Bezirksliga: FSV Freimersheim – ASV Maxdorf

Bezirksliga: FSV Freimersheim – ASV Maxdorf 3:1 (0:1)

Tore: 0:1 Daniel Rusteberg (40.), 1:1 Denis Thomas (57.), 2:1 Safak Metin (60., FE), 3:1 Denis Thomas (91.)

Die Namensnennungen kann man diesmal extrem eingrenzen, wenn man sich aufs Wesentliche konzentriert. An vorderster Front steht dabei Denis Thomas, im Guten wie im…. naja, wie auch immer.

Bis zur 20. Minute hatte er alleine schon drei Hochkaräter, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden.
In der 4. Minute ein Distanzschuss, den ASV-Torwart Dennis Pfeiffer im Flug mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenkte.
In der 13. verpasste Thomas absolut fahrlässig eine mustergültige Hereingabe von Dennis Hartweck.
In der 20. setzte Thomas einen Kopfball ganz knapp neben den Pfosten ins Aus.
Eine weitere gute Gelegenheit von Henrik Alhas blieb in der vielbeinigen Abwehr hängen.

Die kalte Dusche für den FSV durch die Gäste, die sich inzwischen aus der Umklammerung befreit und ins Spiel gefunden hatten und zumindest im Mittelfeld ansehnlich kombinierten, war das 0:1 in der 40. Minute. Aus relativ spitzem Winkel, von der linken Außenbahn kommend, ließ Daniel Rusteberg Florian Theobald keine Chance.
Nach dem erfolgten Anstoß gelang Thomas ein Tor, aber aus Abseitsposition. So ging es mit dem für Freimersheim unnötigen und unglücklichen Rückstand in die Pause.

Foto: Nein, hier und jetzt kein Foto von unserem Denis Thomas, sondern von vielleicht einem Knackpunkt im Spiel. Dem Handauflegen von Henrik Alhas folgte der Fall des Maxdorfer Stürmers, aber kein Pfiff des Schiris. Ein Elfer hätte zum 0:2 führen können und wäre vielleicht die Entscheidung zu Gunsten der Gäste gewesen.

Eine schnelle Vorentscheidung war in der 49. möglich, als Maxdorf über rechts konterte, der keineswegs schlechte Abschluss aber nur am Außenpfosten landete. In der 55. lag ein Elfer für Maxdorf in der Luft, Schiri Pascal Rohwedder entschied sich gegen den Pfiff; von außen betrachtet, eine Fifty-Fifty-Entscheidung.

Dann war wieder Denis-Thomas-Time; in der 57. hatte er den längst fälligen Erfolg und erzielte den brustlösenden 1:1 Ausgleichstreffer. 3 Minuten danach wurde Thomas im 16er der Gäste von den Beinen geholt – Safak Metin verwandelte den Strafstoß sicher zur von den Chancen her gesehen hoch verdienten 2:1 Führung.

Nah dran am 2:2 war in der 77. Rusteberg. Er köpfte freistehend am Kasten von Theobald vorbei. In der Phase zeichnete sich Florian Theobald mit guten Reaktionen aus, mit denen er ein weiteres Tor der Gäste verhinderte. Maxdorf machte nun hinten auf, aber Thomas konnte einen Alleingang in der 83. nicht mit dem 3:1 veredeln, sondern schob die Kugel, wenn auch knapp, neben den Kasten ins Aus. In der kurzen Nachspielzeit beendete Denis Thomas die Partie mit seinem persönlichen Happy End, dem Tor zum 3:1.

