A-Klasse: Phönix Bellheim – SV Hagenbach

A-Klasse: Phönix Bellheim – SV Hagenbach 7:1 (4:0)

Gegen insgesamt überforderte Gäste, die ersatzgeschwächt antraten, tat sich Bellheim trotz des hohen Ergebnisses relativ schwer. Allerdings hatte man mehr mit sich selbst „Probleme“ als mit dem Gegner. Spielerisch lag doch einiges im argen und wollte nicht so recht klappen. Immerhin nutzte man fast 100% der vorhandenen Torchancen.
Bei einem Kantersieg mit 7 Treffern hört sich das an wie Jammern auf hohem Niveau, aber Hagenbach war vor allem in der 1. Halbzeit hinten offen wie ein Scheunentor und machte dem Phönix das Tore schießen leicht. Daraus resultierte ein 4:0 zur Pause, was natürlich schon die Entscheidung bedeutete.

In der 9. Minute hatte der beste Mann auf dem Platz, Zsolt Nagy mit einem Freistoß noch nur die Latte getroffen. In der 18. folgte allerdings der erste Einschlag. Die Vorlage von Stefan Bonifart veredelte Gergö Lenart zum 1:0. In der 23. leitete ein Diagonalball von Nagy das 2:0 ein. Stefan Bonifart köpfte den weiten Pass weiter auf Gergö Lenart, dessen Schuss wurde von SVH-Torwart Marcel Weber abgewehrt, aber gegen den Nachschuss von Felix Drozynski war er dann machtlos.

Einen Abschluss hatte auch der SV Hagenbach zu verbuchen. In der 27. zog Daniel Reis von links aus spitzem Winkel die Kugel am langen Pfosten vorbei. Im Gegenzug, einem Konter, erhöhte Lenart auf 3:0 (28.). Kurz vor der Pause (43.) kam Bonifart nach einer Flanke, die von Keeper Weber unterschätzt wurde zum Kopfball und netzte ein zum 4:0 Halbzeitstand.

Foto: Der dreifache Torschütze, Gergö Joszef Lenart

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Nach dem Wiederanpfiff ließ Bellheim die Sache sehr lässig anlaufen und kassierte prompt den 4:1 „Anschlusstreffer“ (57.). Danach wurden die Zügel wieder angezogen und der Gegner mit 3 weiteren Toren abgestraft.
In der 62. netzte Nagy von rechts außen direkt ein, Torwart Weber half beim Versuch abzuwehren ein wenig mit, 5:1.
In der 65. verlängerte Lenart einen hohen Pass vom grade eingewechselten Markus Faust per Kopf über Weber hinweg zum 6:1.
Und in der 86. Minute war es „Spätkommer“ Cengiz Yavuz vorbehalten den 7:1 Endstand herzustellen.

A-Klasse: FSV Freimersheim – SV Hagenbach

FSV Freimersheim – SV Hagenbach 5:2 (1:0)

Das Verfolgerduell der beiden Teams hinter dem Primus Büchelberg entscheidet Freimersheim klar zu seinen Gunsten.
Ganz so klar wie es das Ergebnis glauben macht war die Angelegenheit aber lange nicht und in der 1. Halbzeit war es eine ausgeglichen hochklassige, abwechslungsreiche und spannende Partie. Beide Kontrahenten hielten nicht viel vom Taktieren und spielten extrem offensiv nach vorne, so dass es zu zahlreichen Torraumszenen und Torchancen kam. Pech hatte Hagenbach, dass ein früher Treffer wegen angeblichem Abseits nicht anerkannt wurde. Als es schon so aussah als würde man torlos in die Kabinen gehen flog ein zentraler Freistoß in den Gästestrafraum wo Goalgetter Denis Thomas den Ball mit der Fußspitze verlängerte zum 1:0 in der 45. Minute.

Foto: 1:0 für den FSV durch Denis Thomas

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So kurz vor dem Pausenpfiff ein psychologisch blöder Zeitpunkt ein Gegentor zu kassieren, aber würde der SVH so weiter spielen wie in der 1. Halbzeit wäre das auf jeden Fall korrigierbar…
Es kam jedoch ganz anders. Hellwach und omnipräsent waren die Mannen von Edin Pita. Der war in die Startelf gerückt, weil Patrick Lindner zu spät gekommen war. Pita machte seine Sache gut, aber mit Lindner kam in der 2. Halbzeit nochmal verstärkt Dampf und Power in die einheimischen Spielzüge.
So dauerte es nur bis zur 49. Minute ehe Dennis Hartweck das 2:0 gelang. Dabei sah die SV-Defensive nicht ganz so super konzentriert aus. Hartweck hatte ebenso wie Safak Metin in der 50., als dieser das 3:0 erzielte, nicht die allergrößte Mühe sich durchzusetzen. Ja, und mit dem 3:0 war der Käse im Prinzip zu Gunsten des FSV gegessen. Gewinnen oder auch nur punkten konnte Hagenbach nicht mehr, aber man spielte weiter munter mit und verstärkte im Willen endlich ein eigenes Tor zu erzielen die Offensive. Das eröffnete Freimersheim Möglichkeiten und vor allem die Räume zum kontern. Das wurde weidlich genutzt. Wobei man sagen muss, dass „nur“ noch 2 weitere Treffer dabei heraus sprangen. Der eine davon war ein Freistoß von Denis Thomas, den SVH-Torwart Jonas Taschinski, freundlich ausgedrückt, unterschätzte – 4:0 in der 60. Minute. Das andere war ein vollendeter Konter, den Hartweck mit dem 5:0 abschloss.

Foto: Safak Metin zieht ab und trifft zum zwischen zwischenzeitlichen 3:0

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Ein gutes Zeichen war, dass die Müller-Elf angesichts des derben Rückstandes nicht komplett aufsteckte, sondern den nachlassenden Gastgebern noch zwei Eier ins Nest legte – Ergebniskosmetik. Daniel Reis verkürzte in der 75. und in der 86.

Fazit: Das war zumindest 45 Minuten lang ein Spitzenspiel wie es sich der objektive Zuschauer wünscht. Die abgezockten FSV`ler entschieden mit dem Doppelschlag nach der Pause die Partie schnell für sich und nahmen früh die Spannung raus. Der Sieg ist selbstverständlich klar verdient. Ein 5:0 wäre gegen einen spielerisch guten Gegner etwas zu hoch gewesen, ein Sieg mit 3 Toren Unterschied geht in Ordnung. Und mit insgesamt 7 Treffern war für die, trotz der niedrigen Temperaturen und des ekelhaften Windes, schöne Zuschauerkulisse ordentlich was geboten.

Persönliche Anmerkung meinerseits: Es ist ein bisschen schade, dass eine der beiden Mannschaften keine Chance hat um den Aufstieg zu spielen, also nicht wenigstens in die Relegation kommen kann. In beiden Vereinen wird scheinbar (um nicht zu sagen, ganz sicher) mit kleinem finanziellen Budget hervorragend gewirtschaftet und sportlich erfolgreich gearbeitet. Lässt man mal den „reichen“ SV Büchelberg weg, könnte man von einer tollen sportlichen Entwicklung in der A-Klasse Südpfalz sprechen, die mit der Meisterschaft und der Relegationsteilnahme belohnt würde. Aber das ist so nicht der Fall, Büchelberg wird mit seiner Übermannschaft Meister und steigt auf – und das natürlich zu Recht. Aber einer der beiden heute Beteiligten wird deshalb auf der Strecke bleiben und hoffen müssen, dass es nächste Saison genauso oder ähnlich gut klappt wie in der derzeitigen.