A-Klasse: FC Speyer II – VfB Iggelheim

A-Klasse: FC Speyer II – VfB Iggelheim 4:1 (2:0)

Eine klare Sache zu Gunsten des FC Speyer war das Spitzenspiel gegen den VfB Iggelheim. Am Ende war der Sieg nicht nur hochverdient, sondern hätte bei konsequenter und konzentrierter Chancennutzung auch noch höher ausfallen können.

Foto: Rouven Hengen kann hier klären gegen Max Imo, der in der 10. Minute die 1:0 Führung erzielt hatte

Iggelheim war in der 1. Halbzeit komplett chancenlos und musste die Tore von Max Imo (10.) und von Eric Häussler (27.) hinnehmen. Bei beiden Treffern war die VfB-Abwehr zu behäbig um die gut in der Spitze angespielten FC-Angreifer entscheidend stören zu können. Nach der Pause baute Iggelheim etwas mehr Druck auf, kam aber lediglich in der 73. Minute zum 1:2 Anschlusstreffer. Damir Ugljen verlängerte einen Freistoß per Kopf.
Mit dem 3:1 nach einem Konter gegen aufgerückte Gäste, erneut eingenetzt von Häussler war die Moral der Gelben sichtlich gebrochen – nichtsdestotrotz spielten sie es seriös zu Ende.
Auch die Überzahl nach der gelb-roten Karte für einen Speyerer in der 82. Minute nützte Iggelheim nichts mehr. Im Gegenteil, zu Zehnt erhöhte der FC in der 89. gar noch auf 4:1. Schütze war Samuel Kant – nicht zu verwechseln mit Immanuel Kant (ein kleiner billiger Insidergag 🙂 )

Verbandsliga: FC Speyer – VfR Kandel

Verbandsliga: FC Speyer – VfR Kandel 2:3 (0:2)

Nach einem 0:2 Rückstand zur Pause schlägt Kandel in der 2. Halbzeit gnadenlos zurück und gewinnt am Ende verdient mit 3:2. während bei Speyer Abwehrchef und Organisator Andreas Backmannn zur Halbzeit verletzt raus musste und dann nicht mehr viel lief, legten die Gäste gleich mehrere Zähne zu.
Der Spieler des Tages, Florian Hornig, erzielte in der 83. Minute den Siegtreffer und lieferte über 90+3 Minuten eine hervorragende Leistung ab.

Fotos: In der 15. Minute bringt Daniel Bundus den Ball super nach innen zu Marvin Sprengling, der die Kugel unhaltbar für Patrick Aust in die Maschen donnert

Foto: Isa Esen, der in der 27. mit einem ganz feinen Lupfer über Aust hinweg das 2:0 erzielte

Fotos: Nachdem Pascal Hüll in der 55. Minute der 1:2 Anschlusstreffer gelungen war, gab es in der 75. einen Freistoß für Kandel. Florian Hornig trat an, zog ab und nötigte Speyers Keeper Yannik Sahin zu einer unkontrollierten Abwehraktion. Stefan Heinrichs reagierte am schnellsten und staubte ab zum 2:2 Ausgleich

Fotos: Florian Hornig zieht in der 83. aus recht spitzem Winkel ab und „tunnelt“ Yannik Sahin zum 3:2 Siegtreffer für Kandel. Felix Forstner, vom Schiri als Schütze vermerkt, trifft nur den Torwart, aber nicht den Ball.

Bilder vom Spiel folgen

Verbandsliga: FC Speyer – SV Rodenbach

Verbandsliga: FC Speyer – SV Rodenbach 2:1 (1:0)

Bericht und Bilder folgen

Fotos: Marvin Sprengling versenkt den Foulelfmeter zum 1:0 in der 31. Minute

Foto: Ganz bitter – der ansonsten gut haltende Gäste-Torwart Dominic Schmidt ließ den Freistoß von Milot Berisha in der 48. Minute durch die Finger rutschen; das war das vorentscheidende 2:0. Der Anschlusstreffer durch Marco Heieck kam in der 91. zu spät.

