Verbandsliga: Jahn Zeiskam – TuS Marienborn

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – TuS Marienborn 1:7 (1:2)

Status Quo besorgniserregend – Mehrere Verluste für Zeiskam

Die Zeiskamer Leistung an diesem Tag nach der nächtlichen Zeitumstellung war eine suboptimale. Von daher mussten sich die Gäste aus Marienborn mit ihrem allseits bekannten und beliebten Trainer Ali Kayhan Cakici nicht übermäßig verausgaben, um einen auch in der Höhe verdienten Auswärtssieg einzufahren.
Schon nach 3 Minuten prüfte Jannik Kern den Pfosten – da schon passend, dass die Chance für den Gegner durch einen verunglückten Rückpass zustande kam. Den ersten personellen Verlust musste der eh schon gebeutelte Turnerbund in der 10. Minute hin nehmen. Abwehr-Ass Marian Kolb, der laut Fachleuten fehlende Schnelligkeit durch geschicktes Stellungsspiel ausgleicht, musste verletzt vom Platz; für ihn kam Gino Padberg.

In der Folge erspielten sich die Gäste zusehends ein Übergewicht, das 0:1 in der 29. Minute deutete sich an, lag quasi in der Luft und war hoch verdient, wenn auch klar vermeidbar. Im Getümmel vor der Torlinie (re-)agierte Arlind Hoti am schnellsten und spitzelte den Ball ins Netz. Nach einem erneut unnötigen Ballverlust der Zeiskamer erhöhte Jannik Kern in der 36. auf 0:2.

Die Überlegenheit des TuS und die Konfusion des Jahn ließ wohl viele der 119 Zuschauer vermuten, dass dies schon die Entscheidung gewesen sein könne. Hoffnung auf die Wende machte der Anschlusstreffer in 41. Minute. Maurice Hafner war den aufgerückten Marienborner entwischt, umkurvte auch Torwart Timon Hammer und schob zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, kurz vor der Pause zum 1:2 ein.

Dass Zeiskam im zweiten Spielabschnitt fähig ist, entscheidend zuzulegen und verloren geglaubte Spiele zu drehen, weiß man nicht erst seit dem Rüssingen-Spiel. Hier jedoch folgte die Ernüchterung ganz, ganz schnell nach Wiederanpfiff. In der 46. flog ein Abschluss der Gäste noch knapp über den Kasten. Der nächste, 1 Minute später (47.) schlug ein. Einen schlecht geklärten Eckball donnerte Jonas Hoffmann aus 20m unter die Latte zum 1:3. Mit dem 1:4 von Jannik Kern in der 49. waren die Kräfteverhältnisse wieder zurecht gerückt.

Nach einer Stunde Spielzeit rutschte Steffen Hess auf dem nassen Rasen unglücklich aus und zog sich, laut erster Diagnose, eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Alex Reichert stellte sich für ihn zwischen die Pfosten und musste in schöner Regelmäßigkeit noch weitere drei Mal hinter sich greifen.

66. 1:5 Etienne Portmann
74. 1:6 Etienne Portmann
86. 1:7 Arlind Hoti

Dankenswerterweise, die Partie war natürlich längst entschieden, verzichtete Schiri Vincent Becker auf eine aufgrund der Verletzung von Hess durchaus angebrachte ausgedehnte Nachspielzeit. So mussten die enttäuschten Zeiskamer Fans nicht länger die miesen klimatischen Bedingungen ertragen und keine weiteren deprimierenden Gegentore hinnehmen. Und die Gäste aus Marienborn hatten ein paar Minuten mehr Zeit, den Auswärtssieg zu feiern.

