Verbandsliga: FC Speyer – Arminia Ludwigshafen

Verbandsliga: FC Speyer – Arminia Ludwigshafen 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Pantano (70.), 1:1 Backmann (87.)
Zuschauer: 350

Letztendlich war es ein gerechtes Unentschieden in einem, vor allem in der zweiten Halbzeit hochklassigen Spiel.
Der favorisierte Gast aus Ludwigshafen trat denn auch so auf und bestimmte in der 1. Halbzeit die Partie, ohne sich allerdings, wie Speyer auch nicht, wirklich zwingende Torchancen erarbeiten zu können. Nach anfänglichem Abstasten – bis zur 22. Minute hatte jeder der Protagonisten jeweils einen Torschuss zu verbuchen – nahm das ganz etwas mehr Fahrt auf. Die erfolgversprechendste Offensivaktion war ein Freistoß von Tim Amberger (Arminia) in der 31. Minute, der von Sascha Rausch gut pariert wurde. So ging es torlos in die Pause.

Foto: Sekunden vor Schluss hatte Ugo Nobile den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am großartig haltenden Kevin Urban

Nach Wiederanpfiff dominierte die Arminia zunächst die Sache komplett und ging vollkommen verdient in der 70. durch Nico Pantano mit 1:0 in Führung. Der eingewechselte Jannik Styblo hatte rechts außen unwiderstehlich vorgearbeitet und auch den innen, am kurzen Pfosten frei stehenden Pantano nicht übersehen.
Speyer wollte sich nicht geschlagen geben und antwortete mit vielen guten und gefährlichen Angriffen. In der 84. scheiterte Marvin Sprengling aus doch recht spitzem Winkel an Kevin Urban. In der 85. konnte ein Speyerer Kopfball grade noch so von der Linie geköpft werden – einige hatten die Kugel hinter der Linie gesehen, aber der Schiedsrichterassistent stand gut und entschied zurecht auf Nicht-Tor.

In der 87. war es jedoch soweit – nach einer weiteren Hereingabe landete der als kleine Bogenlampe angesetzte Kopfball von Oldie (but Goldie) Andreas „Backi“ Backmann unhaltbar im Netz. Das war das umjubelte, weil mit viel Wille erkämpfte und inzwischen hoch verdiente 1:1 Unentschieden. Wenige Momente vor dem Schlusspfiff tauchte der Youngster Ugo Nobile allein vor Urban auf, scheiterte aber an dessen Erfahrung und der guten Reaktion beim Herauslaufen – da war sogar die Sensation, ein Sieg über den Meisterschaftsfavoriten drin. Es blieb bei der Punkteteilung in einem würdigen Spitzenspiel.

Foto: Man of the Match, Andreas Backmann – hielt den Laden hinten zusammen, baute auf und erzielte den Ausgleichstreffer

Endspieltag beim Mechtersheimer Eichbaum-Cup

Eichbaum-Cup in Mechtersheim – die Endspiele

Spiel um Platz 5
FV Dudenhofen – FSV Schifferstadt 0:1

Spiel um Platz 3
TuS Mechtersheim – FC Speyer 3:1 (2:0)
Tore: 1:0 Veth (38.), 2:0 Horn (39.), 2:1 Catovic (66.), 3:1 Wörzler (90., FE)

Endspiel
Arminia Ludwigshafen – TSG Pfeddersheim n:n+x n.E.
In der regulären Spielzeit trennte man sich 1:1. In der 8. Minute köpfte Sorg eine Flanke von Ferraro in die Maschen. In der 24. glich Krist zum 1:1 aus. Im Elfmeterschießen war Oberligist Pfeddersheim das treffsicherere Team.

Oberliga: Arminia Ludwigshafen – Saar 05 Saarbrücken

Oberliga: Arminia Ludwigshafen – Saar 05 Saarbrücken 0:3 (0:0)

Das torlose Remis zur Halbzeit war schon schmeichelhaft für die Arminia, das 0:3 am Ende verdient.

Ein krasser Fehlpass vorm heimischen Strafraum in der 18. Minute leitete die erste Großchance für die 05er ein. Den folgenden 20m-Knaller lenkte der gute Paul Lawall mit den Fingerspitzen über die QUerlatte. Eine Minute später (19.) die nächste Großchance für die Gäste, geklärt zur Ecke. Ein weiterer gefährlicher Abschluss in der 25. parierte Lawall erneut zur Ecke.
Erst in der 30. hatte die Arminia den ersten, naja, nennen wir es Torschuss. Tim Amberger führte den fälligen Freistoß aus und verzog doch deutlich. Ein Kopfball von zu Beginn der Partie von Jannik Styblo aus über 14m Torentfernung veranlasste Gästekepper Marc Birkenbach zwar zu einer Flugeinlage, kann aber für einen Oberligatorwart kein ernsthaftes Problem darstellen und sah gefährlicher aus als es war.
Trotz eines klaren Chancenplus für Saarbrücken blieb es beim 0:0 zur Halbzeit.

