2. Relegationsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga Vorderpfalz

SV Altdorf-Böbingen – TuS Frankweiler/​Gleisweiler/​Siebeldingen 3:2 (1:1)

Foto: Tiefflieger im Queichtalstadion

Für TuS Frankweiler/​Gleisweiler/​Siebeldingen(© www.pfalzfussball.de) ist die Saison nach der zweiten Niederlage in der Relegation endgültig beendet. Für den SV Altdorf-Böbingen steht nach diesem 3:2 das Endspiel gegen VfR Frankenthal an – bei Unentschieden, gäbe es ein weiteres Spiel, das dann bis zur finalen Entscheidung.

Auf dem überraschenderweise bespielbaren Offenbacher Rasenplatz – der Kunstrasen war ursprünglich als Spielfeld vorgesehen – entwickelte sich von Anfang an ein schnelles „Derby“. Der TuS(© www.pfalzfussball.de) musste Gas geben und möglichst gewinnen, um sich die Aufstiegschance weiterhin zu wahren. Es dauerte allerdings bis zur 21. Minute, ehe die „Gäste“ die erste echte Torchance des Spiels hatten. Der Abschluss eines guten Angriffs über rechts konnte von Florian Vogel erst auf der Linie geklärt werden.

Nach einem Gegenangriff in der 32. Minute lenkte Thorsten Traut die Vorlage von Bastian Schneider(© www.pfalzfussball.de) aus kurzer Distanz an Marc Bayer vorbei ins Netz, 1:0. In der letzten Sekunde der zweiminütigen Nachspielzeit der 1. Halbzeit gelang dem einsatzfreudigen Tom Simon im Nachschuss seines eigenen ersten Versuchs der 1:1 Ausgleich.

Vor über 600 Zuschauern dauerte es in der 2. Halbzeit bis zur 71. Minute, bis eben SV Altdorf-Böbingen(© www.pfalzfussball.de) erneut in Führung ging. Geistesgegenwärtig erkannte Nils Brendel die kleine Lücke in der vielbeinigen Abwehr und schoss aus 20m flach neben den Pfosten ein zum 2:1. Nur 7 Minuten später wieder der Ausgleich. Nach einem hohen Freistoß in den Altdorfer 16er blieben alle Abwehrspieler inklusive Torwart Marc Mattern wie angewurzelt stehen, nur Kim Schneider stieg hoch und lenkte das Spielgerät zum 2:2 in die Maschen.

Inzwischen war das sicherlich nicht unfaire Spiel, dem ansonsten gut leitenden Schiri Florian Stahl(© www.pfalzfussball.de) etwas entglitten. Nach einer berechtigten Gelben Karte für Altdorf, ließ er die nach einem Foul Frankweilers stecken, um sie dann kurze Zeit später für eine eher harmlose Aktion doch zu zücken – Konzessionsentscheidungen sind nicht immer die optimale Wahl. Die Stimmung auf und außerhalb des Platzes war nun (unnötigerweise) ein ganz klein wenig aufgeheizt.

Die schönste Aktion der Partie folgte in der 85. Minute. Ein kluger hoher Pass von Nils Brendel(© www.pfalzfussball.de) auf halbrechts landete beim inzwischen eingewechselten Sascha Kadel, der fackelte nicht und setzte einen wunderschönen und vor allem exakt passenden Heber über Bayer hinweg an und traf zum 3:2, was den Sieg und die, auch moralisch gute Ausgangsposition für das Spiel gegen Frankenthal bedeutete.

TuS Frankweiler/​Gleisweiler/​Siebeldingen ließ in der 90. nochmal aufhorchen, als gleich 2 Akteure mit Rot vom Platz mussten. Einer stupste seinen Gegner zu Boden, der andere fand dazu die entsprechenden Worte Richtung Schiedsrichter. Zwei Minuten später pfiff Stahl(© www.pfalzfussball.de) ein nicht hochklassiges, aber intensives und umkämpftes Relegationsspiel ab, das mit dem SV Altdorf-Böbingen einen verdienten Sieger gefunden hatte.

Foto: Altdorf-Böbingens Spielertrainer Sascha Kadel(© www.pfalzfussball.de) setzt den Heber an, der über Marc Bayer hinweg zum 3:2 ins Tor fliegt

Kreispokal: Phönix Bellheim – TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen

Kreispokal: Phönix Bellheim – TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen 5:6 n.E. (0:0, 2:2, 2:2, 2:2)

Fotos: Als schon niemand mehr mit einer Verlängerung rechnete, wuchtete Bellheim die Kugel zweimal ins gegnerische Netz und erzwang mit späten Toren (86., 89.) die Verlängerung.

Erst ballerte Sören Glesius (Nr. 4) das Leder aus 15m zum 1:2 Anschluss rein…

…und kurz vor Ende der regulären Spielzeit glich Jonathan Heidt aus.

Eine dramatische, gutklassige und umkämpfte Pokalpartie (© www.pfalzfussball.de)wurde im Elfmeterschießen entschieden. In diesem setzten die Gäste den ersten Elfer direkt an Pfosten, profitierten am Ende aber von zwei Fehlschüssen der Bellheimer und ziehen ins Halbfinale ein.

