Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FC Bienwald Kandel

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FC Bienwald Kandel 2:0 (1:0)

Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Eric Biedenbach (45.+2), 2:0 Max Krämer (~80.)

In einem packenden und sehr emotionalen Derby setzte sich Zeiskam (© www.pfalzfussball.de) hochverdient durch. Nachdem der Jahn zunächst 2-3 mehr oder weniger gute Chancen nicht nutzen konnte, gelang in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit die Führung. Nach einem Freistoß fast von der Eckfahne, herein gebracht vom guten Simon Stubenrauch, war innen Eric Biedenbach (© www.pfalzfussball.de) noch dran und lenkte die Kugel zum 1:0 ins Netz. Aus Kandeler Sicht war der Treffer unnötig, für Zeiskam jedoch zu diesem auch psycholgisch wichtigen Zeitpunkt mehr als verdient. Kandel hatte sich keine einzige echte Torchance erarbeiten können, und, das sei schon vorgemerkt, das blieb auch bis zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiris Fabian Knarr so. Knarr leistete sich in der zeitweise hitzigen Partie lediglich einen Fehler, der jedoch durchaus mit dem Argument „Fingerspitzengefühl“ akzeptiert werden kann.

Foto: Simon Stubenrauch (Nr. 4) wird gefeiert; Eric Biedenbach (ganze rechts) war wohl noch dran und wird offiziell als Torschütze geführt

Ungefähr in der 60. Minute wurde Kadir Seker, (© www.pfalzfussball.de) der keine Chance hatte das Unheil kommen zu sehen und evtl. auszuweichen, auf Höhe der Mittellinie an der Außenlinie derb von hinten gefoult. Das war, da kann es keine Diskussionen geben, eindeutig eine Rote Karte.

Bevor es aber überhaupt zu einer Entscheidung kommen konnte, stürzte ein Zuschauer auf den Platz und packte den Kandeler „Übeltäter“ am Kragen. Aufgrund der daraufhin folgenden massiven Rudelbildung, unterbrach Knarr das Spiel und forderte die Akteure auf, sich in die Kabinen zu begeben. Der gefoulte Seker konnte nach der ca. 10-minütigen Unterbrechung – inzwischen hatte sich die Aufregung wieder etwas gelegt – nicht weiter machen; für ihn kam Sebastian Meyer (© www.pfalzfussball.de) rein.
Einer ersten schnellen Diagnose zufolge war bei Kadir Seker nichts gebrochen; möglich, dass es „nur“ eine Prellung ist. Gute Besserung von hier aus.

Foto: „Platzsturm“ nach dem Foul an Seker – Schiri Fabian Knarr hatte schnell alles unter Kontrolle

Foto: Kadir Seker musste auf dem Weg zur Behandlung in der Kabine gestützt werden

Noch bevor der Wiederanpfiff erfolgte, musste sich Knarr entscheiden – er entschied sich für die Gelbe Karte für Yanik Wagner (© www.pfalzfussball.de). Nicht rot zu zeigen, kann nur so begründet gewesen sein, dass der Unparteiische es vermeiden wollte, die Stimmung mit einem Platzverweis weiter anzuheizen. Nach dem ganzen Tohuwabohu ging es recht gesittet weiter und Max Krämer (© www.pfalzfussball.de) machte ungefähr in der 80. den Sack zu. Nach einem Eckball von Biedenbach stieg er in arger Tornähe, 1-2m vor der Linie hoch und köpfte den Ball unter die Latte zum 2:0 ins Netz.

Fazit: Eine rundum gute Leistung der Zeiskamer Mannschaft gegen einen starken Gegner, der halt nur in der Offensive überhaupt nicht stattfand und somit gegen die absolut präsenten Gastgeber keine Chance hatte.