Fotos: Kopfball Styblo – Parade Birkenbach

Mit der Einwechslung von Gianluca Ferraro (für Fabio Schaudt) zur 2. Halbzeit kam Schwung in die Offensivaktionen der Gastgeber. Ferraro hatte dann auch den ersten guten Abschluss der zweiten Hälfte. In der 53. Minute prüfte er aus 11m Birkenbach, der die Prüfung aber bestand. Ein weiterer Warnschuss der Gäste folgte in der 59. Nach einer Freistoßflanke köpfte Johannes Britz nur ganz knapp am Pfosten vorbei ins Toraus. Trotz dieser Chance waren die knapp 20 Minuten nach der Pause die beste Phase der Arminia. Aber mitten da hinein musste man nach einem schnellen Gegenangriff das 0:1 durch den eingewechselten Alexander Root hinnehmen. Die Hereingabe flog quer durch den 16er zu Root, der mutterseelenallein am langen Pfosten eindrücken konnte.

Foto: 0:1 durch Alexander Root

In der 74. hatte Lawall die Gelegenheit sich auszuzeichnen als er sowohl den Kopfball als auch den Nachschuss von Alexander Schmieden glänzend parierte. Chancenlos war er 3 Minuten später, als man Lukas Fekan einfach laufen und locker aus 18m flach abschließen ließ, 0:2 in der 77.
Nachdem Daisuke Ando – er war in der 73. für Nico Pantano gekommen – in der 86. ein schönes, aber wegen der Abseitsstellung ungültiges Tor erzielt hatte, erhöhte Saar 05 im Gegenzug auf 3:0.
Im Endeffekt war die Niederlage dann wurscht, weil Tabellennachbar Salmrohr in Neunkirchen gewonnen hatte und somit auch mit einem Dreier keine Verbesserung möglich gewesen wäre. Nach menschlichem Ermessen ist Arminia Ludwigshafen somit abgestiegen.

Oberliga: FC Arminia Ludwigshafen – SV Röchling Völklingen

Oberliga: FC Arminia Ludwigshafen – SV Röchling Völklingen 0:2 (0:1)

Arminia agierte größtenteils recht gefällig – gefällig reicht aber in der Oberliga nicht, erst recht nicht, wenn man seine vorhandenen Chancen nicht nutzt.
Total verausgaben musste sich der Gast aus dem Saarland keineswegs, um die drei Punkte zu entführen. Felix Dausend war nach einem Konter über die rechte Außenbahn innen komplett ungedeckt und konnte die Hereingabe auf dem Hintern rutschend ins Netz schieben, 0:1 in der 14. Minute.

Foto: Felix Dausend bejubelt sein Tor zum 0:1

Diesem Rückstand rannten die Arminen nun hinterher und hatten in der letzten Viertelstunde der 1. Halbzeit eine Phase, in der die Angriffe konkrete Formen annahmen und tendenziell torgefährlich waren. Da sahen die 218 Zuschauer wie es funktionieren könnte, gegen den Relegationsanwärter zu Treffern und damit zu Punkten zu kommen. Dummerweise musste Patrick Haag in der 41. die gelb-rote Karte für wiederholtes Foulspiel quittieren und den Platz verlassen. Die komplette 2. Halbzeit in Unterzahl – keine gute Aussichten im Kampf gegen Gegner und Abstieg.
Zudem wurde FC-Trainer Maik Unfricht von Schiedsrichter Alexander Mütz hinter die Bande geordert. Bis das vollzogen war, dauerte mehrere Minuten und war mit Sicherheit nichts, was den Einheimischen irgendwelche Vorteile brachte. Das ausgiebige hadern und zetern mit dem Schiri war so unnötig wie ein Kropf. Der war an der insgesamt eher mageren Performance der Arminia mit Sicherheit nicht schuld.

Foto: 0:2 durch Samir Louadj

Nun gut, in der Pause hatten sich die Gemüter wieder beruhigt und es konnte weiter gehen. Und jetzt, trotz Unterzahl, war Ludwigshafen am Drücker, hatte bis zur 75. Minute mehrere gute, und mindestens 2-3 sehr gute Chancen den Ausgleich zu erzielen. Eine davon konnte Salih Özdemir in der 76. nicht verwerten und nach dem schnellen Gegenzug über rechts war innen der zuvor eingewechselte Samir Louadj zur Stelle und hatte keine Mühe den Ball im Kasten unter zu bringen. Anstatt 1:1 stand es 0:2, das war die Entscheidung. Gegen Ende hin war Völklingen dem 3:0 näher als Ludwigshafen dem Anschluss.