Spieltag beim FC Speyer – Teil 3/3

Und da war da noch das Regionalligaspiel der A-Junioren zwischen dem FC Speyer und Tabellenführer Eintracht Trier. Das war das beste Spiel der drei an diesem Sonntag, aber auch das ärgerlichste. Es sorgte für immensen Gesprächsstoff und für rege Diskussionen. Schön dass dennoch alles im gesitteten Rahmen blieb; da hat man auf dem ein oder anderen Platz schon wegen weniger Leute ausflippen sehen.

A-Jugend Regionalliga: FC Speyer – Eintracht Trier 0:2 (0:0)

Die Bilder des Spiels im Foto-Shop

Gegen den Spitzenreiter und vermeintlich favorisierten Gast aus Trier war Speyer in der 1. Halbzeit klar die bessere Mannschaft und hätte zur Pause in Führung liegen können. Die Chancen zur Führung, gerne auch mit zwei Toren waren da, waren teilweise super heraus gespielt. Leider haperte es gegen spielerisch wie kämpferisch extrem enttäuschende Trierer im Abschluss, so dass es torlos in die Kabinen ging.
Es ist davon auszugehen, dass die „lahmen“ Eintrachtler in der Kabine ordentlich was auf die Ohren bekamen von ihrem eh schon permanent lautstark dirigierenden Trainer Daniel Paulus (einem Rubeck-Schüler!). Die Standpauke machte sich nach Wiederanpfiff bemerkbar, plötzlich war mehr Bewegung und mehr Speed in den Trierer Aktionen. Die Partie insgesamt wurde dadurch besser und attraktiver; immerhin wollten das Geschehen über 200 Zuschauer sehen. Gut, dass Speyer das Potenzial hatte dagegen und mitzuhalten. Aber als in der 60. Minute im Vorwärtsgang in der gegnerischen Hälfte der Ball verloren wurde, ging es ganz schnell in die andere Richtung. Unwiderstehlich zog Vincent Bösen davon Richtung FC-Tor und ballerte die Kugel mit Schmackes unhaltbar ins Netz, 0:1.
Hierzu wurde von entsprechend gut stehenden Zuschauer kolportiert, dass der Trierer Balleroberung ein Foul voraus ging, das der Schiri nicht ahndete. Zudem sei der spätere Schütze beim Zuspiel knapp im Abseits gestanden, das der Linienrichter übersehen haben soll. Ob richtig oder falsch, beides muss man so stehen lassen, wie man auch die (Nicht-)Entscheidungen des Gespanns akzeptieren muss. Ein blöder Rückstand, aber noch genügend Zeit auszugleichen.

Foto: Vincent Bösen erzielt das 1:0 für Eintracht Trier

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Mit dem 2:0 war es natürlich Essig auch auf nur einen Punkt zu hoffen. Der FC hatte es ja trotz guter Chancen nicht geschafft ein Tor zu machen, zwei Einschläge waren insofern utopisch gegen inzwischen selbstbewusste Trierer. Die Entscheidung in der Partie, der zweite Treffer, war denn auch der Auslöser für intensive Diskussionen.
In der 74. wurde ein Pass hinter die Speyerer Abwehr gespielt, wo drei Trierer allein, frei und deutlich im Abseits standen. Der Linienrichter hielt sich zunächst zurück und wedelte erst dann intensiv mit seiner Fahne, als einer der drei an den Ball ging. Die einheimischen Abwehrspieler hatten das gesehen und stellten jegliche Defensivaktion ein. Der an den Ball gekommene Matthias Burg spielte unbeeindruckt weiter und netzte ein. Statt Abseits und evtl. gelb fürs Weiterspielen entschied der Schiri zum Erstaunen ALLER Anwesenden auf Tor, 0:2. Als er dann doch zu seinem Assistenten eilte, dachte jeder, okay, jetzt nimmt er es zurück, aber es blieb dabei, er überstimmte seinen Kollegen an der Außenlinie.
Nach dem Spiel befragt, gab er bereitwillig die Auskunft, dass beim Abspiel ein Speyerer mit der Fußspitze den Ball berührt habe und dadurch das Abseits aufgehoben worden war. Das muss man so hinnehmen, ist einfach eine Tatsachenentscheidung – auch wenn es bei genauerer Überlegung physikalisch quasi unmöglich erscheint, dass nach dem Kontakt der Fußspitze mit dem Ball drei gegnerische Spieler plötzlich 2-3 Meter hinter dem letzten Abwehrspieler stehen (was beim Abspiel noch nicht der Fall gewesen sein soll).

