stelle und klärte zur Ecke. In der 10. Minute hatte Maximilian Krämer eine gute Chance und in der 12. Spielminute köpfte Ullemeyer toll aufs Tor, aber Herzog rettete bravourös.
Nach diesen Chancen bekam Geinsheim es besser in den Griff, die Mechtersheimer von ihrem Gehäuse fern zu halten. Florian Simon, der heute aufgrund diverser Ausfälle in die Viererkette zurückgezogen werden musste, spielte in Minute 13 einen zu kurzen Rückpass und Appel spritzte dazwischen. Doch Andre Lacroix hatte gut aufgepasst und konnte gerade noch vor Appel klären. Zwei Minuten später stand der Torwart der Mechtersheimer erstmals richtig im Mittelpunkt. Appel hatte sich toll durchgesetzt, sein Abschluss gegen die Laufrichtung von Lacroix war auch stramm und platziert, aber der Keeper reagierte gut, im Nachfassen hatte er den Ball sicher.

Das 1:0 für Geinsheim erzielte Pascal Nebel in der 30. Minute, nachdem er von Marius Manger schön freigespielt wurde. Aus spitzem Winkel netzte er ins lange Eck ein. Postwendend versuchte Mechtersheim in Person von Krämer zu antworten, sein Schuss ging aber übers Tor. In der 37. Minute dann die erste Unsicherheit von Lacroix. Auf einen langen, hohen Ball in den 16er rief er laut und deutlich „Leo“, verpasste diesen aber und die Abwehrspieler konnten gerade noch klären. Zwei Minuten später wurde Ismael Imre regelwidrig gestoppt und es gab Freistoß aus sehr guter Position, 18 Meter vorm Tor der Geinsheimer. Simon trat an und versenkte den Ball flach links an der Mauer vorbei ins Torwarteck zum 1:1.
Zwei Fehler bei diesem Freistoß wurden von Herzog gemacht: Erstens stand die Mauer zu weit rechts, zweitens positionierte er sich unglücklich dahinter und konnte somit den Ball nicht halten. In Minute 40 tauchte Nebel nochmals frei vor dem Mechtersheimer Tor auf, vergab aber. Somit wurden die Seiten mit dem nicht unverdienten Remis gewechselt.

Die 2. Halbzeit ist schnell erzählt. Geinsheim schaffte es weitgehend die Mechtersheimer nicht mehr zu gefährlichen Chancen kommen zu lassen. Ausnahmen waren die Aktionen von Eric Veth in der 74. Minute nach toller Vorarbeit von Lucian Petrescu und ein schöner Schuss von Petrescu selbst. Diesen allerdings hielt Herzog klasse. Überhaupt war in der 2. Halbzeit Petrescu der Aktivposten der Mechtersheimer, er ackerte und rackerte unermüdlich auf der linken Außenbahn. Geinsheim wiederum hatte durch Appel zwei Mal die Chance zur Führung; in der 49. Minute sowie in der 83. nach tollem Steilpass von Noel Rapp.

Als sich alle schon auf die Verlängerung eingestellt hatten – der souverän leitende Schiedsrichter Fabian Vollmar hatte zuvor 2 Minuten Nachspielzeit angezeigt – passierte doch noch etwas. Ein langer Befreiungsschlag der Geinsheimer flog in den Mechtersheimer 16er. Lacroix kam wieder mit dem lauten Ruf „Leo“ raus. Der Keeper rutschte aber aus und der Ball sprang über ihn hinweg. Der clever nachsetzende Nebel nahm die Kugel auf, lief noch ein paar Meter quer aufs Tor zu und lochte zum entscheidenden 2:1 ein, in der 92. Spielminute. Kurz darauf war Schluss und es brach ein grenzenloser Jubel bei der Mannschaft und den Anhängern des SV Geinsheim aus.

Der Pokal hat wieder einmal seiner eigenen Gesetzen genüge getan und der Underdog hat sich nicht unverdient durchgesetzt. Sicherlich hatten die Mechtersheimer mehr Ballbesitz, aber die klareren Chancen hatte Geinsheim.

Trainerstimmen nach dem Spiel

Manfred Schmitt (TuS Mechtersheim): „Es war schwierig heute gegen einen sehr tief stehenden Gegner Torchancen zu erarbeiten. Auch hat man gesehen, dass die Ausfälle nicht zu kompensieren waren. Die Spieler aus der 2. Reihe, die heute ihre Chance bekamen, haben sie nicht unbedingt genutzt. Darüber müssen wir im Nachgang reden. Gratulation natürlich an den Gegner.“

Rudi Brendel (SV Geinsheim): „Ganz großes Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben heute ganz toll gekämpft und definitiv nicht unverdient gewonnen. Ein Klassenunterschied war nicht festzustellen. Ich bin rundum zufrieden. Wir haben letztes Wochenende beim 6:1 in Alzey schon gezeigt, dass wir sehr gut drauf sind. Hoffentlich können wir diese Form in den restlichen Spielen des Jahres beibehalten. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Dann hier gleich noch der Hinweis auf das letzte Achtelfinalspiel am Donnerstag

FSV Offenbach - Wormatia Worms


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