B-Juniorinnen Bundesliga: FC Speyer – Bayer Leverkusen

B-Juniorinnen Bundesliga: FC Speyer – Bayer Leverkusen 0:3 (0:2)

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Okay, realistisch betrachtet, geht der Sieg für Leverkusen absolut in Ordnung. Bayer war insgesamt, und vor allem spielerisch besser als der FC. Aber die frühen Gegentore zum 0:2 nach 17 Minuten waren unnötig und extrem kontraproduktiv. Das 0:1 in der 9. entsprang einem Abstoß direkt zu einer Gegenspielerin, die sich noch in der Speyerer Hälfte befand. Die Abwehr war nach vorne orientiert und somit unsortiert in der anstehenden Rückwärtsbewegung. Sina Garz konnte aus 16m abschließen und Torhüterin Alina Kraus überwinden. Das 0:2 folgte den erfolglosen Befreiungssversuchen im Speyerer 16er, Selina Garofalo netzte per „Nachschuss“ ein.

Irgendwie klappte in der 1. Halbzeit beim FC Speyer nicht viel. Alle schienen – aufgrund des großen Namen des Gegners? – nervös und gehemmt. Die Defensivabteilung arbeitete noch am besten, im Mittelfeld gelang wenig und im Offensivbereich gar nichts. Klar, der Gegner war gut und spielte einen gut anzusehenden Fußball, aber er war durch die Passivität Speyers und dann natürlich aufgrund der Tore zusätzlich stark gemacht. Als Schiedsrichterin Selina Menzel nach 40 Minuten zum Kabinengang pfiff, hätte es durchaus auch 1-2 Tore höher stehen können – Alina Kraus im Kasten des FC hielt, was zu halten war.

Die Pause hat den Gastgeberinnen gut getan. Nach dem Wiederanpfiff war plötzlich viel mehr Bewegung im Spiel und die Gegnerinnen wurden entschlossener angegangen. Eine echte Torchance sprang auch jetzt nicht heraus, aber Leverkusen kam nicht mehr so zum Abschluss wie zu Beginn der Partie. Dass am Ende (73.) ein Konter, den Lisa Freese mit dem 0:3 abschloss, hingenommen werden musste, beruhte auf der Tatsache, dass die Speyerer Juniorinnen bis zum Schluss um den Anschlusstreffer kämpften und hinten immer mehr aufmachten.

Die Niederlage gegen das Team aus der vorderen Tabellenhälfte ist kein Beinbruch. Aufgrund der 2. Halbzeit konnte man jedoch erkennen, dass der Unterschied soo groß gar nicht ist. Mit dem entsprechenden Selbstvertrauen und vielleicht ein wenig Glück, kann man auch gegen solch einen Gegner punkten. Nur auf das Glück bauen, wie im ersten Bundesligaspiel gegen Gladbach, kann man jetzt jedoch nicht mehr – sowas funktioniert, wenn überhaupt, nur einmal in der Saison. Mit diesem Wissen und der heute gemachten Erfahrung, kann man am kommenden Samstag mit Zuversicht nach Saarbrücken reisen – und 3 Punkte entführen!

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