Der FSV Freimersheim war natürlich froh und zufrieden mit dem schwer erarbeiteten Dreier. Denis Thomas hätte bei optimaler Chancennutzung wahrscheinlich einen neuen Torrekord der Bezirksliga aufstellen können – ohne jegliche Kenntnis über die Höhe des bestehenden Rekords 😉

Foto: Bevor wieder massenhaft Beschwerden kommen, doch noch ein Foto des Hauptprotagonisten an diesem Abend – Denis Thomas nach seinem wichtigen Tor zum 1:1 Ausgleich

Landesliga: Viktoria Herxheim – ASV Maxdorf

Landesliga: Viktoria Herxheim – ASV Maxdorf 2:1 (0:0)

Dem bevorstehenden Anlass entsprechend, nämlich Halloween, lieferten beide Teams den 150 Zuschauern eine gruselige 1. Halbzeit, sprich ein unansehnliches Kampfspiel zwischen den Strafräumen. Einziges Highlight war der erste und einzige Torschuss in der 32. Minute. Julian Hahn zog aus 20m flach ab und prüfte damit Gästekeeper Taner Özdemir, der sich strecken musste, diese Aufgabe aber ohne größere Probleme bewältigte.

Ein wenig entschädigte die 2. Halbzeit für das vorher Dargebotene. Spielerisch war es immer noch weit weg von „gut“, aber es war nun wenigstens Tempo drin. Das resultierte vor allem in dem schnellen Tor für Herxheim, einem danach offenen Spiel, einigen Torraumszenen und zwei weiteren Treffern.
Aber der Reihe nach. Nach Wiederanpfiff und einem personellen Wechsel hatte sich die Maxdorfer Abwehr noch nicht recht sortiert, da lief der schnelle Patrick Stieber auf der rechten Seite allen davon, drang in den 16er ein und vollendete diesen Konter mit dem feinen Abschluss aus spitzem Winkel zum 1:0 (47.).

Foto: Patrick Stieber macht sein 1:0

161028_200602_01_herxheim_stieber_1024

Das Tor tat dem Spiel gut; Maxdorf musste kommen, Herxheim dagegen halten – beide konnten und wollten sich keine Punktverluste leisten.
In der 51. Minute parierte Konstantin Stengel mit einem Faust-Reflex einen gefährlichen Maxdorfer Freistoß, den Nachschuss aus kurzer Distanz bekam er ins Gesicht. Treffer verhindert, aber teuer bezahlt, denn Stengel musste 12 Minuten später raus; scheinbar hatte er die Kugel aufs Auge bekommen. Kurz zuvor hatte Herxheim die Gelegenheit zu erhöhen; Dennis Bodenseh war ob der unerwarteten Chance überrascht, bekam aus 5m nur wenig Druck hinter den Ball, so dass das Ding auf der Linie geklärt werden konnte.

Also, in der 63. Minute Stengel raus – für ihn stellte sich Lukas Dudenhöffer zwischen die Pfosten – und auf der Gegnerseite Stürmer Christian Jesberger rein. Das zahlte sich für die Gäste in der 68. aus. Jesberger traf zwar nicht selbst, aber Herxheim musste auf ihn Acht geben, dadurch kamen andere zum Zug. Einen Freistoß von rechts außen köpfte Thomas Gomola an den Querbalken, den Abpraller versenkte Felix Sembritzki zum 1:1 Ausgleich.
Das war keineswegs unverdient und mit etwas Glück wäre für die Gäste sogar noch mehr drin gewesen. In der 74. landete ein 24m-Distanzschuss von Alexander Völkl am Pfosten. Dudenhöffer flog zwar, hätte den Einschlag aber wohl nicht verhindern können. Pech für Maxdorf, Glück für Herxheim.

Foto: Der Maxdorfer Distanzschuss landet nur am Pfosten

161028_203331_01_herxheim_maxdorf_pfosten_800

Glück für die Viktoria auch in der 90. Minute. Ein Freistoß vom eingewechselten Christian Slatnek von ganz links außen, flog quer durch den Maxdorfer Strafraum und durch Freund und Feind hindurch direkt ins lange Eck zum glücklichen 2:1.
Die bis dahin 12-minütige Unterzahl der Gastgeber – gelb-rot für Stieber wegen Weiterspielen nach Abseits – brachte für den ASV keinerlei Vorteile. Auch in den fast 7 Minuten Nachspielzeit war davon nichts zu spüren, so dass Herxheim den Vorsprung letztendlich ungefährdet über die Ziellinie brachte.