Foto: Oft und gut, der Speyerer Angriffswirbel über die Außenbahnen – nur in der Mitte haperte es mit dem erfolgreichen Abschluss

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Wie dem auch sei, der Treffer zählte, die Entscheidung zu Gunsten des Tabellenführers war gefallen. Der FC bemühte sich in der letzten Viertelstunde zwar noch, aber die Ordnung war dahin und die Moral gebrochen. Man darf natürlich nicht unerwähnt lassen, dass man es versäumt hatte, selbst in Führung zu gehen und Trier damit zusätzlich unter Druck zu setzen. Aber ein mögliches und verdientes (torloses) Unentschieden war durch zweifelhafte Entscheidungen verhindert worden.
Ist natürlich schade und in gewissem Sinn auch ärgerlich, aber bei weitem kein Beinbruch. Vor allem auf die Leistung der ersten Halbzeit kann und sollte man aufbauen. Verbesserungswürdig ist selbstverständlich die Chancenverwertung…

Spieltag beim FC Speyer – Teil 2/3

Frauen-Regionalliga: FC Speyer – SG Parr Medelsheim 1:1 (0:1)

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Die favorisierten Speyerer Frauen hatten in den 90 Minuten Spielzeit ein Chancenplus zu verbuchen, konnten aber lediglich in der 58. Minute das Tor zum 1:1 erzielen. Yesim Demirel setzte sich rechts durch und überwand Elisabeth Welsch aus spitzem Winkel ins kurze Eck. Die abstiegsbedrohten Gäste aus dem Saarland verdienten sich den Punkt durch große Einsatzfreude und durch den Treffer zum 0:1 in der 42. Minute. Valerie Fogel vollendete einen Konter mit dem erfolgreichen Abschluss gegen die gute, aber in diesem Moment machtlose FC-Keeperin Laura-Marie Krieger.

Fotos: Yesim Demirel zieht aus spitzem Winkel ab und trifft ins kurze Eck zum 1:1 Ausgleich

Spieltag beim FC Speyer – Teil 1/3

Drei Spiele an einem langen Sonntag beim FC Speyer. Den Abschluss bildete die Verbandsligapaarung zwischen dem Spitzenteam des FC Speyer und dem Tabellenletzten aus Offenbach. Am frühen Nachmittag hatten die A-Junioren ihre Regionalligapartie gegen Tabellenführer Trier ausgetragen. Ebenfalls in der Regionalliga hatten die Speyerer Frauen die SG Parr Medelsheim aus dem Saarland empfangen.

Verbandsliga: FC Speyer – FSV Offenbach 4:0 (1:0)

Mit einer bärenstarken Leistung ließ der FC den stark abstiegsgefährdeten Gästen keine Chance und gewann auch in der Höhe verdient.
Spieler des Tages war sehr eindeutig Marvin Sprengling mit 2 Toren und einer Vorlage. Eigentlich war diese Vorlage schon die Auszeichnung wert. An der 16er Kante angespielt, legte er mit einem Volley-Hackenball genial vor für Rosario Vinciguerra, der sofort abzog und flach neben den Pfosten traf, 1:0 in der 10. Minute. Ein ganz früher Dämpfer für kämpferische Offenbacher, die weitere Chancen für Speyer hinnehmen mussten. Bis zum Pausenpfiff blieb es aber bei der knappen Führung für die Gastgeber. Die Hoffnung auf wenigstens einen Punkt war beim FSV somit noch vorhanden.