Foto: Max Krämer köpft nach Biedenbach-Ecke das 2:0

Bilder vom Spiel folgen

Foto: Ragte aus einer geschlossen guten Mannschaftsleistung noch ein wenig heraus – Eric Biedenbach, u.a. mit einem Tor und einem Assist

Verbandsliga: FC Speyer – SG Eintracht Bad Kreuznach

Verbandsliga: FC Speyer – SG Eintracht Bad Kreuznach 2:0 (0:0)

BILDERGALERIE vom Spiel

Fotos: 1. Minute der Nachspielzeit (90.+1); Kreuznachs Torwart faustet eine Speyerer Ecke genau vor die Füße des an der Strafraumkante stehenden Marvin Sprengling. Der zieht ab und trifft unter die Latte zum inzwischen kaum mehr erwarteten 1:0

Fotos: 2. Minute der Nachspielzeit (90.+2); Der eingewechselte Rosario Vinciguerra läuft allein auf Marco Seyfert zu, umspielt ihn und schiebt ein zum 2:0

Bilder vom Spiel folgen

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – TuS Rüssingen

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – TuS Rüssingen 2:1 (2:1)

Nach einer großartigen Flank,e von Bartosz Franke und einem Kopfball von Ivica Dzijan ging Rüssingen in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Kadir Sekers sicher verwandelter Foulelfmeter in der 24. bedeutete den 1:1 Ausgleich. Den Siegtreffer vor 225 Zuschauern bereitete Seker mit einem Freistoß vor. In der Box verlängerte Noel Rapp zum 2:1 in der 45. Minute.

Der fußballerisch qualitativ hochklassigen 1. Halbzeit folgte eine sehr spannende zweite. Zeiskam bemühte sich mit dem 3. Tor die Sache zu entscheiden, während die Gäste mit aller Macht um den Ausgleich kämpften. Tore gelangen jedoch nicht mehr und so blieb es beim knapp verdienten Sieg Zeiskams – ein Unentschieden wäre aber auch nicht ungerecht gewesen.

Foto: Kadir Seker verwandelt den Elfer zum 1:1

Foto: Den Freistoß von Seker (Nr. 11) verlängert Rapp (Nr. 17) zum Sieg

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – LSC

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – LSC 3:4 (1:1)

Tore: 1:0 Pascal Thiede (8.), 1:1 Prince Jubin (43.), 1:2 Mikail Terzi (63.), 1:3 Julien Jubin (68.), 2:3 Eric Biedenbach (85.), 3:3 Domenico Bottaccio (90.), 3:4 Julien Jubin (90.+2)

Schon in der 6. Minute musste Steffen Hess eine Glanzreaktion auf den Rasen bringen, um gegen den Abschluss von Prince Jubin den frühen Rückstand zu verhindern. Quasi im Gegenzug gelang Zeiskam das 1:0. Kadir Seker ging rechts im Sprint durch, flankte fast von der Grundlinie wunderschön nach innen, wo Pascal Thiede am langen Pfosten unbedrängt einköpfen konnte. Ein klasse Konter, konsequent und erfolgreich durchgezogen.

In der Folge bestimmten die Gäste durch feines Offensivspiel das Geschehen und der Ausgleich in der 43. Minute war hoch verdient. Nach einem langen Pass war Prince Jubin plötzlich in der Zeiskamer Hälfte alleine auf weiter Flur und überlupfte den ihm entegegen kommenden Hess mit viel Gefühl, 1:1. Damit ging es in die Pause.

Foto: Super Reaktion von Steffen Hess gegen den Abschluss aus kurzer Distanz von Prince Jubin (verdeckt)

Recht kurios war das Tor zum 1:2 für den LSC in der 63. Minute. Fast von der Eckfahne traf Mikail Terzi in den langen Winkel. Was als Flanke gedacht war, mutierte zu einem für Zeiskam überraschenden Einschlag. Als Julien Jubin in der 68. das 1:3 gelang, schien der Auswärtssieg gesichert. Allerdings hatte man nicht mit der Zeiskamer Kampfkraft gerechnet. Die wütenden Angriffe mündeten in der 85. Minute zum 2:3 Anschluss. Eine gute flache Hereingabe von Fabian König konnte Eric Biedenbach einschieben.