In der intensiven 1. Halbzeit sahen die knapp 100 Zuschauer lediglich eine hochkarätige Torchance. Peter Kellerhals schlenzte den Ball in der 16. Minute mit dem rechten Außenrist an Torwart Julian Roth, aber auch am linken Torwinkel vorbei. Schade, die technisch anspruchsvolle Aktion hätte einen Treffer(© www.pfalzfussball.de) verdient gehabt. Der hätte dem Spiel und den frierenden Zuschauer gut getan. Trotz viel Einsatz und Engagement beider Teams kam es zu keinen weiteren wirklich gefährlichen Angriffsszenen, geschweige denn zu Torchancen. Torlos ging es in die Pause; sicherlich wollten sich alle ihre Kräfte für die zweiten 45 Minuten aufsparen…

Und ja, da gab es deutlich mehr Strafraumaktionen zu bewundern. So auch in der 50. Minute als Tobias Schwartz in Pfostennähe zum 0:1 einnetzen konnte. In der 60. setzte Kellerhals einen Heber auf die Querlatte, das war Pech.
Das scheinbar vorentscheidende 0:2 gelang Heiko Zerntner in der 75. Minute. Allerdings gab sich der Phönix(© www.pfalzfussball.de) nicht auf, sondern raffte sich auf, ging mit voller Power in die Offensive und setzte sich minutenlang regelrecht im Gäste-16er fest. Den späten Anschluss zum 1:2 in der 86. besorgte Sören Glesius aus 15m als der TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen nicht entscheidend klären konnte.
Die nun verunsicherten Gäste mussten sich weiteren vehementen Angriffen der Einheimischen(© www.pfalzfussball.de) erwehren und hatten in der 89. nicht mehr das Glück wie zuvor bei den zwei vergebenen Kellerhals-Abschlüssen. Jonathan Heidt zog das Leder schön über Roth hinweg ins lange Eck zum 2:2.

Kurz danach ertönte der Abpfiff, die Pokalschlacht(© www.pfalzfussball.de) ging in die Verlängerung. Trotz der Ankündigung einiger Zuschauer aufgrund der Kälte vorzeitig nach Hause gehen zu wollen, blieben diese doch bis zum Schluss. Ja, es es war saukalt, aber auch sauspannend, obwohl es dann in den 30 Minuten Extrazeit torlos blieb.
In der 119. Minute hatte Bellheim nach einem Distanzschuss die super Gelegenheit zum finalen Nachschuss, der ging aber aus kurzer Entfernung deutlich übers Tor. Der ultimative Höhepunkt des Abends, das Elferschießen musste die endgültige Entscheidung bringen.

In diesem war Bellheim schnell im Vorteil weil der erste Elfer vom TuS am Pfosten landete. Weiterhin konnten jedoch zwei Rote ihre Dinger nicht verwerten und der TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen(© www.pfalzfussball.de) zog etwas glücklich, aber insgesamt nicht unverdient ins Pokalhalbfinale ein.

A-Klasse: TuS Frankweiler/​Gleisweiler/​Siebeldingen – SVO Rheinzabern

A-Klasse: TuS Frankweiler/​Gleisweiler/​Siebeldingen – SVO Rheinzabern 1:2 (0:0)

70 Minuten schien sich die Partie warm laufen zu müssen, um letztlich 20 plus 8 Minuten mit Dramatik aufzuwarten.
Unterbrochen wurde die sehr, sehr lange „Anfangsphase“ in der 35. von einem Distanzknaller von Lucas Pfau, den Julian Roth mit einer Weltklasse-Parade aus dem Winkel fischte. Erneut Pfau war es, der in der 60. Minute die Kugel aus 20m an den Innenpfosten setzte. Sicherlich bemühten sich beide Teams um eine offensive Spielweise, aber mehr Zwingendes sprang zunächst nicht heraus.

Foto: Adrian Scherer überwindet Julian Roth zum 0:1

Dass es auch komplett anders geht, sahen die annähernd 300 Zuschauer ab dem Treffer in der 71. Minute. Adrian Scherer war zentral steil angespielt worden, war dadurch frei vor Roth und ließ diesem mit seinem Schlenzer keine Chance, 0:1. Endlich das ersehnte erste Tor des Spiels. Der Zurückliegende musste nun aufmachen und tat dies auch. Frankweiler war plötzlich hellwach und antwortete mit wütenden Angriffen, bei denen sich SVO-Torwart Jonas Ohmer mehrfach auszeichnen konnte.

Foto: Verständlicher Jubel über den späten Ausgleich durch Jonas Roth; ein schönes Tor und zu dem Zeitpunkt ein wichtiges…

War die Führung für Rheinzabern verdient, so war es der späte Ausgleich durch den eingewechselten Jonas Roth inzwischen dann auch. Nach einem Eckball setzte er hinter dem langen Pfosten stehend eine Kopfballbogenlampe ins entfernte Eck an und konnte nach dem Einschlag zum 1:1 jubeln.

Normalerweise wären in so einer Phase die Mannschaften mit einer insgesamt leistungsgerechten Punkteteilung zufrieden – Rheinzabern war es nicht. Respekt, immerhin läuft man auch Gefahr selbst einen Konter einzufangen und mit gänzlich leeren Händen heim zu fahren. Aber die Mannschaft von Jörg Dudenhöffer nutzte die letzte Aktion der 8-minütigen Nachspielzeit zum Siegtreffer. Nach einem allerletzten Eckball köpfte oder schoss (?) Yannik Thomas aus unmöglichem spitzen Winkel den Ball zum 1:2 ins Netz.

Foto: Am Ende jubelten aber nur die Gäste aus Rheinzabern; Yannik Thomas (Nr. 7, ganz rechts) mit dem Siegtreffer in der 98. Minute

Aufgrund des späten und vermeidbaren Treffers ist der Sieg natürlich als ein wenig glücklich zu bezeichnen, verdient ist er allerdings auch. 70 Minuten lang hatte der bisherige Tabellenführer speziell offensiv zu harmlos, um nicht zu sagen schlecht agiert, während Rheinzabern sein Ding konsequent durchzog.