Endlich wieder Ernst

Na, das war doch schon mal ein guter Einstieg in die Pflichtspielsaison. Die zwei Verbandspokalpartien boten so einiges, was der geneigte Fußballfan ein paar Wochen vermisst hatte.

Da war zunächst die Partie VfB Haßloch gegen ASV Maxdorf, die endete 2:7 für die favorisierten Gäste, war allerdings sehr unterhaltsam und bei weitem nicht so einseitig, wie es das Ergebnis glauben machen möchte.
Nicht der Favorit aus der Landesliga legte los, sondern der heimische VfB. Schon nach 30 Sekunden hatte Mirco Hoffmann nach einer Flanke die Gelegenheit zur Führung, musste den Ball aber mit dem „falschen“ Fuß nehmen und verzog aus bester Position. Schade für Haßloch, aber nicht schlimm, denn in der 4. Minute nutzte man einen Ballverlust von Jannik Said zum schnellen Gegenstoß, den Dennis Kindler aus knapp 16m flach abschloss zum 1:0.
Maxdorf ließ sich nicht lange bitten und ging durch einen Doppelschlag mit 2:1 in Front. In der 9. Minute vollendete Sascha Rühm eine schöne Kombination per Schlenzer zum 1:1 und nur 2 Minuten danach nahm Christian Jesberger eine Diagonalpass von Alexander Völkl auf und schmetterte die Kugel ins Dreieck.
Nach genau einer Viertelstunde war wieder der VfB dran. Bei einem Konter über links kam ASV-Keeper Taner Özdemir zu früh raus und machte es Jens Schleicher damit einfacher die Kugel an ihm vorbei ins Netz zu schieben, 2:2.

Vier Tore in 15 Minuten, das war schwer in Ordnung, aber in der 1. Halbzeit noch lange nicht alles. Bevor 2 weitere Treffer fielen musste die Partie für 4-5 Minuten unterbrochen werden. Von außerhalb des Geländes war Geschrei zu vernehmen. Bei Inspizieren der Sachlage stellte sich heraus, dass zwei Personen in ein Gerangel verwickelt waren und jemand weiteres ordentlich Pfefferspray versprüht hatte. Das Zeug wurde aufs Gelände und auf den Platz geweht. Das musste sich erst verziehen, bevor wieder angepfiffen werden konnte. Die Aktion draußen erforderte das Herbeirufen von RTW und Polizei. Was die ganze Sache ausgelöst hatte, war nicht zu erkennen.

Foto: Die ASV-Abwehr um Routinier und Ex-Profi Rainer Hauck hatte nur zu Beginn der beiden Halbzeiten einige Probleme mit der VfB-Offensive. Schiedsrichter Dorian Schurer hatte in Zusammenarbeit mit seinen Assistenten an den Linien die sehr faire Partie jederzeit im Griff.

160724_162611_02_hauck_1024

Wie gesagt, nach gut 4 Minuten konnte weiter gespielt werden. Und beim nächsten Tor für Maxdorf machte Said den frühen Fehler wieder gut. Sein toller Pass landete bei Rühm, der das 3:2 erzielte. In Minute 45+1 wurde die VfB-Abwehr mit einfachen, schnellen Pässen ausgespielt und Jesberger besorgte mit seinem zweiten Treffer den 4:2 Halbzeitstand.

Die Geschichte der 2. Halbzeit ist schnell erzählt. Maxdorf machte angesichts der Zweitoreführung nicht mehr als nötig. Haßloch machte Druck, hatte die ein oder andere Chance zum Anschlusstreffer, was die Sache nochmal spannend gemacht hätte. Der gelang jedoch nicht und Maxdorf erhöhte gegen aufgerückte Einheimische durch den eingewechselten David Gerner in der 74. auf 5:2. Eigentlich war das schon die Entscheidung; den Sack endgültig zu machte Felix Sembritzki in der 79. mit dem 6:2. Zu diesen beiden Toren lieferte jeweils der ebenfalls erst in der 2. Halbzeit eingewechselte Rick Martsfeld die vorzügliche Vorarbeit.
Danach fuhr ich los Richtung Freimersheim, um rechtzeitig zum Anpfiff (17:00 Uhr) vor Ort zu sein. So verpasste ich den unwesentlichen letzten Treffer zum letztendlich 1-3 (je nach Sichtweise) Tore zu hohen Endergebnis von 7:2.