Und als dann Domenico Bottaccio in der 90. aus 18m per Flachschuss ins Eck traf, sah es aus als wäre die Punkteteilung in der letzten Sekunde erreicht. Aber in der 2. von 3 berechtigten Nachspielminuten gelang Julien Jubin der Treffer zum – so bitter es aufgrund des späten Zeitpunktes für Zeiskam auch sein mag – insgesamt verdienten 4:3 Auswärtserfolg.

Foto: Was die beiden Jubins, hier Julien Jubin verfolgt von Noel Rapp, offensiv ablieferten war eine regelrechte Augenweide. Dass der LSC ein famoses Spiel auf den Platz zauberte, anerkannten fairerweise auch einige Zeiskam-affinen Zuschauer

Die 275 Zuschauer sahen an der Sauheide ein gutes und sehr unterhaltsames Verbandsligaspiel und phasenweise ein regelrechtes Offensivspektakel, vor allem vom Ludwigshafener SC. Zeiskam offenbarte teilweise spielerische Defizite, die zu Beginn und vor allem in der grandiosen Schlussphase durch Einsatz und Kampf ausgeglichen wurden.
Unabhängig vom Endergebnis muss man beiden Mannschaften ein Lob zollen und danken für unterhaltsame 90 (+3) Minuten.

Foto: Verständlich der Jubel nach dem 2:2 in der 90. – ein Punkt schien gerettet nach einem Zweitorerückstand

Foto: Am Ende jubelten nur die LSC`ler

Verbandsliga: FC Speyer – Arminia Ludwigshafen

Verbandsliga: FC Speyer – Arminia Ludwigshafen 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Pantano (70.), 1:1 Backmann (87.)
Zuschauer: 350

Letztendlich war es ein gerechtes Unentschieden in einem, vor allem in der zweiten Halbzeit hochklassigen Spiel.
Der favorisierte Gast aus Ludwigshafen trat denn auch so auf und bestimmte in der 1. Halbzeit die Partie, ohne sich allerdings, wie Speyer auch nicht, wirklich zwingende Torchancen erarbeiten zu können. Nach anfänglichem Abstasten – bis zur 22. Minute hatte jeder der Protagonisten jeweils einen Torschuss zu verbuchen – nahm das ganz etwas mehr Fahrt auf. Die erfolgversprechendste Offensivaktion war ein Freistoß von Tim Amberger (Arminia) in der 31. Minute, der von Sascha Rausch gut pariert wurde. So ging es torlos in die Pause.

Foto: Sekunden vor Schluss hatte Ugo Nobile den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am großartig haltenden Kevin Urban

Nach Wiederanpfiff dominierte die Arminia zunächst die Sache komplett und ging vollkommen verdient in der 70. durch Nico Pantano mit 1:0 in Führung. Der eingewechselte Jannik Styblo hatte rechts außen unwiderstehlich vorgearbeitet und auch den innen, am kurzen Pfosten frei stehenden Pantano nicht übersehen.
Speyer wollte sich nicht geschlagen geben und antwortete mit vielen guten und gefährlichen Angriffen. In der 84. scheiterte Marvin Sprengling aus doch recht spitzem Winkel an Kevin Urban. In der 85. konnte ein Speyerer Kopfball grade noch so von der Linie geköpft werden – einige hatten die Kugel hinter der Linie gesehen, aber der Schiedsrichterassistent stand gut und entschied zurecht auf Nicht-Tor.

In der 87. war es jedoch soweit – nach einer weiteren Hereingabe landete der als kleine Bogenlampe angesetzte Kopfball von Oldie (but Goldie) Andreas „Backi“ Backmann unhaltbar im Netz. Das war das umjubelte, weil mit viel Wille erkämpfte und inzwischen hoch verdiente 1:1 Unentschieden. Wenige Momente vor dem Schlusspfiff tauchte der Youngster Ugo Nobile allein vor Urban auf, scheiterte aber an dessen Erfahrung und der guten Reaktion beim Herauslaufen – da war sogar die Sensation, ein Sieg über den Meisterschaftsfavoriten drin. Es blieb bei der Punkteteilung in einem würdigen Spitzenspiel.