Diese Aussicht war relativ schnell ad acta gelegt. Der unbedrängte Sprengling hatte in der 54. Minute nicht die geringste Mühe die gute Flanke von Eric Häußler zum 2:0 einzuköpfen. Gegen nie aufgebende, aber ohne echte Torchance ausgestattete Offenbacher war dies schon mehr als eine Vorentscheidung. Nachdem in der 68. ein Angriff der Gäste abgefangen und im Gegenzug schnell gekontert wurde, erzielte Milot Berisha das 3:0 – die Entscheidung.
5 Minuten vor Spielende krönte der nie in den Griff zu kriegende Sprengling seine Leistung mit seinem zweiten Treffer zum 4:0 Endstand.

Foto: Gegen einen groß aufspielenden Marvin Sprengling war kein Kraut gewachsen

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Im Nachhinein betrachtet gab es keine realistische Chance für Schlusslicht Offenbach bei der Gimmy-Elf was zu holen. Das ist umso bitterer, da die direkten Konkurrenten teilweise dreifach punkten konnten. Und nächsten Samstag geht es zum sich in Bestform befindlichen Tabellenzweiten SC Idar-Oberstein. Es gilt, die Motivation so gut wie möglich beizubehalten und im übernächsten Spiel gegen Rodenbach die Mission „erster Saisonsieg“ erneut mit maximalem Engagement anzugehen.
Der FC Speyer ist mit nun 35 Punkten wieder dick im Geschäft im Rennen um den Relegationsplatz.

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FC Speyer

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FC Speyer 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Gino Padberg (32.), 1:1 Milot Berisha (55.)
Zuschauer: 325

Im Endeffekt geht das Remis in Ordnung. Zeiskam gewann die 1. Halbzeit mit 1:0, Speyer dann die zweite.
In der 32. Minute flankte Eric Kiefer von rechts außen auf den langen Pfosten, wo Domenico Bottaccio die Kugel per Kopf wieder in die Mitte beförderte, wo dann Gino Padberg den Freiraum zur erfolgreichen Volleyabnahme nutzte. Ein paar Minuten vor der Pause ballerte Marvin Sprengling die Kugel aus 18m nur um Zentimeter am Winkel vorbei – wäre unhaltbar gewesen.

In der zweiten Halbzeit drängt Speyer auf den Ausgleich. Milot Berisha gelang dies in der 55. Minute. Anschließend war es ein verteiltes Spiel mit der ein oder anderen Chance hüben wie drüben. Den abschließenden Höhepunkt lieferte wieder Sprengling (89. Minute). Aus 22m knallte er das Spielgerät an den Pfosten, von wo es im Aus landete – wäre unhaltbar gewesen.

Ein insgesamt nicht überragendes, aber doch gutklassiges Verbandsligaderby endete mit einer gerechten Punkteteilung, die tabellentechnisch keinem weiter hilft. Speyer verliert ein wenig den Anschluss an die zwei Spitzenteams aus Dudenhofen und Fußgönheim. Zeiskam bleibt auf Platz 9, quasi das Niemandsland der Rangliste, hängen.

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Verbandspokal: FC Speyer – TuS Mechtersheim

Verbandspokal: FC Speyer – TuS Mechtersheim 2:3 (1:1)

Zuschauer: 860

Bericht: T.W.

Vor großer Kulisse entwickelte sich schnell ein rasantes Verbandspokalspiel. Schon nach 5 Minuten hatte Jannick Immel die Gästeführung auf dem Fuß, doch Sascha Rausch im Gehäuse der Gastgeber parierte seine Direktabnahme bravourös. Auch in Minute 8 konnte Rausch das Duell mit Immel für sich entscheiden.

Die 10. Spielminute brachte dann die völlig überraschende Führung für Speyer. Bojan Custic trat über den Ball und der pfeilschnelle Rosario Vinciguerra kam vor Keeper Joshua Geist an den Ball und tunnelte Geist zum 1:0. Die Schmitt Mannen waren aber nicht geschockt und spielten druckvoll weiter.

