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A-Klasse: FC Phönix Bellheim – TuS Knittelsheim 1:5 (0:2)

Vor 710 Zuschauern wurde der bisherige Tabellenzweite von der Mannschaft der Stunde – und neuer Relegationsplatzierter – dem TuS Knittelsheim, regelrecht aus dem eigenen Stadion geschossen.

Bericht von phönixblauer

Ausgerechnet im mit über 700 Zuschauern prächtig besuchten Lokalderby zeigte die Mannschaft von Helmut Behr eine ihrer schwächsten Saisonleistungen und ging gegen effiziente Gäste schlichtweg unter.

Die Marschrichtung für die Partie deutete sich relativ schnell an, als Patrick Richter (7.) und Sebastian Seither (9.) binnen 120 Sekunden das Phönixgehäuse nur denkbar knapp verfehlten. Der erste Schuss aufs Tor saß dann gleich. Seither brachte einen Freistoß von der rechten Seite mit Zug in den Strafraum und der Ball zappelte zum 0:1 im Netz (11.). Praktisch ohne Gegenwehr kombinierten die Gäste sich nach 20 Minuten zum Pausenstand von 0:2, Marco Schehr stand nach einem schnörkellos vorgetragenen Angriff über links am langen Pfosten goldrichtig und vollstreckte.

Einzig nennenswert aus Phönixsicht die 27. Minute, in der Cengiz Yavuz frei vor dem TuS-Gehäuse auftauchte jedoch ohne Fremdeinwirkung zu Fall kam. Sascha Pfirrmann bewahrte seine Mannschaft vor einem höheren Pausenrückstand und behielt im 1-gegen-1 die Oberhand gegen den wieselflinken Lukas Bosch. Knapp 10 Minuten nach der Pause musste dann Can Güner, der bis dahin einzig belebendes Element im Spiel der Hausherren war, verletzt ausscheiden und die Hoffnung, ein Aufbäumen wie gegen Minfeld zu erleben, erhielt einen zusätlichen Dämpfer. An dieser Stelle beste Genesungswünsche an Can.

Spätestens mit dem 0:3 durch Lukas Bosch, der mit viel Zug zum Tor alles in schwarz-rot stehen ließ und knipste, war die Messe knapp 30 Minuten vor Schluss bereits endgültig gelesen. Dem eingewechselten Simon Keakavocy gelang in Minute 72. das 1:3, indem er einen von Lasse Wittke fallen gelassenen Dropkick von Michael Grill abstaubte, die erhoffte Initialzündung zur Schlussoffensive sollte hieraus aber nicht erfolgen.

Sven Matic erzielte mit einem butterweichen Freistoßschlenzer über die Mauer das 1:4 (77.) und der kurz zuvor eingewechselte Michael Meyer stellte mit seinem ersten Ballkontakt den Endstand her (87.). Die Ampelkarte für Dennis Hoffmeister, der sich 5 Minuten vor Schluss zu einer Schubserei mit einem Gegenspieler hinreißen ließ, soll als Randnotiz nicht unerwähnt bleiben.

Ein hochverdienter Sieg für die Mannschaft des TuS, die dem Phönix somit den Relegationsrang in der Bezirksklasse abgelaufen hat.

Tore: 0:1 Sebastian Seither (11.), 0:2 Marco Schehr (20.), 0:3 Lukas Bosch (62.), 1:3 Simon Keakavocy (72.), 1:4 Sven Matic (78.), 1:5 Michael Meyer (87.)

Foto: Für den Gastgeber hat es schon ein wenig was deprimierendes an sich, wenn der Gast nach Spitzenspielende dermaßen ausgelassen feiern kann – berechtigterweise!

Während Bellheim hinten nicht die nötige Sicherheit aufwies und sich vorne als nicht durchschlagskräftig zeigte, war bei Knittelsheim genau das Gegenteil der Fall. In der Abwehr konzentriert und konsequent, in der Offensive zielstrebig und treffsicher – so kommt dann in der Summe der „Qualitäten“ solch ein Kantersieg dabei rum.
Mit einem Nachholspiel (daheim gegen SV Rülzheim II, am Sa., 15.04.2017, 14:30 Uhr) in der Hinterhand könnte Knittelsheim sogar noch Tabellenführer Freimersheim dicht auf die Pelle rücken…

Bericht und Fotogalerie >> C-Klasse: FC Phönix Bellheim II – TuS Knittelsheim II

C-Klasse: FC Phönix Bellheim II – TuS Knittelsheim II 2:2 (0:0)

Tore: 0:1 Fabio Blattmann (59.), 1:1 Sebastian Lutz (80.), 1:2 Fabio Blattmann (90.), 2:2 Jonathan Heidt (90.+1)

Letztendlich dürfte die Punkteteilung leistungsgerecht sein, bringt aber keinem der Protagonisten tabellarisch einen echten Nutzen.

Bericht von phönixblauer

Die Mannschaften boten ein ansprechendes Spiel, das am Ende verdientermaßen keinen Sieger fand.

In Durchgang 1 fehlte noch das berühmte Salz in der Suppe, neutralisierten sich die Teams doch eher im Mittelfeld und ließen keine nennenswerte Torraumszene zu. Nach der Pause kam der Gast aus Knittelsheim mit etwas mehr Elan aus der Kabine als die Jungs von Thorsten Stein und belagerten den Phönixstrafraum. Fast folgerichtig, wenn auch in der Entstehung ärgerlich, gelang Fabio Blattmann das 0:1, als er mit einem flach ins Torwarteck platzierten Freistoß aus 19 Metern erfolgreich war.

Der Treffer zeigte kurzzeitig Wirkung und den Gästen bot sich mehrfach die Gelegenheit, das Ergebnis auszubauen. Blattmann mit einem Volley aus 15 Metern (65.), Ralf Schmidt mit einem Dropkick aus 25 Metern (73.) sowie Sören Ralf Brödel in einer 1-gegen-1-Situation fanden allesamt ihren Meister in Valentin Schwab, der seinen vermeintlichen Stellungsfehler beim 0:1 mehr als wett machte.

Der Phönix befreite sich in der Schlussviertelstunde vom Druck der Gäste und wurde 10 Minuten vor Schluss mit dem Ausgleich belohnt. Der eingewechselte Sebastian Lutz nahm an der Strafraumgrenze den Ball auf, drehte seinen Gegenspieler ein und platzierte das Leder unhaltbar unten links.

Die verdiente Ernte für das geschlossene Auftreten der Mannschaft schien dahin, als der bis dahin tadellos leitende Johannes Gartner eine klare Abseitsposition von Blattmann übersah, der einen TuS-Konter so irregulär zum 1:2 nutzte (90.). Im Gegenzug gelang dem exzellent freigespielten Jonathan Heidt dann aber doch der verdiente Ausgleich und das leistungsgerechte Remis war perfekt.


Foto: Knittelsheims Doppeltorschütze Fabio Blattmann im Zweikampf