Foto: Man of the Match, Andreas Backmann – hielt den Laden hinten zusammen, baute auf und erzielte den Ausgleichstreffer

Verbandsliga: FSV Offenbach – Hassia Bingen

Verbandsliga: FSV Offenbach – Hassia Bingen 2:3 (1:2)

Alles (fast) wie immer in dieser Saison – nicht schlecht gespielt und trotzdem (wieder) verloren.

Hätte Alex Wiemers 23 Sekunden nach dem Anpfiff seine Großchance genutzt, wer weiß… aus freier Position schob er den Ball neben den Binger Kasten. Die Strafe folgte in der 19. Minute, als sich Dominik Ahlbach zentral durchsetzte und Dennis Mandery keine Chance ließ, 0:1. Mit dem 0:2 in der 26. durch Espen Lautermann schien die Entscheidung für die favorisierte Hassia schon gefallen. Der schnelle Anschluss zum 1:2 nur 2 Minuten später (28.), erzielt von Wiemers, ließ wieder Hoffnung aufkeimen im Queichtalzentrum. Ein Punkt wäre zumindest gut für die Moral, aber nur drei Punkte brächten die Wünstel-Truppe einigermaßen weiter im Ansinnen, wenigstens vor Mombach zu bleiben – und damit noch eine klitzekleine Chance auf den Ligaverbleib zu haben – und nicht als Tabellenletzter die Runde abzuschließen.
Nach der heutigen Niederlage muss man für den aktuellen Spieltag auf Idar-Oberstein (zuhause gegen Mombach) hoffen und am letzten Spieltag in Bad Kreuznach nochmal alle Kräfte für einen Sieg bündeln.

Foto: Das 0:1 von Dominik Ahlbach (Nr. 25)

Foto: Das hätte der 2:2 Ausgleich sein können. Timo Steigner scheitert an Fabian Haas

In der 68. hatte Timo Steigner die große Chance zum Ausgleich. Sein Abschluss war zu schwach und nicht platziert genug, um Fabian Haas zu überwinden. Nicht 2:2, sondern 1:3 hieß es 4 Minuten später. In der 72. wurde der eingewechselte Fabian Liesenfeld bei seinem Sololauf eher begleitet denn gestört, 1:3. Indisponiert war auch die Gästeabwehr inklusive Torwart Haas in der 76. als Tim Hörner nach einer Flanke das 2:3 erzielen konnte. In der Schlussviertelstunde folgte noch die ein oder andere Halbchance für Offenbach; der eingewechselte Thomas Gottlieb sorgte für ein wenig Betrieb vorne. Aber zwingend war das nicht mehr und es blieb bei der knappen Niederlage.

Offiziell wurden vor dem Spiel die sicheren Abgänger verabschiedet (vlnr): Marco Hust, Tim Fischer, Timo Steigner, Alex Wiemers

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FSV Offenbach

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FSV Offenbach 5:0 (1:0)

Zuschauer: 115

Foto: Dennis Mandery kann hier gegen Christopher Koch abwehren; an den nicht konsequent geklärten Ball kommt Tolga Barin dran und erzielt das frühe 1:0

Der Tabellenführer war zu stark für die Gäste. Nach einem „respektablen“ Rückstand zur Pause mit nur einem Tor von Tolga Barin, kam es in der 2. Halbzeit mit weiteren 4 Treffern knüppeldick.

Tore: 1:0 Tolga Barin (15.), 2:0 Julian Scharfenberger (51.), 3:0 Mathias Falk (57.), 4:0 Kevin Hoffmann (62., FE), 5:0 Christopher Koch (72.)

Wie außerhalb der Bande zu vernehmen war, soll die zumindest in diesem Spiel quasi nicht existente Offenbacher Sturmabteilung kommende Saison mit Christian Stamer, derzeit noch Spielertrainer beim VfB Hochstadt, verstärkt werden.