Eben dieses Pressing führte in Minute 15 zu einem bösen Fehler von Rausch, der Marc Barisic das Leder in die Füße spielte. Dessen Abschluss aus 18 Metern war aber zu zentral geschossen, so dass Rausch seinen Fehler wett machen konnte. Nur 2 Minuten später war es Wladislaw Kirch, der wieder Barisic die Kugel per katastrophalem Klärungsversuch servierte. Diesmal behielt Barisic die Übersicht und setzte Immel am langen Pfosten toll ein. Immel vollendete abgeklärt und erzielte das verdiente 1:1.

Bis zur Halbzeit egalisierten sich die Teams weitestgehend und Rausch musste nur einen tollen Schuss von Florian Simon in Minute 42 parieren. Somit würden die Seiten mit dem Remis gewechselt.

Nach der Pause nahm das Spiel Fahrt auf und beide Torjäger, Eric Veth und Marvin Sprengling, scheiterten mit tollen Schüssen (47. und 49. Minute) an dem jeweiligen beiden Keeper. Mechtersheim wurde nun immer stärker und folgerichtig erzielte Veth nach Flanke von Barisic das 1:2 per Flachschuss.

Nun begann das Duell Simon gegen seine Nerven. In Minute 67 und 69 verzog er knapp daneben und drüber aus jeweils 14 Metern. In der 74. Minute aber machte er es besser und verwertete die mustergültige Vorlage von Veth zum 1:3.

Die Gastgeber kämpften allerdings unverdrossen weiter und wurden in der 80. Spielminute nach schönem Zuspiel von Sprengling auf den eingewechselten Isa Eser mit dem Anschlusstreffer belohnt. Eser schoss aus halblinker Position überlegt ins lange Eck ein.

Speyer versuchte alles, um die Verlängerung zu erzwingen, jedoch waren die Aktionen nicht klar genug. So blieb es beim verdienten Sieg der Mechtersheimer. Die Gäste hatten die bessere Spielanlage und dennoch muss man den klassentieferen Gastgebern Respekt zollen. Sie gaben nie auf und verkauften sich gut.

Stimmen zum Spiel

Manfred Schmitt
Manfred Schmitt sah einen verdienten Sieg und merkte zufrieden an, dass seine Mannschaft sichtlich für ihn und ihren Anhang gespielt hat und gerannt ist. Seine Taktik ist aufgegangen und allgemein sei man mit dem bisher Erreichten in 2016 (Anm.: gegen alle Mannschaften im Umkreis gewonnen, Hauenstein und Worms jeweils ein Unentschieden abgerungen) sehr zufrieden.

Florian Simon

Siegtorschütze Florian Simon war mit dem Ergebnis, jedoch nicht mit seiner Leistung zufrieden. Aber nun hat er sein erstes Pflichtspieltor in dieser Saison erzielt und jetzt ist hoffentlich der Knoten wieder geplatzt.

Nachbetrachtender Kommentar: FC Speyer – FV Dudenhofen

Das Derby FC Speyer vs FV Dudenhofen in der Nachbetrachtung der etwas anderen Art
von Thomas Wünstel

Die Fakten wurden alle schon erläutert, Großchancen genannt und das 1:2 und somit der Derbysieg der Gäste bleibt für immer in den „Geschichtsbüchern“ verewigt. Aber ich will mit diesem Bericht mal meine ganz subjektiven Eindrücke dieses Derbys hier wiedergeben.

Ich finde dieses Spiel war ein Spiegelbild des modernen Fußballs, in all seinen Facetten. Während danach viele von „defensiv ausgerichteten Teams“, „wenig klaren Torchancen“ und auch einige von einem eher „mittelmäßigen Spiel“ sprachen, bin ich da ganz anderer Meinung.

Ich habe ein absolut leidenschaftlich geführtes Spiel gesehen, bei dem um jeden Zentimeter des Platzes gekämpft wurde. Von Minute 1 (Weitschuss von Koch knapp daneben) bis zum Abpfiff warfen beide Teams alles in die Waagschale und ackerten bis zur totalen Erschöpfung. Wirklich alle Zweikämpfe wurden mit Hingabe und absolutem Willen geführt.