Zuschauer: 200

Bilder vom Spiel folgen

FSV Freimersheim – FC Lustadt 4:0 (0:0)

Bericht folgt

Bezirksliga: FSV Schifferstadt – ASV Maxdorf

FSV Schifferstadt – ASV Maxdorf 2:1 (2:0)

Mit diesem Sieg im Spitzenspiel steht der FSV praktisch als Meister und direkter Aufsteiger in die Landesliga fest. Um das Ding endgültig fest zu machen, fehlen noch 2 Punkte. Dafür stehen zwei Spiele gegen schlagbare Gegner (Schaidt [A], Seebach [H]) zur Verfügung. Und falls dies nicht gelingt, lacht über Schifferstadt durchaus die Sonne, aber über den FSV sicherlich die ganze Welt. Theoretisch ist auch noch ein Entscheidungsspiel möglich; ist sehr unwahrscheinlich, wäre allerdings sehr reizvoll.
Maxdorf muss in die Relegation, in der aller Wahrscheinlichkeit nach TSV Schott Mainz II der Gegner sein wird.

Oldie (but Goldie) André Schlug gelang nach Traumquerpass von Christoph Mehrl das 1:0 in der 19. Minute. 2:0 stand es in der 33. als Fabian Klein eine Vorlage von Christian Wolff verwerten konnte. Danach steigerte sich Maxdorf deutlich und kam vor dem Kabinengang zu der ein oder anderen Torchance – absolut zwingend war jedoch nichts davon. Und auch trotz einer 6-minütigen Nachspielzeit änderte sich am Zwischenergebnis nichts mehr.

Foto: Rannte, ackerte, kämpfte und erzielte den wichtigen Führungstreffer: André Schlug

160508_152409_01_fsvschifferstadt_schlug_800

Die Grundausrichtung der 2. Halbzeit war die, dass Maxdorf das Spiel bestimmte, Druck ausübte und Schifferstadt fast nur noch auf Konter setzte. Beides gelang den Teams nur mäßig. Den längst fälligen Anschlusstreffer zum 1:2 nach 62 Minuten besorgte Sascha Rühm aus der Distanz flach ins untere Eck. Der FSV konterte ein paar Mal halbgar. Je länger die Partie lief, desto mehr schwanden den Schifferstädtern bei hochsommerlichen Temperaturen die Kräfte – die Gegenstöße verpufften. Immerhin verteidigte man die knappe Führung mit Konzentration und noch mehr Einsatz gegen im Endeffekt wenig durchschlagkräftige Gäste. Da muss auf Maxdorfer Seite dran gearbeitet werden, die offensive Gefährlichkeit aus der Vorrunde wieder zu finden; das wäre für die Relegationsspiele eine essentielle Sache.

Triple Sonntag

Drei Spiele an einem Tag – das geht. Das „schlimmste“ war die laaaange Fahrt von Schifferstadt nach Kandel.

B-Klasse: FSV Schifferstadt II – FV Hanhofen 4:1 (3:0)

Das war eine eindeutige und klare Angelegenheit. Hanhofen hätte zwar gerne gepunktet, um den drittletzten Platz vor Altrip weiter abzusichern, aber gegen den FSV war man total chancenlos. Für den Ehrentreffer musste ein Handelfmeter her, den Mergim Zegiraj zum Endstand von 1:4 (63.) nutzte. Schiedsrichter Herbert Heiler war der fairen Partie ein guter Leiter.