Trainerstimmen und -analysen nach dem Spiel

Weitere Statements der Trainer
(Anmerkung: Mombach verlor sein Spiel und punktete nicht)

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FSV Offenbach

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FSV Offenbach 2:1 (0:0)

Zuschauer: 320

In der 54. Minute erzielte Eric Kiefer das 1:0 und profitierte dabei von einem wunderbaren Diagonalpass von Steffen Burnikel. Den in der 58. Minute fälligen Foulelfmeter – Daniel Evrard an Burnikel – setzte Engin Koc nur an den Innenpfosten. Kiefer traf in der 62. nur die Querlatte; Dennis Mandery war noch mit den Fingerspitzen dran.
Der 1:1 Ausgleich gelang in der 81. dem 4 Minuten zuvor eingewechselten Yannick Schneider. Einen Konter über die rechte Seite schloss er erfolgreich ab. Die kalte Dusche für Offenbach folgte 2 Minuten danach. Serkan Toker zwirbelte einen Freistoß direkt und unhaltbar in den Offenbacher Winkel, 2:1.

Zeiskam ist jetzt auch rechnerisch absolut safe. Offenbach muss die fehlenden Punkte nun halt am kommenden Sonntag in Dudenhofen einfahren…

Den zur neuen Saison nach Offenbach wechselnden robusten Innenverteidiger Maximilian Gleich (siehe Foto rechts) vom FC Lustadt kann man trotz des wahrscheinlich bleibenden Daniel Evrard gut gebrauchen. Gleich möchte sich nach 2 Jahren Bezirksliga nochmal höherklassig beweisen.

Foto: Freistoß in den Winkel von Serkan Toker (Nr. 9)

Verbandsliga: FSV Offenbach – SV Alem. Waldalgesheim

Verbandsliga: FSV Offenbach – SV Alem. Waldalgesheim 0:3 (0:2)

Nicht den Hauch einer Chance auch nur einen Punkt zu ergattern, hatte der ersatzgeschwächte FSV Offenbach gegen den Tabellenvierten aus Waldalgesheim.

Mit den zwei Toren von Francesco Teodonno aus der 8. und der 21. Minute war die Sache früh erledigt. In der 52. köpfte Christoph Schunck nach einer Ecke unbedrängt zum 3:0 Endstand ein. Eine Aktion, die wirklich für ein Tor gut gewesen wäre, hatte Offenbach im ganzen Spiel nicht. Das einzig positive an diesem Spieltag ist, dass die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auch nicht punkten konnten. Nun gilt es für den FSV das Augenmerk auf das anstehende Derby in Zeiskam zu richten und dort was zu reißen, sprich einen Dreier einzufahren.

Also schon mal vormerken: Mittwoch, 19. April 2017, 18:45 Uhr: Jahn Zeiskam – FSV Offenbach

Foto: Alex Hayes im Zweikampf mit Marcel Heeg. Der Waldalgesheimer verletzte sich kurz vor Spielende schwer am Fuß und musste raus.

Verbandsliga: VfR Kandel – Jahn Zeiskam

Verbandsliga: VfR Kandel – Jahn Zeiskam 3:0 (0:0)

Aufgrund der 2. Halbzeit ein hochverdienter Sieg des VfR. So vong der 1. Spielhälfte her, wäre gut und gerne – mindestens ein Punktgewinn – was drin gewesen für Zeiskam. Aber dafür muss man speziell auswärts zwingend seine Torchancen nutzen; das gelang dem Turnerbund überhaupt nicht.

Die Partie begann mit überlegenen Gastgebern, was in der ersten Torchance für Christian Burgstahler resultierte. In der 7. Minute wurde sein Abschlussversuch im letzten Moment vom heran rauschenden Max Weilbach geblockt. Nach 14 Minuten war der Winkel für Stefan Heinrichs etwas zu spitz, um den gut postierten Steffen Heß überwinden zu können.