Erstaunlich auch, wie die beiden Teams die taktischen Vorgaben ihrer Trainer bedingungslos umsetzten und nach Ballverlusten immer wieder in ihr taktisches Konzept zurückeilten. Selten habe ich zwei Mannschaften gesehen, die so bedingungslos versuchten ihre Vorgaben umzusetzen.

Bezeichnend nach dem Schlusspfiff, die pure und ehrliche Freude und das Strahlen in den Augen der Sieger auf der einen Seite und aber auch die totale Enttäuschung, die Traurigkeit und auch der Schmerz auf der Verliererseite. Und spätestens da muss es jedem anwesenden eigentlich klar geworden sein: DAS WAR FÜR BEIDE TEAMS KEIN GEWÖHNLICHES FUSSBALLSPIEL.

Und ich möchte mich auch explizit bei BEIDEN Teams für dieses intensive Spiel bedanken. Gerade unter den Rahmenbedingungen ist es nicht einfach, so zu funktionieren. Sei es die große Kulisse (1010 Zuschauer hat man nicht alle Tage), die etwas beschwerlichen Lichtverhältnisse (das Flutlicht dürfte den Platz aus meiner Sicht ruhig etwas heller ausleuchten). Solche Faktoren haben schon viele Spieler gehemmt, bzw. ein Team gelähmt. Dies war in diesem Derby nicht der Fall. Auch Sprüche wie „das darf doch in der Verbandsliga nicht passieren“ (nach dem 1:1 Ausgleich und der vorherigen Patzer der Gäste) finde ich nicht richtig. Ganz im Gegenteil, genau solche Fehler führen halt zum Salz in der Suppe, und die Tore sind doch nun mal die Würze dieses Sports.

Keine Maschinen rattern hier ein Spiel ab, sondern Menschen. Und egal in welcher Klasse, egal welche Qualität ein Spieler hat, Fehler passieren und das ist gut so. Paradoxerweise werden genau die Spiele, in denen eben jene Fehler nicht passieren, als „langweilig“ bezeichnet. Siehe viele Spitzenspiele, in denen beide Teams defensiv funktionieren und die torlos enden.

Aber genau deshalb fand ich auch dieses Derby so unterhaltsam. Beide Mannschaften hatten den absoluten Willen und die richtige Einstellung zu diesem Spiel gefunden. Und am Ende des Tages entscheiden dann lediglich Feinheiten über den Ausgang. Und diese Feinheiten sprachen diesmal für die Gäste. Ein Fehler mehr auf Speyerer Seite – Torhüter außerhalb des Strafraums und Foulelfmeter verursacht und gegenüber einmal Blackout vor dem Ausgleich. Dazu kommt noch die schwache Standardausführung der Gastgeber an diesem Abend (wohl das einzige, was man ihnen wirklich negativ ankreiden kann) und fertig ist der Auswärtssieg.

Sehr sympathisch auch die Gewinner, die nach dem Spiel alle natürlich überglücklich sind, aber alle in ihrem Fazit dem Gegner Respekt zollen und diesen Sieg richtig einschätzen. Und nun noch ein Wort zu den beiden Trainern. Beide sind in dieser Region natürlich schon Größen im Trainergeschäft. Ja, Ralf Gimmy wohl schon eine Legende. Und beide haben gestern absolute Größe gezeigt. Sachlich und fachlich das Spiel analysiert, nicht die einzelnen Situationen „hochsterilisiert“ – da hätten andere, als Verlierer schnell den Schiedsrichter als Schuldigen ausgemacht – sondern jeweils auch die Leistung des Gegners anerkannt.
So muss es sein und nur so kann man eine Gemeinschaft junger Menschen führen und Werte vermitteln.

