B-Klasse: SV Landau-West – SG Vorderweidenthal/Birkenhördt

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Bericht: T.W.

Zur Partie der B-Klasse Südpfalz West kamen ca. 40 Zuschauer. Und diese bereuten ihr Kommen nicht. Von Beginn an versuchten die Gäste das Heft in die Hand zu nehmen und erzeugten schon früh großen Druck. So hatte Matthias Braun in der 3. Spielminute einen guten Abschluss, doch Torwart Rinaldo Weiß fing den Schuss sicher. Doch in der 9. Spielminute klingelte es im Kasten der Gastgeber. Marius Gast brachte einen Eckball zum kurzen Pfosten und von dort netzte Torjäger Patrick Schmidt unbedrängt ein. Nur 2 Minuten später spielte Schmidt einen Heber in die Schnittstelle der Viererkette und Gast lupfte den Ball gekonnt über Weiß hinweg. 2:0 und die Westler zeigten bis dahin nicht einmal die gewünschte Gegenwehr. Dies blieb auch bis zur 21. Minute so. Dann aber nahm sich Florian Heupel die Kugel und marschierte schön auf der rechten Außenbahn durch und flankte zielgenau auf Uwe Kubiack. Dessen Kopfball aus 9 Metern flog knapp am langen Eck vorbei. In der 31. Minute hatte Robert Dragon noch eine schöne Chance für die Gastgeber, sein Schuss sauste jedoch übers Tor.

Aufgeweckt durch diese beiden Chancen gaben die Gäste wieder Gas und prompt erzielte Braun das 0:3. Ja, und nun kam die wohl „interessanteste“ Spielminute. Schiedsrichter Jonas Julino unterbrach das laufende Spiel, weil ein Gästespieler verletzt in der Höhe des gegnerischen 16ers lag. Der Ball war etwa 17 Meter vorm Tor der Gastgeber. Hier gab es den regelgerechten Schiedsrichterball. Schmidt stand dort und wollte den Ball zu Torwart Weiß zurück spielen. Der „Rückpass“ war etwas fest und Weiß hatte auch nicht aufgepasst. Was passierte kann sich jeder denken. Der Ball zappelte plötzlich im Netz. Nun begannen natürlich sofort Diskussionen auf beiden Seiten. Nicht glücklich war das Verhalten von Schmidt, der erstmal die Arme hoch riss und jubelte. Das macht man nicht! Alle Diskussionen beenden hätte einfach der Schiedsrichter können, hätte er, wie es regelkonform gewesen wäre, das Spiel mit Abstoß fortgesetzt, denn in den Regelbüchern steht klar, dass ein Spiel nach direkt erzieltem Tor nach Schiri-Ball nicht zählt und die Spielfortsetzung je nach Schütze Abstoß oder Eckball ist. Aber die Gäste bemerkten wohl sofort den Regelverstoß und ließen die Gastgeber postwendend durch Kubiack das 1:4 erzielen. Fair spielte Torwart Thorsten Vogel dem Stürmer den Ball hin und dieser musste nur noch einschieben. Mit diesem Ergebnis gab es in die Pause.

In der 2. Halbzeit war es bis zur 57. Spielminute eher langweilig. Aber dann begann eine sehr interessante halbe Stunde. Zuerst hatten die Gäste noch eine tolle Chance, welche durch Weiß hervorragend entschärft wurde. In der 65. Minute waren die Gastgeber im Pech, als einer ihrer Spieler im gegnerischen Fünfmeterraum angeschossen wurde und der Ball nur knapp am Tor vorbeiging. In der 67. Spielminute flog Patrick Hiepler korrekterweise mit Gelb-Rot vom Platz. Somit waren die Gäste dezimiert, und das wussten die Gastgeber zu nutzen. Es begann eine Druckphase der Westler. In der 67. Minute zirkelte der eingewechselte 50-jährige Marcus Zaucker einen Freistoß gefährlich vors Tor und Torwart Vogel hatte Mühe den Ball über die Latte zu bugsieren. In der 70. Minute war der eingewechselte Alexander Harsch alleine vor Vogel, vergab aber – drüber. Mitten in die Drangphase der Westler setzten die Gäste einen Konter und Schmidt erzielte seinen dritten Treffer und somit vermeintlich die Entscheidung mit dem 1:5 in der 76. Minute. Aber die Westler zeigten Moral und nur eine Minute später gelang Dragon das 2:5 per Kopfball. Sie rannten weiter auf das Gästetor und hatten durchaus noch gute Chancen. Die spektakulärste war ein 40 Meter Hammer von Dominik König, den Vogel gerade noch aus dem Winkel fischte und zur Ecke klärte. Das 3:5 gelang noch, allerdings erfolgte kurz danach der Schlusspfiff durch Kubiack.

Fazit: Eine verschlafene erste Hälfte der Gastgeber und das effiziente Ausnutzen der Torchancen der Gäste führten zu einem nicht unverdienten Sieg für Vorderweidenthal. Aber auf der 2. Halbzeit können die Westler definitiv aufbauen und sie zeigten, dass mehr Potenzial als der derzeitige Tabellenplatz in ihnen steckt. Auch zeigte die 2. Halbzeit, dass ein Marcus Zaucker trotz seines gehobenen Alters immer noch eine Bereicherung auf dem Platz ist. Hut ab vor seiner Leistung!


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