Nach dem Trainer…

…ist vor dem Interimscoach.
Nachdem Yasin Oeczelik aufgrund der Unstimmigkeiten mit der Vorstandschaft des FC Bienwald Kandel sein Traineramt fristlos niedergelegt hat, steht der Verbandsligist ohne offiziellen Trainer dar. Das ist bei den Zielsetzungen des Vereins – Aufstieg in die Oberliga und mittelfristig in die Regionalliga – sicher nicht förderlich. So steht als Trainer für die Restrunde bis zum Saisonende eine Personalie im Raum, bei der, sollte dessen Verpflichtung zustande kommen, von einer kleinen Sensation gesprochen werden kann. Die Rede ist vom langjährigen Ober- und Regionalligatrainer Peter Rubeck.

Rubeck verkündete Anfang November seinen Rücktritt beim arg abstiegsgefährdeten Oberligisten FSV Salmrohr und agierte seitdem als Spiel- und Spielerbeobachter für Wormatia Worms. In der kommenden Saison wird er beim Saar-Verbandsligisten SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim an der Linie stehen. Bis dahin hätte Peter Rubeck die Zeit beim FC Bienwald Kandel „auszuhelfen“ und scheinbar hat er auch trotz einer avisierten Auszeit schon wieder Lust einzusteigen. Ohne Fußball kann Rubeck nicht, und vielleicht sehen wir den Erfolgstrainer – u.a. 2 Jahre beim früheren Oberligisten SV Weingarten – bald in der Südpfalz wieder.

Foto: Peter Rubeck – in der PK nach der legendären Pokalschlacht am 13. Mai 2010, als sein SVN Zweibrücken im Halbfinale im 11m-Schießen gegen Dudenhofen ausschied.

Eilmeldung: Rücktritt

Yasin Oeczelik ist als Trainer des Verbandsligisten FC Bienwald Kandel mit sofortige Wirkung zurück getreten.
Von Seiten der Vorstandschaft soll für kommende Saison bereits ein neuer Trainer angekündigt worden sein, ohne vorher das Gespräch mit dem aktuellen Spielertrainer Oeczelik gesucht zu haben. Dies hat Yasin Oeczelik zu dem Schritt veranlasst.
Als „Nachfolger“ steht intern schon seit einiger Zeit Sandro Rösner (31) fest. Rechtsfuß Rösner war (Abwehr-)Spieler beim FCK, bei Wormatia Worms und zuletzt beim SC Hauenstein.

Foto: Yasin Oeczelik im Verbandsligaspiel gegen Zeiskam am 18.11.2017

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FC Bienwald Kandel

Verbandsliga: Jahn Zeiskam – FC Bienwald Kandel 2:0 (1:0)

Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Eric Biedenbach (45.+2), 2:0 Max Krämer (~80.)

In einem packenden und sehr emotionalen Derby setzte sich Zeiskam (© www.pfalzfussball.de) hochverdient durch. Nachdem der Jahn zunächst 2-3 mehr oder weniger gute Chancen nicht nutzen konnte, gelang in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit die Führung. Nach einem Freistoß fast von der Eckfahne, herein gebracht vom guten Simon Stubenrauch, war innen Eric Biedenbach (© www.pfalzfussball.de) noch dran und lenkte die Kugel zum 1:0 ins Netz. Aus Kandeler Sicht war der Treffer unnötig, für Zeiskam jedoch zu diesem auch psycholgisch wichtigen Zeitpunkt mehr als verdient. Kandel hatte sich keine einzige echte Torchance erarbeiten können, und, das sei schon vorgemerkt, das blieb auch bis zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiris Fabian Knarr so. Knarr leistete sich in der zeitweise hitzigen Partie lediglich einen Fehler, der jedoch durchaus mit dem Argument „Fingerspitzengefühl“ akzeptiert werden kann.

Foto: Simon Stubenrauch (Nr. 4) wird gefeiert; Eric Biedenbach (ganze rechts) war wohl noch dran und wird offiziell als Torschütze geführt

Ungefähr in der 60. Minute wurde Kadir Seker, (© www.pfalzfussball.de) der keine Chance hatte das Unheil kommen zu sehen und evtl. auszuweichen, auf Höhe der Mittellinie an der Außenlinie derb von hinten gefoult. Das war, da kann es keine Diskussionen geben, eindeutig eine Rote Karte.

Bevor es aber überhaupt zu einer Entscheidung kommen konnte, stürzte ein Zuschauer auf den Platz und packte den Kandeler „Übeltäter“ am Kragen. Aufgrund der daraufhin folgenden massiven Rudelbildung, unterbrach Knarr das Spiel und forderte die Akteure auf, sich in die Kabinen zu begeben. Der gefoulte Seker konnte nach der ca. 10-minütigen Unterbrechung – inzwischen hatte sich die Aufregung wieder etwas gelegt – nicht weiter machen; für ihn kam Sebastian Meyer (© www.pfalzfussball.de) rein.
Einer ersten schnellen Diagnose zufolge war bei Kadir Seker nichts gebrochen; möglich, dass es „nur“ eine Prellung ist. Gute Besserung von hier aus.

Foto: „Platzsturm“ nach dem Foul an Seker – Schiri Fabian Knarr hatte schnell alles unter Kontrolle

Foto: Kadir Seker musste auf dem Weg zur Behandlung in der Kabine gestützt werden

Noch bevor der Wiederanpfiff erfolgte, musste sich Knarr entscheiden – er entschied sich für die Gelbe Karte für Yanik Wagner (© www.pfalzfussball.de). Nicht rot zu zeigen, kann nur so begründet gewesen sein, dass der Unparteiische es vermeiden wollte, die Stimmung mit einem Platzverweis weiter anzuheizen. Nach dem ganzen Tohuwabohu ging es recht gesittet weiter und Max Krämer (© www.pfalzfussball.de) machte ungefähr in der 80. den Sack zu. Nach einem Eckball von Biedenbach stieg er in arger Tornähe, 1-2m vor der Linie hoch und köpfte den Ball unter die Latte zum 2:0 ins Netz.

Fazit: Eine rundum gute Leistung der Zeiskamer Mannschaft gegen einen starken Gegner, der halt nur in der Offensive überhaupt nicht stattfand und somit gegen die absolut präsenten Gastgeber keine Chance hatte.

Foto: Max Krämer köpft nach Biedenbach-Ecke das 2:0

Bilder vom Spiel folgen

Foto: Ragte aus einer geschlossen guten Mannschaftsleistung noch ein wenig heraus – Eric Biedenbach, u.a. mit einem Tor und einem Assist