Gerne dürft ihr mir eure Meinung zu diesem Bericht zukommen lassen.
Euer Thomas Wünstel

Verbandsliga: FSV Offenbach – FC Speyer

Verbandsliga: FSV Offenbach – FC Speyer 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Marc-David Thau (18.), 0:2 Marvin Sprengling (23.)
Zuschauer: 360

Der haushohe Favorit brauchte ein paar Minuten, um sich zu sortieren und erledigte die Auswärtsaufgabe in weiteren 5 mit einem Doppelschlag. In der 18. Minute hätte der FSV die Situation zuvor und das Anspiel verhindern bzw. bereinigen müssen, der Abschluss von Marc-David Thau war dann nicht mehr zu verteidigen. 0:1, von rechts aus spitzem Winkel ins lange Eck. In der 23. wurde Marvin Sprengling steil angespielt, war damit frei vor Dennis Mandery und spitzelte die Kugel an diesem vorbei ins Netz, 0:2. Noch 67 Minuten zu spielen, aber eigentlich war jetzt schon klar, dass Speyer alle drei Punkte mitnehmen würde. Aus 2-3 weiteren Chancen, u.a. der Seitfallzieher von Valentin Ion, konnte der FC kein Kapital schlagen. Die Zweitoreführung zur Pause war natürlich hochverdient.

Foto: Der tolle Seitfallzieher von Valentin Ion war nicht von Erfolg gekörnt, der Ball rauschte knapp am Pfosten vorbei ins Aus

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In der 2. Halbzeit hielt sich Speyer zurück und ließ Offenbach agieren und gut ins Spiel kommen. Das war dann von FSV alles in Ordnung bis anden 16er, ab und an kam man auch mal in den hinein. Aber eine echte Torchance ergab sich erst und nur in der 78. Minute als Marcel Meinzer am linken Pfosten die Kugel am rechten vorbei schob. Das war knapp und hätte mit ein wenig Glück den Anschluss bedeuten können. Insgesamt jedoch hatte die Speyerer Defensive um Andreas Backmann alles im Griff und behielt bis zum Schlusspfiff nach exakt 90 Minuten die Oberhand.

Landesliga: Viktoria Herxheim – FC Speyer

Viktoria Herxheim – FC Speyer 09 2:1 (2:1)

Bericht: Heinz Weis (Herxheim)

Überragender Andreas Klein im Viktoria-Gehäuse der Matchwinner

Im letzten Spiel der Saison 2015/16 traf die Viktoria „Am Krönungsbusch“ auf den Meister der Landesliga, den FC Speyer 09. Die Zuschauer sahen ein Spiel mit zwei total verschiedenen Halbzeiten. Während die Viktoria im ersten Durchgang das Geschehen bestimmte, waren die Gäste in der 2. Halbzeit das Spiel bestimmende Team.

Foto: Viktoria Torwart Andreas Klein

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Nun zum Spielgeschehen:
Die Viktoria zeigte von Beginn an wenig Respekt vor dem Meister und übernahm das Kommando. In der 23. Minute spielte Alexander Schneider einen klugen Pass auf Dennis Bodenseh, der alleine auf das Gästetor zustürmte und vom Torwart, außerhalb des Strafraums gefoult wurde. Den fälligen Freistoß versenkte Christoph Bauer unhaltbar zum 1:0. Nur zwei Minuten später köpfte Dennis Bodenseh einen Eckball von Patrick Stieber zum 2:0 in die Maschen. In der Folgezeit hatte die Viktoria mehrere gute Chancen den Spielstand zu erhöhen. Eine Minute vor dem Pausenpfiff konnte Speyer durch Marvin Sprengling auf 2:1 verkürzen.

In der 2. Halbzeit spielte dann fast nur noch der FC Speyer. Die Viktoria wurde in die eigene Hälfte zurückgedrängt und hatte eine ganze Anzahl brenzliger Situationen zu überstehen. Dabei zeichnete sich besonders Viktoria-Keeper Andreas Klein aus, der mit sagenhaften Paraden den Ausgleich verhinderte. Als der Abpfiff ertönte war das „Wunder von Herxheim“ perfekt: Nach der Winterpause hatte die Viktoria kein Spiel mehr verloren und sich vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam gemausert. Wenn man nur die Spiele nach der Winterpause berücksichtigt, steht die Viktoria auf dem 2. Tabellenplatz.