Foto: Christian Burgstahler gestoppt von Max Weilbach

Foto: Steffen Heß steht richtig und hält den Ball von Stefan Heinrichs

Allmählich im Verlaufe der 1. Halbzeit kam Zeiskam besser, um nicht zu sagen gut ins Spiel und hätte in den 7 Minuten vor dem Kabinengang selbst in Führung gehen können. In der 38. Minute setzte Serkan Toker einen schön gefühlvollen Heber an, der jedoch nur am Pfosten landete. In der 40. wurde ein Distanzschuss von Eric Kiefer leicht abgefälscht – auch nur Aluminium. Und in der 41. schaffte es Kapitän Domenico Bottaccio nicht Patrick Aust aus kurzer Distanz zu überwinden. Drei tolle Chancen für Zeiskam, kein Tor – da war schon einiges an Pech im Spiel. Glück aber auch, denn auf der Gegenseite wurde ein Befreiungsschlag noch im 16er geblockt und flog nur wenige Zentimeter am Heß`schen Torwinkel vorbei. Nach spielerisch hochwertigen 45 Minuten trat man torlos den Gang in die Kabinen an.

Foto: Finaler Jubel von Stefan Heinrichs nach seinem Treffer zum 3:0

In der 2. Spielhälfte sollte nun alles (noch) besser werden – allerdings nur für Kandel. Von Zeiskam kam nur noch wenig bis fast nichts mehr konstruktives; naja, auf jeden Fall war das alles viel zu wenig, um starke Kandeler ernsthaft gefährden zu können. So waren die Weiß-Blauen noch gar nicht richtig wieder auf dem Platz, da stand es eine Minute nach Wiederanpfiff 1:0 für die Grünen. Steffen Heß hatte einen Schrägschuss von rechts gut weg gefaustet, aber genau vor die Füße vom ungedeckten Heinrichs, der aus 18m die richtige Eck anvisierte und traf.
Die Führung setzte bei Kandel zusätzliche Kräfte und vor allem Motivation frei. Nach einer schönen Kombination aus der eigenen Hälfte heraus in die zentrale Spitze konnte Maximilian Wilhelm in der 58. auf 2:0 erhöhen. Vor 320 Zuschauern machte Heinrichs in der 83. Minute den Sack zu. An seinen überraschenden Heber aus 18m Torentfernung kam Heß zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FC Speyer

Verbandsliga: FV Dudenhofen – FC Speyer 1:1 (0:0)

Ein kurioses Tor und ein schönes, sowie die imposante Kulisse von 1058 Zuschauern.
War da sonst noch was? Ja, ein bisschen was. Gleich in der Anfangsphase hatte Marvin Sprengling einen Abschluss, der von Marcel Johann pariert wurde. In der 10. Minute landete ein verunglückter Speyerer Befreiungsschlag vor den Füßen von Rami Zein, der abzog und aus der Distanz nicht so arg weit verzog. Nicht sehr ereignisreich und torlos endete die 1. Halbzeit.

Foto: Marcel Johann muss nicht zurück schauen, um bescheid zu wissen – der Ball ist im Netz

In der 63. Minute schlug Sanel Catovic die Kugel aus 30m einfach mal hoch in den Dudenhofener 16er. Marcel Johann verschätzte sich und ermöglichte so zur Überraschung aller den Einschlag zum 0:1. In der 80. traf der eingewechselte Mathias Falk mit einem schönen Drehschuss in den Winkel zum hochverdienten 1:1 Ausgleich.

Fazit: Die Punkteteilung geht in Ordnung. Den Sieg hatte, angesichts der biederen Gesamtperformance ohne viele Torchancen, keiner der Kontrahenten verdient. Speyer hatte die etwas bessere Spielanlage, Dudenhofen die etwas bessere Präsenz. Es war sicherlich kein schlechtes Derby – zeitweise war es sogar ein wenig spannend -, aber zu Begeisterungsstürmen hingerissen sahen sich die gut 1000 Zuschauer auch nicht.