Das einzig positive aus Zeiskamer Sicht, ist die Tatsache, dass die Einstellung stimmte und man bis zur letzten Minute kämpfte und dagegen hielt, bzw. es versuchte. Dass man trotzdem in der Höhe verloren hat, bedeutet allerdings auch, dass diese Mannschaft in keinster Weise die Qualität und die Möglichkeit hatte gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner zu punkten und aus der Abstiegsregion raus zu kommen. Die aktuellen Aussichten, jetzt evtl. mit zwei weiteren Ausfällen, sind für den TB Jahn Zeiskam in der Verbandsliga nicht gerade rosig.
Man darf gespannt sein, was sich Jahn-Trainer Sahin Pita für die Partie gegen das Spitzenteam aus Gau-Odernheim am kommenden Sonntag einfallen lässt…

Foto: Ein kleines Zwischenhoch, lediglich statistisch relevant, der 1:2 Anschlusstreffer von Maurice Hafner

Landesliga: SV Geinsheim – TuS Marienborn

Landesliga: SV Geinsheim – TuS Marienborn 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Andreas Klapper (4.), 1:1 Pascal Nebel (70.)
Zuschauer: 150

Foto: Pascal Nebel nach seinem Kopfball zum 1:1

LANDESLIGA OST: SV Rülzheim – TuS Marienborn

LANDESLIGA OST: SV Rülzheim – TuS Marienborn 3:3 (2:2)

Nach einem echten Spitzenspiel teilten sich die Kontrahenten vor 300 Zuschauern die Punkte. Die Gäste mit ihrem mit dem Alter inzwischen ein klein wenig ruhiger gewordenen Coach können mit dem einen Auswärtszähler gut leben. Zumal sie damit hinter dem Spitzenreiter Phönix Schifferstadt den zweiten Rang halten konnten. Rülzheim muss ein wenig mit der Chancenverwertung hadern und den 3 doofen Gegentreffern; der Einsatzwille und das Spielsystem an sich waren (wieder) grandios.

Der Minutenzeiger hatte grade mal eine halbe Umdrehung hinter sich, da stand es 0:1. Andreas Klapper hatte aus fast 30m Keeper Christoph Gadinger auf dem falschen Fuß erwischt und flach neben den Pfosten getroffen. Rülzheim ließ sich davon nicht beeindrucken und brannte in der Folge ein regelrechtes Offensivfeuerwerk ab. Zum 1:1 Ausgleich in der 13. Minute musste aber das Glück beiseite stehen. Ein Gästeabwehrspieler wollte die Kugel aus dem Strafraum schlagen, traf jedoch Paul Stock und von dessen Bein flog der Ball im schönen Bogen unhaltbar ins Netz.

Das 2:1 durch Robin Dränkow entsprang dann einem guten Angriff und dem fulminanten Einsatz des Schützen, der Einschlag erfolgte von halblinker Position. Der Treffer zum 2:2 Ausgleich in der 38. Minute war dann wieder einer kleinen Unaufmerksamkeit in der Rülzheimer Hintermannschaft geschuldet. Einen Freistoß aus der Distanz lenkte Mateo Trapp so ab, dass er im Tor landete – da hätten die Abwehrspieler besser aufpassen müssen.

Auch nach der Pause wurden die Lilanen überrascht. Gadinger faustete einen Ball statt zu fangen und stand dann etwas weit vor seinem Kasten. Das erkannte Trapp und setzte aus etwa 30 einen passgenauen und erfolgreichen Heber an – 2:3 in der 48. Minute.

Der Überragende Carsten Lutz glich in der 56. aus. Aus 20m zog er flach ab und ließ Timon Hammer im Gästegehäuse keine Chance, 3:3. Rülzheim wollte mehr und drückte auf den Siegtreffer, musste allerdings immer aufpassen nicht selbst noch ein Ei ins Nest gelegt zu kriegen, denn die Marienborner blieben weiterhin und bis zum Schlusspfiff brandgefährlich. In der 68. Minute z.B. konnte sich Gadinger auszeichnen, als er einen gefährlichen Flachschuss entschärfte und so den erneuten Rückstand verhinderte, der womöglich die Niederlage bedeutet hätte.

Von den gesamten Spielanteilen her, wäre ein Rülzheimer Sieg verdient gewesen, aber der eine Treffer wollte nicht mehr fallen. Am Ende eines extrem intensiven und spannenden Spiels fehlten dann – hüben wie drüben – die Kräfte um den allerletzten entscheidenden Punch durchzubringen.