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Wäre nach 45 Minuten Schluss gewesen, hätte das Auftaktmatch der Landesliga Ost mit einer Überraschung geendet, aber ein Fußballspiel dauert halt (mindestens) 90 Minuten. Trotz eines überlegenen Gastgebers lag Herxheim beim Pausenpfiff mit 1:0 in Front. In der 35. Minute spielte Steffen Zoller seine Cleverness aus. Bevor die Offenbacher Mauer sich formiert hatte, versenkte er den von Schiri Agne (Rodalben) verhängten Freistoß zum überraschenden 1:0. Jedenfalls fiel den Viktorianern mit diesem Treffer augenscheinlich auch eine Zentnerlast von den Schultern, war man doch recht nervös und unsicher ob des eigenen Leistungsvermögen in die Partie gegangen. Scheinbar war das (das Leistungsvermögen) garnicht so schlecht, immerhin hielt man den Angriffsversuchen Offenbachs mit einer rein Herxheimer 4er-Abwehrkette (Moch, Jochim, Eck, Sladek) stand. So schwer war das aber auch nicht, die Offensivbemühungen des spielbestimmenden FSV wurden nicht zielstrebig genug vorgetragen, um vor Viktoria-Ersatzkeeper Dominik Kern echte Torgefahr herauf zu beschwören. Ein richtig guter Angriff, von Thomas Gottlieb über die linke Außenbahn initiiert, endete mit einem Lattentreffer von Sebastian Kauz (25.). Handicap für Herxheim; Steffen Gauweiler musste nach 10 Minuten mit einer blutenden Kopfwunde und Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt und ins Krankenhaus verfrachtet werden. Thomas Sucietto kam für ihn aufs Feld. Was in der Kabine des zurück liegenden Favoriten aus Offenbach los war, kann man nur erahnen. Die Ansprache mag deutlich gewesen sein. Trainer Dietmar Bittner konnte mit der Leistung seiner Schützlinge nicht zufrieden sein. Dennoch ging er mit einer unveränderten Aufstellung in die 2. Hälfte. Nach weiteren 10 Minuten Spielzeit wagte Bittner den vielleicht entscheidenden Wechsel. Für Tolga Barin kam der offensive Mahmoud Abou-Elazm. Der Druck auf die Viktoria-Abwehr wurde umgehend stärker und zwei Minuten später (58.) gelang Maximilian Wassyl per Kopfball der verdiente 1:1 Ausgleich. Offenbach war nun drückend überlegen, fast alles spielte sich in der Herxheimer Hälfte und vor und im Strafraum ab. Die Gäste suchten ihr Heil in vereinzelten Kontern. Bei einem hätte André Heesakker fast Erfolg gehabt. Aus 30m überlistete er den weit vor seinem Kasten stehenden Marcel Johann, die Kugel strich aber knapp am Torkreuz vorbei ins Aus. Die Fronten wurden in der 75. Minute geklärt. Nach einer Einwurfflanke köpfte Abou-Elazm zur 2:1 Führung für den FSV ein. Danach war es für die Bittner-Truppe vor 350 Zuschauern ein Leichtes die inzwischen konfuse gegnerische Abwehr nach allen Regeln der Kunst auseinander zu nehmen. ...und dann hat man auch das nötige Glück. Die Abnahme von Abou-Elazm in der 81. Minute wäre irgendwo an der Seitenauslinie gelandet, wenn, ja wenn da nicht ein Herxheimer Bein dazwischen gewesen wäre, das den Schuss unhaltbar Richtung eigenes Gehäuse ablenkte. Die Dämme waren gebrochen, Torjäger Thomas Gottlieb legte in der 85. das 4:1 nach und ließ in der letzten Spielminute das Tor zum 5:1 Endstand folgen. |