Landesliga: SV Rülzheim – FSV Schifferstadt

Landesliga: SV Rülzheim – FSV Schifferstadt 1:1 (0:1)

Wenn es nicht schon nach den vorigen Spielen klar war, dann halt jetzt: der SV Rülzheim hat sich endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Davon dass gleich alle 4 vor Rülzheim stehenden Mannschaften dermaßen patzen, dass der SVR sich noch auf den Relegationsplatz vorarbeiten könnte, ist nicht auszugehen – wenn auch (theoretisch) nicht unmöglich.

Foto: Der gefährliche Freistoß von Dominik Werling zischt nur knapp am Pfosten vorbei ins Aus.

Mit einem Sieg gegen Schifferstadt und einem, wenn auch sehr schweren Nachholspiel gegen Herxheim im Rücken, wäre die Ausgangslage um einiges besser gewesen. Die Chancen dazu hatten die Lilanen zu Hauf. Nach dem 0:1 durch Goalgetter Christian Wolff in der 8. Minute, hatte Gökhan Istanbullu eine Großchance. Seinen Knaller in der 23. von halblinks entschärfte Mario Fohs mit einer fantastischen Parade. In der 26. rauschte ein Freistoß von Dominik Werling nicht so arg weit am Pfosten vorbei ins Aus. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Marco Krucker die Kugel von halblinks nur an den Pfosten. Der Ausgleich sowieso, aber auch eine Führung für die Einheimischen wäre verdient gewesen. Viel mehr als den einen Angriff, der zum 0:1 führte hatte Schifferstadt offensiv nämlich nicht zu bieten gehabt in der 1. Halbzeit.

Foto: Möglicherweise ein Knackpunkt, der Platzverweis (gelb-rot) für Rülzheims Antreiber und Spielmacher Patrick Brechtel

Die Großchancen konnte Rülzheim nicht nutzen, zum 1:1 musste das Glück oder besser gesagt, das Pech des gegnerischen Torwarts herhalten. In der 63. Minute ließ der bis dahin glänzend haltende und nach dem Faux Pas fahrig-frustriert wirkende Mario Fohs eine ungefährliche Freistoßflanke von Michael Bittner durch die Hände rutschen, 1:1. Nach der gelb-roten Karte für Patrick Brechtel in der 65. Minute hätte es für Rülzheim nochmal brenzlig werden können, aber die Mannschaft zeigte nun ihr Können und blieb am Drücker.
Müßig zu überlegen, ob mit Brechtel vielleicht der Sieg gelungen wäre – dann müsste man auch bedenken, was gewesen wäre, wenn er für sein Foul von hinten in der 1. Halbzeit die berechtigt rote Karte gesehen hätte – aber wie gesagt, müßig.

In der 73. parierte FSV-Keeper Fohs einen Kracher aus der Distanz vom Dominik Werling und machte damit seinen vorhergehenden Fehler wieder gut. Schifferstadt schaffte es in der Schlussphase nicht mehr, die Angriffe optimal zu Ende zu spielen. Es blieb somit bei der Punkteteilung.

Fazit: Klar, der Sieg für Rülzheim wäre möglich und verdient gewesen. Ein Punkt ist im Kampf um den Relegationsplatz zu wenig – das Thema dürfte für die Lilanen beendet sein. Wahnsinn, was Schifferstadt als Aufsteiger leistet. Da funktioniert fast alles. Am beeindruckendsten ist die Einstellung und die Disziplin der Mannschaft. Zum Beispiel ist es ganz toll, wie ein nach seinem Fehler niedergeschlagener Torwart von seinen Kollegen aufgebaut wird und dadurch nur wenige Minuten später wieder eine super Parade hinlegen kann.


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