Verbandsliga: FSV Offenbach – ASV Fußgönheim

FSV Offenbach – ASV Fußgönheim 0:5 (0:1)

Tore: 0:1 David Braun (7.), 0:2 Talha Demirhan (51., FE), 0:3 Ronald Kesselring (60.), 0:4 Said Rhannam (81.), 0:5 Prince Jubin (88.)

Bes. Vork.: rote Karte für Christoph Gadinger (51., Notbremse); gelb-rot Dominik Bach (82., Foul und meckern); Rhannam bricht sich den Finger, spielt weiter und erzielt ein Tor

Das war ein suboptimaler Start des FSV Offenbach in die Runde. Ein 0:5 darf man getrost als Klatsche bezeichnen, auch wenn es gegen den schon im Vorfeld hoch gehandelten ASV Fußgönheim ging. Dazu der Platzverweis und eine gelb-rote Karte.

Vor dem 0:1 hatte der Gast bereits in der 5. die große Chance in Führung zu gehen. Die vereitelte Christoph Gadinger noch mit einer guten Reaktion. Geschlagen geben musste er sich zwei Minuten später (7.) gegen den Abschluss von David Braun. Bei dem Treffer wurde von Offenbacher Seite heftigst Abseits moniert; der Linienrichter hatte keins gesehen und die Meinungen unter den Zuschauern gingen weit auseinander. Eindeutig zu klären war das natürlich nicht mehr, das Tor zählte jedenfalls.

In dem Zusammenhang wurde von denen, die in der Situation zuvor ein Abseits erkannt hatten, der Nicht-Elfmeter-Pfiff der Schiedsrichterin in der 10. Minute als Konzessionsentscheidung gesehen. Der Fußgönheimer Stürmer hatte im 16er den Ball am entgegen kommenden Gadinger vorbei gespielt und wurde vom Torsteher zu Fall gebracht. Von auf Höhe der Mittellinie sah das nach einer klaren Angelegenheit aus, Strafstoß und rot für Gadinger. Was genau nun Schiedsrichterin Hanna Schlemmer gesehen und deswegen nicht gepfiffen hat wird ihr Geheimnis bleiben.

Nach dem Rückstand und einer von den Gästen dominierten Anfangsphase kam der FSV besser ins Spiel und gestaltete die Partie bis zur Halbzeitpause offener. Die knappe Führung für Fußgönheim ging in Ordnung und für Offenbach wäre dies in der 2. Halbzeit zu korrigieren gewesen – theoretisch. Wäre da nicht die 51. Minute gewesen. Bei einem weiten Schlag des ASV Richtung Strafraumkante kam Gadinger angerannt, verpasste den Ball, aber nicht den Gästestürmer. Den rannte er um. Jetzt war es im Gegensatz zur 10. Minute so weit, Elfmeter und Platzverweis. Nach Gadingers Ansicht, geschah das Foul knapp außerhalb des 16ers und letzter Mann mag er auch nicht gewesen sein. Ob letzter Mann oder nicht sei dahin gestellt, es war die Verhinderung einer klaren Torchance, also rote Karte gerechtfertigt. Den Strafstoß versenkte der Gefoulte, Talha Demirhan, selbst, 0:2.
Für Gadinger war Dennis Mandery ins Gehäuse gegangen und Kapitän Sebastian Kauz musste auf der Bank Platz nehmen.

Danach mühte sich Offenbach weiterhin um Linie, war aber in Unterzahl chancenlos. Die restlichen drei Tore fielen in regelmäßigen Abständen. In der 60. vollendete Ronald Kesselring einen schnellen Gegenangriff zum 0:3. In der 81. erzielte Said Rhannam, der trotz eines gebrochenen Fingers weiter spielte, das 0:4. Und der eingewechselte Prince Jubin war in der 88. auf und davon und hatte keine Mühe an Mandery vorbei zum 0:5 einzuschieben. Zu dem Zeitpunkt befand sich der FSV Offenbach in doppelter Unterzahl. Dominik Bach hatte sich in der 82. über die gelbe Karte für sein Foul beschwert und quittierte gelb-rot.

Fazit: Wenn man es so will, hat Offenbach 4 Gegentore in Unterzahl bekommen, eins davon in doppelter. Ob es für Offenbach bei numerischem Gleichstand zu was Zählbarem gereicht hätte? Unwahrscheinlich. Fußgönheim ist durchweg mit guten Einzelspielern ausgestattet, in der mannschaftlichen Geschlossenheit ist noch Luft nach oben. Letzteres gilt auch für den FSV. Sichtlich schwer wiegen aber die Abgänge von speziell Ullemeyer und Barin. Die konnten aus meiner Sicht (noch) nicht kompensiert werden.


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