Die Tore für Schifferstadt erzielten:
1:0 Johannes Rudenko (22.; Kopfball nach Ecke)
2:0 Mert Can Beser (26.)
3:0 Manuel Schleicher (40.)
4:0 Pajtim Kadriu

Bemerkenswert wieviele falsche Schifferstadter Rückennummern auf dem Spielberichtsbogen stehen…

Foto: Ein Foto mit möglichst vielen Spielern beider Teams war die Vorgabe…
Bilder vom Spiel folgen

160508_140712_schifferstadt_800

Danach war die Bezirksligaspitzenpartie dran

Bezirksliga: FSV Schifferstadt – ASV Maxdorf 2:1 (2:0)

Mit 300-400 Zuschauern hatte man gerechnet; offiziell sollen es dann 450 gewesen sein. Ich persönlich meine, ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen, aber Schifferstadt hat dennoch verdient gewonnen, und ist jetzt fast schon Meister und direkter Aufsteiger in die Landesliga.

Bericht und Fotos folgen in einem separaten Beitrag

Foto: War seinem FSV ein sicherer Rückhalt, Torwart Eric Ehringer

160508_165140_03_ehringer_800

Last but not least, das Verbandsligakellerderby zwischen Kandel und Zeiskam

Verbandsliga: VfR Kandel – Jahn Zeiskam 3:2 (1:2)

Nach einem 0:2 Rückstand kam Kandel zurück und holte sich noch den wichtigen Dreier. Damit sind die beiden Mannschaften punktgleich; an der prekären Tabellensituation hat sich für keinen etwas gravierendes geändert.

Auch hier folgen Bericht und Bilder separat

Foto: Da war die Welt des Turnerbundes noch in Ordnung, Engin Koc erzielt in der 43. Minute das 2:0

160508_184313_03_koc_0zu2_800

Bezirksliga: SV Altdorf/Böbingen – ASV Maxdorf

SV Altdorf/Böbingen – ASV Maxdorf 0:0

Dass dieses Spiel torlos endete, grenzt fast an ein „Wunder“. So viele großartige Torchancen hüben und drüben – aber das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Einmal schien es soweit gewesen zu sein für Altdorf/Böbingen in der 81. Minute; leider Abseits.
Die Partie wogte hin und her, und war, bis auf eine viertelstündige Findungsphase nach der Pause, hochspannend. Der erspielte und erkämpfte Punkt gegen den Spitzenreiter aus Maxdorf ist verdient und aller Ehren wert, nützt jedoch im Abstiegskampf nur wenig. Auf die Leistung sollte man in den letzten Saisonspielen aufbauen, um das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen. Realistischerweise muss man konstatieren, dass der Abstieg fast nicht mehr zu vermeiden ist.

Foto: Speziell in der ersten Viertelstunde war eine Ein- oder Zweitoreführung für den SV drin. Viel lief über rechts, über Bastian Schneider

160422_193648_altdorf_800

Bezirksliga: TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim – ASV Maxdorf

TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim – ASV Maxdorf 3:1 (0:0)

Zuschauer: ca. 250

Bericht: T.W.

Der Tabellenführer aus Maxdorf war am Samstag Nachmittag zu Gast beim ambitionierten TSV. Mit einem Heimsieg könnten die Gastgeber auf 6 Punkte an die Maxdorfer heran rücken und mit dem Spiel weniger in der Hinterhand und einem weiteren Sieg sogar bis auf 3 Punkte aufschließen. Es entwickelte sich von Beginn an ein technisch und taktisch gut geführtes Fußballspiel. Nach der Abtastphase hatten die Hausherren in Person von Yannick Kindler die erste große Torchance. Sein platzierter Schuss in der 18. Spielminute wurde von Torwart Taner Özdemir gut pariert. Die Gäste tauchten in Minute 22 das erste Mal brandgefährlich vor Johannes Knecht auf. Der Keeper rettete hervorragend gegen den frei auf ihn zu laufenden Christian Jesberger. Sascha Rühms Nachschuss ging über die Latte.