Foto: Speziell in den jeweiligen 15-20 Minuten vor und nach der Pause waren die nötigen Offensivaktionen vorhanden; immer wurde zu kompliziert gespielt und zu ungenau abgeschlossen. Tim Amberger versuchte es auch mal aus der Distanz, hatte jedoch kein Schussglück. Hier ist der emsige Nico Pantano in guter Position, zögert aber zu lange mit dem Abschluss.

Es ist natürlich schwer zu beurteilen, von einem Spiel her, aber so wirklich nach Kampf gegen den Abstieg sah das bei Arminia Ludwigshafen nicht aus. Eigentlich ist es ja schön und gut, wenn man versucht die Sache spielerisch anzugehen, leider scheint das in dieser Saison nicht so richtig zu funktionieren. Scheinbar fehlt es da doch an gewisser Qualität. Und dann wäre eigentlich Kampf um jeden Zentimeter angesagt – der war in der nötigen Intensität nicht vorhanden. Ich hätte jedenfalls, angesichts der prekären Situation etwas mehr erwartet in der Hinsicht.

Von einem möglichen Abstiegsplatz kommt die Arminia in den letzten beiden Partien nicht mehr runter. Man ist sozusagen auf Schützenhilfe von oben angewiesen, um vielleicht doch in der Oberliga zu verbleiben.

Am Samstag…

…war nicht nur der Wettergott gut gelaunt, sondern auch der des Fußballs. Beide Partien waren gut anzuschauen und bei insgesamt 14 Toren fehlte auch wahrlich nicht das Salz in der Suppe.

Samstag, 18:30 Uhr: Phönix Bellheim – VTG Queichhambach 5:2 (3:1)
Bericht und Bilder folgen

Samstag, 15:00 Uhr:Arminia Ludwigshafen – SV Mehring 6:1 (2:0)

Der Dreier gegen den direkten Konkurrenten im Kellerbereich der Tabelle ist ein Schritt Richtung Klassenerhalt. Wobei Mehring schon ein wenig abgeschlagen ist, die Liga nur noch mit Gewalt und Glück halten kann. Der Wille der Gäste, bzw. des Trainers ist auch nach der hohen Niederlage ungebrochen – siehe Bericht Wochenspiegel.

Foto: Der erste Einschlag – aber Abseits

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Eine gute Viertelstunde brauchte die Arminia um in die Gänge zu kommen. Dann steigerte man sich eine weitere Viertelstunde lang in einen regelrechten Offensivrausch. In der 18. Minuten verhinderte eine Abseitsstellung den Treffer. In der 24. ließ Tim Amberger aus spitzem Winkel den Pfosten erzittern. Aber eine Minute später war es soweit; Daisuko Ando ballerte von links, 3m von der Grundlinie entfernt die Kugel unhaltbar unter die Latte – was ein Hammer. 2 Minuten danach – insofern kann man von einem vorentscheidenden Doppelschlag sprechen – hatte Daniel Eppel nicht die allergrößte Mühe die klasse Vorarbeit von Amberger zum 2:0 zu nutzen.

Foto: Daisuke Ando zieht ab…

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Foto: …und die Granate schlägt ein zum 1:0

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Nach dem 2:0 ließ Ludwigshafen ein klein wenig nach und verwaltete, was aber angesichts der sicheren Führung und eines harmlosen Gegners, der in der 1. Halbzeit keine echte Torchance verbuchen konnte, und vor allem wegen der hohen Temperaturen, die zusätzlich Kräfte kosten, verständlich war und kein Problem darstellte. Nach der Pause ging es ja zügig wieder los, Richtung Gehäuse der Gäste.

Foto: Gegen die Wucht und das Tempo des Tim Amberger war kein Mehringer Kraut gewachsen. Hier bereitet er das 2:0 von Eppel vor

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Ein weiterer Doppelschlag, Ando traf in der 47. und 48. Minute, brachte die frühe Entscheidung. Dass es danach nicht langweilig wurde, ist auch den SV`lern zu verdanken. Trotz des 0:4 bemühten sie sich in die Offensive zu kommen und wurden in der 58. mit dem Ehrentreffer durch Alexander Klein belohnt. Mehr war das aber auch wirklich nicht, denn als die Arminia gegen Ende des Spiels nochmal die Zügel anzog, belohnte sich Tim Amberger für eine sehr gute Leistung selbst mit dem 5:1 (85.). In der Nachspielzeit (90.+1) machte Marvin Pelzl mit dem 6:1 das halbe Dutzend voll.

Bilder vom Spiel folgen

Fotos: Den Schlusspunkt hinter ein sehr gutes Spiel der Arminia setzte Marvin Pelzl mit dem 6:1

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