Die größte Chance des 1. Durchgangs aber hatten die Fortunen. Markus Schneider kam 6 Meter vorm Tor völlig frei zum Schuss, nachdem Kindler sich auf der Außenbahn sehr schön durchgesetzt hatte und mustergültig den Ball flach herein brachte. Schneider aber setzte den Ball rechts am Tor vorbei. Alexander Völkl auf Seiten der Gäste und Sebastian Imhof für die Hausherren hatten in Halbzeit 1 noch gute Chancen. Ihre Versuche gingen aber jeweils knapp vorbei. Somit wurden die Seiten mit dem gerechten Unentschieden getauscht.

Auch in Durchgang 2 war das Spiel recht ausgeglichen und die beiden Abwehrreihen verteidigten konzentriert und gut. Aber in der 59. Spielminute war es Jesberger vorbehalten mit einem tollen Drehschuss unhaltbar für Knecht das 0:1 zu erzielen. Die Gastgeber waren nun gezwungen ihren Defensivverbund etwas zu lockern und das eröffnete dem Tabellenführer mehr Räume für brandgefährliche Konter. Frank Haas hätte in der 70. Minute den Sack zu machen können. Er tauchte völlig frei vor Knecht auf und überlupfte diesen aus 14 Metern toll, aber der Ball ging knapp am Pfosten vorbei.

Dann kam die wohl entscheidende 72. Spielminute. Die Gäste liefen nach tollem Konter zu dritt auf Patrick Weller zu. Das Abspiel war aber so schlampig, dass Weller den Ball abfangen konnte und seinerseits einen Konter für Billigheim einleiten konnte. Maximilian Degen lief auf der rechten Außenbahn den Gästen davon und passte exakt im richtigen Moment zum mitgelaufenen Imhof. Dieser netzte unhaltbar mit dem rechten Fuß ins linke untere Eck ein. Statt 0:2 stand es plötzlich 1:1, alles war wieder offen.

Fortunen Trainer Zoller brachte Sven Kollenda aufs Feld, und dieser wurde zum Mann des Spiels. Er erlief in der 78. Spielminute einen zu kurzen Rückpass der Maxdorfer, legte sich den Ball jedoch zu weit vor und Özdemir konnte klären. Aber neun Minuten vor dem Ende war es doch soweit. Schneiders Kopfballverlängerung erlief wieder Kollenda. Pfeilschnell rannte er auf das Tor der Maxdorfer zu. Alle riefen, er solle schießen, aber nein, in Okocha Manier ließ er zwei Gegenspieler aussteigen, legte sich den Ball auf den linken Fuß und netzte dann erst unhaltbar für Özdemir ins linke untere Eck ein. In der 88. Minute rannte er nochmals den aufgerückten Maxdorfern davon, diesmal legte er überlegt auf den ebenfalls eingewechselten Jonas Pilz ab. Der musste nur einschieben, und mit dem 3:1 war das Spiel gelaufen. Schiedsrichter Luca Weis beendete die Partie. Die Freude und der Jubel waren groß in Billigheim.

Fazit: Hätten die Maxdorfer ihre Konterchancen besser ausgespielt, wären sie wahrscheinlich als Sieger vom Platz gegangen. So aber schafften es die Hausherren das Spiel noch zu drehen – absolut verdient. Tolles Spiel mit vier Toren, was will das Fußballherz mehr.

Stimme zum Spiel:

Steffen Zoller (Trainer Billigheim-Ingenheim): „Gestern wusste ich noch gar nicht, welche Mannschaft ich heute zur Verfügung habe. Wir haben einige Angeschlagenen und die konnten diese Woche auch nicht trainieren. Umso mehr bin ich mit dem Verlauf des Spiels und der tollen Reaktion nach dem 0:1 zufrieden. Wir haben das Spiel verdient gedreht. Und natürlich ist es schön, wenn man zwei Spieler von der Bank bringt und diese treffen dann. Die Umstellung auf 5er Kette heute hat sich ausgezahlt, denn so konnten wir mit unseren drei Stürmern das Aufbauspiel der Maxdorfer entscheidend stören. Tolle Moral, die meine Truppe heute gezeigt hat.“